Archiv für die Kategorie ‘Aufmachen’

Erhebliche Emotionen

Rrr am Sonntag den 30. Dezember 2018

Was ausser YB noch los war 2018.

Die kompakte Zusammenfassung liefern auch dieses Jahr unsere Kollegen von JTG Productions. Etwas england-lastig, dafür fehlts nicht an Pathos. Wer nicht spätestens nach den ersten 50 Sekunden weint, hat den Fussball nie geliebt. Film ab!

Ball über die Mauer

Val der Ama am Freitag den 28. Dezember 2018

Das historische Bild zum Wochenende.

Berlin, 1962. Ein Grenzschützer der Deutschen Demokratischen Republik wirft den Ball eines Kindes zurück in den Westen.

Impressive Ibrox

Briger am Montag den 10. Dezember 2018

Sonderkorrespondent Max Power auf Tour in Schottland.

«Wie viele andere Bernerinnen und Berner bin auch ich am 27. November nach Manchester gereist. Zu diesem Spiel gibt es deshalb nicht viel zu berichten, weil doch alle jemanden kennen der dort gewesen ist oder das Spiel in Funk & Fernsehen verfolgt haben. Zudem ist auch in diesem Blog genug darüber berichtet worden. Was tut man aber, wenn man Manchester schon gesehen hat und es überaus unschön findet. Ja, genau man reist am Donnerstag vor dem Spiel nach Edinburgh. Von dort aus mit der Eisenbahn auf der schönsten aller Zugstrecken nach Teesside. In Tesside angelangt, wird erst einmal in Stockton-on-Tees Raclette gegessen und danach in Billingham Eishockey gespielt.

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Flash! run and relay

Rrr am Samstag den 8. Dezember 2018

Herzlich willkommen zu einer weiteren Kulturmatinee.

Heute präsentiert von unserer Ehrenredaktorin Frau Feuz.

Frau Feuz möchte Sie für experimentelle Musik begeistern. “Experimentelle Musik und Fussball sind zwei Dinge, die man nicht auf Anhieb miteinander in Verbindung bringen würde”, gibt sie zu – aber egal: “Das Netzwerk für Neue Musik Pakt Bern tut genau das. Heute Samstag wird das Neufeldstation im Rahmen des Projektes flash! run and relay zum grossen begehbaren Klangraum.”

Auf dem Spielfeld, der Rennbahn, auf der Tribüne und in den Katakomben werden Konzerte veranstaltet und Installationen aufgebaut mit komponierter und improvisierter Musik.

Nicht nur Profis machen mit, sondern auch zwölf YB-Junioren im Alter von 11 bis 13 Jahren. Hören Sie nun Frau Feuzens faszinierende Reportage, die neulich auf Radio Rabe ausgestrahlt wurde.

Verbotener Vorname

Briger am Montag den 3. Dezember 2018

Wo Fussball, da Emotionen und Emotionen führen manchmal zu Nachwuchs.

Ist der Nachwuchs dann einmal da, dann muss natürlich ein geeigneter Vorname her und was wäre da geeigneter als der Name des Lieblingsfussballers. Nun gut, manchmal scheitert der Vornamen-Vorschlag am Veto der Freundin/Frau, so konnte sich Frau 12er leider gegen den Wunsch ihres Mannes durchsetzen, das Neugeborene Kind Jean-Pierre Guillaume Marco zu nennen. Nun beim Nachnamen 12er wäre das natürlich auch etwas gar lang geworden. Aber wir schweifen ab.

In Birve in der Nouvelle-Aquitaine kam kürzlich ebenfalls ein Kind zur Welt. Noch immer euphorisiert vom WM-Titelgewinn der Franzosen im Sommer, benannten die Eltern das Kind nach ihren beiden Lieblingsspielern Griezmann Mbappe. Doch die Behörden schritten ein, wie die Nachritenagentur AFP meldet. Der Dienst der Gemeinde, der die Namensgebung im besten Interesse des Kindswohls sicherstellen soll, hat die Eltern bei der Staatsanwaltschaft verzeigt.
Wenn davon auszugehen ist, dass der Name des Kindes im späteren Leben zu Problemen oder Vorurteilen führen kann, können die Behörden einen geeigneteren Vornamen verlangen.
Hätten die Eltern ihren Sohn doch einfach Antoine Kilian genannt.

Leoparden und Goldfische

Rrr am Samstag den 1. Dezember 2018

Endlich erhältlich: Trikots, die es nicht gibt.

