Archiv für die Kategorie ‘Rote Karte’

Erst Karten, dann Karate

Herr Shearer am Dienstag den 27. Juli 2010

Fussball können die Chinesen noch nicht so gut. Im Kampfsport sind sie deutlich besser.

Qingdao

Das musste am vergangenen Wochenende auch der Schiedsrichter der Partie Qingdao Jonoon – Schanghai Shenhua erfahren. Beim Stand von 0:2  schickte er innert zwei Minuten zwei Spieler der Heimmannschaft unter die Dusche. Erst sah der slowenische Stürmer Rodic seine zweite gelbe Karte für eine Schwalbe, kurz darauf ereilte den kroatischen Mittelfeldspieler Jukic das gleiche Schicksal nach einem wüsten Foul. Auf den zweiten Platzverweis folgte die übliche Rudelbildung, während derer ein Mann aus dem Publikum auf das Spielfeld rannte und den Unparteiischen mit einem gekonnten Karate-Kick angriff. Bewegte Bilder können Sie hier anschauen, falls Ihr Computer mit einem Filmprojektor ausgerüstet ist.

Die Polizei konnte den Störefried dann vom Spielfeld entfernen. Damit aber nicht genug: der Anhang des Heimteams meinte zu wissen, wo des Schiris Wagen steht. Also machte er sich nach Abpfiff über denselben her, wie Figura unten zeigt.

Schiri wir wissen wo dein SsanWong steht.

Einfache Lösung

Frans am Mittwoch den 21. Juli 2010

In der 120. Minute des Spieles Ghana-Uruguay hatte Luis Suarez innert Sekundenbruchteilen eine einfache Lösung für ein schwieriges Problem. Ajax-Clubkollege Maarten Stekelenburg war beeindruckt.

suarez ghanaTopleser der Ama war etwas langsamer und lieferte die richtige Lösung im heutigen Fragespiel erst nach gut drei Minuten. Für den Sieg reichte aber auch dies bequem. Wir gratulieren und wünschen einen erbaulichen Nachmittag.

Italien im Halbfinal

Lars: L am Freitag den 9. Juli 2010

italofanRollstuhlfahrer werden immer dreister.

Beim Spiel Deutschland gegen Spanien rannte ein Italiener mit Vuvuzela übers Spielfeld. Nun haben die afrikanischen Sicherheitskräfte auch herausgefunden, wie sie überlistet wurden.

“Der sprang plötzlich auf und rannte auf das Feld”, erklärte Polizeiminister Nathi Mthetwa am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Wohl ein Wunder, denn vorher sass der Italiener gerade noch im Rollstuhl.

Und sitzen wird er nun noch einige Zeit. Sein Südafrika-Urlaub könnte um ein gutes Jahr verlängert werden.

Unzimperlicher Debütant

Herr Shearer am Sonntag den 28. Februar 2010

Gestern spielte sich im Brittania-Stadion zu Stoke eine wüste Szene ab.

Stoke-Spieler Ryan Shawcross foulte Arsenals Aaron Ramsey dermassen brutal, dass er umgehend den Gang unter die Dusche antreten durfte. Auf dem Video sehen Sie, wie der Verteidiger – wohl selbst erschrocken über sein rabiates Einsteigen und die eventuell sogar karrieregefährdenden Verletzungen des Gegenspielers – in Tränen ausbricht. Shawcross’ Tag nahm dann aber noch eine kuriose Wendung: nachdem ihn seine Mutter nach Hause gefahren hatte, erfuhr er, dass er von Englands Nationaltrainer Fabio Capello für das kommende Testspiel gegen Ägypten aufgeboten wurde.

Aaron Ramsey brach sich bei dieser Aktion übrigens das Bein. Das üble Foul können Sie sich in diesem Filmdokument noch einmal ansehen.

Los mejores

Lars: L am Freitag den 8. Januar 2010

Der FC Barcelona ist das beste Clubteam 2009.

