Archiv für die Kategorie ‘Schöne Innerschweiz’

Rudelbildung auf Russisch

Rrr am Dienstag den 31. Juli 2018

Jenissei Krasnojarsk rockt die Premjer-Liga!

Der Klub aus Sibirien darf erstmals in der obersten russischen Liga mitspielen und ist darauf natürlich mächtig stolz.

Zum Auftakt gabs am Wochenende zwar eine 0:2-Heimniederlage gegen Zenit St. Petersburg. Dafür sorgt der Klub mit seinen neuen Trikots für Aufsehen.

Das Heimtrikot ist voller Löwenköpfe, denn “Löwen sind gefährlich und im Rudel kann sich ihnen niemand widersetzen”. Auswärts stellt der Klub die Wahrzeichen seiner Stadt zur Schau, die Kathedrale und die Brücke über den Jenissei.

YB-Bezug in diesem Text: Jenissei schaffte den Aufstieg dank dem Play-off-Triumph über Anschi Machatschkala.

Korrekt korsieren

Herr Shearer am Donnerstag den 14. Juni 2018

Es folgt eine dringend nötige Mitteilung der Kantonspolizei.

“Bald ist es wieder soweit: nach ausgedehnten, als Public Viewing verhamlosten Botéllons steigen sogenannte Fussballfans in ihre illegal getunten Autos und begehen Vergehen gegen das Strassenverkehrsgestz (SR 741.01).  Diese Autokorsos will niemand, schon gar nicht wir von der Polizei. Wir haben deshalb einen Leitfaden erstellt, der Ihnen klipp und klar sagt, was geht und was nicht. Das Dokument dürfte für Menschen, die sich für Autotuning und Siegerkorsos interessieren, allerdings etwas textlastig sein. Deshalb seien hier kurz die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Plastikfähnchen am Auto: ja, diese trümmligen Teile zum in der Scheibe einklemmen von der Tanke dürfen Sie.
  • Fahne aus dem Auto halten: und damit Fussgänger und Velos abräumen? Sicher nicht!
  • Autokorso: ist eigentlich natürlich verboten, aber diese Fussballfans dürfen ja trotzdem immer alles. Belästigen Sie niemanden und bleiben Sie innerorts, dann müssen wir leider ein Auge zudrücken.
  • Easy aus dem Auto lehnen: Nein! Bei- und Mitfahrer sitzen schön brav auf ihren Plätzen und beachten die Anschnallpflicht.

Sie haben immer noch Fragen? Dann schauen Sie sich dieses sehr zielgruppengerechte Video an. Soviel anders ist die Gesetzeslage schliesslich auch in Deutschland nicht.

Und sollten Ihnen jetzt die Lust auf unnötiges Herumfahren immer noch nicht vergangen sein, dann beachten Sie bitte, dass so ein Autokorso keine ungefährliche Sache ist.

Die Kantonspolizei wünscht Ihnen trotzdem eine schöne Weltmeisterschaft. Beste Grüsse, Ihr Wachtmeister Schärer.”

*** LIVE *** YB präsentiert Seoane

Rrr am Montag den 4. Juni 2018

Der neue Trainer von Meister YB ist da.

Wir berichteten live. Geniessen Sie nach dem Klick alle wichtigen Zitate und ein Interview in Bewegtbildern. – Die fachkundige Analyse zweier ausgewiesener Experten sehen Sie ab 15.15 Uhr.

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Einzigartige Einfalt

Herr Shearer am Dienstag den 20. März 2018

Hier kommt das neue Auswärtstrikot der Schweizer Landesauswahl!

Sie freuen sich sicher auch alle auf die bevorstehenden Testspiele unserer Nati, nicht wahr? Trikotsponsor Puma hat sich dafür noch extra einmal richtig ins Zeug gelegt und Petkos Mannen ein neues Auswärtsdress auf den Leib geschneidert. Schlicht und einfach ist das Design. Weiss, oben ein roter Kragen, auf der Brust links das Verbandsloga, mittig die Raubkatze des Sponsors, rechts das Schweizerkreuz.

