Archiv für die Kategorie ‘Rote Karte’

Einer gegen alle

Rrr am Donnerstag den 28. November 2013

Sascha Ruefer am Ende – nie mehr Uhrencup.

Nach 51 Jahren ist der Wettbewerb gestern zu Grabe getragen worden. Das Traditionsturnier in Grenchen wird nicht mehr ausgetragen. Sascha Ruefer behält die Marke ,Uhrencup’ in seinem Privatbesitz und will sie einstweilen niemandem zur Verfügung stellen.

Das Image des Uhrencups sei letzten Sommer irreparabel beschädigt worden, sagte Ruefer an einer weithin unbeachteten Medienkonferenz gestern in Grenchen. Ein Ex-Funktionär des FC Grenchen hatte Strafanzeige wegen Betrugs und ungetreuer Geschäftsbesorgung eingereicht.

Er zog die Anzeige am gleichen Tag wieder zurück, die Staatsanwaltschaft ermittelte aber von Amtes wegen (und kam zum Schluss, es sei nichts an den Vorwürfen). Die Anzeige geisterte durch die Presse, Sponsoren sprangen ab, der Ruf des Uhrencups wurde durch den Schmutz gezogen, jetzt zog das OK einen Schlussstrich.

Die Young Boys gewannen das Turnier insgesamt 7-mal , in den Jahren 1964, 1973, 1975, 1987, 2000, 2004 und zuletzt 2007.

Null Komma Josef

Val der Ama am Dienstag den 15. Oktober 2013

Der Marko Arnautovic sieht rot und droht mit Rücktritt.

46dtwSchade eigentlich, denn zurzeit läufts richtig gut für den jungen Österreicher. Er darf nämlich in der Premier League bei immerhin Stoke mitspielen und wird dabei oder danach dann von der englischen Presse entweder ignoriert oder sogar sanft gelobt. Und er ist zufrieden damit und das sei gut so, sagt er. Aber kaum gehts wieder aufs Festland, da ist er wieder, der Ärger. Am Freitag, gegen die Schweden wars.

Aber geben wir nicht dem Arnautovic die Schuld, diesmal nicht. Der kann gar nichts dafür, schauen Sie doch mal aufs Bewegtbild: Gar nichts tut er, der arme Marko! Der Schwede Elmander, der tut was. Der fällt einfach hin wegen nichts und dann kommt der türkische Unparteiische Cüneyt Cakir und der Arnautovic sieht mal wieder Rot. Und besonders brisant: Der Marko ist doch gar kein Engländer.

Das ist natürlich ungerecht und wir verstehen die empörten Worte des vermeintlichen Sünders, der total ausser sich erklärte: „Er hat mir mit dem Kopf auf die Nase geschlagen und ist dann umgeflogen. Das schmerzt. Das tut weh. Das ist Misshandlung. Wenn mir einer auf einem Video zeigt, dass ich schuld bin, höre ich sofort mit dem Fussballspielen auf. Elmander ist zu 100 Prozent schuld, ich null Komma Josef.“

Recht hat er, der Junge. Aber die Sache ist so glasklar, da muss er nicht zurücktreten.

Missgriff am Mischpult

Rrr am Mittwoch den 25. September 2013

DJ Breakbot zieht den Zorn der Pariser auf sich.

11Der renommierte Plattenleger hatte am Sonntagabend die Aufgabe, die Fans mit Stadionrock aufs Spitzenspiel PSG-Monaco einzustimmen. “Was eignet sich besser als Van Halen’s Jump?” sagte sich DJ Breakbot – und erntete ein gellendes Pfeifkonzert.

Denn “Jump” ist die Einlaufhymne von PSG-Erzfeind Olympique de Marseille. Und das schon seit 1989. Was in Frankreich jedes Kind weiss.

DJ Breakbot entschuldigte sich später per Twitter. “Es tut mir leid, ich war mir der Bedeutung des Songs nicht bewusst. Ich wollte niemanden provozieren.”

Jeder kennt die Frage, kaum einer die Antwort (37)

Rrr am Donnerstag den 19. September 2013

Warum gilt Dortmund-Trainer Jürgen Klopp eigentlich als sympathisch?

