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Armut und Stolz im Osten

Lars: L am Samstag den 1. August 2020

Auch in der Stunde des Triumphes wollen wir unsere ärmeren Mitmenschen nicht vergessen.

Krisenkorrespondent Lars L meldet sich aus der östlichen Randregion der Schweiz:

«Gross war hier die Hoffnung. Nach Jahren des Elends sollte mit einem neuen Präsidenten alles anders, besser werden. Die von der Weltgemeinschaft vergessene Region wollte zehn Jahre nach dem Bau eines massiven Infrastrukturprojekts endlich zeigen, was in ihr steckt.

Tatsächlich sah es in diesem Jahr so gut aus wie noch nie. Die neuen Führungspersonen verfolgten einer Entwicklungsdiktatur gleich ihr Ziel, eine Vorreiterrolle einzunehmen. Plötzlich tauchte eine Horde junger, wilder Männer in verschiedensten Regionen des Landes auf.

Und schon bald erfasste eine Euphorie die ganze Region. Menschen versammelten sich eng zusammengepfercht in einem leeren Fussballstadion. Die jungen Wilden wurden verehrt, das Führungstrio praktisch für die Ewigkeit installiert.

Das konnte auf die Dauer nicht gut gehen.

Tatsächlich haben sich nun die Hoffnungen zerschlagen. Wieder stehen die Menschen mit leeren Händen da. Das ist bitter wie Galle. Und doch versucht hier krampfhaft, dem Misserfolg etwas Positives abzugewinnen. Der glatzköpfige Anführer gibt vor, «sehr stolz» zu sein. Ist es falscher Stolz, blosse Bescheidenheit oder ganz einfach Realitätsverleugnung?

Es ist erstaunlich: Immer wieder raffen sich die leidgeprüften Menschen auf und klammern sich an das Wenige, das sie haben. Sie können gar nicht anders. Denn während sich andere Regionen im McDonalds verlustieren, isst man hier weiter hartes Brot. Und weisse Würste. Ohne Senf.»

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13 Kommentare zu “Armut und Stolz im Osten”

  1. Briger sagt:

    Gibt‘s schon ein Spendenkonto? Ich hätte noch eine Tube Senf.

  2. Shearer sagt:

    Kann man für diese Menschen spenden? Kleider, Lebensmittel, Schulbücher?

  3. Shearer sagt:

    Ah, voilà, Herr Briger hat auch schon voll das Helfersyndrom eingefangen.

  4. Lars: L sagt:

    Jeder Happen zählt, Herr Briger. Allerdings wären Burger wohl willkommener.

  5. Rrr sagt:

    Grande Lars L! Ich hoffe einfach, dass Sie sich nicht mit dem Jammerivirus infiziert haben.

  6. Shearer sagt:

    Das wäre ja das letzte, wenn Herr Lars L. dem ollen Zeidler auch noch den Gränni-Award wegschnappen würde!

  7. Lars: L sagt:

    Es ist schon unglaublich, welche Häme und Spott ich wieder über mich ergehen lassen muss.

  8. Harvest sagt:

    Im Erfolg an die Randständigen denken, Sie sind ein wahres Vorbild. Danke, Herr Lars: L.

    PS: Im Zentrum wäre übrigens auch noch Hilfe nötig, YB könnte ja den Captain spenden.

  9. Newfield sagt:

    Respekt dem FCSG, das soll doch auch einmal gesagt sein. Aber ohne Senf werden sie auch weiterhin …

    … auf recht hohem Niveau scheiteln. MM.

    Und junge Männer haben wir auch.


    (Doppeltes Symbolbild)

  10. Newfield sagt:

    YB könnte ja den Captain spenden

    Reissen Sie sich zusammen, Herr Harvest.

    Lusti hat Erwartungen erfülllt, die er gar nicht erfüllen konnte. Auch wieder MM.

    Und jetzt aber Achtung, weil Fazit: Was für eine Saison. Zuerst die Verletzungshexe und dann der Virusteufel, quasi VV, also für die Füchse, aber am Ende Meister. Stützapéro!

  11. nadisna sagt:

    Guten Morgen.

    Ich halte es wie Wuschu: ich fühle eine tiefe Zufriedenheit in mir.

    Und ich wusste gar nicht, dass wir so abgezockt sind!

    Und à propos Senf:
    Senf redet nicht, Senf jammert nicht, Senf macht einfach seinen Job, wenn es um die Wurst geht. Ich mag Senf.

  12. nadisna sagt:

    Respekt dem FCSG, das soll doch auch einmal gesagt sein.

    Klar!

    Lusti hat Erwartungen erfülllt, die er gar nicht erfüllen konnte. MM

    Aber sowas von!

  13. gavagai sagt:

    Allerdings wären Burger wohl willkommener.

    Bernburger, Herr Lars: L?

    YB könnte ja den Captain spenden.

    Da können wir leider nicht dienen, Herr Harvest, Herr Lustenberger hat wiederholt gesagt, dass er in die Schweiz gekommen sei, um Titel zu gewinnen…