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Geschichtslektion mit James McClean

Briger am Montag den 30. März 2020

Stoke-City-Spieler James McClean kümmert sich um die Bildung seiner Kinder. Dies kostet ihn zwei Wochenlöhne.

Der irische Stürmer postete ein Bild auf Social-Media, welches ihn, mit einer Sturmhaube (Balaclava) bekleidet vor seinen Kindern sitzend zeigt. Dazu schrieb der Nationalspieler “Todays School lesson – History”. Dies stiess in Grossbritannien vielen sauer auf, denn McClean spielt eindeutig auf die IRA an. McClean, der sich selbst als stolzen “Fenian” bezeichnet, ist für viele Nationalisten in England ohnehin ein rotes Tuch, selbst unter “Anhängern” seines eigenen Clubs ist er umstritten, da er sich jeweils weigert rund um den Rememberance Day ein Trikot mit einer Mohnblume (poppy) zu tragen. McClean weigert sich, weil dies nicht nur ein Symbol für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges sei, sondern für Gefallene aller Kriege. Ginge es nur um den 1. und 2. Weltkrieg, so McClean, würde er es jeden Tag tragen. Aber als Junge aus Derry (Londonderry für Engländer) könne er so etwas nicht tragen.McClean wuchs in Creggan estate auf, woher sechs der vierzehn Toten des Blutsonntags von 1972 stammten (später besungen von U2).

Auf frühere Anfeindungen betreffend seiner Haltung zum Rememberance Day reagierte McClean mit einem Zitat des IRA-Mitglieds Bobby Sands: “They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn’t want to be broken.”

McClean hat die Busse seines Vereins akzeptiert und seinen Instagram-Account gelöscht.

McClean ist übrigens nicht der einzige, der zurzeit Ärger mit Hardlinern hat.

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12 Kommentare zu “Geschichtslektion mit James McClean”

  1. Rrr sagt:

    McClean spielt eindeutig auf die IRA an.

    Vielleicht hatte er einfach keinen Mundschutz zur Hand?

  2. Briger sagt:

    Sie meinen, er hat das Prinzip Mundschutz nicht ganz verstanden? Könnte sein, er ist Fussballer.

  3. Harvest sagt:

    Das wird man ja wohl noch machen dürfen. Was meinen Sie, Herr Durtschinho?

  4. Briger sagt:

    Hallo, Herr Harvest. U2 habe ich extra wegen Ihnen erwähnt, wegen des Chefs aber nicht verlinkt.

  5. Rrr sagt:

    Was hat denn Herr Maldini gegen U2?

  6. Alleswisser sagt:

    vielen Dank für diesen Beitrag. Geschichtliche Themen interessiere mich immer sehr.
    Die Erwähnung von U2 passt wohl schon, aber auf den Link kann auch ich gut verzichten.
    Auf ARTE habe ich vor längerer Zeit eine Doku zum Blutsonntag gesehen. Evtl. könnte jemand diesen TV-Link hier posten.
    Ist allerdings nicht ganz unproblematisch, da wohl die meisten Zuschauer während der Sendung eine IRA-Sympathie entwickeln (und das hat diese kriminelle Organisation ja eigentlich nicht verdient).

  7. Durtschinho sagt:

    Herr Harvest, zu Ihrer Frage: Ja, aber heutzutage weiss “man” langsam nicht mehr, was “man” noch darf, und wenn Sie mich fragen: Dann können die Virologen ja gleich sagen, dass sie unsere freiheitliche kapitalistische Ordnung hassen, anstatt uns unter dem Deckmäntelchen der Wissenschaft alles zu verbieten und abzuwürgen, meine Meinung!

  8. Briger sagt:

    HeRrr, Sie wissen geanu, dass ich Herrn Maldini nie als Chef akzeptieren werde. Ich werde auch weiterhin keinen Ferrari-Hut an seinem Geburtstag tragen.

  9. dres sagt:

    Ich mag Geschichtsbeiträge. Unsere Kinder müssen die Jahre aller Thuner Titel auswendig lernen. Danach dürfen sie im Garten spielen.

  10. Briger sagt:

    Sie muten Ihren Kindern aber auch viel zu.

  11. dres sagt:

    Irgendeinmal werden sie dankbar sein. Sehr dankbar sogar.

  12. gavagai sagt:

    In erster Linie werden sie dankbar sein, Herr dres, dass sie so wenig auswendig lernen mussten.
    Über interessante Inhalte würden aber selbst ihre Kinder sich sicher freuen.