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Monströser Mega-Marathon

Herr Shearer am Freitag den 10. Mai 2019

Welcher Burnley-Akteur hat diese Saison die meisten Kilometer gefressen? Falsch!

Bild: westmorelandgazette.co.uk

Ben Mee ist bislang Burnleys Spieler, der in dieser Premier League-Saison die meisten Einsatzminuten aufweisen kann. 55,5 Stunden stand der Innenverteidiger auf dem Platz. Lächerlich gegen die 735 Stunden, die Hardcore-Fan Scott Cunlife unterwegs war. Er hat nämlich jedes Auswärtspiel seines Vereins besucht. Zu Fuss. Und das nicht im gemütlichen Bummeltempo, Cunliffe ist gerannt. Dabei hat er gut 118 mal die Marathonstrecke von 42.195 Kilometer bewältigt und ergo 4’973 Kilometer zurückgelegt, und das bei jedem Wetter. Der Start war dabei jedesmal an der Heimstätte des nordenglischen Klubs, beim Stadion Turf Moor. Beendet wurde die Challenge am letzten Wochenende mit der Ankunft im Goodison Park, wo Cunliffe zwar eine 0:2-Niederlage seines Teams zu sehen bekam, andrerseits aber mit einem Empfang in der Mannschaftsgarderobe auch von den Spielern für seine aussergewöhnliche Leistung geehrt wurde. “Meine Beine waren wackliger als ich in die Garderobe ging, als sie es auf den letzten paar Meilen waren”, berichtet er den Kollegen von BBC Sport. Der längste Trip führte ihn nach Southampton, für die 432 Kilometer war er neun Tage unterwegs. Ein besonderes Problem stellte dabei die Überquerung von Autobahnen dar, den Herr Cunliffe hat da offenbar eine sehr spezielle Phobie und deshalb auch einige Umwege in Kauf genommen, wenn sich diese Herausforderung durch eine Unterführung vermeiden liess. Mehr dazu können Sie hier lesen und auch noch einen Film schauen, wenn Sie wollen.

Selbstverständlich hatte Scott Cunliffe bei seiner Aktion auch die Wohltätigkeit im Auge und konnte so für die Stiftung “FC Burnley In The Community” fast 37’000 Pfund sammeln. Nächste Saison will er allerdings nur noch ein oder zweimal auswärts rennen. Ein nächstes Ziel hat er aber schon – in drei Jahren will er zur WM in dieses Katar joggen. Run, Scott, run!

 

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12 Kommentare zu “Monströser Mega-Marathon”

  1. Lars Sohn sagt:

    Ein Jammer ist Scott Cunlife nicht Anhänger des FC Liverpool, weil sonst dürfte er per Anfang Juni bis nach Madrid rennen. ‘EasyJet-Tarife my Ass’ so quasi.

  2. Rrr sagt:

    Arsenal- oder Chelsea-Fan wäre noch übler …

  3. dres sagt:

    Wir sind auch schon vom Anker in dieses Wankdorf gesecklet an ein Auswärtsspiel. Und mussten auf der Strecke dann noch Bier konsumieren. Das ist Sport.

  4. Rrr sagt:

    Beim 1:5 neulich? Und dann in der Pause schon wieder in den Anker zurück gsecklet? Hochleistungssport, in der Tat.

  5. dres sagt:

    Nein, beim 2:3. Das 1:5 haben wir uns dann nicht mehr angetan. Jetzt habe ich grad wieder eine beginnende Migräne…

  6. Shearer sagt:

    Baku? Das ist doof, denn die praktische neue Direktverbindung per Nachtzug von Ankara nach Baku startet glaubs erst, wenn das Finale schon durch ist.

  7. Renz sagt:

    Aha, Cavanis Friseur ist Österreicher. Was man im RL nicht alles lernen kann.

    Und mir gefälllt der Hüttersche Fussball immer noch, konnte ich in dieser Europa League Kampagne feststellen.

  8. Max Power sagt:

    We’re on our way to the Baku, we’re on our way
    How do we get there I don’t know, How do we get there I don’t care
    All I know is we are on our way!!!!!

    *sing*

    Oh am Samstag gegen diese Baseler. Da kommt doch glatt die Freude vor der Freude auf, die sogenannte Vorfreude.

  9. ManU97 sagt:

    Oh am Samstag gegen diese Baseler.

    Das wird kalt, wenn Sie dann bis Sonntag um 16h00 warten müssen. Aber Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.

  10. Briger sagt:

    Ein Herr Power hat auch obenohne und in Shorts nicht zu kalt, aber ich hoffe, er kriegt eine Wurst.

  11. dres sagt:

    Herr Sohn ist zurück. Wi’ g’atuli’en!

  12. Alfred Kratzenberg sagt:

    Und einer unsere arroganter, narzisstischer Chef . einer von Vielen – im BAV labbert uns am Pausentisch stundenlang vor, wie geil er ist, weil er vor 20 Jahren einen Halbmarathon in 2 Stunden (sprich 3 Stunden) gerannt ist oder in TIbet einen Berg hochgeeilt ist (mit Sauerstoff und links und rechts einem Sherpa). Dieser Herr da würde wohl aufstehen und vom Pausentisch davonlaufen nach 5 Minuten Monolog vom Chef.