Archiv für die Kategorie ‘Kunst und Kultur’

Prächtige Platten

Herr Shearer am Donnerstag den 12. September 2019

Fussball und Musik – eine Traumkombination!

Bild: Twitter / @45FootballCom

Werfen Sie einen Blick nach draussen, dann sehen Sie: Weihnachten kommt bald! Zeit also, an die Geschenke zu denken. Aber halt! Dieses Jahr gibt es nur ein Präsent, welches Sie geneigten befreundeten Fussballfans mit gutem Gewissen unter den Baum legen können: Pascal Claudes wunderbaren Katalog seiner Sammelleidenschaft – Schallplatten, auf denen es um Fussball geht.

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Schaurigschönes Schaulaufen

Herr Maldini am Mittwoch den 10. Juli 2019

YB gestaltet seinen Auftakt am Uhrencup erfolgreich: 5-1 gegen Eintracht Frankfurt.

Es ist der Fussballschweizermeister,
der gegen die Frankfurter Eintracht früh und ohne Müh
in Minute sechs die Fans erstmals begeistert,
und zwar ist es Hoaraus Gui.

Er trifft nach Prellball einer Art
vor den Augen von Göttergelson,
Die Neuen Zesiger, Sierro und Bürgy spielen in der Start-
aufstellung am Fusse der Jurafelsen.

Biel ist schön und auch das Wetter,
mit warmem Applaus begrüsst wurde Adi Hütter.
Er sieht wie noch vor der Pause Moumi
einen Abpraller versenkt wie einst Rooney.

Das Offsidetor von Nsame wird dann aberkannt,
das Publikum reagiert wutentbrannt.
Ok das ist eine Lüge eine glatte,
aber Bürgy traf vorher wirklich noch die Latte.

In Halbzeit zwei kommen viele Neue,
und Schämpu trifft zum Drei zu niente.
YB kennt mit seinem Gegner keine Reue,
auf deren Dress ist übrigens neu ein Ente Dodo.

Danach netzt Gaudino ein aus elf Metern,
es ist das Viernull, aber es geht noch steter.
Petignat macht die Hand voll,
der Frankfurter aber darf auch noch – ist das toll.

Dieser Beitrag enstand unter gütiger Mithilfe von Waltter von der Vogelheide.

Gemütlicher Goalie

Herr Shearer am Donnerstag den 13. Juni 2019

Marco Wölfli hängt lässig rum.

Er tut das ab morgen im Rahmen einer Fotoaustellung im Berner Kornhaus, wie der Kulturbeauftragte dieses Fachblogs neulich feststellen konnte, als er ein paar längst überfällige Ausleihen in die Bibliothek zurückbrachte und dort gerade die Hängung für die nächste Ausstellung im Gange war.

“Hygge” wird für die meisten unserer Leserinnen und Leser ein Fremdwort sein, welches der Erklärung bedarf. Einen kurzen Eintrag findet man auf Wikipedia. Kurz gesagt: das Wort steht für Gemütlichkeit und entspanntes Rumhängen in irgendwelchen IKEA-Polstergruppen bei Kerzenlicht und Früchtetee. Ein kritisches Zitat – welches ebenfalls Eingang in besagten Wikipedia-Artikel gefunden hat – möchten wir Ihnen aber nicht vorenthalten:

„Vielleicht hat das Glückseligkeits-Phänomen der Dänen ja nicht nur mit den kalten, langen Wintern zu tun, in denen man sich vor der Düsternis lieber ins wärmende Drinnen zurückzieht. Womöglich können sich die Dänen Hygge einfach leisten, weil sie in einem komfortablen Sozialsystem leben, in dem Ausbildung, Krankenkosten und Rente weitgehend gesichert sind.[…] Kurios ist allerdings, dass die hyggeligen Dänen eine der höchsten Scheidungsraten in Europa haben. Der Konsum von Antidepressiva und Bier hat ebenfalls Spitzenwerte. Und beim Haschischkeks-Backen ist nicht nur die Hippie-Kommune Christiania in Kopenhagen ganz vorne dran.“

Neben Maro Wölfli geben in besagter Ausstellung auch weitere 99 mehr oder weniger prominente Personen Ratschläge für eine gelungene Lebensführung. Gehen Sie hin!

