Archiv für die Kategorie ‘Gränni Awards’

Gescheiterte Geiselnahme

Herr Shearer am Samstag den 4. April 2009

Jedermann kann Opfer eines Verbrechens werden. Selbstjustiz sollte man aber sein lassen.

Gigi ist überall.
Unser Bild: Raucher sind nicht immer Sieger.

Das musste auch Gigi Becali, Besitzer von Steaua Bukarest, zur Kenntnis nehmen. Er wurde soeben wegen Freiheitsberaubung zu einer Haftstrafe von 29 Tagen verurteilt. Was war geschehen? Es begann damit, dass Becalis Mercedes von Autodieben entwendet wurde. Seine Bodyguards machten sich auf die Suche nach den Schelmen und wurden auch bald fündig. Die Leibwächter Becalis wiederum fielen der Bukarester Polizei auf, als sie die Missetäter in den Kofferraum einer Limousine bugsierten. Anschliessend nahmen die Ordnungshüter die Verfolgung des Wagens auf. In einem Vorort konnten sie die Autodiebe befreien.

Herr Becali hat selbstverständlich Einspruch gegen das Urteil erhoben. Denn das eigentliche Opfer sei er. Schliesslich sei sein Wagen gestohlen worden, und die Polizei hätte ja eh nichts unternommen, wenn er den Diebstahl auf ordentlichem Wege zur Anzeige gebracht hätte.

Sein Leumund ist aber angeschlagen, und die Justiz in Rumänien scheint besser zu funktionieren, als es ihm lieb sein kann: zur Zeit läuft auch eine Anklage wegen Spielmanipulation gegen ihn. Mit 1.7 Millionen Euro soll er vor einem Jahr den Ligakonkurrenten die Ehrenplätze in der Meisterschaft schmackhaft gemacht haben.

Grosse Worte, gelassen ausgesprochen

Frans am Mittwoch den 18. Februar 2009

Der Goalgetter der berühmten Berner Young Boys hat gegenüber der Gratispresse ein interessantes Gelöbnis abgelegt.

Herr Raimondi erweist sich im heutigen Interview als grosser Kommunikator. Er beschönigt nicht, wo es nichts zu beschönigen gibt. Und er bringt sich und seine Teamkollegen subtil in Poleposition für künftige Gränni Awards:

Zopf ab!

Frans am Dienstag den 17. Februar 2009

Real Madrids Royston Drenthe hat sich eine Wettkampfpause von drei Spielen verordnet. Der Holländer ist stark verunsichert, nachdem ihn das eigene Publikum im Heimspiel gegen Deportivo la Coruña gnadenlos ausgepfiffen hatte.

Real-Trainer Juande Ramos hat durchaus Verständnis für die psychischen Nöte des 21jährigen Linksfüssers. Aber damit ist das Problem natürlich noch nicht gelöst.

In einer solch schwierigen Situation ist der fachkundige Rat einer Vereinslegende immer wertvoll. Was Johan Cruyff für Barcelona ist Alfredo Di Stéfano für die Königlichen. Sein Tipp an Drenthe (“ein grosses Talent”) ist ebenso simpel wie einleuchtend:

“Er muss zuerst seine Haare schneiden und seinen Ohrring weglegen.”

Drenthe allerdings verweigert den Gang zum Frisör.

Möglicherweise ahnt Royston, dass eine Schere noch keinen Robben macht.

Raue Sitten in Sitten (Teil 2)

Natischer am Donnerstag den 30. Oktober 2008

Herr Natischer: «Wer die Tore nicht schiesst …»

Herr Z.: «Blabla, Herr Natischer. Nach neunzig Minuten zeigte der Schiedsrichter 4 Minuten Nachspielzeit an, die wir über die Runden brachten. Dann aber legte er unverständlicherweise noch zwei Minuten zusätzlich drauf. In der letzten fiel dann der Ausgleich nach einem Stellungsfehler … *grmbl*. Danach pfiff er das Spiel direkt ab. Es war klar, dass es danach zu einer Rudelbildung kam. Der Trainer und ein Spieler haben den Schiri heftig kritisiert, wurden aber nie und nimmer handgreiflich. Am schlimmsten war es mit unserem neuen Torhüter. Er ist ein emotionaler Mensch, der sich nach Spielschluss fürchterlich aufregte. Er schrie und fluchte gegen uns Spieler und hundertprozentig nicht gegen den Schiedsrichter. Dieser rapportierte danach aber, dass drei Spieler ihn bedroht hätten… = 4 Spielsperren!»