Adidas brachte diese Woche neue Trikots von Bayern, Juventus, Real Madrid und Manchester United auf den Markt. Die Klubs brauchen sie nicht. Aber User des Computerspiels FIFA 19 haben sich genau diese Designs gewünscht. Es gibt auch eine Werbekampagne mit real existierenden Fussballern.

Adidas-Chefdesigner Jürgen Rank plauderte in der Süddeutschen aus dem Nähkästchen. Für Eilige: Unter anderem sagte er …

… dass diese e-Sports-Trikots ungewohnt aussehen mögen, aber dem Designer richtig Spass machten: “Laut, anders, jung, frisch”.

… dass der Alltag der Trikotdesigner durch die vielen Vorgaben ein bisschen langweilig geworden ist. “Das Trikot eindeutig hell oder eindeutig dunkel aussehen. Designs mit vielen Schattierungen fallen sofort durch. Hinzu kommen bei den Vereinen die Sponsoren-Logos. Und jeder Verein und jede Nationalmannschaft hat natürlich Mitspracherecht. Zu weit kann man sich da nicht aus dem Fenster lehnen.”

… dass die gekotzte Paella auf Spaniens Nationaltrikot 2016 trotzdem längst Kult ist.

… und dass auch für Adidas das Motto des Runden Leders gilt: Ein Trikot ist das schön, wenn ein Team darin Erfolg wird. Als Beispiel nennt Rank die holländischen Trikots von 1988 (unser Bild). “Wir sehen aus wie Goldfische in den Dingern!”, klagten die Spieler vor der EM. “Nach dem Europameister-Titel waren die Trikots heiss begehrt.”

Liebling der Landstrasse

Rrr am Donnerstag den 29. November 2018

Bye bye YB-Tram! Aber no worry: Es gibt Ersatz.

Die Bernerinnen und Berner haben das Meistertram richtig liebgewonnen. Am 4. Juni ging es auf Jungfernfahrt, seither lässt es die Herzen von Gross und Klein täglich höher schlagen.

Nach dem 12. Dezember ist leider Schluss. Dann spielt YB gegen Juventus Turin das letzte Champions-League-Spiel. Seit vorgestern ist klar, dass im Frühling auch die Europa League nicht mehr in Reichweite ist. Und wir wissen ja, was René Schmied, der Direktor von Bernmobil, gesagt hat: “Das Tram wird solange fahren, wie YB europäisch engagiert ist.”

Bevor Sie nun Trübsal blasen: Der Ersatz ist bereits angerollt. Seit Montag ist der YB-Lastwagen auf den Schweizer Strassen unterwegs.

Der Mercedes gehört dem YB-Silberpartner Rotra, die Nummer 1 für Kühltransporte von Frischprodukten, aber auch für Beschaffungstransporte aller Art.

Wie, Sie möchten selber mit dem neuen Liebling der Landstrasse durch die Gegend tuckern? Kein Problem, es sind verschiedene Marketingaktionen geplant, wo YB-Fans mit dem Lastwagen zu Hause abgeholt und ans Spiel gefahren werden. In der Führerkabine hat es Platz für sechs Personen (inklusive Fahrer). Also fünf Gäste. Hopp YB!

Ein Schuh für den halben Uru

Rrr am Mittwoch den 21. November 2018

Ein Uruguayer im Körper eines Franzosen! Oder so ähnlich.

Als Antoine Griezman mit 18 Jahren nach Spanien auswanderte, wurde er bei Real Sociedad von der dortigen Uruguayer-Fraktion “adoptiert”: Trainer Martin Lasarte, Sturmkollege Carlos Bueno. Bei ihm zuhause lernte er urguayisches Essen und die urguayische Musik kennen. Mit Chory Castro ging er reiten. Diego Ifran weihte ihn in die Kunst des Mate-Tee-Aufbrühens ein.

Kein Wunder, dass Griezman sogar Spanisch mit urguayischem Akzent spricht. Auch bei Atlético Madrid war er vor allem mit Urus zusammen. Einer von ihnen, Diego Godin, ist Götti von Griezmanns Tochter Mia. “Antoine liebt diese Kultur”, berichtete neulich ein Mitspieler. “Es ist eine Art Wahn.” Er schwärmt von Cumbia (“Eine Musik, die ich kurz vor Spielen höre”) und von Asado (“Gegrillt wird nur über der Glut”).

Kein Wunder, liess Griezman fürs gestrige Testspiel gegen Uruguay diesen Spezialschuh anfertigen. Den Schuh für einen halben Uru.