“Verpass dis Läbe nid” – 100 Porträts von Nadja Frey
14. 6. – 20.7.2019
Galerie Kornhausforum Bern, Eintritt frei
Eröffnung 13.6.2019 um 19:00 Uhr, weitere Öffnungszeiten siehe kornhausforum.ch

Frauen schauen (1)

Val der Ama am Samstag den 8. Juni 2019

Richtig WM gucken mit dem Runden Leder.

Gestern war endlich Eröffnungsspiel der Fussball-Weltmeisterschaft und zwar die Partie zwischen Gastgeber Frankreich gegen Südkorea. Das Runde Leder war für Sie live vor Ort im Lehrerzimmer, weil das Lehrerzimmer zeigt alle Spiele live im Innenhof und in einem der beiden Räumlichkeiten.

Die Partie: Kluge Taktik, stupende Technik und jede Menge Laufarbeit: Frankreich dominiert nach Belieben. In der ersten Halbzeit setzten die Französinnen die Südkoreanerinnen mittels aggressivem Pressing unter Dauerdruck und lagen dank Toren von Eugénie Le Sommer sowie zweimal Wendie Renard bereits vor der Pause 3:0 in Führung. Captain Amandine Henry, die bereits das 1:0 vorbereitet hatte, traf fünf Minuten vor Schluss zum Schlussresultat. Die erste Halbzeit war ein Spektakel, in der zweiten Halbzeit schalteten die Gastgeberinnen einen Ganz runter. Aber gut.

Die Lokalität: Nicht schlecht, das Lehrerzimmer. Die Stimmung ausgelassen, das Publikum vielfältig und zahlreich. Selbst draussen im Regen sind alle Stühle vor dem Screen besetzt. Die Bedienung bedient flink und freundlich.

Das Catering: Ausgezeichnet. Serviert wird unter anderem das Ipanema von Dr. Gab’s, ein 6%-iges India Pale Ale mit einer kräftigen Bitternote. Wem das zu stark, der soll halt ein Amboss Amber bestellen. Ist zwar Züri, aber auch OK. Das Essen ist ein Fest für Freunde der Flatulenz. Gestern konnte man wählen zwischen Linsensuppe oder Chili con Carne mit extra Bohnen. Schmeckt sehr gut und tönt später gut.

Und sonst: Ab und zu gibts Livekommentar von Radio Gelb-Schwarz. Aber nur ab und zu.

Fazit: Hingehen.

 

 

Fussifilmfest

Briger am Montag den 3. Juni 2019

Es ist wieder so weit: vom 13.-15. Juni steht Bern im Zeichen des Fussballs im Film.

Bild aus Football for better or for Worse via imdb

Das bereits 4. Match-Cut-Festival im Kino Rex, wird erneut zusammen mit dem Fussballlokal Halbzeit unterstützt von Radio-Gelb-Schwarz und dem Runden Leder durchgeführt. Die diesjährigen Themen: Football Leaks, Frauen im Fussball und YB.

Den Auftakt macht am Donnerstag um 19 Uhr eine Diskussion mit Mario Stäuble, Mitglied des Paradies Paper Teams, und Walter de Gregorio, ehemaliger Kommunikationsdirektor der FIFA. Moderiert wird das ganze von Radio-Gelb-Schwarz. Um 21 Uhr dann Kaiser! The Greatest Footballer never to play Football. Erzählt wird die Geschichte von Carlos Henrique Raposo, der 26 Jahre Profi war, ohne einmal gegen den Ball zu treten. Um 23 Uhr dann Fotbal infinit. Laurentiu Ginghina musste seine Profikarriere 1986 beenden. Seitdem versucht er die Regeln des Spiels zu ändern.

Der Freitag ist, passend zum Frauenstreik, ganz den Frauen gewidmet. Gisela Feuz diskutiert mit Ruth Ospelt, abtretende Präsidentin des FC Vaduz, Meret Wälti, YB-Spielerin, Monika Hofmann, Gender-Expertin und Martin Bieri, Autor. Im Anschluss um 21 Uhr: Football for Better or for Worse. In der schwedischen Dokumentation geht es um den Überlebenskampf des Frauen-Teams des FC Rosengård. Um 23 Uhr: Diamantino, eine Polit-Groteske, bei der es um einen brasilianischen Spieler geht, der kurz vor dem WM-Finale Boots-Flüchtlinge auf dem Mittelmeer erlebt und daraufin den wichtigsten Elfmeter seiner Karriere verschiesst. Von nun an will er sich für Flüchtlinge einsetzen, sein Management und eine rechtspopulistische Partei haben mit dem Cristiano Ronaldo-Verschnitt aber anderes vor.

