Logo

Harmloser Hausunterrichtshalt

Frau Götti am Montag den 27. April 2020

Eine herausfordernde Zeit ist dies für uns alle. Der
Wissenschaftsbetrieb läuft eingeschränkt. Um die Lehre für die Studierenden und den Austausch mit den geschätzten Kollega dennoch aufrechtzuerhalten, musste auch ich mich auf neue Medien und Unterrichtsformen einlassen, sekundiert von jüngeren Menschen wie meinem Hilfsassistenten Herrn Maldini . (Dass hier die Jugend in ihrem Übermut dem Alter mit dessen erfahrungsgesättigten, aber nicht immer optimal an die heutigen Erfordernisse angepassten Augenmaß ein wenig zur Seite steht, ist ja eine Selbstverständlichkeit. Dies muss auch für meinen Hilfsassistenten gelten, auch wenn dieser inzwischen auch andere Aufträge angenommen hat, etwa da und da.)

Aber item. Auch Eltern und Kinder, die in der fünften Woche des Hausunterrichts stehen, sind mit besonderen Umständen konfrontiert. Dies musste auch ein befreundeter Enzyklopädologe erfahren, der derzeit seinen 11-jährigen Sohn zu Hause zu unterrichten hat. Offenbar geht dies nur mit gelegentlichen Pausen vonstatten, um gravierendere Kollateralschäden zu vermeiden. Und offenbar gehört dazu auch eine Art Spiel, welches unter Zuhilfenahme einer Art schwarzer Kiste und einem – verzeihen Sie mir den ungehobelten Ausdruck – Steuerknüppel auf dem Bildschirm gespielt werden kann. Nachempfunden ist das Spiel dem Fuβballe, wobei aber anstelle des Fuβes ebendieser Steuerknüppel zu betätigen ist, um an einen (fiktiven) Ball zu gelangen und zu versuchen, diesen ins (fiktive) Tor zu manövrieren.

Item. Jedenfalls bat mich besagter Enzyklopädologe aus Sorge um das geistige Wohlbefinden des jungen Herrn, mich einmal mit der Sprache dieses Spieles zu befassen.
Und um es kurz zu machen: Es besteht kein Grund zur Sorge. Jedenfalls nicht in einem höheren Ausmaβe, als dass ebendiese gemeinhin nicht auch schon durch den realen Fuβball ausgelöst würde.

Analysiert habe ich die Voten, welche die beiden Kommentatoren Buschmann und Fuss eingesprochen haben. Und gefunden habe ich: nichts als Plattitüden. Sie gestatten mir doch einige Beispiele dazu?

„Ist das die Gelegenheit?“
„Dankbarer Ball für Neuer“
„Viel Vorwärtsdrang jetzt nach vorne“
„Da ist die Kugel weg“

Dies nur zu Ihrer aller Beruhigung. Viel Energie und Kraft beim Unterrichten weiterhin und bleiben Sie gesund.
Herzlich, Ihre Ilse v. Mueller-Fridnau

« Zur Übersicht

37 Kommentare zu “Harmloser Hausunterrichtshalt”

  1. Max Power sagt:

    mich einmal mit der Sprache dieses Spieles zu befassen.

    Ich mag eher Sprachakrobatik als Sprachspiele. MM

  2. Briger sagt:

    Leider kann ich den NZZ-Artikel nicht lesen, die 20 Franken pro Monat kann ich mir mit dem mickrigen Redaktionsgehalt nicht leisten und wenn ich mir es genau überlege, will ich das für Herrn Grujer auch gar nicht ausgeben.

  3. spitzgagu sagt:

    Wer will schon für Herrn Grujer Geld ausgeben, wenn Frau Doktor im RL zu lesen ist.
    Beitrag des Jahres.

  4. Frau v. Mueller-Fridnau sagt:

    Ein Zugang zu der Zürcher Zeitung ist doch eine Selbstverständlichkeit. Ansonsten freut mich das Votum von Herrn spitzgagu (warum klein geschrieben?)

  5. Rrr sagt:

    Frau v. Mueller-Fridnau olé olé!

    Leider kann ich den NZZ-Artikel nicht lesen

    Ich könnte das PDF reinstellen, aber dann habe ich wieder den humorlosen Herr Maldini und sein schlechtgelaunter Assistent Winfried am Hals. (Wie neulich auf Twitter)

  6. Herr Shearer sagt:

    Oh, dirty löndry!

  7. Winfried sagt:

    sein schlechtgelaunter Assistent Winfried

    Und wenn Sie nochmals falsch deklinieren, verschlechtert sich meine Laune zusätzlich. Sie waren mal Chef? Wirklich?

  8. zuffi sagt:

    Ich finde nicht mal die Löndry auf dem Twitter-Chabis. Hat sich da überhaupt jemals irgend ein Grafiker auch nur eine Sekunde lang was überlegt?

  9. spitzgagu sagt:

    Frau Doktor, es hat schlicht nicht gereicht für einen Grossbuchstaben.

  10. dres sagt:

    Endlich mal wieder was Intellektuelles in diesem Blog. Danke Frau Fürstenau-Meier… hicks.
    Was sagen Sie eigentlich zu diesen Tertianern wo die Matur geschenkt haben wollen? Das sind sicher nur Modeschüler.

