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Tonoption mit Emotion

Rrr am Montag den 18. Mai 2020

Endlich wieder Zuschauer im Stadion!

Jedenfalls bei Sky, der Pay-TV-Sender, der die Bundesliga zeigt. Weil die Tonspur von Geisterspielen reichlich trist ist, hat Sky die Option Stadionatmosphäre eingerichtet. Da werden 90 Minuten lang Tonkonserven aus dem entsprechenden Stadion eingespielt – und jemand drückt stets die richtigen Knöpfe. Fangesänge, Pfiffe, Torjubel – bittesehr:

Ein anonym bleiben wollender Proband hat im Auftrag des Runden Leders alle acht Spiele mit und ohne Stadionatmosphäre durchgeschaut und zieht folgendes Fazit: “Äh, ja gut. Es ist dann doch künstlich, und auf umstrittene Foulszenen und dergleichen reagieren die angeblichen Zuschauer oft gar nicht. Trotzdem ist es besser als der traurige Hall der Stimmen von zwei Trainern und ein paar verlorenen Zaungästen in einem leeren Stadion.”

Und wer hat diese segensreiche Innovation erfunden? Das Fachforum “Zum Runden Leder”, wenn wir ehrlich sind.

Sky besserte übrigens auch beim Bild nach, unter anderem mit regelmässigen Texteinblendungen in 3D. Und natürlich mit übertünchen Zuschauerrängen.

Auch neu: Das Ruhrpottderby gabs auch mit Fan-Kommentar.

Ein Dortmunder und ein Schalker Anhänger, beide hatten kurz vor dem Spiel offensichtlich starke Schlaftabletten verabreicht bekommen. Radio Schwarzgelb, quasi, merkwürdig bedröhnt, und daneben der Mann aus Gelsenkirchen, zurecht bedient. So richtig Stimmung kam da nicht auf.

Das wahre Highlight des Wochenendes lieferte Sky, indem bei Frankfurt-Gladbach in der Stadionatmosphäre “Hurensöhne”-Fangesänge abgespielt wurden. Hopp Sky!, wie wir Wortspieler sagen. Und damit zurück in die angeschlossenen Funkhäuser.

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27 Kommentare zu “Tonoption mit Emotion”

  1. Bäne II sagt:

    Willkommen in Absurdistan.
    Guten Morgen.

  2. dres sagt:

    Nein.
    Guten Morgen.

  3. Rrr sagt:

    Ah, Herr dres, Mörgeli! Ich habe eine Frage. Der Thuner Präsident Markus Lüthi ist gegen Geisterspiele und sagt, man könnte in Thun ja einfach 5000 statt 10’000 Leute hereinlassen, damit die Abstandsregeln gewahrt sind.

    Jetzt meine Frage: Woher will er 5000 Leute nehmen?

  4. dres sagt:

    Von uns und Umgebung, Herr Rrr. Und notfalls noch ein paar aus dem Wallis heran karren. Gemeinsam schaffen wir das!!!

  5. Rrr sagt:

    Aus dem Wallis? *überleg* OK, ich kann Ihnen Herr briger ausleihen, und Sie sorgen für die anderen 4999 Nasen.

  6. zuffi sagt:

    Sie vergessen die chinesischen Touristen, die neu im Oberland nicht das Jungfraujoch, sondern den FCT sehen wollen. Zudem dürfen von denen, da Antikörper, unbeschränkt viele ins Stadion.

  7. Alleswisser sagt:

    ja einfach 5000 statt 10’000 Leute hereinlassen

    so ein ähnlicher Vorschlag hat übrigens auch der Klinsi-Nachfolger im Aufsichtsrat von Hertha gemacht.
    Gab dann in Deutschland eher schlechte Reaktionen darauf.

    Aus Goalie-Solidarität unterstütze ich aber durchaus den Vorschlag von Jens Lehmann. Im Kamera-Schwenkbereich sollte jeder 4. Sitz belegt werden können.

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    gibt dann wenigstens etwas Stimmung und auch wenger Hall im Stadion (das stört besonders).

  8. spitzgagu sagt:

    Social distancing im Stadion gibt es schon lange und funktioniert gut. Der FC Solothurn praktiziert dies seit Jahren.

