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Tadelige Tabelle

Herr Shearer am Donnerstag den 2. Mai 2019

Fussballfans sind einfach undankbar.

Da steckt man als armer Multimillionär oder gar -milliardär einen hübschen Teil seines hart erarbeiteten oder zumindest geerbten Geldes in so einen Sportklub, und die Anhängerschaft ist immer noch nicht zufrieden. Zwar hört man in Bern schon lange kein böses Wort mehr über die Familie Rihs, in Basel oder Niederhasli ist man derweil gerade nicht so gut auf die Besitzer zu sprechen. In Deutschland dürften die Hannover-Fans mit Martin Kind auch nicht sehr zufrieden sein. In England dagegen weiss man es genauer. Der Sportsender talkSport hat eine vollständige Rangliste für die Premier League erstellt. Welche Investoren werden von ihren Fans am meisten geliebt?

Am beliebtesten sei Guo Guangchang, ein Chinese, welcher über seine Firma Fosun International die Mehrheit bei den Wolverhampton Wanderers hält und dort mit viel Geld eine tatsächlich sehr attraktiv spielende, schlagkräftige Truppe aufgebaut hat. Dahinter folgt auch schon Liverpools John W. Henry.

Foto: talksport.com

Den zweitletzen Platz sicherte sich Arsenals Stan Kroenke, während das Schlusslicht völlig unüberraschend von Newcastles Mike Ashley gebildet wird. “Newcastle hat den Platz in der Premier League halten können, und das trotz Mike Ashley”, so das Portal. Ashley hält den nordostenglischen Traditionsverein seit zehn Jahren in einer Art Geiselhaft und sieht sich starken Protesten ausgesetzt. Anfangs dieser Saison kam es vor einigen Spielen sogar zu Demonstrationen gegen ihn vor dem Stadion. Mit schöner Regelmässigkeit schreibt er Newcastle United zum Verkauf aus, um dann die Angebote als ungenügend abzulehnen. Wie der für diesen Teil Englands zuständige Redakteur befürchtet, dürfte Ashley diese zweifelhafte Auszeichnung in keinster Weise stören. Eher im Gegenteil.

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12 Kommentare zu “Tadelige Tabelle”

  1. Bernhard Burgener sagt:

    *amkopfkratz*

  2. dres sagt:

    Welche Investoren werden von ihren Fans am meisten geliebt?

    Immer noch der heilige Gilbert Facchinetti. Wir danken Ihnen.

  3. spitzgagu sagt:

    Ganz genau, Herr dres.

  4. passiver attacker sagt:

    pah pah pah, herr burgener wird in indien geliebt und von gamern weltweit verehrt. wen interessieren da einige provinziellen kritiker?
    ich danke ihnen.

  5. Lars Sohn sagt:

    Während meiner Zeit als Techniker im Wankdorf gaben sich Promis aus Sport und Wirtschaft quasi täglich gegenseitig die Türklinke in die Hand. Viele dieser ‘bedeutenden’ Personen haben Wichtigeres vor als sich an die Belegschaft bereits betretener Häuser zu erinnern, klar. Das wussten alle MitarbeiterInnen und machten sich idR nichts draus. Da lud der SFV zur Versammlung der helvetischen Klubleitungen. Viele ehemalige Grössen des hiesigen Fussballs grüssten und feierten sich gegenseitig beim Apéro unten beim Spielfeld. Mein Kollege und ich verlegten noch ein fehlendes Kabel und wurden dabei kaum beachtet. Ausser von diesem alten Mann, der quer über den ganzen Platz kam um jenen ‘jeune homme’, welcher ihn beim letzten Besuch während einem freundlichen Schwatz mit einem Funkmikrofon ausgestattet hatte, per Handschlag zu begrüssen. Es war Gilbert Facchinetti.

  6. dres sagt:

    Danke Herr Sohn, genau deshalb. Nur muss ich jetzt wieder weinen. Sehr sogar. Bei uns oben ist nur noch Adolf Ogi – wenn auch mit anderem Charakter – in einer ähnlichen Liga.

  7. Alleswisser sagt:

    zum Glück wird dieser Beitrag durch die wunderbaren Kommentare aufgewertet.

    (eigentlich wollte ich noch den fast heiligen Investor aus dem Wallis auch noch erwähnen, bin mir aber nicht sicher, ob ich damit das sehr hohe Niveau der Kommentare halten könnte)

  8. Briger sagt:

    Radovan Vitek oder Peter Schröcksnadel, Herr Alleswisser?

  9. Natischer sagt:

    Hans Ritz!

  10. Rrr sagt:

    Adolf Ogi ist Besitzer von Thun? Man hat nie ausgelernt.

  11. maude sagt:

    Herr Facchinetti hat sich auch mit dem Buvetten Personal in Biel jeweils freundlich unterhalten. Er war wirklich ein vorbildlicher Patron.

  12. nadisna sagt:

    Herr Facchinetti war unglaublich. Er hat Nadisna junior – als dieser für eine Französisch-Arbeit über Xamax recherchierte, spontan in sein Haus eingeladen und ihm anschliessend gar einen Wimpel vom Europacupspiel der Meister vom Oktober 1988 Xamax gegen Galatasaray geschenkt.