Logo

Gleicher Lohn für gleiches Kicken (II)

Briger am Montag den 28. September 2020

Ältere Leserinnen und Leser erinnern sich: In Lesotho zahlt ein Team den Frauen die gleichen Löhne wie den Männern. Gleiches geschieht nun auch in Sierra Leone.

Rashidatu Kamara, kniend, zweite von rechts.
Foto via bbc.com

Das Frauen-Nationalteam des westafrikanischen Staates wird neu gleich bezahlt wie das Männer-Team. Die Regierung Sierra Leones hat beschlossen, dass Frauen in Sachen Antritts- und Siegprämien den Männern gleichgestellt werden müssen. Die Massnahmen wurden sogar zurückdatiert, so dass nun das jede Spielerin, die am “maiden West African Footballunion Zone A tournament” teilnahm, 2000 Dollar erhält.

Rashidatu Kamara, eine der Spielerinnen, zeigte sich überwältigt. Noch nie in ihrem Leben habe sie eine solche Summe Geld erhalten, so die 21-jährige. Sie habe ein Diplom in Banking und Finance und möchte das Geld nun in ihre weitere Ausbildung stecken, um sich auf das Leben nach dem Aktivfussball vorzubereiten.

Martha Conteh, Captain des Teams, das nun den warmen Geldregen empfing: “Es wird alle weiblichen Spielerinnen im Land motivieren, noch mehr zu geben. Es wird auch die Eltern ermutigen, ihre Töchter Fussball spielen zu lassen.”

Nach den Gründen für den Regierungsentscheid befragt, gab Sierra Leones Sportminister Ibrahim Nyelenkeh zu Protokoll: “Männer- und Frauen-Teams erfüllen denselben Zweck. Warum sollten Männer dafür besser bezahlt werden?” Momentan sei die Regelung für die beiden Nationalteams vorgesehen, aber Ziel sei es, in Zukunft auch weitere Teams berücksichtigen zu können.

Die Spielerinnen des sierraleonischen Nationalteams hoffen nun auf weitere Spiele. Das diesjährige Turnier auf heimischem Boden bedeutete nämlich die ersten Pflichtspieleinsätze seit zehn Jahren. Nach drei Unentschieden gegen die Kapverden, Senegal und Guinea war nach der Vorrunde bereits wieder Schluss.

Immer am Montag:
ZWISCHENSTAND RL-TOTO

1. Zamorano, 22; 2. NachoCatenacho, 19; 3. Allestipper, Bernerplatte, Pidrea, 18; 19. SwissFootyBot, 14; 27. Herr Maldini, 13; 35. Herr Shearer, 12; 46. Herr der Ama, 11; 66. Herr Rrr, 9; 84. Herr Winfried, 7; 91. Herr Briger, 5; TipperIn der Runde: zuffi.

« Zur Übersicht

13 Kommentare zu “Gleicher Lohn für gleiches Kicken (II)”

  1. Lars: L sagt:

    Ein fantastischer Beitrag.

  2. Alleswisser sagt:

    Herz Gratul zum 500. RL-Beitrag!

  3. Briger sagt:

    Danke, da hat wer aufgepasst.

  4. Rrr sagt:

    Herzl Gratul auch von meiner Seite! Eine Prämie ist leider nicht möglich wg allgemein schwierigem Umfeld, starkem Franken und Corona, Sie verstehen. Das wäre übrigens auch so, wenn Sie eine Frau wären.

  5. passiver attacker sagt:

    h g!
    mfg pa.

  6. Herr Maldini sagt:

    TipperIn der Runde: zuffi.

    Wobei das Momentum klar bei Herrn zuffi ist. Trotzdem herzl. Gratul., Brigi!

  7. Briger sagt:

    91, das ist eine prima Zahl, diesen Platz werde ich bis Ende Saison verteidigen wie ein junger Löwe.

  8. Rrr sagt:

    Herr Briger ist richtig, richtig, richtig heiss!

  9. Alleswisser sagt:

    da hat wer aufgepasst.

    ein (ex-)Goalie ist immer fokussiert!

    OT und als Wunsch an die Redaktion:

    Könnten Sie nächste Woche bitte berücksichtigen, dass einige RL-LeserInnen sich in Quarantäne begeben müssen und damit viel Zeit haben für möglichst viele, lange und interesante RL-Beiträge. Danke im Voraus.

  10. Frau Götti sagt:

    Das wäre übrigens auch so, wenn Sie eine Frau

    Das wäre jetzt nicht nötig gewesen zu erwähnen, Sie Rrrüppel, Sie. Frau ist daran gewöhnt, mitgemeint zu sein.

  11. zuffi sagt:

    Ich taue langsam wieder auf, Herr Maldini. Wobei mir dieser Knopf für die Ampel auf Herrn Schneggs Pult etwas auf die Stimmung schlägt.

  12. Harvest sagt:

    Bravo, Herr Briger, feine Leistung.

  13. Durtschinho sagt:

    Das wäre übrigens auch so, wenn Sie eine Frau wären.

    Es ist aber schon bis zur Redaktion vorgedrungen, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt?

    *kopfschüttel*