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Wenn Balotelli pennt

Val der Ama am Donnerstag den 12. September 2013

Mario Balotelli weiss: Ein guter Schlaf ist wirklich wichtig.

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Der Stürmer der AC Milan und ein paar Nationalmannschaftskollegen sind diese Woche von Cécile Kyenge, immerhin Italiens Ministerin für Integration, zu einem Gespräch über Rassismus eingeladen worden. Balotelli hatte ja in der Vergangenheit ab und zu Ärger mit Fremdenhassern und kündigte unlängst an, künftig sofort das Feld zu verlassen, sollte er erneut wegen seiner Hautfarbe beleidigt werden.

Also, da war eben dieses Treffen mit der Ministerin und die eingeladenen Nationalmannschaftskollegen, die sind erschienen. Der Balotelli allerdings nicht. Wegen dem Wecker, der habe nicht geweckt.

Auf Nachfrage einer italienischen Tageszeitung dann allerdings, schilderte Frau Ministerin die Gegebenheit ein wenig anders: “Balotelli erklärte, warum er nicht erschienen ist (er wollte lieber schlafen, weil das Treffen ja freiwillig gewesen sei) und also müssen wir seine Transparenz respektieren. Ich hätte ihn gerne gesehen.”

Internationale Härte II

Val der Ama am Mittwoch den 11. September 2013

In unserer Serie “Foul oder nicht Foul” haben wir es auch heute wieder mit einem eindeutigen Fall zu tun.

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Sie erkennen auf unserem Bild ansatzweise eine Szene aus der Schlussphase des vorgestrigen Spiels zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Neuseeland. Neuseeland ist mit 0:2 im Rückstand, Aussenverteidiger Ben Sigmund mit dem Spielstand sichtlich unzufrieden und also und selbstverständlich dann der Frustabbau und das dazugehörige Doppelfoul.

Die Redaktion des Runden Leders ist mehrheitlich mit dem Entscheid des Schiedsrichters einverstanden. Einzig Herr Baresi plädiert für laufen lassen, weil das sei jetzt eben internationale Härte und national sei das beim Vali beispielsweise völlig OK.

Nun sind Sie sicherlich neugierig, also sehen Sie hier das bewegte Bild.

 

Internationale Härte

Herr Shearer am Dienstag den 10. September 2013

In unserer Serie “Foul oder nicht Foul” haben wir es heute mit einem eindeutigen Fall zu tun.

Letzten Freitag wurde in der WM-Qualigruppe A der Klassiker Serbien gegen Kroatien gespielt. Natürlich ging es gewohnt freundschaftlich zur Sache und das Spiel endete mit einem brüderlichen Unentschieden. Getrübt wurde der Fussballabend allerdings durch den zweiten Platzverweis des Abends, welcher gegen den Kroaten Simunic ausgesprochen wurde. Schauen und beurteilen Sie nun selbst, ob Schiedsrichter Brych hier wirklich richtig gelegen hat. In unserer Redaktion haben derweil alle bloss ein Dutzendfoul gesehen.

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Falls Sie nicht hinter einer dieser Firewalls sitzen, können Sie sich die ganze Szene hier ansehen.

Verwunderliche Verwechslung

Val der Ama am Dienstag den 13. August 2013

Schiedsrichter Stéphane Jochem hat am Samstag ein vielbeachtetes Debut in der Ligue 1 gegeben.

Sein erstes grosses Spiel ist Valenciennes gegen Toulouse und da kommt es in der 34. Minute zu einem recht interessanten Zwischenfall: Valenciennes-Stürmer Grégory Pujol stürmt nämlich zu dieser Zeit in den Strafraum, etwas ungelenk verfolgt von Verteidiger Steeve Yago. Pujol fällt, Jochem pfeift Penalty. Foulpenalty im Strafraum? Jochem zeigt dem Spieler Yago die Rote Karte.

Dieser gibt sich selbstverständlich unschuldig und also tut Jochem ungeduldig und schickt den Spieler Uros Spajic mit einer klaren Geste vom Feld. Und Spajic geht tatsächlich raus.