  9. Rrr sagt:

    Die Abwehr von Schalke hat das am Samstag auch vorzüglich praktiziert.

    wenger Hall im Stadion

    Da täten es aber auch Eierkartons, nespa?

  10. dres sagt:

    Stimmt, Herr zuffi. Wir brauchen dringendstens ein neues Stadion, das Bernabeu ein Hamsterkäfig dagegen.

  11. Durtschinho sagt:

    Ich sagte schon vor Wochen, dass Kostüme einen ausgezeichneten Schutz vor Viren bieten. Und wegen ihrer Flauschigkeit sind sie auch gut gegen Hall.

    Aber das wird gewissen Leuten wieder nicht passen.

  12. Alleswisser sagt:

    Da täten es aber auch Eierkartons, nespa?

    genau, dazu noch ein paar alte Teppiche und schwere Vorhänge und schon wäre das Bandraum-Feeling perfekt.

    Nur: wer sorgt für den typischen abgestandenen Luftschutzkeller Geruch?

  13. dres sagt:

    Guten Tag, Herr Briger. Sie können Ihr FCT-Abo auf Lebzeiten (Familiensektor, ganz unten am Spielfeld) heute um 16 Uhr beim Kundendienst in der EPA abholen gehen. Es gibt dazu noch einen Kaffeegutschein.

  14. Bäne II sagt:

    Ich sagte schon vor Wochen, dass Kostüme einen ausgezeichneten Schutz vor Viren bieten. Und wegen ihrer Flauschigkeit sind sie auch gut gegen Hall.

    Genau. Da könnten einige RL Redaktöre endlich wieder mal ihr beliebtes Obibiberkostüm ausführen.

  15. Rrr sagt:

    Ich würde ja gerne, aber ich habe Angst vor Scott Sutter.

  16. AJ sagt:

    Ich frage mich ja, weshalb in diesen teils riesigen Stadien gespielt werden muss. Es wäre doch auch ok, wenn die Spiele in irgendwelchen Kleinstadien absolviert würden. Bisher scheint nur Real Madrid sich sowas zu überlegen.
    In Thun zb. wären die erlaubten 200 Nasen schon nahe Ausverkauft. win-win nur Hilfsausdruck.

  17. Rrr sagt:

    YB im Neufeld? Zrügg zum Glück!

  18. AJ sagt:

    YB im Neufeld! Aber ja doch!

  19. passiver attacker sagt:

    sie sagen es, herr rrr:
    https://www.youtube.com/watch?v=q0kSxsnYd5E

  20. Rrr sagt:

    Basel war mal Meister? Man lernt nie aus.

  21. Rrr sagt:

    Apropos leere Stadien: Nicht jede Massnahme wird von allen goutiert.

    Sexpuppen auf der Tribüne: FC Seoul entschuldigt sich

    Um das leere Fussball-Stadion optisch aufzuwerten, liess sich ein südkoreanischer Klub etwas einfallen. Der Schuss ging nach hinten los.

    Beim ersten Heimspiel ohne Zuschauer des FC Seoul gegen Gwangju (1:0) sassen und standen 30 Sexpuppen (25 davon weiblicher Art) auf der Tribüne. Einige Fans goutierten dies nicht. Sie beschwerten sich beim Klub.

    Prompt folgte die Entschuldigung der Verantwortlichen des FC Seoul. Es habe sich um «Premium-Schaufensterpuppen» gehandelt. Diese stammten vom Lieferanten Dalkom, der Sexspielzeug herstellt

    Der Klub habe das Unternehmen nicht geprüft und nach eigenen Angaben auch nicht gewusst, welche Produkte es produziere. Die Puppen hätten «sehr menschlich» ausgesehen, deshalb habe man nicht daran gedacht, dass es Sexpuppen sein könnten, liess sich ein Offizieller zitieren. Laut BBC hielten die Puppen Werbeschilder für Sexwebsites in die Höhe.

  22. Rrr sagt:

    * überleg *

    Warum tragen die Sexpuppen Schutzmasken?

  23. dres sagt:

    Warum sind die Sexbäbies dermassen zugeknöpft? Eine evangelisch-methodistische Variante?

  24. Durtschinho sagt:

    Warum ist von Allmen angegurtet?

  25. spitzgagu sagt:

    Auspacken soll den Reiz erhöhen können, Herr dres. Hab ich mal gelesen.