Archiv für die Kategorie ‘Erledigte Fälle’

Aus der Tiefe des Raums (5)

Herr Shearer am Samstag den 14. März 2015

Erneut stellen wir Ihnen ein seltenes Tondokument vor.

RLaudioarchiv

Joseph S. Blatter stammt aus dem lieblichen Walliser Winzerdörfchen Visp und ist hauptamtlicher Chefönologe beim Fussball-Weltverband FIFA. Auf unserer Aufnahme aus dem Jahre 2010 gratuliert er der spanischen Nationalmannschaft zum Gewinn der Weltmeisterschaft in Südafrika.

Aus der Tiefe des Raums (4)

Herr Shearer am Freitag den 13. März 2015

Wir haben ein weiteres Fundstück aus dem Archiv gehoben.

RLaudioarchivPedro Lenz hat ein ganz grosses gelb-schwarzes Herz. Ein überaus positiv denkender Mensch ist er darüber hinaus, wie diese Tonaufnahme aus dem Jahre 2012 n.Chr. belegt. Trainer des BSC YB war zu dieser Zeit ein gewisser Christian Gross, der zuvor in Basel aussortiert worden war. Einige erwarteten grosse Taten vom Mann mit der prägnanten Vollglatze. Gute zwei Monate nach der Entstehung dieses Dokuments und viele unansehnliche Spiele später wurde das Experiment Gross im Wankdorf abgebrochen.

 

Retourkutsche

Rrr am Freitag den 13. März 2015

Neulich in der U-Bahn.

Wir erinnern uns: Vor drei Wochen war Chelsea in Paris zu Gast. Englische Fans liessen einen Dunkelhäutigen nicht in die Metro einsteigen und skandierten lautstark “Wir sind Rassisten”.

Nun, es gibt immer auch ein Rückspiel.

Aus der Tiefe des Raums (3)

Herr Shearer am Donnerstag den 12. März 2015

Wer den Spot hat, hat den Spott.

RLaudioarchivNatürlich hat sich in unserem Audio-Archiv auch einiges an Werbematerial angesammelt. Erinnern Sie sich noch an diese YB-Werbekampagne? Nein, nicht die mit dem Kreuz und dem Jesus und den Bekenntnissen zu gelb-schwarz, sondern die da:

 

Aus der Tiefe des Raums (2)

Herr Shearer am Mittwoch den 11. März 2015

Wir steigen erneut in die Abgründe des RL-Audioarchivs.

RLaudioarchivAm 4. März 2012 spielten die berühmten Berner Young Boys im dritten Meisterschaftsspiel der Rückrunde in Lausanne. Das Resultat war enttäuschend, gegen die Westschweizer resultierte nur ein 0:0. Da wir uns aber in der Ära Kaenzig befinden, ist eine Ausrede schnell zur Hand. Ton ab!

 

Aus der Tiefe des Raums (1)

Herr Shearer am Dienstag den 10. März 2015

Das Runde Leder steigt ab!

RLaudioarchivKeine Angst – nur in den Keller. Dort kamen neulich beim Frühlingsputz neben kistenweise leeren Schnapsflaschen, alten Diät-Kochbüchern vom Chef und keinem einzigen Pokal auch viele, viele Tonbänder wieder zum Vorschein, die eigentlich als verschollen galten und – glauben Sie es uns – dies auch besser geblieben wären. In regelmässig unregelmässiger Reihenfolge präsentieren wir Ihnen deshalb in der nächsten Zeit zu vorgerückter Stunde einige Trouvaillen und Schreckmümpfeli.

Wir starten mit einem Beispiel aus der zweiten Kategorie. Wir alle erhalten doch gerne Liebesbezeugungen. Fussballclubs sind da besonders gut gestellt, immer wieder werden ihnen Gedichte, Texte und ganze Lieder gewidmet. Oftmals geht das ziemlich daneben, wie dieses Beispiel aus einer nahegelegenen Randregion deutlich aufzeigt:

 

Er stand im Tor

Rrr am Mittwoch den 4. März 2015

Jordan Seabright beendet seine Profi-Karriere mit 20 Jahren.