Und weil der Designer vom grossen Sportartikelhersteller also kaum Zeit brauchte für das Leibchen, hat er gleich auch noch für andere Nationalmansschaften was hingepfuscht frische Weissware in Fernost bestellt. Und zwar für Italien, Österreich, Tschechien, die Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Serbien, Senegal und Uruguay. Immerhin wurde die Kragenfarbe den einzelnen Ländern angepasst.

Am besten bestellen Sie gleich alle diese hübschen Shirts zusammen, denn der Sommer kommt vielleicht schon bald.

Ende Europacup

Harvest am Mittwoch den 19. Juli 2017

Morgen Donnerstag um 19.45 spielt der FC Luzern um den Verbleib in der Europa League.

“Am Schluss hat man gesehen, dass die Mannschaft der Kroaten schon länger in der Vorbereitung ist”, sagte Markus Babbel nach dem Hinspiel gegen Osijek, das der FC Luzern 0-2 verlor. Wahrscheinlich war das schon in den letzten Jahren das grösste Problem der Luzerner in der Europacup Qualifikation, schliesslich startet die Schweizer Saison immer so spät.
Auch für das erste Tor fand Babbel eine einleuchtende Erklärung: “Der weite Einwurf war aber das Einzige, was wir beim Beobachten nicht gesehen haben. Wir wurden auf dem falschen Fuss erwischt, was so nicht passieren dürfte.” Im Rückspiel wird aus den Fehlern gelernt worden sein und das sicher nicht noch einmal vorkommen. Somit steht einem Weiterkommen und dem Spiel gegen Eindhoven nichts im Wege, schliesslich wissen die Spieler, ” dass wir zu Hause besser sind”, wie Hekuran Kryeziu versichert.

Um die Spieler weiter zu motivieren, hat der FCL letztes Wochenende sein neues Trikot vorgestellt. Francisco Rodriguez reagiert überschwänglich: “Ich finde, wir haben ein super Leibchen!” Finden wir auch.

Damit beenden wir die Berichterstattung zur diesjährigen Europacupwoche des FC Luzern und freuen uns darauf, dass am Samstag endlich wieder Fussball gespielt wird.

Vielsagende Vision

Harvest am Mittwoch den 31. Mai 2017

“Vision 2021”! Endlich wird alles gut.

Sie kennen das bestimmt. Ein Gremium von gut bezahlten älteren Herren (und zunehmend auch Frauen) setzt sich zwei Tage zusammen für eine sogenannte Klausur und denkt und diskutiert bis die Köpfe rauchen. Nach diesem gemütlich Beisammensein erhalten sie viel Geld und zeigen dafür einige plumpe, austauschbare Sätze vor, die sie Vision nennen. Das wollte auch der FC Luzern, denn so eine Vision, die tönt gut.

In seiner “Vision 2021” präsentiert der Vorstand des FC Luzern, wie er sich den Club vorstellt. Nun, die Vision ist so kurz wie prägnant: “Wir wollen Pokale gewinnen und Fussballfeste feiern”. So geht das. Präsident Philipp Studhalter relativiert allerdings und sagt, der Begriff “steht für die Haltung und die Mentalität.” Und um Pokale zu gewinnen muss man offensichtlich auch gar nicht sportlich erfolgreich sein, denn, so Studhalter weiter, “wenn wir unseren Partnern einen Mehrwert bieten können oder eine hervorragende Betreuung eines Nachwuchsspielers bieten, dann haben wir symbolisch einen Pokal gewonnen.”
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Freude gegen die Färöer

Rrr am Sonntag den 13. November 2016

Viertes Spiel, vierter Sieg. 

Die Schweiz schlägt die Färöer Inseln in der Fasnachtsstadt Luzern mit 2:0 und hält verlustpunktfrei Kurs auf die WM-Direktqualifikation. Eren Derdyiok (unser Funkbild) traf frühzeitig zum beruhigenden 1:0, Lichtsteiner machte den Sack kurz  vor Schluss zu. 

Vladimir Petkovic baute seine Bilanz als punktemässig erfolgreichster Schweizer Trainer aller Zeiten aus. 

