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Textilien am Tresen

Herr Winfried am Mittwoch den 7. Oktober 2020

Was sagen Ihnen die Namen Tobin Heath und Christen Press? Nichts? Dann haben Sie Nachholbedarf.

Wenn Sie Fan von Manchester United sind, ergossen sich zuletzt oft Häme über Sie. Da wenden Sie sich besser der Frauschaft des Clubs zu. Die bereitet Ihnen mehr Spass.

Der Manchester United W.F.C. hat in der jüngsten Transferphase zwei Königinnentransfers gelandet. Tobin Heath und Christen Press, zwei erfahrene US-Amerikanerinnen, spielen neu für den aktuell Viertplatzierten der Women’s Premier League. Gemeinsam wurden die beiden zweimal in Folge Weltmeisterinnen (2015 und 2019). Ein wahrhaftiges Dream Team. Während Press von den Utah Royals auf die Insel wechselt, spielte Heath zuletzt für die Portland Thorns. Am Sonntag gaben die beiden Neuen im Spiel gegen Brighton ein erfolgreiches Debüt (3:0-Sieg).

Bild: Matthew Ashton / Getty

So weit, so unspektakulär. Doch nun kam die Meldung aus Uniteds Merchandising-Abteilung: Die Fanshops sind überfordert! Alle wollen sie das Trikot der Hoffnungsträgerinnen aus Übersee. Innert drei Tagen erzielten das Heath- und das Press-Trikot mehr Verkäufe als alle Textilstücke, die mit einem Spielernamen des Männerteams bedruckt sind.

Die begehrten Edelstücke gibt es für knapp 80 Pfund hier zu kaufen.

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8 Kommentare zu “Textilien am Tresen”

  1. Herr Maldini (C) sagt:

    für knapp 80 Pfund

    Ich nehme beide auf Spesen.

  2. spitzgagu sagt:

    Sehr schön.US-Fussballerinnen scheinen in Frisurenfragen pragmatischer zu sein als gewisse männliche Spieler.

  3. Briger sagt:

    Ich nehme beide auf Spesen.

    Die VV lehnt dies ab.

  4. Winfried sagt:

    Herr Briger, Sie haben doch bestimmt noch Restguthaben im Hochzeitskässeli.

  5. ManU97 sagt:

    Frauenfussball in England gibts ja jetzt neuerdings auch regelmässig live auf einem der BBC-Kanäle. Kann ich sehr empfehlen, zumal diverse Schweizerinnen mittun.

  6. Eigentorschützenkönig sagt:

    Gut so!

  7. Herr Lich sagt:

    Sehr schön! Auch wenn ich Stand jetzt der Meinung bin, dass es der Attraktivität des Frauenfussballs gut tun würde, wenn man die Tore und die Spielfelder etwas verkleinern würde. Und damit jetzt nicht gleich ein Shitstorm über mich hereinbricht: Solche Attraktivitätssteigerungsmassnahmen hat man in gewissen Sportarten auch bei den Männern gemacht, z.B. im Handball (Hallenhandball gegenüber dem spielerisch an sich interessanteren Feldhandball) oder im Eishockey (Banden, Ganzkörperschutz, Torhüterausrüstung etc., was das moderne Eishockey als Vollkörperkontaktsport erst ermöglicht). Beim EIshockey ist man vielleicht sogar zu weit gegangen. Fraueneishockeyspiele zeichnen sich in wohltuender Weise dadurch aus, dass sie nicht so brutal sind. Aber vom modernen Männerfussball ist man sich ein Tempo und eine Dynamik gewohnt, die dem Frauenfussball derzeit noch fehlt.

  8. Alleswisser sagt:

    Herr Lich ist nicht nur ein Goalie- sondern auch ein Frauenfussball- (und Randsport)-Experte!

    Bin 100% einverstanden.

    Spielfeldverkürzungen und Frauenfussball-Tore sind aber (für den Breitensport) wohl etwas aufwändig.
    Aber bereits ein Einhängen einer zweiten Latte oder eines Brettes von ca. 40-50cm Höhe würde schon nützen. Viel zu viele Tore fallen durch weiche hohe Schüsse / unfreiwillige Lobs. Diese Stuhl-Tore sind für die Sportart Frauenfussball nicht attraktiv (und für Herrn Lich und mich sogar äusserst schmerzhaft).