9573257-largeSeabright stand bislang im Tor von Torquay United in Englands fünfthöchster Spielklasse. Er galt als grosses Talent, Beobachter trauten ihm viel zu.

“Um ehrlich zu sein, ich habe die Leidenschaft verloren”, sagte Seabright der BBC. “Ich möchte beruflich Karriere machen, aber ich glaube nicht, dass ich das im Fussballgeschäft schaffe.”

Seabright hat sich deshalb entschlossen, die Torwart-Handschuhe abzustreifen. Sein Glück sucht er ab sofort als Autoverkäufer in seiner Heimatstadt Poole.

“Ich war immer motiviert als Fussballer, aber nun habe ich die Gelegenheit, heimzukehren und in einer positiven Umgebung zu arbeiten.”

Verbesserungsfähige Finte

Rrr am Donnerstag den 26. Februar 2015

tuneWir schalten um nach Tunesien.

Im Cup trifft Hammam-Sousse auf Club Athletique Bizertin. Die Gastgeber können einen Freistoss treten.

Menschen hinter der Firewall klicken hier.

Die Gäste siegten übrigens 1:0.

«Paro»

Herr Pelocorto am Montag den 16. Februar 2015

«Streik» – ein Wort schreckt den spanischen Fussball auf.

Joan Collet, der Präsident RCD Espanyols, hat es ausgesprochen. Streik. Man sei zum Streik bereit, um zu einem besseren TV-Vertrag zu kommen.

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Joan Collet, RCD Espanyol

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Die Eurountergrenze fällt

Dr. Rüdisühli am Donnerstag den 15. Januar 2015

Wirtschaft aktuell: Herr Rrr ordnet den SNB-Entscheid fussballpolitisch ein.

Finanzexperten Herr Rrr ortet keine Schwierigkeiten für den Schweizer Fussball.

Finanzexperte Herr Rrr ortet keine Schwierigkeiten für den Schweizer Fussball.

Zum Runden Leder: Herr Rrr, kam der heutige Entscheid der SNB für Sie überraschend?

Herr Rrr: Nein, überhaupt nicht. Das war nur für Aussenstehende eine Überraschung. Ich habe mit Thömu (gemeint ist Thomas Jordan, Präsident der SNB; die Red.) beim Bänklitschutte letzten Freitag gesprochen und ihm geraten, den Mindestkurs aufzugeben. Allerdings musste ich mehrfach intervenieren, aber nach meinem zweiten Foul ist er dann endlich eingeknickt.

Ist der Zeitpunkt passend?

Absolut. Sehen Sie, wir befinden uns mitten im Transferfenster. Für die Schweizer Clubs sind die ausländischen Spieler jetzt auf einen Schlag massiv billiger geworden. Wir (gemeint ist Herr Rrr und Thömu; die Red.) stärken mit dieser Massnahme den Fussplatz Schweiz!

Und den eher exportorientierten Clubs, was raten Sie denen?

Nun, die hatten drei Jahre Zeit, ihre Finanzen fit zu trimmen. Wer natürlich in dieser Zeit seine Hausaufgaben nicht gemacht hat, darf sich nicht wundern, wenn er jetzt auf seinen Bankwärmern hocken bleibt und sie nicht mehr im Ausland verscherbeln kann.

Was bedeutet der Entscheid für die Fans?

Auch hier überwiegen die positiven Effekte: der Auslandfussballbesuch wird günstiger! Nie war es einfacher, auf Super League Fussball zu verzichten.

Aha. Besten Dank für diese Einordnung.

Beeindruckender Briefbeschwerer

Herr Shearer am Mittwoch den 14. Januar 2015

Sepp-BlatterUnser Kolumnist vom Zürichberg hat einen überraschenden Fund gemacht.

„Liebe Füessballfreunde,

was man manchmal nicht alles findet, wenn man kurz mal in den Keller geht! Eigentlich wollte ich nur rasch eine Flasche Fendant holen und gleichzeitig die Wahlzettel von der letzten Ballon d’Or-Wahl an einem sicheren Ort verstauen, bevor wieder irgend jemand auf die Idee kommt, die nochmals durchzulesen. Und was finde ich da? Einen praktischen Briefbeschwerer, offenbar einen ziemlich historischen!