  11. Rrr sagt:

    Für ein Praktikant verschwende ich doch nicht einen wertvollen Akkusativ, Sie Winfried Sie. Und nochmals zum Mitschreiben: ALS ICH NOCH CHEF WAR, GAB ES NIE EINE CORONAKRISE. NIE EINEN UNPLANMÄSSIGEN SAISONUNTERBRUCH. NIEMALS. Danke.

  12. Rrr sagt:

    Aber wenn wir schon beim Sprachlichen sein: Könnte das jemand zeichnen, das mit dem Frosch?

  13. Briger sagt:

    GRrrosaRrrtig. Ich bin ab sofort Fan von Nau.

  14. Herr Lich sagt:

    A propos: Ich erlaube mir als Vater bernbaseldeutschbilinguer Kinder eine kleine Scherzfrage zum Besten zu geben:
    Kennen Sie den Unterschied zwischen dem Froschkönig und einem Pissoir?

  15. Bäne II sagt:

    ALS ICH NOCH CHEF WAR, GAB ES NIE EINE CORONAKRISE. NIE EINEN UNPLANMÄSSIGEN SAISONUNTERBRUCH. NIEMALS.

    Könnten Sie nicht etwas LAUTER schreiben? Ich habe meine Lesebrille verlegt.

  16. Max Power sagt:

    ALS ICH NOCH CHEF WAR

    Wenn man bei Herrn Putin die Medwedew Jahre abzieht sind die tyrannische Amtszeitdauer von HeRrr und Herr Putin fast gleich lang. Nun hat sich gezeigt, dass HeRrr doch nicht so eisern regieren kann.

  17. Max Power sagt:

    Könnten Sie nicht etwas LAUTER schreiben? Ich habe meine Lesebrille verlegt.

    Ich verstehe Sie nicht, ich hab nur ein Handtuch um.

  18. Rrr sagt:

    Besser so, Herr Bäne II?

  19. Rrr sagt:

    Kennen Sie den Unterschied zwischen dem Froschkönig und einem Pissoir?

    * überleg *

    Go For It, Herr Lich! Auch wenn wir eventuell das professorale Niveau im Augenblick ein wenig unterschreiten.

  20. Max Power sagt:

    A propos: Ich erlaube mir als Vater bernbaseldeutschbilinguer Kinder eine kleine Scherzfrage zum Besten zu geben:

    Ist die Bilingualitätskombination nicht schon an sich ein Witz?

  21. spitzgagu sagt:

    Sehen Sie, Frau Doktor, sämtliche Grossbuchstaben werden von Herrn Rrr benötigt.

  22. Herr Lich sagt:

    Nun gut:
    Der Froschkönig ist ein verwandleter Prinz und das Pissoir eine verbr*****te Wand. HAHAHAHA!

  23. Briger sagt:

    Eine verprinzte Wand?

  24. Newfield sagt:

    Piβoir, ich glaube, es muss Piβoir heiβen, Herr Lich. But anyway …

    da ist die Kugel weg und der Aperitif da, et santé!

  25. fc basel 1893 sagt:

    das isch emol e vater, bravo!

  26. Frau v. Mueller-Fridnau sagt:

    Keineswegs, geschätzter Herr Newfield, keineswegs. Das Verbum pissen hat sich noch nie mit einem scharfen S oder SZ geschrieben, auch vor den neuen Regeln zur deutschen Rechtschreibung nicht.

  27. RL-Kellner sagt:

    Wie wünschen Frau Professorin ihr Steak? Saignant, bleu, bien cuit? Pommes frites oder Nüdeli? Ein kleiner Salat vorewäg?

  28. Frau v. Mueller-Fridnau sagt:

    Ach bitte, Herr Ober, wenn Sie so nett sein wollen: bleu, ohne Beilage, nur mit einigen Tröpfchen Olivenöl und vielleicht ein wenig Rucola.

  29. Briger sagt:

    Pff, schade um das schöne Steak.

  30. Rrr sagt:

    Frau Professorin ist eine Geniesserin, Sie Walliser. Und nun gehen Sie dahin und vertilgen Ihre Cholera mit Randenwurst, wie jeden Abend.

  31. Briger sagt:

    Ich hätte noch eine halbe YB-Wurst, falls Sie das vergessen haben sollten.

  32. dres sagt:

    sämtliche Grossbuchstaben werden von Herrn Rrr benötigt.

    Endlich ist mir klar, warum die heutigen Kinder noch eine Basisschrift lernen müssen…
    So, und jetzt singen wir alle zusammen das Vogellisi. Hü.

  33. Alleswisser sagt:

    Besser so, Herr Bäne II?

    viel besser, danke Herr Rrr (obwohl ich nicht Herr Bäne ll heisse)!

    Inhaltlich muss (leider) der Text demnächst in

    … NIE IENEN UNPLANMASSIGEN SAISONABBRUCH.

    angepasst werden, grrr.
    .

  34. Rrr sagt:

    Ich hätte noch eine halbe YB-Wurst, falls Sie das vergessen haben sollten.

    Die Preisübergaben wurden gestrichen, Herr Briger. Sparmassnahme. Sie verstehen, der starke Franken, das schwierige Umfeld, Corona … sorry.

  35. Briger sagt:

    Hat das auch Herr Maldini zu verantworten? Ich dacht nie, das ich das mal sagen würde, aber als Sie noch Chef waren, war irgendwie alles besser.

  36. Max Power sagt:

    Früher war immer alles besser, da feierte YB noch zwei Meisterschaften in Serie!
    Aber die Jungen wissen schon gar nicht mehr wie das damals war.

  37. dres sagt:

    Damals 1986…