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Road to Cairo

Briger am Dienstag den 11. Juni 2019

Was viele gar nicht wissen, auch in der europäischen Fussballsommerpause wird gespielt. In Ägypten findet ab 21. Juni der 32. Africa Cup statt.

Foto via eNCA

Erstmals nehmen 24 Mannschaften teil und es wird auch nicht mehr im Januar, sondern im Juni/Juli gespielt, dies um mehr europäische Vereine dazu zu bewegen, ihre Spieler freizugeben. Eigentlich hätte das ganze in Kamerun stattfinden sollen, im letzten November wurde Kamrerun das Turnier aber wegen “massiver Verzögerungen bei den Vorbereitungen entzogen.” Dabei liess sich der hochrangige Funktionär Happi Dieudonné noch kurz davor in der “L’Équipe” wie folgt zitieren: »Ich kann Ihnen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass unser Land bereit sein wird, das Turnier auszutragen.« Nun also aber Ägypten und weil erstmals 24 Mannschaften, auch drei Erstteilnehmer, nämlich Burundi, Madagaskar und Mauretanien.

In Burundi freuten sich die Fans nach dem entscheidenden Spiel gegen Gabun im März übrigens so:

Gespielt wird in Kairo (3 Stadien), Suez, Alexandria und Ismailia. Das Finale findet am 19. Juli im Cairo International Stadium statt.

Wo das Turnier im deutschprachigen Raum übertragen wird, ist offenbar noch nicht ganz klar. Bislang wurde das Turnier jeweils auf Eurosport übetragen, der Sender verneinte aber im Mai, dass er übertragen werde.

Aus Schweizer Sicht gilt es den Fokus auf mehrere Teams zu legen. Sicher dabei sein werden die beiden Ivorer Geoffrey Serey Dié und Roger Assalé. Ebenfalls definitiv dabei ist Sally Sarr, der Servettien spielt für Mauretanien. Möglicherweise teilnehmen werden der ehemalige YB-Junior und aktuelle Torwart von Chiasso, Anthony Mossi, der im vorläufigen Kader der DR Kongo im aufgeführt ist. Jodel Dossou vom FC Vaduz steht im provisorischen Kader von Benin und bei Kamerun kann sich Nicolas Ngamaleu noch Hoffnungen auf eine Nomination machen. Bereits nicht mehr im aktuellen 29 Mann-Kader von Trainer Clarence Seedorf figuriert Jean-Pierre Nsame. Weitere in der Schweiz bekannte Spieler sind z.B. Kassim Nuhu der sicher für Ghana antreten wird und Moussa Konaté, der im vorläufigen Kader des Senegal steht. Trainer von Nigeria ist ein gewisser Gernot Rohr, ob er dann zu Turnierstart noch Trainer der Super-Eagles ist, werden wir mit Sicherheit erst beim ersten Spiel Nigerias wissen. Seine Freude über die Qualifikation war zumindest ähnlich gross, wie diejenige der Fans in Burundi, wie Videobilder aus der Kabine der Nigerianer zeigen:

Die Gruppen sehen wie folgt aus:
Gruppe A: Ägypten, DR Kongo, Uganda, Simbabwe.
Gruppe B: Burundi, Guinea, Madagaskar, Nigeria.
Gruppe C: Algerien, Kenia, Senegal, Tanzania.
Gruppe D: Elfenbeinküste, Marokko, Südafrika, Namibia.
Gruppe E: Angola, Mali, Mauretanien, Tunesien.
Gruppe F: Benin, Ghana, Guinea-Bissau, Ghana, Kamerun.

Ein interessanter Spieler, den wir hervorheben möchten ist Jérémy Morel, ein 35-jähriger Verteidiger von Olympique Lyon, der im Novmber 2018 sein erstes Länderspiel für Madagaskar, das Geburtsland seines Vaters, bestritt. Neben Morel gibt es noch weitere Spieler im aktuellen 26-Mann-Kader, die erst kürzlich ihr Debüt für Madagaskar gaben. Meist handelt es sich bei Ihnen um Spieler, die ihn Frankreich ihr Geld verdienen. Interessantester Name im madagassischen Kader ist aber ein “Einheimischer”: Romario Baggio Rakotorisoa.

Das Eröffnungsspiel am 21. Juni bestreitet Ägypten gegen Simbabwe. Und aufgepasst, Simbabwe hat zwar wegen eines Streits um Boni einige der besten Spieler nicht ins definitive Kader aufgenommen, aber mit Knowledge Musona, Marvelous Nakamba, Talent Chawapihwa, Divine Lunga, Teenage Hadebe, Kudakwashe (der Wille Gottes) Mahachi und Elvis Chipezeze sollte nichts schief gehen.

Das Runde Leder empfiehlt mit 5:0 Stimmen, die Elfenbeinküste und allenfalls Kamerun zu unterstützen. Auch Kenia und Ghana verdienen die Unterstützung der Lederschaft.

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27 Kommentare zu “Road to Cairo”

  1. Lars: L sagt:

    Hopp Kenia!

