Archiv für die Kategorie ‘Rote Karte’

Alans Ausraster

Herr Shearer am Sonntag den 2. März 2014

Newcastle-Trainer Alan Pardew steckt in Schwierigkeiten.

Völlig unnötig, kann man sagen. Da hat seine Mannschaft nach desaströsen Vorstellungen endlich wieder in die Erfolgsspur gefunden. Gestern gab es in Hull gleich einen 4:1-Auswärtssieg, nachdem bereits am letzten Wochenende Aston Villa in letzter Minute geschlagen werden konnte. Die Magpies stehen auf dem achten Platz der Tabelle und können sich weiter nach vorne verbessern. Darüber kann sich aber derzeit niemand in der schönen Stadt am River Tyne richtig freuen, denn alles spricht nur über Alan Pardews Rencontre mit dem Hull-Spieler David Meyler am Rande des Spielfelds.  Aber schauen Sie selbst:

Den Rest des Spieles sah Pardew von der Tribüne aus. Kostenpunkt für diesen klassischen “Coup de Boule”: vorerst einmal 100’000 britische Pfund, welche Newcastle United dem Cheftrainer vom Lohn abziehen wird. Eine Sanktion von der FA wird sicherlich ebenfalls folgen. Auch Jeff Stealing, Moderator bei Sky, reagierte ziemlich, nun ja, entstetzt.

Notdurft beim Platzsturm

Val der Ama am Dienstag den 18. Februar 2014

So kann das nicht mehr weitergehen.

Nach dem Marder in Thun, Bienen in Brasilien, Hühnern in England, Katzen in Holland und den Eichhörchen in England, gibt es heute und leider schlechte Nachrichten aus Argentinien.

Gestern, während dem Spiel zwischen Rosario Central gegen River Plate, schlich sich ein Hund heimtückisch auf das Spielfeld und narrte während rund 5 Minuten die Spieler, Stewards, ja sogar den Schiedsrichter.

Gagi

So ein Stuhl.

Weinen in Villareal

Val der Ama am Montag den 17. Februar 2014

So geht Hooliganismus.

Tränen

Pyro, Petarden, Bananen oder Feuerzeug? Kinderkram. Richtig Randale macht man mit Tränengas.

So geschehen diesen Samstag in Spanien beim Spiel des FC Villarreal gegen Celta de Vigo (0:2). In der 88. Minute und unmittelbar nach dem Führungstreffer der Gäste flog ein mit Tränengas gefüllter Kanister auf das Spielfeld. Spieler und Schiedsrichter flüchteten in die Kabinen, die Zuschauertribünen wurden geräumt.

Nach einer halben Stunde Frischluft konnte das Spiel beendet werden.

Trümmliges Ticketing

Herr Shearer am Donnerstag den 6. Februar 2014

Ein Ticket für das Champions League-Spiel Barcelona – Manchester City im Gästesektor? 77 Pfund.

Ein stolzer Preis, kann man sagen. Noch teurer wird es, wenn man blöderweise auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Dann möchte der Club, der sonst immer gerne mehr als einer sein will, plötzlich schon 97 Pfund auf den Tisch geblättert sehen. Gut, ein Begleiter ist im Preis auch inbegriffen, aber was, wenn man gar nicht auf einen solchen angewiesen wäre?

barcatickets

Der Ticketverkauf für den Gästesektor läuft über den Gastclub Manchester City, welcher auch nicht dafür bekannt ist, am Hungertuch zu nagen. Das Achtelsfinal-Rückspiel zwischen den zwei Schwergewichten findet am 12. März statt (Hinspiel in Manchester am 18. Februar). Wir mögen uns die Reaktionen von Onkel Sepp und seiner FIFA gar nicht vorstellen, wenn die rausfinden, dass es im Fussball trotzt ihrer jahrelangen heftigsten Bemühungen tatsächlich noch Diskriminierung gibt. Die, die übers Portemonnaie läuft.

Das Geschenk

Herr Pelocorto am Freitag den 27. Dezember 2013

Übles Spiel mit Catarina! Und das am Weihnachtsfest!

Die kleine Catarina aus Portugal ist Fan von SL Benfica.
Dann kam Weihnachten.
Dann kam das Geschenk.

Einer gegen alle

Rrr am Donnerstag den 28. November 2013

Sascha Ruefer am Ende – nie mehr Uhrencup.

Nach 51 Jahren ist der Wettbewerb gestern zu Grabe getragen worden. Das Traditionsturnier in Grenchen wird nicht mehr ausgetragen. Sascha Ruefer behält die Marke ,Uhrencup’ in seinem Privatbesitz und will sie einstweilen niemandem zur Verfügung stellen.

Das Image des Uhrencups sei letzten Sommer irreparabel beschädigt worden, sagte Ruefer an einer weithin unbeachteten Medienkonferenz gestern in Grenchen. Ein Ex-Funktionär des FC Grenchen hatte Strafanzeige wegen Betrugs und ungetreuer Geschäftsbesorgung eingereicht.

Er zog die Anzeige am gleichen Tag wieder zurück, die Staatsanwaltschaft ermittelte aber von Amtes wegen (und kam zum Schluss, es sei nichts an den Vorwürfen). Die Anzeige geisterte durch die Presse, Sponsoren sprangen ab, der Ruf des Uhrencups wurde durch den Schmutz gezogen, jetzt zog das OK einen Schlussstrich.

Die Young Boys gewannen das Turnier insgesamt 7-mal , in den Jahren 1964, 1973, 1975, 1987, 2000, 2004 und zuletzt 2007.

Null Komma Josef

Val der Ama am Dienstag den 15. Oktober 2013

Der Marko Arnautovic sieht rot und droht mit Rücktritt.

