Archiv für die Kategorie ‘Rasensprenger’

Naturschutzgebiet Allmend

Harvest am Dienstag den 19. Mai 2020

Geht es nach den Grünen der Stadt Luzern, wird in der Swisspor-Arena nie mehr Fussball gespielt.

Seit dem Lockdown Mitte März wurde der Rasen in der Swisspor-Arena in Luzern nicht mehr gemäht und das ganze Stadion war so gut wie ausgestorben. „Ausgestorben? Alles andere als das!“ sagt Ruth Bucher (Grüne) lachend. „Durch den Lockdown und die damit verbundene Ruhe im Stadion konnte sich die Natur die Grünfläche zurück erobern.“ Inzwischen sei die Wiese ökologisch so wertvoll, dass an eine Wiederaufnahme des Fussballbetriebs nicht zu denken sei. „Wir verlangen, dass die Stadt die Fläche unter Naturschutz stellt und im Stadion nie mehr Fussball gespielt wird.“

Im Stadion soll ein Naturschutzgebiet entstehen. Quelle: Wikipedia

Unterstützt wird Bucher von Petra Gmür von Pro Natura Luzern. „Es handelt sich um eine Fläche von etwas mehr als 7’000 Quadratmeter, das entspricht etwa einem Fussballfeld, so viel sollte uns eine gesunde Natur schon wert sein.“ Eine Online Petition sei bereits erfolgreich gestartet. „Schon über 50 Personen haben die Petition unterschrieben.“ sagt Gmür und fügt an: „Bis Ende Monat werden wir gemeinsam mit Parlamentariern einen Vorstoss vorbereiten, der Fussball in der Swisspor-Arena bis auf Weiteres untersagt.“ Danach soll geprüft werden, in welcher Form die Fläche weiter aufgewertet werden kann.

Gmür und Bucher träumen gross. „Ein Teich mit einem Schilfgürtel wäre toll. Wir stellen uns vor, dass Schulen Exkursionen ins Stadion machen können, da lernen die Schüler deutlich mehr als von überbezahlten Fussballern.“

Fantastisches Feuerwerk

Herr Winfried am Mittwoch den 4. März 2020

Pyrotechnika sind mal wieder in aller Munde.

Nun hat der 1. FC Saarbrücken also für ein hübsches Kapitel deutscher Aussenseiter-im-Pokal-Erfolge gesorgt. Das musste gefeiert werden, mit bengalischen Streichhölzern und sonstigem Material, was brennt und glüht.

Die Einlaufkinder freute es ungemein, ihre Augen glänzten. Sehen Sie selbst!

Oder flüchteten die etwa?

Achso, klar, Feuerwerk ist gefährlich. Die Saarländische Polizei nahm sich des Auftrags an und twitterte während des Spiels, der heimische Fanblock solle doch bitteschön keine Pyrotechnika mehr zum Einsatz bringen. Nur waren die Fans des FCS eher darauf bedacht, ihre politischen Botschaften an den Mann zu bringen.

Bild: Twitter

Ah, übrigens, bei Saarbrücken spielt Stephan Andrist. Der war bekanntlich mal beim FC Thun (und in Luzern) unter Vertrag. Gestern verschoss er seinen Penalty. Im Fanlager ist man sich nun nicht einig, ob sie ihn mögen oder nicht.

Kicken statt kiffen

Rrr am Mittwoch den 24. Juli 2019

Spielt YB bald auf Hanf?

Nein, das ist keine bekiffte Idee. Aber alles der Reihe nach.

Der Kunstrasen ist in Verruf geraten – wegen des Granulats, das zwischen die Plastikhalme gestreut wird. Das Material wird vom Spielfeld gewaschen oder geweht, es bleibt an Hosen, Trikots und an den Schuhen haften. Tausende Tonnen geraten als Mikroplastk in die Umwelt, landen am Schluss im Meer, beziehungsweise im Verdauungstrakt von Kleinstlebewesen und Tieren. Auch im menschlichen Darm wurden schon Reste entdeckt, wir ersparen Ihnen die Details.