Der Samstag steht dann im Zeichen der berühmten Berner Young Boys: Um 19 Uhr erzählt Charly Beuret, Leiter des YB-Museums, von der glorreichen Vergangenheit des BSC YB. Bringt er auch den Pokal mit? Um 21 Uhr blickt HeRrr, bescheidengebliebener Chefredakteur des Runden Leders, auf die YB-Meistersaison 2018/19 zurück. Danach Fussball & Musik mit Pascal Claude. Dazu das Statement der Veranstalter:

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Ausgezeichnete Aufnahme

Herr Maldini am Montag den 3. Juni 2019

Das historische Luftbild zum Wochenstart.

Start zu Ballonwettfahrt, Wankdorf Bern.

Fernand “Sepp” Rausser (*1926), der Autor dieser Aufnahme, war ein Fotograf aus Bümpliz. Nach seiner Fotografenlehre und Gesellenjahren in Genf, Lausanne und Bern absolvierte er 1949 die Fotoklasse von Hans Finsler an der Kunstgewerbeschule Zürich. Er veröffentlichte über 40 Bildbände mit Fotos aller Genres und illustrierte das bekannte Kochlehrbuch Tiptopf. Rausser verstarb 2016.

Obige Aufnahme erschien 1990 im Fotoband Flugbild Bern (Verlag Aare-Solothurn).

Gutes Geschäft

Val der Ama am Freitag den 3. Mai 2019

Stilvoll stuhlen mit dem Runden Leder.

24 x 150 Blätter, also 3600 Mal sauber ausputzen und dies für nicht mal acht Franken – was für ein Topangebot! Das hochwertige Toilettenpapier im trendigen Fussball-Style gibts aktuell beim Fachspezialisten Denner und selbstverständlich haben wir zugeschlagen. Nach einer kurzen Bildinformation unser Testbericht.

Die Rollen kommen in einer klassischen 6-6-6-6-Formation daher und wie erwähnt: die Ablösesumme ist lächerlich klein. Das Papier selbst wirkt robust und kompakt, alle Einzelblätter haben die gleiche Höhe. Einzig die taktischen Anweisungen, die sind nicht allzu klar.

Aber item, dem Herr Rrr, zum Beispiel, dem ist das egal: “Ich war ja zuerst skeptisch und habe mich gefragt, wie die Performance unter starkem Druck sein wird. Aber nun, nach einer nervenaufreibenden Partie inklusive Nachspielzeit, kann ich vermelden, dass ich das Packing jederzeit im Griff hatte.”

Herr Shearer urteilt ähnlich: “Ich bin bereits nach kurzem Pressing in den Abschluss gegangen und habe kurz darauf treffsicher gescort. Aber auch hier: Hin- und Rückrunde bleiben stabil, auch im Falle einer Viererkette.”

Oder noch besser:  “Die Einwechslung hat mich voll überzeugt, weil das Papier ein jederzeit sauberes Handspiel ermöglicht. Egal ob Doppelpack oder auch nur Dropkick: So wird jeder Schuss zum Ehrentreffer,” meint ein begeisterter Herr Maldini.

Unserem Toilettenreinigungspraktikanten Herrn Briger gebührt die Schlussphrase: “Ein sauberer Abstauber. Zeitspiel ist kein Problem, mit diesem Papier gehe ich auch nach längerem Stuhlgang gerne in die Verlängerung.”

Aus diesen und anderen Gründen empfielt das Runde Leder: Zuschlagen.

Kicker kopieren Klassiker

Herr Shearer am Donnerstag den 6. Dezember 2018

Aus unserer losen Serie “Fussballer stellen berühmte Fotografien nach”: Raising the Flag on Iwo Jima.