  2. Newfield sagt:

    allenfalls Kamerun zu unterstützen

    Hmm, können deren Männer auch so tipptopp Mann(naja)schaftsfoto?

    ein gewisser Gernot Rohr? Gernot Rohr?! Gernot Rohr?!! Gernot Rohr!!! Jesses, and cheers.

  3. Herr Maldini (C) sagt:

    Hopp Kenia!

    Nicht Hopp Bosnien?

  4. dres sagt:

    Nein, Tunesien. Ich danke Ihnen.
    Aber ich schaue Sissi lieber so um die Weihnachtszeit. Das ist romantischer.

  5. zuffi sagt:

    Jodel Dossou

    11Freunde, übernehmen Sie!

  6. Lars: L sagt:

    Bosnien nur für die Ferien.

  7. Briger sagt:

    Jesses, and cheers.

    Genau, das singen die glaub!

  8. Briger sagt:

    Und ich finde ja, der Burunder/Burundese/Brundise macht das mit dem Velo-Korso schon ganz gut.

  9. Briger sagt:

    Ah, offenbar heissen die Bewohner Burundis Rundis.

  10. dres sagt:

    Oh, der Basler bastelt wieder mal an seiner Zukunft. Langsam kommt der mir vor wie YB in der Phase nach Petkovic. Egal, Hauptsache wir bleiben konstant.

  11. Durtschinho sagt:

    Herr dres, Sie haben manchmal eine recht amüsante Art, Sachen, die wir soeben gemeinsam entschieden haben, so darzustellen, als ob das Andere gedeichselt hätten. Aber ein Pokerface gehört halt dazu (zwinker)!

  12. dres sagt:

    Herr Durtschinho, das gehört in diesem Fall einfach zum Überraschungsmoment. Die werden noch staunen.

  13. Durtschinho sagt:

    Wochenlang spekulierte die Presse, um was es im Rahmenabkommen geht. Und wieder schütteln wir ein Ass aus dem Ärmel, als ob das unser täglich Brot wäre!

  14. Albert Rum sagt:

    Dort oben im Titel-Bereich steht nur wenige Zentimeter vom Bild einer goldenen Trophäe entfernt ‘FC Basel’. Ein ungewohnter Anblick.

  15. Briger sagt:

    Jetzt wo GC weg ist, muss ja jemand den Part des Ligaclowns übernehmen.

  16. Natischer sagt:

    Trainermässig verhält sich der Baseler schon beinah sionesk, findi.

  17. Albert Rum sagt:

    Stimmt, Herr Briger. Ein Clown muss ja nicht unbedingt lustig – er darf auch mal tragisch sein.

  18. Natischer sagt:

    À propos: Was macht eigentlich Urs Siegenthaler?

  19. Durtschinho sagt:

    Hallo, ich will ja jetzt nicht überall das Haar in der Suppe suchen und so, aber: Wie gut ist eigentlich Chéris Berndeutsch?!!!

  20. nadisna sagt:

    Bei YB sprechen alle YBnisch, Herr Durtschinho. Das reicht.

  21. Bregyschorsch sagt:

    Eigentlich hätte das ganze in Kamerun stattfinden sollen, im letzten November wurde Kamrerun das Turnier aber wegen “massiver Verzögerungen bei den Vorbereitungen entzogen.”

    Leider erfährt die Weltöffentlichkeit praktisch nicht, dass (zusätzlich zur Nachbarschaft von Boko Haram im Norden) in Westkamerun de facto Bürgerkrieg herrscht, entlang der historischen Trennlinie von ehemals englischer vs. französischer Kolonie …
    Aus Regierungssicht natürlich einfach ein Kampf gegen “terroristische Banditen”, aber terrorisiert wird die Zivilbevölkerung unter solchen Umständen bekanntlich von beiden Seiten. Ein Internationales Fussballturnier unter diesen Bedingungen wäre eine grobe Farce gewesen.

  22. dres sagt:

    Beim Ägypter werden 90 Milionen terrorisiert. Aber sie haben natürlich Recht, Herr Bregyschorsch.

  23. Briger sagt:

    Danke, Herr Bregy!
    Ob ein Turnier in Ägypten viel besser ist, liesse ich lieber von Herrn Lars L. einschätzen.

  24. Briger sagt:

    Nicht, das ich damit Herrn dres‘ Einschätzung mindern will, aber ich war zu langsam mit tippen.

  25. Lars: L sagt:

    Die Chinesen waren zu langsam mit Stadionbau in Kamerun. MM bzw. ME.

  26. clanam sagt:

    kann sich die Frisurenpolizei mal die Frau von de Sanden aus den Niederlanden vorknöpfen?
    Einschlägiges Beweismaterial auf Gesichtsbuch beim hiesigen Staatsfernsehen Sport

  27. Shearer sagt:

    Ich bitte Sie – seit wann ist die Einhaltung von Menschenrechten ein Kriterium bei der Vergabe eines grossen Sportanlasses?