46dtwSchade eigentlich, denn zurzeit läufts richtig gut für den jungen Österreicher. Er darf nämlich in der Premier League bei immerhin Stoke mitspielen und wird dabei oder danach dann von der englischen Presse entweder ignoriert oder sogar sanft gelobt. Und er ist zufrieden damit und das sei gut so, sagt er. Aber kaum gehts wieder aufs Festland, da ist er wieder, der Ärger. Am Freitag, gegen die Schweden wars.

Aber geben wir nicht dem Arnautovic die Schuld, diesmal nicht. Der kann gar nichts dafür, schauen Sie doch mal aufs Bewegtbild: Gar nichts tut er, der arme Marko! Der Schwede Elmander, der tut was. Der fällt einfach hin wegen nichts und dann kommt der türkische Unparteiische Cüneyt Cakir und der Arnautovic sieht mal wieder Rot. Und besonders brisant: Der Marko ist doch gar kein Engländer.

Das ist natürlich ungerecht und wir verstehen die empörten Worte des vermeintlichen Sünders, der total ausser sich erklärte: „Er hat mir mit dem Kopf auf die Nase geschlagen und ist dann umgeflogen. Das schmerzt. Das tut weh. Das ist Misshandlung. Wenn mir einer auf einem Video zeigt, dass ich schuld bin, höre ich sofort mit dem Fussballspielen auf. Elmander ist zu 100 Prozent schuld, ich null Komma Josef.“

Recht hat er, der Junge. Aber die Sache ist so glasklar, da muss er nicht zurücktreten.

Missgriff am Mischpult

Rrr am Mittwoch den 25. September 2013

DJ Breakbot zieht den Zorn der Pariser auf sich.

11Der renommierte Plattenleger hatte am Sonntagabend die Aufgabe, die Fans mit Stadionrock aufs Spitzenspiel PSG-Monaco einzustimmen. “Was eignet sich besser als Van Halen’s Jump?” sagte sich DJ Breakbot – und erntete ein gellendes Pfeifkonzert.

Denn “Jump” ist die Einlaufhymne von PSG-Erzfeind Olympique de Marseille. Und das schon seit 1989. Was in Frankreich jedes Kind weiss.

DJ Breakbot entschuldigte sich später per Twitter. “Es tut mir leid, ich war mir der Bedeutung des Songs nicht bewusst. Ich wollte niemanden provozieren.”

Jeder kennt die Frage, kaum einer die Antwort (37)

Rrr am Donnerstag den 19. September 2013

Warum gilt Dortmund-Trainer Jürgen Klopp eigentlich als sympathisch?

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Wenn Balotelli pennt

Val der Ama am Donnerstag den 12. September 2013

Mario Balotelli weiss: Ein guter Schlaf ist wirklich wichtig.

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Der Stürmer der AC Milan und ein paar Nationalmannschaftskollegen sind diese Woche von Cécile Kyenge, immerhin Italiens Ministerin für Integration, zu einem Gespräch über Rassismus eingeladen worden. Balotelli hatte ja in der Vergangenheit ab und zu Ärger mit Fremdenhassern und kündigte unlängst an, künftig sofort das Feld zu verlassen, sollte er erneut wegen seiner Hautfarbe beleidigt werden.

Also, da war eben dieses Treffen mit der Ministerin und die eingeladenen Nationalmannschaftskollegen, die sind erschienen. Der Balotelli allerdings nicht. Wegen dem Wecker, der habe nicht geweckt.

Auf Nachfrage einer italienischen Tageszeitung dann allerdings, schilderte Frau Ministerin die Gegebenheit ein wenig anders: “Balotelli erklärte, warum er nicht erschienen ist (er wollte lieber schlafen, weil das Treffen ja freiwillig gewesen sei) und also müssen wir seine Transparenz respektieren. Ich hätte ihn gerne gesehen.”

Internationale Härte II

Val der Ama am Mittwoch den 11. September 2013

In unserer Serie “Foul oder nicht Foul” haben wir es auch heute wieder mit einem eindeutigen Fall zu tun.

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Sie erkennen auf unserem Bild ansatzweise eine Szene aus der Schlussphase des vorgestrigen Spiels zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Neuseeland. Neuseeland ist mit 0:2 im Rückstand, Aussenverteidiger Ben Sigmund mit dem Spielstand sichtlich unzufrieden und also und selbstverständlich dann der Frustabbau und das dazugehörige Doppelfoul.

Die Redaktion des Runden Leders ist mehrheitlich mit dem Entscheid des Schiedsrichters einverstanden. Einzig Herr Baresi plädiert für laufen lassen, weil das sei jetzt eben internationale Härte und national sei das beim Vali beispielsweise völlig OK.

Nun sind Sie sicherlich neugierig, also sehen Sie hier das bewegte Bild.

 

Internationale Härte

Herr Shearer am Dienstag den 10. September 2013

In unserer Serie “Foul oder nicht Foul” haben wir es heute mit einem eindeutigen Fall zu tun.

Letzten Freitag wurde in der WM-Qualigruppe A der Klassiker Serbien gegen Kroatien gespielt. Natürlich ging es gewohnt freundschaftlich zur Sache und das Spiel endete mit einem brüderlichen Unentschieden. Getrübt wurde der Fussballabend allerdings durch den zweiten Platzverweis des Abends, welcher gegen den Kroaten Simunic ausgesprochen wurde. Schauen und beurteilen Sie nun selbst, ob Schiedsrichter Brych hier wirklich richtig gelegen hat. In unserer Redaktion haben derweil alle bloss ein Dutzendfoul gesehen.

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Falls Sie nicht hinter einer dieser Firewalls sitzen, können Sie sich die ganze Szene hier ansehen.