Archiv für die Kategorie ‘Aufmachen’

Freiburg, Mainz etcetera

Rrr am Samstag den 6. April 2019

Neue Erfolgsserie, immer am Samstag: Wirrkopf Walters Wochenschau.

“Fasnacht, Schnee – irgendeine Ausrede hat der Luzerner immer, wenn YB kommt. Jetzt wurde das Spiel auf nächsten Mittwoch verschoben – Anpfiff ist bereits um 18.45 Uhr, damit die Geldsäcke der Champions League nicht beim Herumgockeln gestört werden.

So was regt mich tierisch auf! Und es ist wohl erst der Anfang, wie Freiburgs Trainer Christian Streich weiss. Immerhin, er bleibt cool.

Eher fassungslos machte Streich wohl der gestrige Auftritt seiner Mannschaft in Mainz. Trotz dem wirklich sehr tollen und eindrücklichen Ballbesitz für die Freiburger. Auch die Passgenauigkeit war hervorragend.

Leider kommt das im Schlussresultat nicht adäquat zur Geltung, muss man sagen. Beachten Sie im Kleingedruckten auch die Anzahl Schüsse der Mainzer aufs gegnerische Tor.

Tierisch gut, dieses Mainz! Genau wie die ganze Premier League. Findet jedenfalls Ralph Hasenhüttl, Trainer von Southampton: “In der Premier League gibt es sechs Mannschaften auf dem Niveau der Bayern. Wir spielen also in der Saison quasi zwölfmal gegen Bayern. Zwölf Spiele, in denen man normalerweise nicht viel holt. Dazu gibt es vier oder fünf Vereine mit der Qualität von RB Leipzig oder Bayer Leverkusen. Wir von Southampton sind das Mainz, Freiburg oder Augsburg der Premier League.”

Liverpool und Bayern haben dasselbe Niveau? Diesen Eindruck hatte ich neulich beim Direktvergleich eigentlich nicht. Aber item, man sollte immer höflich werden, sonst endet es böse, wie untenstehender Matchbericht zeigt. Frohe Ostern!”

Fiese Flasche

Val der Ama am Donnerstag den 4. April 2019

Achtung YB, feiern kann ins Auge gehen!

Sie haben es bestimmt mitgekriegt: Der Cardiff Met WFC hat die walisische Premier League für Frauen auch dieses Jahr gewonnen. Fussballspielen kann es also, das  Studententeam der Cardiff Metropolitan University. Mit Sprudel sprudeln eher nicht, wie uns Torhüterin Estelle Randall eindrücklich beweist.

Armani für die Azzurri

Rrr am Dienstag den 26. März 2019

Das macht Italiens Fussball nicht besser. Aber schöner.

Emporio Armani stattet neu die Squadra Azzurra, die U21 und das Frauenteam mit Anzügen, Mänteln und sämtlichem Reiseaccesoire aus: Reisetasche, Rucksack, Gürtel, Brillen, Giorgio denkt an alles. Mit der Männer-Nati arbeitet er mit Unterbrüchen schon seit 1994 zusammen, nun ist er für vier Jahre eine breite Kooperation mit dem italienischen Verband eingegangen.

“Es ist eine Vereinbarung, die mich glücklich macht”, sagt Giorgio Armani. “Ich bin stolz darauf, unseren Athleten meine Vorstellung von sanfter Formalität und eleganter Funktionalität zu bieten. Die Garderobe ist für Athleten konzipiert, die ständig in Bewegung sind. Sie ist eine weitere Möglichkeit, Italien in aller Welt zu präsentieren.”

Tolle Sache! Herr Rrr hat übrigens die neuen Redaktionsanzüge bei Thom Browne in Auftrag gegeben, aber behalten Sie es für sich. Die anderen Redakteure wissen noch von nichts. Es ist eine Überraschung zum 15-Jahr-Jubiläum des Runden Leders.

Trainer für einen Tag

Val der Ama am Samstag den 23. März 2019

Wie immer am Samstagmorgen: Die Feel-Good-Story fürs Wochenende.

Am 21. März war Welt-Down-Syndrom-Tag. Der wird seit 2006 überall auf der Welt gefeiert und zwar genau an diesem Datum, weil bei Menschen mit Down Syndrom das 21. Chromosom 3x vorhanden ist.

Für Luka Bučević war es ein ganz besonderer Tag, schliesslich musste er zum ersten Mal zur Arbeit – bei Hajduk Split, dem Verein seines Herzen. Er wird künftig im Fanshop und anderswo mitarbeiten. Und wegen ein wenig Publicity und sicherlich auch gut gemeint, haben die Klubverantwortlichen den neuen Mitarbeiter grad so richtig überrascht und ihn mal eben das Training der ersten Mannschaft leiten lassen. Die Idee ist beim 19-Jährigen recht gut angekommen: “Es ist grossartig, ich bin der glücklichste Mann der Welt.”

 

Kurvige Karriere

Val der Ama am Donnerstag den 21. März 2019

Bogenkarriere, Sabbatical, Wiedereinstieg? Unser Berufsberater Bernhard Beyeler kennt den Arbeitsmarkt.

“Liebe Leser, in den letzten 25 Jahren konnte ich unzähligen Menschen bei der beruflichen Neuorientierung helfen. Mein Motto: Es ist nie zu spät für einen Neuanfang!

Von einer Bogenkarriere sprechen wir, wenn sich die Mitarbeitenden im fortgeschrittenen Berufsalter freiwillig dazu entscheiden, „einen Gang zurück zu schalten“ und Verantwortung abzugeben. Erfolgreich umgesetzt, bedeutet eine Bogenkarriere eine Win-Win-Situation. Die Life-Domain-Balance (Balance zwischen unterschiedlichen Lebensbereichen) der älteren Mitarbeitenden wird damit erhöht. Ein grosser Vorteil ist, dass die Mitarbeitenden im Gegensatz zu einer Frühpensionierung nicht komplett aus dem Berufsleben aussteigen. Sie können den Übergang in die Pensionierung individuell gestalten. Im Gegenzug profitiert der Arbeitgeber von der Kontinuität im Arbeitsprozess, da Erfahrung und Know-how weiter nutzbar bleiben.

Exmplarisches Beispiel hierzu ist sicherlich der Werdegang des Fussballspielers Michael Essien. Seine erste Station als Profi war Bastia, dann Lyon, Chelsea (inkl. Champions-League-Sieg), Real Madrid und immerhin AC Milan. Etwas länger als ein Jahr spielte Herr Essien dann noch bei Panathinaikos, bevor er eben einen Gang zurückschaltete und sich für ein Jahr beim indonesischen Klub Persib Bandung engagierte.

Sich mal ausklinken, aus der Routine ausbrechen, sich inspirieren lassen: Herr Essien hat das getan. Nach langen Arbeitsjahren hat er sich nach seinem Engagement in Indonesien eine Auszeit, ein so genanntes Sabbatical gegönnt. Eine gute Entscheidung. Wir Berufsberater wissen, dass eine Auszeit der individuellen Entfaltung, aber auch dem Stressabbau dient; manche bewahrt sie vor dem Burn-out.

Herr Essien wird diese Zeit genutzt haben, seine berufliche Situation unverbindlich zu klären, sein berufliches Wissen aufzufrischen und konnte so den Wiedereinstieg erfolgreich gestalten. Seine Kollegen beim aserbaidschanischen Verein FK Sabail unterstützen ihn, sich den veränderten Aufgaben konkret zu stellen und diese Treffen mit Gleichgesinnten bringen zusätzlich anregenden Austausch. Fazit: Eine perfekte Karriere, alles richtig gemacht!

Fotos in Frankfurt

Val der Ama am Samstag den 16. März 2019

Herzlich Willkommen zur traditionellen Kunst-Matinée hier im Runden Leder. Dritter Teil.

Haben Sie heute schon was vor? Wunderbar, denn in wenigen Stunden endet in der Leica Galerie zu Frankfurt die Ausstellung von Holger Sà: “Eintracht Frankfurt – Eine neue Ära”. Seit einiger Zeit begleitet der Fotograf den Bundesligisten und erfreut mit Helgen in Schwarz und Weiss.

Reisen Sie also schnell da hin, die Ausstellung schliesst im 17 Uhr.

Nicht von Sà, aber bestimmmt ebenso schön ist dann noch dieses Bild:

Gott ist gut

Val der Ama am Samstag den 16. März 2019

Herzlich Willkommen zur traditionellen Kunst-Matinée hier im Runden Leder. Zweiter Teil.

Jetzt ist dem zweimaligen brasilianischen Weltfussballer Ronaldinho auch noch eine Kunstausstellung gewidmet worden. Und erst noch im Maracana. Unlängst enthüllte der Weltmeister von 2002 in Rio de Janeiro Gemälde von sich vom Künstler Emerson Carvalho de Souza.

Ronaldinho gibt sich überwältigt: “Es ist schwer, Worte zu finden, die solche Emotionen beschreiben. Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas passieren würde, nachdem ich meine Karriere beendet habe. Gott ist gut zu mir.”

Kalligraf Kareem

Val der Ama am Samstag den 16. März 2019

Herzlich Willkommen zur traditionellen Kunst-Matinée hier im Runden Leder. Erster Teil.

Vor ein paar Wochen holte sich das Nationalteam von Katar mit einem 3:1-Finalsieg gegen Japan den Asia Cup. Der Kalligraf Abdul Kareem Kakkove aus Kerala in Indien war darob so fest aus dem Häuschen, dass er gleich ans Werk ging und unter anderem obiges Bild malte. Die sozialen Medien meinten es gut mit dem 40-Jährigen und kurze Zeit später folgte der Ruf aus dem Emirat und dort durfte der Kalligraf sein Kunstwerk dem Finaltorschützen Almoeez Ali überreichen.

Abdul Kareem hat 8 Jahre in Katar gearbeitet und wie sehr er dieses Land liebt, sehen Sie unter anderem hier.

Was macht eigentlich…

Val der Ama am Freitag den 15. März 2019

Boyko Borisov?

Das sehen Sie ja. Mittlerweile ist der Herr zwar wieder Ministerpräsident Bulgariens, Fussballspielen tut er aber immer noch. Am Wochenende holte sich der 59-Jährige mit Vitosha Bistritsa die Veteranenmeisterschaft im Final gegen Pirin. Und zwar mit diesem Freistoss:

Der Goalie? Nun, sagen wirs mal so: Bulgarien liegt grad hinter Surinam auf Platz 77 des Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International, aber es gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

Die Namen der Damen

Rrr am Samstag den 9. März 2019

Frauentag beim FC Nordsjælland!

Der dänische Superligist bestreitet das Heimspiel morgen gegen den FC Kopenhagen in besonderen Trikots. Die Spieler werden auf dem Rücken nicht ihre eigenen Namen tragen, sondern diejenigen von berühmter Frauen, wie der Verein auf Twitter mitteilte.

Die Spieler hatten sich untereinander ausgetauscht, welche weibliche Persönlichkeiten sie beeinflusst haben. So werden auf dem Rücken unter anderem Beyonce, Mutter Teresa, Ellen DeGeneres, Serena Williams, Caroline Wozniacki, Michelle Obama, Oprah Winfrey, Rosa Parks und Joanne K. Rowling stehen.

Aus England erreicht uns derweil die Kunde, dass die Frauenmannschaft von Camden Town am Wochenende mit einem schicken Sondertrikot auflaufen wird. Richtig, Sie sehen die Konterfeis der Autorin Sylvia Plath, der Bildhauerin Barbara Hepworth, der Frauenrechtlerin Millicent Fawcett und der Schriftstellerin Buchi Emecheta.

Vom ursprünglichen Trikot übriggeblieben ist lediglich der Sponsor, die lokale Bierbrauerei – dort können Sie das Trikot auch käuflich erwerben.

Gefährliche Gegenkopplung

Val der Ama am Freitag den 8. März 2019

Kevin Grossenbacher hat sich die Sportschau angeschaut.

„Es ist ja so, dass ich trotz all dem Uni-Stress durchaus Momente des Innehaltens und der Kontemplation suche und finde. So auch vergangenen Samstag, als ich mir nach längerem Studium verschiedener Theorien der volitionalen Selbststeuerung ein paar Minuten vor dem Fernseher gegönnt habe. Ja, wir haben so ein Gerät in unserer WG, soviel Retro muss sein. Als Referenz an die vielen Leser*innen dieses Blogs habe ich mir die Sportschau angeschaut. Während der Zusammenfassung des Spiels Stuttgart-Hannover war für einen kurzen Augenblick dieses Bild zu sehen. Dies war die Botschaft der Fan*innen von Hannover an die Fussballspielenden auf dem Platz!

Ich war konsterniert, denn schliesslich sollten wir Fussballfan*innen unsere Teams doch unterstützen und als zwölfte/zwölfter Mann/Frau zum Sieg anfeuern. Diese so genannten Fussballfan*innen haben aber noch vor der Partie ein derart negatives Transparent gestaltet und noch während des Spiels haben sie gleichsam einer extrapunitiven Frustrationsreaktion ihre chronisch-negativen Emotionen derart öffentlich manifestiert. Wir wissen, dass extrinsische Motivation demotivierend wirkt und können uns deshalb vorstellen, wie injuriös eine solche Proklamation auf die Spieler*innenpsyche wirkt. Ich formuliere es mal ganz konkret: Da ist einerseits die Erwartungshaltung der Trainerfachpersonen, der richtigen Fan*innen und andererseits werden solche Plakate gezeigt: Die Stärke des Drucks zur Dissonanzreduktion muss gewaltig sein, die Spieler*innen können nur verlieren. Und selbst wenn die Fussballspielenden objektiv in der Lage sind, mit der Herausforderung angemessen umzugehen, kann die öffentliche Verbreitung solcher Botschaften zu unerwünschten Änderungen in den Verhaltensweisen der Empfänger*innen dieser Informationen führen, die selber den prognostischen Gehalt dieser Informationen verstärken oder reduzieren.

Wenn die Fussballfan*innen die Spieler*innen wirklich unterstützen wollen, dann gilt es, sich mit den verschiedenen Facetten des Hoffnungsbegriffs vertraut zu machen. In der Hoffnung drücken wir unsere Wünsche aus. Sie ist die bestmögliche Realität, die Perfektion. Sie ist immer da, viel weniger austauschbar und viel weniger greifbar. Aber sie ist stark und lässt sich nicht so leicht vertreiben. Wer den Unterschied zwischen Erwartung und Hoffnung kennt und Ersteres so weit unten wie möglich hält, der kann glücklicher und erfolgreicher werden als andere. Getreu dem Motto: Erwarte nichts, bekomme alles.“

Fitness-Fun für fette Fans

Rrr am Mittwoch den 27. Februar 2019

Borussia Dortmund trainiert jetzt seine dicksten Anhänger.

Wer einen Body Mass Index von mindestens 28 hat, kann sich zum dreimonatigen Gratis-Fitnesskurs des BVB anmelden.

Jede Woche gibts im Stadion eine Trainingseinheit von 90 Minuten. Im theoretischen Teil sprechen die Trainer mit den Teilnehmern über Tricks und Tipps für einen gesünderen Lebensstil. Dabei soll es nicht um Diäten, sondern um kleine Veränderungen gehen, die die Ernährung positiv beeinflussen.

Im Praxisteil werden die Teilnehmer selbst aktiv – der Fokus liegt dabei auf dem Fussball. Trainiert wird auf dem Gelände der BVB-Fussballakademie. Zudem wird die Südtribüne für Konditionseinheiten eingebunden.

Die Idee stammt übrigens aus Schottland, wo “Footballfans in Training” seit 2010 angeboten wird – in allen 42 Vereinen der ersten vier Ligen.