Die Katalanen beendeten das vergangene Jahr in der vom rennomierten Internationalen Verband für Fussball-Geschichte und -Statistik (IFFHS) geführten Club-Weltrangliste als Erster. Das Fachgremium errechnet jeweils in internationaler Zusammenarbeit monatlich die besten Clubs der Welt.

gruppenbild mit dame

Der IFFHS-Vorstand (unser Funkbild) freut sich auf die Ehrung am 1. Februar in London. Entgegen anderslautender Gerüchte besteht dieser Vorstand nicht nur aus einem Ossi. Traditionell werden internationale Fussball-Anlässe übrigens von einer fotogenen Schweizerin mitgestaltet.

Schweinereien in Schottland

Herr Shearer am Montag den 30. November 2009

Das Hinterteil ist Privatsache – auch und gerade auf dem Fussballfeld.
POLIZEI “Werte Mitbürgerinnen und Mitbürger. Heute richten wir uns an den aktiv fussballspielenden Teil unserer Bevölkerung. Diesen möchten wir darauf aufmerksam machen, welche Konsequenzen der plötzliche Verlust der Selbstbeherrschung auf dem grünen Rasen haben kann. Nacho Novo kann Ihnen seit gestern etwas darüber erzählen. Sicher war es äusserst unfein von den Anhängern von Aberdeen, den Rangers-Stürmer nach deren Niederlage als “Homo” zu verspotten. Seine anschliessenden affektierten Tanzeinlagen vor dem Pöbel kann man durchaus auch als humorige und einigermassen schlagfertige Reaktion ansehen. Die Hose muss dabei aber oben bleiben, sonst haben wir von der Polizei gar keine andere Wahl, als ein Verfahren wegen Erregen öffentlichen Ärgernisses zu eröffnen. Herr Novo kann wohl anführen, dass ihm nicht aufgefallen sei, dass dort, wo er den Zuschauern seinen blanken Hintern präsentierte, auch Minderjährige anwesend waren. Ob der Herr Richter ihm das aber glauben wird, steht auf einem andern Blatt.novo

Wir müssen in diesem Zusammenhang aber auch noch auf ein gutes Beispiel verweisen: der Spieler Marco Streller von der schweizerischen Spitzenmannschaft FC Basel nahm die Aufforderung der Fankurve des BSC Young Boys, die nächste Weltmeisterschaft vor dem heimischen TV-Gerät zu verbringen, ganz gelassen mit einem Lächeln und freundlichem Zuwinken auf. Chapeau! Also, immer schön die Contenance bewahren. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend.”

Flammender Fan

Herr Shearer am Dienstag den 3. November 2009

Zu Fussballanlässen sollte man sich mit Bedacht verkleiden.

lamb_largeVerkleiden gehört sich eigentlich nicht. Alleine das Vermummungsverbot untersagt diese Unsitte vielerorten. Dass der Besuch eines Fussballspiels in einem lustigen Anzug auch unlustig enden kann, musste ein Anhänger des Aberdeen FC erfahren. Für das Auswärtsspiel bei den Hibernians in Edinburgh verkleidete er sich, zusammen mit einigen Kollegen, als Schaf. Auf der Rückreise im 18.08 Uhr-Zug wurde er von gegnerischen Fans im wahrsten Sinne des Wortes angezündet. Offenbar wurde sein Anzug mit einer glühenden Zigarette in Brand gesetzt. Mitreisende schütteten anschliessend Bier über ihn, um das Feuer zu löschen. Im Spital mussten anschliessend schwere Verbrennungen an Armen und Beinen behandelt werden. Die Polizei konnte inzwischen eine Person verhaften, die der Brandstiftung in diesem Fall verdächtigt wird.

Natürlich hätte dieser Unfall gar nicht geschehen dürfen: in sämtlichen Zügen auf der schönsten Insel der Welt herrscht nämlich ein striktes Rauchverbot.

You gotta fight for your right to paaarty!

Herr Shearer am Freitag den 23. Oktober 2009

Vor dem Gästeblock mit den mitgereisten Fans feiern? Pustekuchen.

Kommt gar nicht in Frage, finden die Ordnungskräfte in Glasgow. Und so mussten die Mannen vom Hamburger Sportverein, nachdem sie sich hin-setz-ten, auch gleich wieder auf-ste-hen. Der 1:0-Auswärtssieg über Celtic wurde anschliessend unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefeiert.

Diese Schotten haben einfach keinen Humor!

