Archiv für die Kategorie ‘Der schwarze Kontinent’

Stachelschweine besiegen Angst

Lars: L am Mittwoch den 23. März 2011

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Heisses Duell der ghanaischen Premier League in Accra.

DSC_6077Die beiden Traditionsklubs «Hearts of Oak» und «Asante Kotoko» haben zusammen vier Fünftel der Meistertitel in Ghana gewonnen. In der aktuellen Saison haben beide jedoch keine Chance mehr auf den Titel. Trotzdem zog das hitzige Derby zwischen «Phobia» und den Stachelschweinen fast 40’000 Zuschauerinnen und Zuschauer an.

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Serben bringen Glück (II)

Lars: L am Freitag den 18. März 2011

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schlüsselkind

Wieder ein Ghanaer mehr motorisiert.

Nach zwei Toren im Belgrader Derby zwischen Roter Stern und Partisan kriegt Stürmer Prince Tagoe einen schwarzen Renault Megane. Die Hilfslieferung kommt von Coach Aleksandar Stanojevic, der damit ein Versprechen einlöst.

«Ich habe Tagoe gesagt, er kriege meine Autoschlüssel, wenn er zwei oder mehr Tore schiesse und wir das Derby gewinnen würden», so Stanojevic. Die Schlüssel passten, und so wurde Prince Tagoe gestern gesehen, wie er mit Freund Dominic Adiyiah in Belgrad herumbrauste. Stanojevic seinerseits hat nun einen guten Grund, sich ein besseres Auto zu kaufen.

In Ghana stiegen derweil spontan die Benzinpreise.

Was macht eigentlich…

Lars: L am Dienstag den 15. März 2011

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Charles Taylor

…Charles Taylor?

Nach einem nicht so erfolgreichen Gastspiel in Den Haag verhandelt Charles Taylor nun mit Chelsea. Der 28jährige hat in seinem Leben schon viel erreicht, unter anderem war er sechs Jahre Präsident von Liberia. Einige Zeit verbrachte er in Nigeria bei den Enugo Rangers.

Nun soll Charles Taylor ablösefrei nach Ghana zurückkehren. Der Präsident von Berekum Chelsea freut sich auf den Neuzuzug, auch wenn bei Taylor in der Vergangenheit nicht alles glatt gelaufen ist: «Wer mit Essien und Mensah im Nationalteam gespielt hat, ist sicher eine Verstärkung für uns. Taylor hatte bloss einige schlechte Karriere-Entscheide getroffen.»

Was macht eigentlich…

Lars: L am Dienstag den 15. März 2011

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Neil-Amstrong1

… Neil Armstrong?

Der erste Mensch auf dem Mond lebte in den vergangenen 40 Jahren sehr zurückgezogen. Um so überraschender kommt nun seine Kandidatur für das Präsidium der Ghana Football Association.

In den letzten Jahren war Armstrong im Exekutivkomitee der ghanaischen Fussballvereine. Für die Kandidatur gibt er nun diesen Posten auf. Es wird allerdings vermutet, dass die Kandidatur bloss ein Trick des Amtsinhabers Kwesi Nyantakyi ist, um die Aufmerksamkeit von seinem grössten Rivalen Vincent Sowah-Odotei abzulenken. Neil Amstrong-Mortagbe zu seiner Kandidatur: «Das ist ein grosser Schritt für einen Menschen, doch ein kleiner für die Menschlichkeit.»

Wiedergewählt

Lars: L am Donnerstag den 3. März 2011

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Gute Nachrichten für die Elfenbeinküste!

anoumaJacques Anouma, Präsident des ivorischen Fussballverbandes, bleibt im FIFA-Exekutivkomitee. Erfreut zeigte sich der Walliser Sepp Blatter: «Ich bin sehr glücklich über die Wiederwahl meines Freundes Jacques Anouma.» In den ersten vier Jahren habe Anouma seine Arbeit hervorragend erledigt, so Blatter. «Er ist ein Trumpf für ganz Afrika.»

Atouma bezeichnete seine Wiederwahl als «historisch». Er vergesse nicht, wer ihn auf seinem langen Weg unterstützt habe.

Derweil unterstützt die FIFA Projekte in der Elfenbeinküste. So wird für 700’000 Franken das Hauptquartier des Fussballverbandes ausgebaut. Zudem schenkte die FIFA dem Gehörlosensportverband 60 Fussbälle und 3 Trikot-Sets im Wert von 1900 Franken.

Tolle Tunesier

Lars: L am Samstag den 26. Februar 2011

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Afrikas Inlandmeisterschaft hat einen neuen Meister.

Tun es ien.Tunesien besiegte Angola in einem animierten Spiel mit 3:0. Kurz nach dem Titelgewinn bei der African Nations Championship im Nordsudan versammelten sich in Tunesiens Strassen tausende von Fans. Mit Fahnen, Schildern und Sprechchören feierten sie ihr Team.

Auch Tunesiens Präsident Ben Ali lobte die Leistung der einheimischen Jungs. Die Festhütte Tunesien befindet sich derzeit im Ausnahmezustand.

Fading Stars

Lars: L am Dienstag den 15. Februar 2011

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Ghana verliert bei Afrikas Nationenmeisterschaft alle Spiele.

einer ist immer der neger

Das Team der lokalen Black Stars hatte bei den Spielen im Sudan nicht den Hauch einer Chance. Die Afrikanische Nationenmeisterschaft ist eine Art Afrika-Cup für Arme – es nehmen nur Spieler teil, die in ihrem Heimatland aktiv sind.

Am heftigsten kritisiert wurde nach dem Ausscheiden Ghanas Coach Herbert Addo. Der Mitbewerber um den Trainerposten des richtigen Nationalteams habe die falschen Spieler selektiert, sagten Fans und Medien. Viele sehen das Ausscheiden Ghanas als Bestätigung dafür, dass es schwarze Coaches eben nicht bringen.

Coach Addo erwiderte, in nur zwei Wochen Trainingslager in Kenia könne man kein Team bilden. Genau das musste vor zwei Jahren der Serbe Milovan Rajevac ebenfalls machen – und erreichte mit den lokalen Black Stars den zweiten Platz.

Serben bringen Glück

Lars: L am Mittwoch den 12. Januar 2011

Das beste Team Afrikas hat wieder einen serbischen Coach.

stevanovicNachfolger von Milovan Rajevac in Ghana wird dessen Landsmann Goran Stevanovic. Stevanovic war Serbiens Assistenzcoach und wurde im letzten Jahr mit Partisan Belgrad Meister. Heute Vormittag soll er in Accra bei einer Zeremonie der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Erneut führt ein weisser Trainer Ghanas Nationalteam – eine Tatsache, die im Land für heftige Diskussionen sorgt. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger spricht Stevanovic allerdings Englisch – damit kann Ghana 3000.- Franken monatlich für den Übersetzer sparen. Goran Stevanovic ist übrigens bereits der vierte Serbe in zehn Jahren, der die Black Stars coacht.

Immerhin in den Kreis der letzten fünf Kandidaten hat es  Dampfplauderer Desailly geschafft.