Jochem hat sich nach dem Spiel für den Fehler entschuldigt und erklärt, er habe seine Assistenten missverstanden. Auf dem Bild unten sehen links übrigens Uros Spajic, rechts Steeve Yago.

Die ganze Szene sehen Sie mit einem Klick hier drauf.

Episodischer Ersteinsatz

Val der Ama am Dienstag den 6. August 2013

Rapid Wien gewinnt auch ohne Maximilian Hofmann.

Am Sonntag, also vorgestern, spielte Rapid Wien gegen Sturm in Graz und gewann das Spiel doch ziemlich glücklich mit 4:2. Gut für Rapid, gut für die Mannschaft. Und gut auch für den bereits oben erwähnten Abwehrspieler, denn er durfte sein erstes Spiel mit der ersten Mannschaft miterleben.

Weniger gut allerdings aber die Dauer seines ersten Spiels, denn der Innenverteidiger stand bei seinem Debut gerade mal 47 Sekunden auf dem Platz, bevor er wegen Notbremse (in Österreich spricht man da glaub’ ich von Torraub) auch gleich seine erste tipp3-Bundesliga-Rote-Karte sah. Dann Penalty und nach drei Minuten also 1:0 für Graz aber eben: Rapid konnte das Spiel auch mit 10 Mann noch drehen.

Ah, und auch interessant: Nächsten Samstag startet der SV Werder Bremen gegen Eintracht Braunschweig in die neue Saison.

Furioser Flieger

Val der Ama am Donnerstag den 27. Juni 2013

AKTUELL: Das Runde Leder ist ab 18.00 Uhr für etwa eine Stunde offline. Der Grund ist ein Apero technischer Natur (Software-Update). Besten Dank für Ihr Verständnis.

In unserer Serie “Foul oder nicht Foul?” zeigen wir Ihnen heute eine Szene mit dem Fussballer Neymar aus Brasilien.

Irr auf Instagram

Val der Ama am Mittwoch den 26. Juni 2013

Und wieder ein Fussballspieler, der nicht gut mit sozialen Medien kann.

Der heutige Kandidat: Dane Brekken „Brek“ Shea, texanischer Fussballspieler norwegischer Abstammung, seit Winter 2013 für den englischen Verein Stoke City in der Premier League aktiv. Haben Sie je hässlichere Hosen, ein schlimmeres Shirt, ein dooferes Käppi gesehen? Gut, und dann kann man sich selbstverständlich auch an der Pose und den Waffen stören.

Selbstverständlich hat Shea das Foto längst von seinem Account entfernt und sich bei der erbosten Community entschuldigt. Wie immer halt. Dazu erstaunlich eigentlich, dass es nicht bereits eine voll engagierte Facebook-Gruppe gegen dumme Bilder von dummen Fussballern gibt.

Oh, da kommt mir in den Sinn, Shea und Instagram… da war doch was? Ah ja, gar nicht lange her, da deponierte Stoke-Spieler Glenn Whelan einen Schweinekopf im Spind von Teamkollege Kenwyne Jones und Shea veröffentlichte dann eben via Instagram dieses Foto da.

Ausserordentliche Abservierung

Val der Ama am Montag den 24. Juni 2013

Dramatik in der Halbzeitpause: Gus Poyet erfährt live auf BBC von seiner Entlassung.

Poyet ist war seit vier Jahren Trainer des Vereins Brighton & Hove Albion und als solcher diesen Mai erst in den Premier League-Aufstiegsplayoffs gegen Crystal Palace gescheitert.

Nun also sass er als TV-Experte im Studio und sollte eigentlich interessante Sachen zu Spanien-Nigeria sagen, als der Moderator einen eiligst herbeigetragenen Zettel mit der bereits auf der Clubwebsite publizierten Entlassungsbotschaft vorlas.

Der Uruguayer nahm die Nachricht sichtlich überrascht auf, zeigte Unverständnis und kündigte rechtliche Schritte an.

Hier noch das bewegte Bild dazu.