Die EU droht jedenfalls mit einem Verbot des Plastikgranulats ab 2022, wie deutsche Medien berichten. Die Freunde des Kunstrasens suchen deshalb verzweifelt nach einem geeigneten Einstreu-Ersatz. Als besonders ökologische Alternative ist Kork im Gespräch. Nur sind die Korkeichen leider etwas rar, wie jeder Weinliebhaber weiss, der schon mal konsterniert eine Flasche mit einem Glasstöpsel oder einem Kunststoffverschluss in den Händen hielt. Ausserdem kann Kork schimmeln, das ist auch nicht gut für den Kunstrasen.

Eine Lösung hat nun womöglich die Gemeinde Gröbenzell in Oberbayern gefunden. Sie probiert eine Alternative zu Plastikgranulat aus, die zur Hälfte aus Hanf besteht. Ja, Hanf, ein natürlicher und, nachhaltiger Rohstoff! Leider besteht die andere Hälfte des Ersatzgranulats aus Kunststoffkautschuk, der verbrannt wird. Aber besser als herkömmliches Granulat ist es immer noch, sagen die Gröbenzeller. Hier ist jetzt die Wissenschaft gefordert.

Es ist kompliziert, aber wahrscheinlich kommt es gut.

Wankend im Wankdorf

Rrr am Freitag den 24. August 2018

Der Berner Bier-Skandal – es ist alles noch viel schlimmer.

Laut Radio Energy hatten gestern viele YB-Fans einen Kater: Sie wussten nicht, dass Alkohol im Bier war. Weil ihnen entgangen war, dass die UEFA das Alkoholverbot aufgehoben hat, tranken sie vermeintliches Ex-Bier in grossen Mengen. Kopfweh pur und Magensausen!

Eines der Opfer ist der Berner Stadtrat Manuel C. Widmer (rechts). Er habe sechs grosse Becher getrunken und es später bitter bereut, sagte Widmer gegenüber Radio Energy. “Ich bin aus dem Stadion geschwankt und habe den Ausgang fast nicht mehr gefunden.”

YB hatte nicht gross über die Alk-Neuerung informiert, doch es gab im Vorfeld Fachberichte in den einschlägigen Foren. Der Grünen-Politiker Widmer übersah offenbar die Warnungen im Runden Leder …

… und auch auf 1898.ch. Wir konnten gestern kurz mit Mnauel W. Cidmer sprechen. “Okay, mein Fehler, ich gelobe, künftig seriös nachzuledern. Also sobald ich wieder nüchtern bin.”

Dass arglose Matchbesucher in die Drogenfalle tappten, ist leider kein Einzelfall, wie Recherchen dieses Fachblogs zeigen. Auch Herr Rrr vom Runden Leder traf es hart: “Mein ,Kollege’ Herr der Ama reichte mir in der ersten Halbzeit seine Kräuterzigarette zum Probieren. Ich dachte natürlich, da sei ganz normaler Tabak drin. Doch als plötzlich 70 YB-Spieler auf dem Feld herumrannten und Nsame das 114:98 schoss, kamen mir Zweifel.”

Herr Briger macht ebenfalls schlechte Erfahrungen. “Ich hatte einen Flecken auf der Hose, weil Manuel C. Widmer sein fünftes Ex-Bier auf meine Hose geschüttet hatte. Ich fragte Herrn Rrr, ob er zufällig ein Handwaschmittel dabei habe. Als ich das weisse Pulver auf der Toilette irrtümlich schnupfte, wurde ich extrem euphorisch. Herr Rrr versicherte mir, das sei nur Olmo, aber der stand ja für Dinamo Zagreb auf dem Platz. Hallo??? Das ist doch alles sehr, sehr seltsam!”

Wenn auch Sie schlechte Erfahrungen irgendwelcher Art im Wankdorf gemacht haben, melden Sie diese bitte unserem Dr. Rüdisühli oder notieren Sie sie in den Kommentaren, damit wir die Sammelklage vorbereiten können.

