Archiv für die Kategorie ‘Corazon Blanco’

Viel Freude

Rrr am Samstag den 24. Oktober 2020

Der Real-Madrid-Beauftragte unserer Redaktion wendet sich an Sie.

“Liebe Freundinnen und Freunde des Runden Leders, das Jahr 2020 ist einfach ein grossartiges Jahr. Real Madrid hat beide Clasicos gewonnen! Ende Februar, kurz vor dem ersten Lockdown, der 2:0-Triumph im Bernabeu und heute nun der fantastische 3:1-Sieg im Camp Nou. Schade nur, konnten das nicht 90.000 katalanische Fans vor Ort miterleben.

Fede Valverde brachte unsere Farben früh in Führung. Eine Nachlässigkeit in der Defensive ermöglichte Barça den zeitweiligen Ausgleich, ehe Sergio Ramos vom Penaltypunkt und Luka Modric den Sack zumachten. Alle Tore gibts hier.

Ich wünsche allen weiterhin alles Gute und danke für Ihre Aufmerksamkeit.”

¡Adiós Iker!

Herr Shearer am Donnerstag den 6. August 2020

Jetzt hört schon wieder eine Goalie-Legende auf.

Bild: AFP

Nach Marco Wölfli ist es diesmal kein Geringerer als Iker Casillas, der in seiner Karriere für zwei Vereine aktiv war: seit der Jugend bei Real Madrid, die letzten fünf Jahre beim FC Porto. Seine Erfolge hier aufzuzählen, würde den Beitrag in die Länge ziehen, aber falls Sie eine Liste brauchen – voilà.

Auch das dieses Fachorgan hat Iker Casillas’ Karriere schon von Anfang an begleitet. So wussten wir bereits vor 15 Jahren von Wechselabsichten. Nach dem Erscheinen dieses Beitrags soll Florentino Perez aber schleunigst zu Scheckbuch und Schreibmaschine gegriffen und den Vertrag seines Goalies nachgebessert haben. Aber eben, immer lief es nicht rund in der Karriere von San Iker. Über seine Mühen mit Mou berichteten wir weltexklusiv, wir blieben auch dran, als sich zum ersten Mal ein Abschied aus Madrid abzeichnete. Ein gutes Jahr später war Mourinho weg und Ancelotti da, aber Casillas immer noch auf der Bank. Und welches Medienhaus hatte damals den Primeur zu seinem Wechsel nach Portugal? Auch wir, wenn wir uns recht erinnern.

Im Leben dieses Mannes dreht sich aber nicht alles nur um Fussball! Er fährt zum Beispiel auch ein schönes Auto, hat in seiner Heimatstadt eine eigene Strasse, hat überhaupt Kultur und weiss darüber hinaus wirklich alles.

So, wenn Sie brav alles angeklickt und durchgelesen haben, dürfen Sie jetzt noch ein Video anschauen.

Fiese Ferse

Herr Winfried am Dienstag den 12. Mai 2020

Luka Jović hat sich innerhalb der eigenen vier Wände spektakulär verletzt.

Fussballer haben es nicht leicht zurzeit. Beim sogenannten Heimtraining lauern allerlei Gefahren, auch für Weltklassespieler wie Luka Jović von Real Madrid. Der Serbe hat sich neulich an der Ferse (oder am Knöchel – je nach Quelle) verletzt. Weshalb – darüber zerbrechen sich die Spekulantinnen und Kommentatoren gerade die Köpfe.

War das WC-Papier schuld?

Oder trainierte Jović heimlich Parkour, um seine Beweglichkeit zu verbessern? Ein Gerücht aus einer serbischen Boulevardzeitung besagt, Jović sei “von einer Mauer gefallen”. Dies würde bedeuten, dass die Architektur von Herrn Jovićs Eigenheim zumindest eine genauere Inspektion verdient.

Weitere Mutmassungen drehen sich um einen Zusammenhang mit Jovićs lieblichem Haustier.

Sicher ist: Der Stürmer ist auf dem Weg der Besserung.

Jovićs Mannschaftskollegen bei Real Madrid haben gestern übrigens das Training wieder aufgenommen.