Herr Natischer: «Bei den YB machen wir dann ja immer einen Rekurs.»

Herr Z.: «Ja, wir auch! Diese Ungerechtigkeit können wir jedenfalls nicht auf uns sitzen lassen. Darum wurde vom Klub alles unternommen, dass diese Vorfälle untersucht werden und zumindest für den Schiri auch Folgen haben. Aber viel zu machen ist da wahrscheinlich nicht. Wenns nicht läuft, kommen halt noch solche Sachen dazu. Ich bin aber überzeugt, dass unsere Mannschaft das Zeug hat, den Ligaerhalt zu schaffen!»

Durch den Rekurs sind die gebüssten Spieler zurzeit spielberechtigt. Das Strafmass wurde bis jetzt nicht reduziert, womit die drei noch 3 Spiele absitzen müssen.

Was macht eigentlich…

Natischer am Donnerstag den 16. Oktober 2008

…Georges Bregy?

Red Star Zürich liegt in der Gruppe 3 der 1. Liga mit nur 1 Punkt aus 10 Spielen am Tabellenende. Erfolglosigkeit war gemäss Verein nun der Grund für die Entlassung des Trainers Georges Bregy.

Wie Bregy gegenüber Radio Rottu sagte, war der massive Spieler-Wechsel bei Red Star ein Grund für die mangelnden Leistungen. Zudem sei die komplette Mannschaft in den letzten 2 Jahren neu zusammengestellt worden und den Spielern habe die nötige Erfahrung gefehlt, grännte der Rarner in die Mikrofone.

Georges Bregy will in Zukunft aber wieder als Trainer arbeiten. Ansonsten macht Herr Bregy imfall in Versicherungen.

Raue Sitten in Sitten

Natischer am Dienstag den 7. Oktober 2008

Drei Spieler des FC Naters wurden nach dem Spiel gegen Sitten U21 mit drastischen Strafen gebüsst.

Der an sich sehr löbliche FC Naters wird gedisstNach Spielende kam es zu Zwischenfällen zwischen Spielern des FC Naters und dem Schiedsrichter. Dieser hatte eine unverhältnismässig lange Nachspielzeit spielen lassen, so dass noch der Ausgleich für die Sionisten fallen konnte. Darob zeigten sich einige Spieler sehr erbost. Torhüter Valentine Chinwuba, Martial Ittig und Spielertrainer Dejan Markovic wurden nun für vier Spiele gesperrt. Laut Hans Ritz werde man gegen die Sperren Rekurs einreichen., meldet uns ein örtliches Lokalradio.

Zuvor hatte mit Germano Vailati ein NLA-Torhüter mehrere Chancen der Natischer und damit eine klarere Führung vereitelt.

=> Will man uns nicht in der Liga haben!? Wie weit reichen CCs Fäden?

Und dabei schien das Fussballwochenende einen zuerst rundum glücklich gemacht zu haben.

Nominiert

Frans am Montag den 25. August 2008

Wir unterbrechen unser Programm für eine aktuelle Agenturmeldung aus der Welt des internationalen Fussballs:

Der Schweizer Schiedsrichter Massimo Busacca ist von der UEFA für das Rückspiel am Mittwoch in der Champions-League-Qualifikation zwischen Liverpool und Standard Lüttich an der Anfield Road nominiert worden.

Dies nur zu Ihrer Information.

Rain man

Frans am Donnerstag den 17. Juli 2008

Transferzeit ist immer auch die Zeit des Rückblicks auf gehabte Freuden und Leiden beim früheren Club.

So lesen wir die besinnlichen Worte von Philipp Degen in der Fachzeitschrift “Sport Bild”:

«Für alles war ich immer der Sündenbock, sogar wenn es in Dortmund geregnet hat, war Degen Schuld. Jeder hat nur immer auf den nächsten Fehler von mir gewartet.»

In Liverpool unter Rafi wird zu Degens Glück bestimmt alles besser als in Dortmund unter dem bösen Berti.

Wahrscheinlich sogar das Wetter.

Nachbearbeitung RLLR

Natischer am Donnerstag den 13. März 2008

1. Bei einem Heimspiel von GC befindet sich der Gästesektor auf der Seite Tramhaltestelle Letzigrund. Die Gastfans können somit direkt aus ihrem Sektor zu den bereitgestellten Extratrams der VBZ gelangen. Ein Einsatz von Extrabussen für die Gastfans macht unter diesen Umständen keinen Sinn. Dies um so mehr, als dass man den Fans nicht vorschreiben kann, bestimmte Verkehrsmittel zu nutzen resp. nicht zu benutzen.