Prickelnde Paarung

Rrr am Mittwoch den 4. April 2018

Aus unserer Serie “Fussball ist überall”.

Norwegische Marinesoldaten spielen auf einer Eisscholle vor der Küste Grönlands gegen ein Team von Meeresforschern. Bewaffnete Mitglieder der Küstenwache schützen die Spieler vor Eisbären.

Die Marine siegte 10:0, wie wir einem kurzen Bericht im Internet entnehmen.

(Foto: Reuters)

Eisiges Engagement

Val der Ama am Donnerstag den 1. März 2018

Wetter allenthalben.

Vielleicht haben Sie es mitbekommen: Die letzten paar Tage war es so kalt, wie seit Generationen oder gar Jahrmillionen nicht mehr. Fussballspiele mussten abgesagt werden, Füchse sind gefroren und an gar manchem Seeufer haben Wind und Wasser faszinierende Eisskulpturen liegen lasssen.

Auch interessant weil grad umgekehrt: In ein paar Regionen der Arktis herrschen momentan aussergewöhnlich hohe Temperaturen. Am Kap Morris Jesup, also ganz im Norden Grönlands, da liegt die Temperatur in dieser Jahreszeit normalerweise deutlich unter dem Gefrierpunkt, nämlich bei durchschnittlich – 32,9 Grad. Aber aktuell ist es dort konstant über 0 Grad.

Dies zu Ihrer Information und als Teaser für ein paar schöne Bilder aus der League One. Beim Spiel Peterborough gegen Walsall (2:1), da hats ziemlich geschneit und die Spieler Steven Taylor und Junior Morais, die konnten kaum auf Ihren Einsatz warten.

Im Kurzarmtrikot, übrigens.

(Bilder: Sky Sports, Joe Dent)

Kritik im Karagümrük Stadı

Rrr am Dienstag den 26. Dezember 2017

Das historische Bild zum Stephanstag.

Karagümrük Stadı, Istanbul: Nach dem Spiel Fatih Karagümrük – Sakaryaspor drückt ein Fan seine Unzufriedenheit mit der Leistung des Schiedsrichters aus.

Französische Finte

Rrr am Dienstag den 19. September 2017

Die neusten Fussballtricks immer bei uns!

Heute zeigen die französische Nationalfrauschaft, wie man den Gegner bei stehenden Bällen verwirren kann: Erst Ringelreihen tanzen, dann blitzartig ausschwärmen – und zack.

Derselbe Trick funktionierte gleich zweimal. Frankreich gewann das Testspiel gegen Spanien schliesslich mit 3:1.

Der Melker

Rrr am Samstag den 11. März 2017

Mani Porno ist tot. Aber Binggis, die YB-Legende, lebt!

Ältere Leser erinnern sich: Mani Porno waren jahrelang die unbestellte und nie abgeholte Hausband der Berner Young Boys. Das unkomplizierte Duo bis Trio beschallte Trainingseinheiten der ersten Mannschaft, sorgte für Stimmung im Extrazug und begleitete das Team bis an den Bosporus. Motherfuckers! Dann der grosse Schock: 2013 war fertig, als die Musiker zu erschreckenden Erkenntnissen kamen.

Jetzt ist Sänger Gaviões Binggis als Melker zurück und legt gleich ein ganzes Album vor. RL-Chefredaktor Herr Rrr ist begeistert, er ist ja Binggis grösster Fan, quasi Groupie der ersten Stunde: “Im Prinzip gibt es nur drei Männer, die mich zu jeder Zeit vorbehaltlos begeistern: Guillaume Hoarau, Johann Schneider-Ammann und Gaviões Binggis.”

Was, Sie können die Texte noch nicht auswendig? Dann ist höchste Zeit für eine Sonderausgabe unserer Serie Karaoke mit Hakan. Merken Sie sich nun den Text des sehr schönen Liedes “Hermrige”, dann können Sie heute abend beim Fest im ISC mitsingen. Film ab!