Generöses Geständnis

Herr Winfried am Mittwoch den 11. März 2020

Cicinho ist kein anonymer Alkoholiker mehr.

Erinnern Sie sich noch an Cicero Cicinho? Der Rechtsverteidiger aus Brasilien spielte einst für Real Madrid und die AS Roma. An der WM 2006 figurierte Cicinho im Kader der “Seleçao” und kam dabei zweimal zum Einsatz. Das ist aus heutiger Sicht insofern erstaunlich, als er den Fitnessplan weniger strikt einhielt als andere. Auf diesem Foto posiert Cicinho möglicherweise mit einigen Bierchen intus.

Bild: Defensa Central

Inzwischen hat der heute 39-Jährige seine Karriere beendet. Und gibt zu, dass er in der Blütezeit seiner Karriere stark alkoholabhängig war. “Ich trank zehn Biere pro Tag”, sagt er etwa, und dies fast 20 Jahre lang. Süchtig sei er geworden, weil “sie mir sagten, das Bier sei so gut, also trank ich davon”.

Ausserdem rechnet Cicinho mit seinen früheren Kollegen im “weissen Ballett” ab.

Das war 2016. Laut eigenen Aussagen war er zum Zeitpunkt dieses Tweets aber wieder trocken. Seine Frau habe ihn überzeugt, mit dem Trinken aufzuhören und auf den richtigen Weg gebracht. Oh, und natürlich Gott, der sei auch ganz wichtig gewesen.

Ein Mann, ein Schuh

Rrr am Dienstag den 14. Januar 2020

Toni Kroos putzt seine Fussballschuhe selber.

Währenddem sich andere Edelkicker seines Formats andauernd mit den neusten Modellen schmücken, ist Kroos seit 2013 demselben Exemplar treu: Dem Adipure 11pro. In diesem Schuh hat der Freistosskünstler “das beste Gefühl”, wie er verschiedentlich versicherte.

Mit dem Adipure 11pro wurde Kroos 2014 Weltmeister und dreimal Champions-League-Sieger mit Real Madrid. Eine wenige Male probierte er einen anderen Schuh im Training, aber in einem Ernstkampf trug er seit 2013 kein anderes Modell mehr.

Natürlich hat Kroos ein ganzes Arsenal an Adipure-11pro-Schuhen. Trotzdem lasse er niemanden anders an den Schuh heran, berichtete neulich Teamkollege Gareth Bale. Der Deutsche argwöhne offenbar, unsachgemässe Pflege könne dem Schuh schaden. “Er vertraut niemandem, deshalb putzt er seinen Adipure stets selber.”

Die Macht der Nacht

Rrr am Mittwoch den 8. Januar 2020

Ein kleiner Bub in Uruguay hatte einmal einen Traum.

Der Bub hiess Federico und wuchs in Montevideo auf. Als er vier Jahre alt war, sagte er eines Morgens zu seiner Mutter: “Mama, ich habe geträumt, ich sei in einem Stadion und alle riefen meinen Namen. Sie waren alle weiss gekleidet und sprachen anders als wir.”

Als Federico zehn oder elf war, so erinnert sich die Mutter, hatte er erneut einen Traum. “Mama, jetzt weiss ich, was das für eine Mannschaft war. Es war Real Madrid!”

Und dort sprechen sie natürlich ein ganz anderes Spanisch als in Montevideo, wo der kleine Fede heranwuchs und bei Peñarol das Fussballspiel erlernte.

2016 schaffte es Federico Valverde nach Madrid und verbrachte zwei Saisons in der zweiten Mannschaft. Seit 2018 steht er im Kader der Königlichen. In dieser Saison ist er so richtig durchgestartet und verdrängte mehrmals Luka Modric aus der Startelf. Er gilt als Herzstück von Real Madrids Mannschaft der Zukunft.

Tolles Törchen (20)

Rrr am Freitag den 20. Dezember 2019

Gonzalo Higuaín, schön und gut! Aber warum?

Herr Rrr auf Spurensuche.