Weiter gehts im Frühling gegen Lettland. 

Was macht eigentlich…

Harvest am Mittwoch den 9. November 2016

Tomislav Puljic?

puljicÄltere Leser erinnern sich an den ehemaligen Abwehrchef des FC Luzern. Aus disziplinarischen Gründen darf er nicht mehr mittun, wenn es ernst gilt. Doch kein Problem für den Kroaten, er hat vorgesorgt.

Seit dem 8. Oktober ist er Teilhaber einer Filiale der kroatischen Bäckereikette „Mlinar“ in Emmenbrücke. Natürlich wolle er sich weiterhin „100 Prozent auf meine Arbeit als Fussballprofi“ konzentrieren, doch müsse er sich als 33-Jähriger Gedanken machen über seine Zukunft. Schöner Nebeneffekt: Frau Ana bekommt damit die Gelegenheit, wieder zu arbeiten. Im „Familienbetrieb“ wird sie in einem Teilzeitpensum angestellt sein, damit sie daneben noch genügend Zeit für die drei gemeinsamen Kinder findet.

Haltlose Unterstellungen

Rrr am Montag den 7. November 2016

Wirrkopf Walter analysiert das Wochenende.

walter“Die Bombe platzte gestern kurz vor dem Anpfiff: Tomislav P., der Abwehrchef eines bekannten Schweizer Super-League-Klubs, wurde aus “disziplinarischen Gründen” auf die Tribüne verbannt (SRF2 berichtete).

Da fragt man sich natürlich spontan: Was genau für disziplinarische Gründe? Der betroffene Verein wollte dazu nichts sagen. Und hat damit hundertprozentig richtig gehandelt.

777Freunde, ich sage es immer wieder: In Krisensituationen ist bei der Kommunikation grösste Vorsicht geboten. Nur allzu rasch schiessen Gerüchte ins Kraut, die niemand hören will: Ging es um nächtliche Alkoholexzesse, geilen Gruppensex, kranken Sektenwahn? Ist der Hintergrund das berüchtigte Rotlicht-Milieu, waren Drogen im Spiel, ist der Fall vielleicht sogar nur die Spitze des Eisbergs? Das sind natürlich alles völlig haltlose Unterstellungen, auch mit Waffenschiebereien und Menschenhandel hat das garantiert nichts zu tun, aber schaffen Sie das aus der Welt, wenn es erst einmal im Internet steht.

Deshalb, völlig richtig: Keine näheren Angaben, sagte sich der FC Luzern, wir schreiben “disziplinarische Gründe” aufs Matchblatt, das muss reichen. Wahrscheinlich hatte Herr Puljic am Freitag einfach Kopfweh und kam deshalb zu spät ins Training, aber das muss man ja nicht gleich an die grosse Glocke hängen. Na egal, ich gehe jetzt wieder Kormorane jagen, im Fischerhäuschen eine Seventies-Disco im pinky Netzshirt feiern in der Restwassermenge von Mühleberg Dynamitfischen.

Nervige Nachspielzeit

Rrr am Sonntag den 6. November 2016

BREAKING NEWS: YB empfängt im Cup-Viertelfinal den FC Winterthur. Ausserdem: Basel-Zürich, Sion-Kriens, Aarau-Luzern

Schon wieder vergibt YB den Sieg in der Nachspielzeit. 

Wie  gegen St. Gallen traf YB auch in Luzern kurz vor Schluss zum vermeintlichen Siegestor, und erneut reichte es nicht zum Sieg. 2:2 hiess es am Schluss in der Swissporarena. Ungerecht ist das Resultat nicht. 

Die Berner waren vor der Pause nur die zweitbeste Mannschaft,  sie trafen zwar Pfosten und Latte, lagen aber 0:1 zurück. In der zweiten Halbzeit gelang Ravet rasch der Ausgleich, danach dominierten die Gäste das Spiel und erspielten sich eine Chance nach der anderen – doch der Ball wollte lange Zeit einfach nicht ins Tor.