Wasserschaden

Harvest am Sonntag den 22. Januar 2017

Platzwarte auf der ganzen Welt verrichten Toparbeit, doch erwähnt werden sie doch nur, wenn mal was schief läuft.

So geschehen letzten Freitag beim Spiel der höchsten spanischen Liga zwischen Las Palmas und La Coruna. Die zweite Halbzeit hat eben begonnen, als die Sprinkleranlagen aus dem Boden wuchsen und zu spritzen begannen. Doch sehen Sie selbst:

Die Sprinkler gewaltsam zurück in den Boden zu stampfen funktioniert offensichtlich nicht. Glücklicherweise reagiert der Platzwart geistesgegenwärtig und der Spuk ist nach weniger als einer Minute beendet.

Edle Runde

Rrr am Freitag den 9. September 2016

Die Champions League wird zur geschlossenen Veranstaltung der ewiggleichen Superreichen.

Die European Club Association (ECA) wird dominiert von Europas reichsten Klubs, Vorsitzender ist Bayern-Boss Rummenigge. Regelmässig droht sie der UEFA, dass die grossen Vereine die Champions League künftig boykottieren und stattdessen eine eigene Superliga gründen. Das versetzt die seit dem Platini-Skandal führungslose UEFA in Angst und Schrecken – weshalb sie immer neue Konzessionen macht.

Diese Woche konnte sich Rummenigge darüber freuen, dass die Champions League ab 2018 den vier grossen Ligen Spanien, England, Deutschland und Italien je 4 feste Startplätze garantiert. Das ist schön für die paar glücklichen Klubs, aber bitter für alle anderen: Sie sehen kaum noch Chancen auf die Honigtöpfe des Profifussballs.

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Protest kommt von den meisten europäischen Ligen, die sich im Verband EPFL zusammengeschlossen haben. Dort sind sogar die Bundesliga, La Liga und die Premier League dabei, ebenso zum Beispiel die Swiss Football League. Die Ligen teilt die Sorge, dass die Champions League die nationalen Wettbewerbe zerstört. Titelrennen gibt es in immer weniger Ländern.

pranglEPFL-Geschäftsführer Georg Pangl: “Die EPFL ist auf einen ausgeglichenen Wettbewerb bedacht. Mit dieser Reform wird die Kluft, die es seit 20 Jahren zwischen den grossen und den kleinen, ärmeren Klubs gibt, noch grösser. Die Mittelschicht im Fussball bricht komplett weg. 1995 gewann Ajax Amsterdam die Champions League, 1991 Roter Stern Belgrad den Pokal der Landesmeister, das wird vermutlich nie mehr passieren. Und auch die Berechenbarkeit wird grösser. Wenn Sie und ich jetzt aufschreiben, welche Klubs im Viertelfinale stehen werden, haben wir sehr wahrscheinlich sieben oder acht Richtige.“

Die “Süddeutsche Zeitung” fasst den Sachverhalt so zusammen: “Es könnte der Tag kommen, an dem sich die Leute freuen, wenn die Spitzenklubs endlich in ihrer Superliga verschwinden, und der Fussball vor der Haustür wieder spannend wird.”

Schwer gezeichnet

Herr Shearer am Donnerstag den 23. April 2015

Ein Wunder der Natur? Das Werk Ausserirdischer? Nein, nur die Folge übermässigen Alkoholkonsums.

Simplondorf

Die eigenartigen Zeichnungen auf dem Feld des FC Simplon Dorf sollen ganz einfach von nächtlichem Befahren desselben mit einem Automobil zu nachtschlafener Stunde herrühren. Gerüchten zufolgen soll sogar ein Mitglied des Klubs mit den sympathischen Farben der Urheber sein, nachdem er etwas zu tief ins Glas geschaut habe. Aber weder bei Verein noch bei der Gemeinde will man mit der Sprache rausrücken…

“Am 25.4.2015 starte wer inu Cup”, schreibt der Klub im lokalen Idiom auf seiner Homepage. Zum Glück auswärts, beim FC Moosalp-Törbel.