Als Sie neulich beim Klassiker zwischen Arsenal und Tottenham diese Szene gesehen haben…

Bild: Getty Images

…da haben Sie sicher auch dieses Bild im Kopf gehabt:

Bild: National Geographic

Richtig, “Raising the Flag on Iwo Jima” des amerikanischen Fotografen Jim Rosenthal. Aufgenommen wurde es am 23. Februar 1945, als amerikanische Truppen die Insel Iwo Jima von der japanischen Armee erobern konnte. Es wurde zwei Tage später in der amerikanischen Sonntagspresse zum ersten Mal veröffentlicht und gewann noch im gleichen Jahr den Pulitzer-Preis für die beste Fotografie. Alles weitere erfahren Sie auf Wikipedia.

Obwohl, bei genauer Betrachtung müssen wir doch diverse Stellungsfehler bei den Arsenal-Spielern monieren…

Dubioses Déjà-vu

Val der Ama am Donnerstag den 1. November 2018

Heute Geschichte!

Zahlreiche Leserinnen und Leser haben uns diese Woche auf die Ereignisse im Central’nyj Stadion Astrakhan’gazprom während des Klassikers Volgar Astrakhan – Spartak Vladikavkaz aufmerksam gemacht. “Irgendwie spooky und so kurz vor Halloween auch”, formulierte Leserin U.W. Oder der Herr A. aus B. meinte: “Ich habe meinen Augen kaum getraut, genau wie damals vor sieben Jahren!”

Es ist wirklich total unheimlich. Aber von vorn, weil nicht alle von Ihnen schauen ja fern: Es war diesen Sonntag und in der 17. Minute des Spiels versenkte Verteidiger Roman Loktionov von Volgar Astrakhan einen Freistoss direkt. Jetzt aber: Vor sieben Jahren hat derselbe Spieler in demselben Station gegen denselben Gegner in der derselben Minute auch das 1:0 erzeilt. Ja, auf die genau gleich Art, schauen Sie:

Kleine Poetik des Fussballs

Frau Götti am Montag den 29. Oktober 2018

Kürzlich hat mir mein geschätzter Kollega Claus-Theodor Waageprecht, ausgewiesener Sprachphilosoph mit Schwergebiet Ballistik, zur Lektüre dieses schöne Büchlein ans Herz gelegt. Da mich das kühne Wortspiel im Titel (springender Punkt/Ball) doch einigermaßen neugierig machte und da der kleine, in hübschem Grün gehaltene Einband im traditionsreichen Verlag Duden erschienen ist, machte ich mich flugs ans Studium desselben. Lassen Sie mich einige Worte dazu verlieren. Nach einer kurzen und wertvollen Einführung in die Geschichte der Fußballsprache kommt der Autor mit dem klingenden Namen Marx gleich in medias res mit den spezifischen Eigenschaften dieser besonderen Sprache. Vordringlich unterstreicht er deren reiche Bildhaftigkeit, so etwa mit deren vielen Ausflügen in die Tierwelt und Natur („Bananenflanke“, „sterbender Schwan“, „Schwalbe“, „Gurkenspiel“). Besonders interessant finde ich als Germanistin natürlich das Hyperbolische dieser Sprache mit Ausdrücken wie „mutterseelenallein im Strafraum“ (was für eine berührende Ästhetisierung!) oder „um Haarespitzenbreite am Tor vorbei“. Ganz im Gegensatz dazu weist diese hochpoetische Sprache auch unglaublich dichte und präzise Verkürzungen auf. Pharadebeispiel hierzu ist sicher der „Elfer“. Zur Klärung dieser für mich nicht gleich einsichtlichen Wendung musste ich Hilfsassistent Maldini beiziehen, der mir erläuterte, dass im Fußball gewisse illegitime Handlungen geächtet werden, indem eine Person aus der geprellten Mannschaft aus 11 (warum wohl gerade 11? Zahlenmystischer Hintergrund?) Metern Distanz auf das Tor schießen dürfe, um zu versuchen, den durch die illegitime Handlung entstandenen Nachteil wieder auszugleichen. Auf diesen Umstand weist also der Begriff gleichsam elliptisch hin.
Der zweite Teil des Bandes ist ganz sprechakttheoretisch den sprechenden Akteuren im Fussball gewidmet. Marx unterstreicht hier insbesondere die der Fussballsprache innewohnenden Alogismen. Lassen Sie mich hier für einmal jegliches Theoretisieren seitan stellen und stattdessen lediglich drei besonders bedeutsame Zitate herausgreifen, die, wie mich dünkt, exemplarisch die ganze komplexe Thematik umreißen:
Die Realität sieht anders aus als die Wirklichkeit.“ (Berti Vogts)
Und das habe ich ihm dann auch verbal gesagt.“ (Mario Basler)
Vom Feeling her hab ich ein gutes Gefühl“ (Andy Möller)
Abschließend kann ich Ihnen diese gehaltvolle kleine Politik des Fussballs sehr empfehlen. Sie schließt eine bis anhin klaffende Lücke in der Theorie des runden Leders.