Leider stösst die Bewunderung nicht nur auf Gegenliebe. Barcelonas Uruguayer Luis Suarez stellte neulich klar, was Griezman wirklich ist: “Ein Franzose!” Griezmann wisse doch “in Wirklichkeit nicht, was das für ein Gefühl ist, uruguayisch zu sein. Er weiss nichts darüber, was man als Kind für Opfer bringen und welchen Aufwand man betreiben musste, um in einem so kleinen Land Fussballprofi zu werden. Das ist etwas, was nur wir fühlen und kennen”. Griezman habe vielleicht eine ähnliche Mentalität. “Aber wir Uruguayer denken und fühlen anders.”

Wir sind die Fans!

Harvest am Mittwoch den 21. November 2018

Und wir sind wütend!

Es ist eine Sauerei und unseres grossartigen Ligasystems unwürdig. Schon seit Jahren lassen wir uns die Regeln für die Fussballspiele in der Schweiz von grossen Verbänden diktieren. Nun ist es endlich an der Zeit, dass wir die Hoheit über die Regeln zurückgewinnen. In Einklang mit unserer christlich abendländischen Tradition sollen beispielsweise Revanchefouls erlaubt sein („Auge um Auge, Zahn um Zahn“), auch wollen wir unabhängig von internationalen Verbänden entscheiden können, wer spielen darf und wen wir des Feldes verweisen wollen. Die Mitgliedschaft in UEFA und FIFA ist keinesfalls gefährdet, das ist alles nur eine Frage des Verhandlungsgeschicks. Niemals wären die Verbände bereit einen Halbfinalist der Nations League auszuschliessen, viel zu wichtig ist die Schweiz für sie.

Menschen mit Fackeln (Bild: @DAILYPROGRESS)

Weiter verlangen wir die sofortige Einstellung des unsäglichen Schiedsrichter Austausches! Wir wollen hier keine fremden Richter! Niemand kann unsere Regeln besser beurteilen als ein Schweizer Schiedsrichter!

So kann es nicht weitergehen, wir müssen unsere Liga wieder unter eigene Kontrolle bringen. Helfen Sie uns, indem Sie Ihre Wut in den sozialen Medien und den Kommentaren kundtun! Zu lange wurden wir unterdrückt!

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In eigener Sache: Herr Harvest ist nicht Teil der Redaktion, aber er hat immer noch Zugang zum Admin. Ob wir wissen, was er uns mit diesem Beitrag sagen will? NEIN! Keine Ahnung.

Bittere Blamage

Rrr am Mittwoch den 14. November 2018

Die Schweiz verliert gegen Katar.

Afif gelang nach 86 Minuten der sehenswerte Siegestreffer für die Gäste.

Eine denkwürdige Schlappe aus Schweizer Sicht. Dass erstmals seit Jahrzehnten bei einem Nati-Match vier YB-Spieler auf dem Platz standen, tröstet da wenig.

Für die WM-Gastgeber 2022 ist es der grösste Erfolg ihrer Fussballgeschichte, für die Schweiz ein eher supoptimaler Aufgalopp fürs Spiel gegen Belgien am Montag in Luzern.

Spassige Sportart

Rrr am Samstag den 13. Oktober 2018

Fussball, wie retro ist das denn?

Vergessen Sie das öde Gekicke auf dem Rasen. Jetzt kommt Teqball!

Auf der Redaktion des Runden Leders spielen wir eigentlich nichts anderes mehr. Chefredaktor Herr Rrr hat den Fussball-Tischtennis-Tisch mit der eleganten Krümmung für nur 2500 Euro im Internet bestellt (“In unserem Beruf ist es wichtig, sich regelmässig körperlich zu betätigen. Das kam bei meinen Kollegen bisher zu kurz.”)

Im Video sehen Sie Herr Briger, Herr Maldini, Herr Valderama zusammen mit einer Dame, die Herr Rrr als “meine Nichte Tamara” vorstellte, beim gemütlichen Plausch nach dem Zvieri, kurz vor Beginn der gestrigen Abendschicht mit der anstrengenden Nations-League-Abdeckung.

Nervenaufreibend nachgemacht

Herr Maldini am Dienstag den 21. August 2018

Heute Morgen vergleichen wir die letzten Tore in einer Cupartie und einem Pokalspiel.

Helvetia Schweizer Cup, 1. Runde, 18.8.18, FC Biel-Bienne – BSC Young Boys 2:3 n.V.

 

 

 

DFB-Pokal, 1. Runde, 20.8.18, SpVgg Greuther Fürth – Borussia Dortmund 1:2 n.V.

 

 

 

Auf jeden Fall Schwein gehabt.