“Ich weiss noch, meine Freundin musste für einen Kongress nach Madrid fliegen und fragte mich, ob sie mir was mitbringen solle. Ja klar, hab ich gesagt, ein Trikot der Königlichen!

Ich hab mir ein Higuaín-Shirt gewünscht. Aber warum? Ich hatte nie einen besonderen Bezug zu diesem Spieler. Klasse Stürmer, klar. Aber von denen gabs schon immer viele in Madrid. Higuain spielte von 2007 bis 2013 für Real, da hätte ich mir auch das Trikot von Raúl wünschen können, Guti, Cristiano, Morata, Benzema … warum Higuaín?

Vermutlich wegen Gonzalo. Schönster Vorname ever. Wenn ich Söhne hätte, würden sie alle Gonzalo heissen. Ich würde einfach durchnumerieren. Andererseits: Der Vorname steht ja nicht auf dem Trikot.

Um ehrlich zu sein: Ich weiss es nicht mehr. War wohl einfach so eine Laune. Falls jemand das Trikot möchte: Bitte sehr, ist gratis. (Muss abgeholt werden. Und Messi muss dann auch mit. Danke.)”

Wunderbarer Wechsel

Rrr am Samstag den 15. Juni 2019

Das kommt überraschend: Real Madrid kauft Kubo!

Und es ist wirklich wahr! Wobei man im Kleingedruckten sagen muss, dass es sich nicht um den vormaligen YB-Spieler Yuya Kubo handelt, sondern um einen Namensvetter mit dem sehr schönen Vornamen Takefusa.

Der 18-Jährige gilt als “japanischer Messi” – nicht von ungefähr: Als Junior durchlief war er vier Jahre lang die Jugendakademie von Barça. Dann stellte sich heraus, dass die Katalanen bei den Dokumenten geflunkert hatten. Kubo kehrte zurück in die Heimat, wo er zum Internationalen reifte und jetzt parat ist für La Liga.

Aber warum Real? Halb Europa war scharf auf Kubo, aber nur Real checkte, dass er schon jetzt zu haben sei. Alle anderen dachten, er dürfe erst Ende 2019 transferiert werden. So weit die Darstellung der Madrider Zeitung “Marca”. Barca stellt den Fall anders dar: Kubo habe auf eine vertragliche Zusicherung gepocht, nächstes Jahr schon im Kader der ersten Mannschaft zu stehen. Das habe man ihm nicht gewähren wollen. Real aber schon.

Wie auch immer: Takefuso Kubo startet jetzt mal bei Reals B-Team (dritthöchste Liga). Und Yuya Kubo? Seine sportliche Zukunft ist ungeklärt. Der Verbleib in Nürnberg ist unwahrscheinlich (zweite Liga, Klub mit ihm unzufrieden). Affaire à suivre.

Der Mann mit dem Tor

Rrr am Dienstag den 30. April 2019

Er war die gute Seele von Real Madrid: Gestern ist Agustín Herrerín zu Grabe getragen worden.

Herrerín starb mit 86 Jahren. Mehr als 50 Jahre stand er im Dienste von Real Madrid, 18 Jahre davon als “delegado de campo”, also Spielfeld-Delegierter. Sein Job bestand darin, am Ausgang des Spielertunnels zu stehen und den Real-Profis die Hände abzuklatschen.

Seine wichtigste Aufgabe erledigte er aber am 1. April 1998. Sichern erinnern Sie sich: Champions-League-Halbfinal, Real-Dortmund, kurz vor dem Abpfiff kippte ein Tor um. Ein Spielabbruch drohte. “Noch nie hätte ein Tor einem Spiel so gut getan”, kalauerte Marcel Reif.

Es war Agustín Herrerín, der das Desaster verhinderte, wie die “Süddeutsche” neulich in Erinnerung rief.

Er schnappte sich motorisierte Polizisten und einen Kleintransporter, fuhr aufs Trainingsgelände und rammte das Tor zur Sportstadt auf, um ein tragbares Fussballtor zu holen. Das passte aber nicht in den Kleintransporter. Im nahegelegenen Restaurant fand Herrerin einen Lastwagenchauffeur und bot ihm 100’000 Peseten an (600 Euro).