Brett statt Ball

Herr Shearer am Donnerstag den 25. Oktober 2018

Fussballer spielen in ihrer Freizeit am liebsten mit der Playstation oder sie gehen zum Coiffeur. Falsch, nicht alle.

Manche befassen sich auch neben dem Fussballplatz mit Taktik. Trent Alexander-Arnold zum Beispiel. Von Liverpools Jungstar tauchte neulich ein Hochkant-Handyfilm auf, der ihn und Kollege Henderson zeigt, wie sie während einem Zusammenzug der “Three Lions” eine Partie Schach spielen. Einige Tage später durfte er sogar eine Partie gegen den amtierenden Weltmeister Magnus Carlsen austragen. Diese Begegnung dauerte allerdings nicht lange: nach fünf Minuten und 17 Zügen von Carlsen war der Sieger bestimmt. Gar nicht so schlecht, Bill Gates musste sich gegen den gleichen Gegner nach nur neun Zügen bereits geschlagen geben. Trent-Arnold hat angekündigt, seine Fähigkeiten am Schachbrett weiter zu trainieren: “vielleicht gibt es ja eine Revanche-Partie”.

Fussball und Schach, das haben schon andere verbunden:

  • YB-Fans werden sich vielleicht noch an Baykal Kulaksızoğlu erinnern. Der Bümplizer war in seiner Jugend ein sehr talentiertes Schach-Nachwuchstalent.
  • Ossie Ardiles, der 1978 mit Argentinien Weltmeister wurde, beschreibt sich selbst als Schach-Fanatiker, der sich zehn Stunden am Tag mit Schach-Strategien befassen könne.
  • Am bekanntesten dürfte Simen Agdestein sein. Der Stürmer von Lyn Oslo spielte auch in der norwegischen Nationalmannschaft und lehnte einst einen Wechsel zu Fenerbahce ab, weil er lieber sein Niveau im Schach verbessern wollte. Er war bereits mit 15 Jahren Landesmeister, mit 18 wurde er Grossmeister. Ein Jahr darauf wurde er Zweiter an der Jugend-Schachweltmeisterschaft. Nach einer schweren Knieverletzung musste er 1992 seine Karriere auf dem Rasen beenden, seither sitzt er am Brett.


Foto: chessbase.com

Und bei uns auf der Redaktion? Vergessen Sie es, da kann kaum einer jassen.

Pittoreske Piemontreise

Baresi am Freitag den 28. September 2018

Ihre Mannschaft spielt in der Champions League. Eine gute Gelegenheit also für den Besuch eines Auswärtsspiels und einem verlängerten Wochenende im Umland des Spielorts. Der Sympathiewert des Gegners zweifelhaft, das Rahmenprogramm dafür umso erfreulicher. Sie kennen das.

Zum Beispiel dank einem Abendessen in der Osteria dei Sognatori in Alba. Im hintersten Raum unter dem hervorragenden Ölporträt von Gigi Meroni. Dem italienischen Pendant zu George Best in den 60er Jahren. Sie erinnern sich.

Selbstverständlich können Sie auch einen Tisch im mittleren Raum auf der linken Seite unter dem schwarz weiss Foto des jungen Maradona bei Napoli oder rechts unter der von Johan Cruyff original unterschriebenen Autogrammkarte reservieren. Sie sind so schlau.

Wichtig ist einfach, dass es Ihnen gelingt, Ihre Begleitung am grossformatigen Foto von Massimo Troisi als Il Postino im ersten Raum vorbei zu lotsen. Sie unterschätzen es.

Das Essen? Hervorragend. Sie fragen nicht.

Osteria dei Sognatori, Via Macrino 8, 12051, Alba, Tel. +39 070 334 0048