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Kalamitäten mit Kevin

Herr Shearer am Donnerstag den 22. Oktober 2020

Jetzt wird die Demokratie schon wieder mit Füssen getreten!

Mitreden ist gut. Mitreden ist wichtig! Hierzulande stimmen und wählen wir ja gerne regelmässig, und so global gesehen ist die Demokratie eigentlich eine ziemlich gute Grundlage fürs Zusammenleben. Im Fussball hingegen geht es zumeist noch nach dem Prinzip “wer zahlt, befiehlt” zu und her, und Mitsprache ist eher die Ausnahme.

Gute News aber bei den Forest Green Rovers, die in der vierthöchsten englischen Liga kicken und die Ihnen als erster veganer Klub bekannt sein dürften. Deren Hauptsponsor Innocent, Herstellerin von so hippen Frucht-Smoothies, hat die Namensrechte am Stadion erworben und liess die Fans über den neuen Namen abstimmen. Aus den eingegangenen Vorschlägen wurden vier zur Abstimmung freigegeben. Machen wir es kurz: Sustadium, Innocent New Lawn, Innocent Fruit Bowl hatten keine Chance. Das Volk beschloss, dass die Forest Green Rovers künftig im Kevin spielen sollen. Ja, richtig, Kevin kriegte nämlich satte 65 Prozent der Stimmen.

Da kriegten Sponsor und Klub kalte Füsse. Also heisst der Fussballplatz in Nailsworth jetzt nicht Kevin und nicht mehr einfach nur New Lawn, sondern eben Innocent New Lawn. Die Rovers kommunizierten das kurz und bündig über Twitter.

England und Abstimmungen – es ist komplizert.

Foto: Twitter / @FGRFC_Official

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14 Kommentare zu “Kalamitäten mit Kevin”

  1. El Tren sagt:

    Unser Kevin? Die haben das Stadion nach unserem Kevin benannt?

  2. dres sagt:

    Ein neuer, jungfräulicher Rasen, auf dem sich junge Männer austoben… Hat er dazu Ja gesagt? Guten Morgen.

  3. Rrr sagt:

    Morgen, Herr dres. Morgen auch allen anderen. Ich überhöre allfällige Fragen zu Real Madrid und ziehe mir die Maske noch ein bisschen höher über die Nase.

    Wann beginnt das jetzt endlich mit den spontanen Kurzferien dem Mini-Lockdown?

  4. dres sagt:

    Ihr Twitterdings ist leider nicht beöffnbar, Herr Rrr.

  5. Rrr sagt:

    Im Oberland gibts kein Twitter?

  6. Frau Götti sagt:

    Ich bin überzeugt, Kevin hätte sich eh gegen eine Kommerzialisierung seines Namens gewährt. Aber soweit ist es ja nicht gekommen, und er bleibt weiterhin allein zu Haus, der Kevin.
    Und mein Herrr, nachdem sie ihre Maske weiter hoch gezogen haben, schön Hände desinfizieren, ja?

  7. Herr Maldini (C) sagt:

    England und Abstimmungen – es ist komplizert.

    Sie dachten beim verfassen dieses Satzes bestimmt an diese Abstimmung hier, Herr Shearer.

  8. Frau Götti sagt:

    Hoppla, natürlich GEWEHRT. Hoffentlich liest jetzt Frau Professor nicht mit.

  9. Konrad Alexander Friedrich Duden sagt:

    Frau Professor nicht.

  10. dres sagt:

    Zum Glück konnte ich das Twitterzeugs nicht öffnen. Der Balljunge gehört verwahrt…

  11. Aarhus GF sagt:

    Verwarnt, Herr dres, nur verwarnt. Nicht verwahrt. Der arme Bub gehört noch nicht unter das Erwachsenenstrafrecht. Wobei: In diesen Oberländer Evangelistenkreisen kann Strafe schon mal anders ausgelegt werden.

  12. dres sagt:

    Sie haben Recht, Herr Aarhus GF, Oberländer Väter reagieren halt ab und zu ein wenig emotional. Bei uns wird nicht immer alles nach dem Motto “würdsch Du vilech bitte aber nume wette möchtisch” diskutiert. Der Bub gehört nicht verwahrt, wir schenken ihm eine anständige Maske zu Weihnachten. Seine Strafe wird sein, in Bern in alle Vorgärten zu bislen und dazu “hopp Thun” zu singen.

  13. spitzgagu sagt:

    Das tönt gut, Herr dres. Ich schicke dem Buben eine Xamax-Maske.

  14. Durtschinho sagt:

    Lassen Sie den Buben in Ruhe – er ist in Reifung begriffen, versucht sich an verschiedenen Identitäten, spielt lustvoll mit den Möglichkeiten welche die sich weitende Welt ihm bietet!