Falsche Franzosen

Herr Shearer am Freitag den 2. Oktober 2009

Wachtmeister Schärer möchte Sie heute vor billigen Plagiaten warnen.

POLIZEI“Werte Mitbürgerinnen und Mitbürger. Dass Sie für SFr. 100.- nie und nimmer eine echte neue Rolex erwerben können, sondern in die Falle der internationalen Fälschermafia tappen, dürfte hinlänglich bekannt sein. Nun, was für Uhren gilt, gilt auch für Fussballer. Bei Interpol sind zwei Fälle aktenkundig geworden, in denen Fussballklubs namhafte französische Spieler versprochen wurden. Geliefert wurden allerdings ziemlich banale Fälschungen.

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Schwedenschwindler

Herr Shearer am Freitag den 25. September 2009

Den heutigen Tag beginnen wir mit den Schelmereien des Torhüters von IFK Göteborg.

SchwedenschlawinerKim Christensen heisst der Mann, und er ist ein ausgekochtes Schlitzohr. Zwar hat er mit 185 Zentimetern Körpergrösse durchaus Normalmass für seinen Beruf, die 7,32 Meter Torbreite fand er aber doch etwas zu viel Arbeitsraum. Deshalb verkürzte er dieses Mass im Spiel gegen Örebro (0:0) eigenhändig, indem er die Pfosten aus ihrer Verankerung hob und daneben abstellte.

Was Christensen offenbar nicht bedachte: auch in Schweden werden Fussballspiele inzwischen von mehreren Fernsehkameras beobachtet. Mögliche Konsequenz des Betrugs: mehrere Spielsperren. Den Videobeweis können Sie mit einem Klick auf diesen Link visionieren.

Und was wird Kim Christensen mit der gewonnenen Freizeit anfangen? Vielleicht wendet er sich, wie vor ihm andere schwedische Lausbuben, der Holzschnitzerei zu…

Der Bär ist los …

Dr. Rüdisühli am Mittwoch den 16. September 2009

… in Valladolid: Das Zirkustier Yogi besuchte den spanischen Erstdivisionär.

Die Kicker vom ruhmreichen Real Valladolid konnten die Abwechslung gut gebrauchen, denn mit einem Unentschieden und einer Heimniederlage sind sie doch eher verhalten in die neue Saison gestartet. Geniessen Sie nun faszinierende Aufnahmen aus der Tierwelt bzw. aus dem Estadio José Zorrilla.

Unrechtmässige Unratentsorgung

Herr Shearer am Dienstag den 21. Juli 2009

Unser Experte für Verbrechensprävention möchte Sie heute vor den Folgen unerlaubten Litterings warnen.

POLIZEI“Werte Bürgerinnen und Bürger. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass das Abführen von Haushaltmüll in den meisten Gemeinden Europas inzwischen gebührenpflichtig ist. Verpacken Sie Ihren Haushaltabfall in die amtlichen Säcke oder bekleben Sie ihre Müllsäcke mit entsprechenden Vignetten. An einigen Orten können Sie den Güsel auch einfach in der nächsten Entsorgungsanlage vorbeibringen. Sie sehen, der Möglichkeiten gibt es viele. Auf keinen Fall sollten Sie dem Beispiel des walisischen Fussballprofis Freddie Eastwood (26, Coventry City FC) folgen. Einem Freund 120 Pfund zu zahlen, damit er den angesammelten Abfall  in einem Wald entsorgt, ist zunächst einmal illegal. Ausserdem ist es unserem persönlichen Empfinden nach eigentlich zu teuer. Dazu müssen Sie dann ausserdem noch die saftige Busse dazurechnen, welche für derartige Gesetzesübertretungen fällig wird. Diese können Sie natürlich umgehen, wenn Sie Ihre Bankauszüge und Rechnungen ordnungsgemäss der Altpapiersammlung übergeben, statt sie einfach – wie Herr Eastwood – in den selben Kübel mit den leeren Joghurtbechern und Milchbeuteln zu geben. Andrerseits erleichtern Sie damit unsere Arbeit, das ist dann natürlich auch schön, wenn man als hart arbeitender Polizist rechtzeitig in den Schrebergarten kommt.

Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit.”