Helfer luden das Tor auf den Lastwagen und fuhren, teilweise in entgegensetzter Fahrtrichtung und mit Polizeischutz, quer durch Madrid zurück ins Bernabeu. Mit 76-minütiger Verspätung konnte das Spiel angepfiffen werden.

Herrerín war eine Legende in Madrid. Alle liebten ihn, sogar Cristiano Ronaldo, der ihm gerne mal einen Ballon D’Or in die Hände drückte (“Den hast auch Du gewonnen, Opa”). Ruhe in Frieden, Agustín!

Bubu ohne Doudou (Teil 2)

Rrr am Sonntag den 10. Februar 2019

Jetzt sind schon wieder Stofftiere im Stadion liegengeblieben.

Sie gehören eigentlich Real-Goalie Thibaut Courtois. Doch der liess die Stoffratten nach dem Derbysieg beim Stadtrivalen Atlético einfach liegen.

Fans von Atlético hatten ihn beim Aufwärmen mit den possierlichen Tierchen beworfen. Einst war ihre Bewunderung für den Belgier grenzenlos, Courtois spielte von 2011 bis 2014 für die Colchoneros. Letzten Sommer wechselte der Belgier zu Real und gab an, das sei schon immer sein Traum gewesen, für den “besten Klub der Welt” zu spielen. Später bezeichnete er Atléticos lebende Trainerlegende Simeone als Populisten. Das alles war für die Fans der Rotweissen zu viel.

Unter der Woche hatten sie bereits die Ehrenplakette von Courtois ausserhalb des Stadions beschmutzt.

Courtois liess das alles kalt. “Wenn sie mir Sachen an den Kopf werfen wollen, macht mir das nichts aus. Es ist nur zusätzliche Motivation.” Der Belgier hielt glänzend, Real siegte beim Erzrivalen 3:1.

Fun Fact am Rande: Courtois gehörte gar nie Atlético. Er war von 2011 bis 2014 nur von Chelsea ausgeliehen.

Toller Titel

Rrr am Samstag den 22. Dezember 2018

Jetzt ist Real Madrid schon wieder Weltmeister!

Zum dritten Mal in Serie gewann Real in den Emiraten die Klub-WM, diesmal nach einem 4:1-Finalsieg über Gastgeber Al Ain. Luka Modric, Marcos Llorente, Publikumsliebling Sergio Ramos und Yahia Nader (Eigentor) schossen die Tore zum ungefährdeten Sieg. Al Ain hatte zuvor den Südamerika-Champion River Plate ausgeschaltet.

Herr Rrr, der Real-Beauftragte des Runden Leders, ist begeistert. “Sieben Sterne, meine Damen und Herren! S-i-e-b-e-n Sterne zieren nunmehr das Wappen von uns Königlichen. Für die sieben Klubweltmeister-Titel, die der ruhmreiche Verein 1960, 1998, 2002 sowie 2014, 2016, 2017 und 2018 gewonnen hat. Das sieht wirklich sehr sehr schön aus, muss ich sagen.”

“Ich danke allen weiteren Teams, dass sie sich auch dieses Jahr an den verschiedenen Klubwettbewerben in aller Welt beteiligt haben, und wünsche Ihnen allen nun einen besinnlichen Jahresausklang.”

Ab in die Wüste

Rrr am Sonntag den 16. Dezember 2018

Endlich wieder FIFA-Klub-WM!

Die besten Klubs der Welt kämpfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten um den Titel. Favoriten sind Champions-Leage-Seriensieger Real Madrid und River Plate, Gewinner der Copa Libertadores.

Aber zuerst stehen die Halbfinals an. River Plate trifft am Dienstag um 17.30 Uhr auf die Gastgeber vom FC Al Ain, Real (mit v.l.n.r. Marcelo, Modric, Sergio Ramos, Bale und Benzema) spielt tags darauf gegen den japanischen Rekordmeister Kashima Antlers. Das Finale gibts am Samstag ab 17.45 Uhr. Auf DAZN können Sie alle Partien live, in Farbe und in voller Länge verfolgen. In dem Sinne wünschen wir Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit.