Archiv für die Kategorie ‘Der schwarze Kontinent’

Do They Know It's Christmas?

Lars: L am Dienstag den 25. Dezember 2012

Yes! In Zambia zumindest – auch dank der BBC.

Zambias Kapitän Chris Katongo wurde von der britischen Rundfunkgesellschaft zu Afrikas Fussballer des Jahres gewählt. Informations- und Rundfunkminister Kennedy Sakeni reagierte als Vertreter der zambischen Regierung it grosser Freude und Stolz. Die Trophäe sei ein süsses Weihnachtsgeschenk für die Menschen in Zambia, dessen Fussball nun Weltklasse-Niveau erreicht habe. «Ich wiederhole das entschlossene Bekenntnis der Regierung, gemeinsam mit allen Akteuren Zambias Sport in höhere Ebenen zu heben!»

Weitere Hinweise auf Weihnachten in Zambia gibt es dank Operation Christmas Child, welche afrikanische Kinder mit westlichem Konsumverhalten vertraut macht.

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Inkoom out

Baresi am Dienstag den 18. Dezember 2012

Was macht eigentlich Samuel Inkoom, ehemaliger Rechtsverteidiger des FC Basel und Nationalspieler von Ghana?

Nun, er veröffentlicht auf Twitter fantastische Fotos von sich und seiner Familie. Beruflich läuft es weniger gut, wie man hört. Bei seinem aktuellen Verein, Dnipro Dnipropetrovsk, kam er diese Saison bisher einzig im ukrainischen Cup auf einen Einsatz von 26 Minuten.

In der Folge scheint er nun auch seinen Platz in der Nationalmannschaft von Ghana zu verlieren. Bei der Nomination für den provisorischen Kader des Africa Cup 2013 letzte Woche wurde er von Coach Akwasi Appiah nicht berücksichtigt. Omega Inkoom, die Frau von Samuel Inkoom soll deswegen die Verbandführung und den Nationaltrainer in einem Twitter-Retweet als «pot belly assholes» bezeichnet haben.

Im Sinne der aufschlussreichen Tier-Serie unseres Redaktors Lars: L muss man feststellen, das Omega ihrem Samuel damit sehr wahrscheinlich einen Bärendienst erwiesen hat. Wobei, gibt es in Afrika überhaupt Bären?

Komoren sind Quastenflosser (V)

Lars: L am Dienstag den 18. Dezember 2012

Out of Africa: Tiere, die nicht nach Südafrika gehen.

Herzlich willkommen zum letzten Teil unserer allseits beliebten Afrika-Serie (1, 2, 3, 4). Diesmal stellen wir Ihnen Tiere Teams vor, die nicht an den Afrikacup 2013 fahren werden.

Komoren – Les Coelecantes
Man kann ein Nationalteam natürlich Quastenflosser nennen. Muss man aber nicht.

Ruanda – Amavubi
Leider sind die ruandischen Wespen nicht gelb-schwarz sondern blau-schwarz gestreift.

Gambia – Scorpions
Der beste Name für ein Team seit Rudolf Schenker und Klaus Meine.

Benin – Les Ecureuils
Wer seine Nationalspieler Eichhörnchen tauft (hätten Sie jemals so etwas vermutet?), will sie offensichtlich nicht zum Afrikacup schicken – bei all den Raubtieren, die sich dort rumtreiben.

Sudan – Nilkrokodile

Afrikaner sind Tiere (IV)

Lars: L am Dienstag den 11. Dezember 2012

Out of Africa: Africacup 2013 – die Tiere in Gruppe D.

Die meisten Nationalteams Afrikas geben sich Tiernamen. In unserer Serie erklären wir Ihnen Afrika.

Elfenbeinküste – Les Elephants

Vielleicht fragen Sie sich, wieso die Ivorer Elefanten genannt werden. Haben Sie den Drogba schon mal live gesehen? Eben.

Algerien – Les Fennecs

Wüstenfüchse sind prima Tiere, das wussten schon die Nazis. Später entwickelte sich aus dem süssen kleinen Fuchs mit den grossen Ohren eine Kinderbuchindustrie. Das beste dieser Produkte, mit Fuchs Fenny ist heute leider nicht mehr lieferbar.

Tunesien – Les Aigles de Carthage

Schon wieder Adler, diesmal kommen sie aber aus Karthago. Das war vor dem arabischen Frühling die Hauptstadt Tunesiens.

Togo – Les Eperviers

Und dann noch Sperber. Vielleicht benannt nach dem Ovamposperber, einem in Togo heimischen Greifvogel. Aber vielleicht auch nicht.

In einer Woche dann: Welche Tiere nicht nach Südafrika dürfen.

Afrikaner sind Tiere (III)

Lars: L am Dienstag den 4. Dezember 2012

Out of Africa: Africacup 2013 – die Tiere in Gruppe C.

Die meisten Nationalteams Afrikas geben sich Tiernamen. In unserer Serie erklären wir Ihnen Afrika.

Nigeria – Super Eagles

Nigeria hat günstiges Benzin, deswegen Super, und im Wappen, das Queen Elizabeth II. vergeben hat, throhnt über zwei Schimmeln ein Adler. Manchmal werden die Adler auch Green Eagles genannt, besonders wenn die Regierung den Benzinpreis anhebt.

Sambia – Chipolopolo

Sambias Team sind die Kupferkugeln. Kupfer ist der grösste Exportartikel des Landes, Kind und Kegel hilft mit, das Metall aus dem Boden zu holen. Der grösste Teil des Kupfers landet in der Schweiz. Allerdings nur virtuell, bei den Rohstoffirmen, die das Zeugs (ähnlich Mayuka) teurer weiterverschachern.

Äthiopien – Schwarze Löwen

Die Schwarzen Löwen waren eine erfolglose Widerstandsbewegung gegen die Italiener. Das Nationalteam hingegen gewann dann 1962 den Afrikacup dank dem italienischen VW-Händler Luciano Vassalo und seinem Bruder. Die konnten noch tschutten!

Burkina Faso – Dalyarak Cihan

Die Burkinabe werden Die Hengste genannt. Wahrscheinlich auf Grund des Wappens von Obervolta mit zwei weissen Schimmeln. Dieses wurde nur zwischenzeitlich von Thomas Sankara durch ein cooleres Wappen mit Gewehr und so ersetzt.

Afrikaner sind Tiere (II)

Lars: L am Dienstag den 27. November 2012

Out of Africa: Africacup 2013 – die Tiere in Gruppe B.

Die meisten Nationalteams Afrikas geben sich Tiernamen. In unserer Serie erklären wir Ihnen Afrika.

Ghana – Black Stars

Die schwarzen Sterne sind benannt nach dem Stern in Ghanas Flagge. Dort wiederum tauchte der Stern auf, weil ein Schiffahrtsunternehmen namens Black Star Line (eine afro-amerikanische Variante der White Star Line) den schwarzen Star im Wappen hatte. Spannend, nicht? Aber zurück zum Thema.

Mali – Les Aigles

Im Staatssiegel Malis ist eine Taube, die manchmal auch als Geier bezeichnet wird. Deshalb werden die Spieler Adler genannt.

Niger – Mena

Mena ist die Bezeichnung von der Dama-Gazelle. Diese ist leider vom Aussterben bedroht.

DR Kongo – Les Léopards

In keinem Land gibt es so viele Leoparden wie im Kongo. Ob die Fussballspieler tatsächlich sagenumwobene Leopardenmenschen sind, ist hingegen unklar.

 

Afrikaner sind Tiere (I)

Lars: L am Dienstag den 20. November 2012

BREAKING NEWS: Zwei Spielsperren gegen Ottis Stinkefinger

Out of Africa: Africacup 2013 – die Tiere in Gruppe A.

Die meisten Nationalteams Afrikas geben sich Tiernamen. In unserer Serie erklären wir Ihnen Afrika.

Südafrika – Bafana Bafana

Bereits die erste Ausname der Regel. Bafana bedeutet auf Zulu Jungs, auf Xhozsa hingegen Männer. Daraus könnte auf Jungs-Männer schliessen oder Männer-Jungs. In der Realität bedeutets aber einfach soviel wie unsere Jungs, erfunden 1992 nach dem Ende der Apartheid.

Marokko – Les Lions de l’Atlas

Der Löwe ist der König der afrikanischen Team-Namen. Mindestens drei Equipen sind Löwen, jene aus Marokko Atlaslöwen. Der Atlaslöwe ist 1922 ausgestorben, also noch bevor es das Fussballteam gab. In Gefangenschaft gibt es noch einige Atlaslöwen.

Angola – Palancas Negras

Die schwarzen Antilopen sind wahrscheinlich so benannt, weil die angolanischen Fussballer aussehen wie Antilopen – jedoch statt des hellen Fells eine dunkle Hautfarbe besitzen.

Kapverden – Tubarões Azuis

Die Kapverden sind Ferieninseln. Das Nationalteam ist erst seit 12 Jahren Mitglied des afrikanischen Fussballverbandes. Die Teilnahme am Afrikacup ist deshalb ein grosser Fisch. Ob der Teamname Blaue Haie dem Tourismus förderlich ist, bleibt fraglich.

Deine Mutter…

Lars: L am Dienstag den 13. November 2012

Out of Africa: Asamoah Gyan will nie mehr Penalties schiessen.

Der 26jährige Captain von Ghanas Nationalteam hat immer wieder die Verantwortung auf sich genommen, Penaltys zu schiessen. So etwa gegen Uruguay an der WM 2010, als er es verpasste, Ghana in letzter Minute in den Halbfinal zu schiessen. Ebenfalls ganz schwach sein Elfmeter im Afrikacup-Halbfinale 2012 gegen Zambia. Das führte zu Unmutsbekundung von Seiten der Fans (siehe unser Funkbild).

Doch Gyan gab nicht auf, verkündete, er wolle weiterhin Penalties für Ghana schiessen. Doch jetzt folgt die Kehrtwende, dank seiner Mutter. «Meine Mutter hat mir dazu geraten, keine Penalties zu schiessen», sagte Gyan diese Woche. Gyans Mama ist am letzten Dienstag tragischerweise verstorben, und der Sohn folgt ihrem Ratschlag.

Endlich. Nach 22 Jahren.

Derweil gewinnt das Team von Äquatorialguinea den Afrika-Cup der Frauen, angeführt von der Bundesliga-Topskorerin Genoveva Anonma (Anonman?).

 

Neu bei YB: Samuel Afum

Lars: L am Montag den 12. November 2012

RL-CH-Exklusiv: Die Young Boys holen sich einen neuen Stürmer aus Afrika.

Samuel Afum sitzt derzeit relativ tatenlos in Ägypten rum, dort läuft ja fussballtechnisch nicht so viel. Für 1.5 Millionen Franken kaufen nun die Berner Young Boys den 23jährigen Ghanaer, wenn die Meldungen im Netz stimmen. Im Januar soll Afum in Bern eintreffen. In der Ägyptischen Premier Liga hat der Stürmer für den FC Smouha in 14 Spielen 8 Tore geschossen, er sei der heisseste Spieler Ägyptens gewesen, schreibt MTNfootball.

Obs stimmt? Der BSC teilt uns mit, dass er Transfergerüchte nicht kommentiert. Und der “Blick” weiss mal wieder von nichts.

Beurteilen Sie Afums (oder Affums, wie andere schreiben) Fähigkeiten:

Essien will wieder nicht

Lars: L am Dienstag den 6. November 2012

Out of Africa: Der Ghanaer geht nicht an den Afrikacup 2013.

Michael Essien, erst anfangs Saison von Chelsea zu Real gewechselt, will nicht nach Südafrika im Januar. Essien hat seit 2010 nicht mehr für die Black Stars gespielt – und immer eine gute Entschuldigung gehabt.

Mal war er verletzt, mal noch nicht wieder fit, und jetzt will er zunächst mal in Madrid ankommen. Ghanas Nationalcoach Kwesi Appiah versteht Essien – und glaubt an eine Rückkehr des Stars: «Zur richtigen Zeit wird er wieder da sein, um zu helfen.»

Helfen könnte dafür Asamoah Gyan. Er ist seit kurzem Captain des Nationalteams und derzeit Topskorer der Emirate-Liga – mit zwölf Toren in sechs Spielen. Aber sehen Sie selbst, und hören Sie die fantastische Musik.

Arabisches Feeling

Lars: L am Dienstag den 30. Oktober 2012

BREAKING NEWS: YB-Luzern wird am Mittwoch, 28. November nachgeholt – Anspielzeit 20.15 Uhr

Out of Africa: Endlich! Ägyptens Fussball ist Ultra-frei.

Eigentlich dürften 20’000 Fussballfans das Hinspiel des Champions League-Finals am nächsten Sonntag in Alexandria anschauen – die Finalisten sind Ägyptens Al Ahly und Tunesiens Esperance de Tunis. Doch die Ultras weigern sich ans Spiel zu gehen, obwohl es erst die zweite Chance seit Februar ist, in Ägypten wieder Live-Fussi vor grosser Kulisse zu schauen.

Der Grund: die Ausschreitungen von Port Said im Februar, bei denen über 70 Menschen getötet wurden, sind noch immer nicht untersucht worden. Die Ultras sehen die Schuld für die Toten im Stadion bei Polizei und Behörden, deshalb boykottieren sie nun das Champions League-Spiel. Ob der Final überhaupt stattfinden wird, steht auf einem andern Blatt – bis heute haben die Al Ahly-Ultras mit ihren Aktionen den Ligabetrieb in Ägypten blockiert.

Derweil muss Kevin Prince Boateng bei der AC Mailand einiges an Kritik einstecken. Seine Freundin hat alle Verantwortung bezüglich Ablenkung und Aktivitäten neben dem Feld von sich gewiesen. Tatsächlich fanden sich auf Google keine Bilder von der Frau – an Melissa Satta kanns also nicht liegen.

Essien hilft den armen Kindern

Lars: L am Dienstag den 23. Oktober 2012

Out of Africa: Wenn Michael Essien zurücktritt, wird alles gut.

Der sympathische Real Madrid-Star hat die letzten Ferien in Ghana verbracht, um seine Stiftung weiter aufzubauen, die Bedürftigen im Land hilft. Die Michael Essien Foundation baut Schulen, Brunnen und Toiletten in Ghana.

Jetzt hat der scheue Mittelfeldspieler verkündet, dass er nach seinem Karrierenende Kindern helfen will. «Ich werde Zeit haben, um den Kindern und Armen in Ghana zu helfen», sagte Essien auf die Frage, was er nach seinem Rücktritt tun werde.

Zuvor will Essien aber noch die Leiterin seiner Stiftung, Akosua Puni, heiraten. Der erste Versuch missglückte, weil ein Real-Spiel verschoben werden musste.