Was mir auch noch so gefallen hat: auf dem hübschen bläulichen Steinquader war sogar noch ein hübsches Messingschildchen angebracht. Schauen Sie mal auf dem Foto! Item, zum Verstauben im Keller war mir das gute Stück fast zu schade, und so als FIFA-Präsi hat man doch immer einige Stapel Beschwerden Papier auf dem Pult, die wollen dauerhaft und zuverlässig beschwert werden.

Lustig fand ich dann die Reaktion von David. Der ist völlig aus dem Häuschen geraten, als er mein neues Büroschmuckstück gesehen hat. David Ausseil ist unser Mann für das neue FIFA-Museum, in dem wir dem gemeinen Volk ab nächstem Jahr in Zürich so alten Fussi-Plunder zeigen wollen. Der David also angefangen zu stammeln, dass er das Teil schon seit Jahrzehnten suche, er halb Brasilien umgegraben habe und es einfach nicht fassen könne, dass das Stück jetzt neben meiner eisernen Reserve zum Vorschein komme.

jules-rimetAls er sich etwas gefasst hatte, erklärte er mir, dass mein Briefbeschwerer in Tat und Wahrheit der Fuss der ersten Jules Rimet-Trophäe gewesen sei und eigentlich als vermisst gegolten habe. Ganz genau habe ich es auch nicht verstanden, und so extrem hat es mich auch nicht interessiert. Den Jules Rimet hab ich dann noch gegoogelt und war total beeindruckt. Jetzt hab ich jedenfalls ein neues Ziel: ich will noch länger als der im Amt bleiben! Wäre ja gelacht!

Ich wünsche Ihnen allzeit alles Gute. Holen Sie sich doch auch mal wieder eine Flasche Fendant aus dem Keller, vielleicht stossen Sie dabei ja auch noch auf etwas, das Sie schon lange vermissen! Vielleicht geht es Ihnen aber auch ein bisschen wie mir. Mir ist es eigentlich ganz recht, wenn nicht jeder weiss, was da noch alles rumliegt.“

10. Dezember – Reto Nause

Val der Ama am Mittwoch den 10. Dezember 2014

Advent ist’s, wenn’s im Stadion brennt!

Oder auch nicht. Den heutigen Weihnachtswunsch wünscht sich Sicherheitsdirektor Reto Nause.

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Nause «Liebes Christkind!

Seit ziemlich genau 10 Monaten haben wir auch in Bern das Hooligan-Konkordat, welches verhindert, dass sich diese so genannten Fans danebenbenehmen und beispielsweise vor dem Spiel durch die Stadt marschieren.
Das Ziel, die Gewalt im Umfeld von Sportveranstaltungen nicht mehr länger als gesellschaftliche Tatsache hinzunehmen, haben wir vollständig erreicht. Die Gewalt ist stark rückläufig, das sieht man auch schon anhand der Berichterstattung in den Medien. Problem gelöst.

Allerdings: Bereits stehen wir mitten in den Vorbereitungen für die Stadtberner Gemeinde- und Stadtratswahlen 2016 und da wird es für mich als Vertreter einer Randpartei nicht einfach, wenn ich denn kein gutes Thema für den Wahlkampf habe. Ich wünsche mir deshalb ein weiteres Hooligan-Konkordat und deshalb wäre ich dankbar für weiterhin viel Pyro und Urin im und ums Stadion rum (ab Februar bis ungefähr Mai 15). Und dann hätte ich gerne trotzdem diesen Cupfinal mit Basel und Randale (Juni 15). Dann Rücksprache mit St. Gallen (Juli bis September), anschliessend Konkordat 2 (Oktober) und schliesslich Referendum (ab November) und Abstimmungssieg (Mai 16) und wuchtige Bestätigung im Amt (Herbst 16).

Vielen Dank und Gottes Segen, Dein Reto»

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