Yuya Kubo traf dann doch noch, wenn auch aus dem Abseits. In der 93. Minute glich Marco Schneuwly aus, nachdem er ein Kopfball-Duell gegen Guillaume Hoarau gewonnen hatte. 

YB bleibt Dritter. Nach der Länderspielpause gehts weiter mit dem Heimspiel gegen Sion. 

Gute Zeiten, schlechte Zeiten (III)

Harvest am Mittwoch den 1. Juni 2016

Der FC Zürich steigt ab und wird Cupsieger. Das erweckt Erinnerungen, denn wer hat’s erfunden? Der FC Luzern.

Im Jahr 1992 war der FC Luzern der erste Absteiger in der Geschichte des Schweizer Fussballs, der den Cup gewann. Und das, obwohl mit Semir Tuce der wohl beste Fussballer, der je im FCL-Dress spielte, im Kader stand. Darin fand man auch einen gewissen Martin Rueda oder Adrian Knup, doch ich greife vor.
FCLuzern19911992

Bereits in der Qualifikationsrunde lief es nicht nach Wunsch und der FC Luzern rutschte aufgrund des um zwei Tore schlechteren Torverhältnisses (als AUSGERECHNET der FCZ, was für eine Geschichte!) in die Auf-/Abstiegsrunde. Dort bekamen sie es mit Grössen wie Chur, Schodfo, Chiasso und Bulle zu tun. Im letzten Spiel gegen Grenchen reichte ein Unentschieden, um den Klassenerhalt zu sichern. Doch trotz drückender Überlegenheit (25! Corner für Luzern) ging das Spiel mit 2-1 verloren. Tragische Figur war Adrian Knup, der zu allem Übel auch noch einen Penalty verschoss. Nach seiner Karriere meinte er, auf dieses Spiel angesprochen: “So einen unglücklichen Match hat es in meiner Karriere nie mehr gegeben.” Aufgestiegen sind in der Gruppe B übrigens Bulle und Chiasso und dem FC Luzern hat es nur wegen des schlechteren Torverhältnisses nicht gereicht.

BeatMutterPokalZehn Tage nach diesem schrecklichen Tag durfte der FC Luzern in Bern im Cupfinal gegen Lugano (AUSGERECHNET Lugano, was für eine Geschichte!) antreten. In der ersten Halbzeit war Lugano (mit Dario Zuffi) besser und ging verdient in Führung (36.), die Luzern noch vor der Pause ausglich. Das Spiel ging in die Verlängerung und Knup bekam doch noch so etwas wie einen versöhnlichen Abschluss (vor seinem Wechsel zum VfB Stuttgart). Mit seinen zwei Toren machte er den FC Luzern zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte zum Cupsieger. Im Sportalbum finden Sie auch noch die Zusammenfassung zum Spiel und interessante Interviews.

Klein Harvest war mit Vater, Grossvater, Onkel und Brüder Harvest angereist und zur Feier des Tages gab es im Zug nach Luzern ein Bier aus der Minibar. Nicht für Klein Harvest, der musste sich mit einem Süssgetränk begnügen.

Aufwärtstrend in Luzern

Harvest am Sonntag den 28. Februar 2016

ZibungUnbändige Freude in Luzern!

David Zibung, seit 2003 Torhüter der ersten Mannschaft des FC Luzern, hat gestern in Sion bereits den zweiten Penalty dieser Saison gehalten.

Sie finden das vielleicht gar nicht erwähnenswert, doch es ist das erste Mal überhaupt in seiner Karriere, dass Zibung zwei Elfmeter in einer Saison pariert.

Das erste Mal erfolgreich war Zibung am 5. Dezember auf der Allmend gegen die Young Boys aus Bern, damals verschoss Sulejmani, das zweite Mal am Samstag im Tourbillon, wo er den Elfmeter von Carlitos hielt.

Das letzte elfmetertechnische Erfolgserlebnis vor dieser Saison hatte Zibung vor drei Jahren, am 17.11.2012 gegen Gavranovic.

Ebenfalls Penaltykiller waren in der aktuellen Saison Lopar (St.Gallen, 3), Faivre (Thun, 1), Vaclik (Basel, 1) und Vanins (Sion, 1).