2. Eine Durchmischung aller Fans an der Tramhaltestelle ist nicht zu vermeiden. Auch können wir nicht allen Fans befehlen, wie sie sich zu bewegen haben. Nur ein kleiner Teil der Fans hat es nötig, in bestimmte Bahnen gelenkt zu werden. Unter diesen Umständen wäre es unverhältnismässig, sämtliche Besucher voneinander zu trennen und sie in ihrer Freiheit entsprechend stark einzuschränken.

3. Wie unter Ziffer 1 angeführt, stellt die VBZ genügend Extratrams zur Verfügung, die direkt zum Hauptbahnhof fahren. Da der reguläre Betrieb jedoch auch in dieser Phase aufrechterhalten werden muss, verkehren auch die regulären Trams weiter. In Ihrem Fall muss deshalb davon ausgegangen werden, dass Sie ein reguläres Tram bestiegen, dass an allen vorgegebenen Haltestellen hielt. Dies entschuldigt natürlich keinesfalls, dass Sie von gegnerischen Fans belästigt werden.

Die Stadtpolizei Zürich unternimmt alles, damit die Fussballspiele in einem würdigen Rahmen stattfinden und die Zuschauer den Anlass entsprechend geniessen können. Ich versichere Ihnen, dass die Stadtpolizei Zürich auch weiterhin alles unternimmt, um die Sicherheit zu gewährleisten. Ich hoffe, dass dieser Vorfall sie nicht davon abhält, weiterhin Spiele in Zürich zu besuchen und dass Sie beim nächsten Mal nur positive Erinnerungen mit nach Hause nehmen.

Mit freundlichen Grüssen

A. Tomaschett

Bla fasel, Herr Tomaschett. Wir schlagen vor, Sie behalten Ihre cablecommässigen Ausreden für sich und tun nächstesmal einfach Ihren Job.
Oder muss auch in der Schweiz zuerst jemand umkommen?

Auch der GCZ hat sich übrigens geäussert. Dessen Credo: Wuääääh, die andern auch …

Tränen lügen nicht: Die Vorselektion

Frans am Dienstag den 12. Februar 2008

Wer gewinnt die Gränni Awards 2007? Das Nominationsverfahren kann beginnen.

Zu gewinnen sind Awards in den Kategorien Fans und Leser, international, national sowie Lifetime Award. Herr Inzaghi kommt für die höchste aller Ehren also nicht mehr in Frage, da auch er nur ein Leben hat.

In den anderen Kategorien stehen die Titelverteidiger Khathran, Cristiano Ronaldo und Christian Constantin unter Bestätigungsdruck.

Schlagen Sie hier in den Kommentarspalten weitere Kandidaten für den prestigeträchtigen Wettbewerb vor, der heuer unter dem Patronat von Frau Clinton steht.

Die Frist für Nominationen läuft bis zum 14. Februar, 14 Uhr.

« Femme de football fan »

Herr Noz am Freitag den 19. Oktober 2007

Das heutige Lied wo es drin um Fussball geht kommt einmal mehr aus der Heimat des löblichen WM-Finalisten Frankreich.

Die hierzulande vorerst in der Westschweiz bekannte Sängerin Koxie singt ein Lied über ihr problemreiches Dasein an der Seite eines Fussballfreundes. Wir können ihr dies zwar nicht recht nachfühlen, aber nachvollziehen schon, man stelle sich nur vor, der/die Angetraute möchte (und könnte!) immerzu Dressurreiten schauen. Oder Synchronschwimmen. Oder Eiskunstlauf. Brrr!!

Geniessen Sie nun also einen Auszug aus dem Problemsong Femme de football fan.

Gefühle – neunzig Minuten lang

Dr. Rüdisühli am Donnerstag den 11. Oktober 2007

Statistik der Woche: Männer seien kalt, unsensibel, rücksichtslos. PeloChart weiss es besser.

Zusammen mit der Mental Health Foundation haben wir 500 Männer nach ihren tiefsten Gefühlen befragt, die der Fussball auslösen kann.

Wir alle müssen das Bild des egozentrischen, gefühlskalten Mannes revidieren:

PeloChart, 11. Oktober 2007