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Footie in Ooty

Herr Shearer am Donnerstag den 14. März 2019

Das Runde Leder erforscht die Märkte der Zukunft.

„Ein herzliches Namaste aus Udagamandalam! Das ist ein Zungenbrecher – Sie können aber ganz einfach Ooty sagen, so wie es die Engländer damals auch taten, als Sie den einheimischen Stämmen das Land in den Nilgiris gegen schäbige Entschädigung abknöpften. Hier wurde übrigens auch die tolle Pubsportart Snooker erfunden, aber das interessiert an dieser Stelle natürlich nicht.

Indien ist DER Wachstumsmarkt im Weltfussball, den wir Analysten schon lange beobachten. Gerade jetzt scheint der Zeitpunkt für Investitionen günstig zu sein, das hat auch die Konkurrenz aus Bayern und Basel bereits erfasst und klug gehandelt. Gute 90 Kilometer von hier, in Coimbatore, wird der FC Basel künftig lokale Juwelen schleifen und zu Fussballprofis ausbilden, welche schon bald in der Champions League für Furore sorgen und auf dem europäischen Transfermarkt zu begehrten Assets werden dürften.

Ein Fernbleiben des BSC Young Boys von diesen Honigtöpfen könnte sich mittelfristig wirtschaftlich fatal auswirken, der Einstieg in den Markt ist aktuell noch zu sehr interessanten Konditionen zu realisieren, was sich aber rasch ändern könnte. Auf der Suche nach möglichen Partnern bin ich nun im Luftkurort Ooty auf gute Bedingungen gestossen. Die Höhe von über 2000 Meter über Meer wirkt sich bei Sportlern bekanntlich positiv auf die Ausdauerleistung aus; kein Wunder, befindet sich ganz in der Nähe auch das Höhentrainingszentrum der indischen Athletinnen und Athleten. Wichtig, wenn der Schnauf länger als 90 Minuten reichen muss!

Gleich im Eingangsbereich des Stadions wird man hingewiesen, wie fruchtbar die örtliche Nachwuchsarbeit ist: Stürmer C. S. Sabeeth ist inzwischen 29 und Profi beim renommierten FC Ozone, Mohanraj Pradeep möglicherweise beim FC Delhi Dynamos im Mittelfeld anzutreffen.

Die Trainingsbedingungen sind hervorragend. Kurz vor unserem Besuch wurde der Rasen frisch gemäht.

Wie einleitend erwähnt, liegt es nun am BSC Young Boys, hier die nächsten Schritte zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Fussballverband von Tamilnadu in die Wege zu leiten; wir gehen schwer davon aus, dass sich bereits demnächst eine Delegation ins Flugzeug setzen wird, um in den schönen Blauen Bergen ein ebensolches Fussballwunder zu unterstützen. Ansonsten darf man sich natürlich dann nicht beklagen, wenn der Ligakrösus vom Rheinknie auch in Indien uneinholbar davonzieht!“

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19 Kommentare zu “Footie in Ooty”

  1. Natischer sagt:

    Es gibt da glaubs noch einen Issue beim indischen Engagement der Baseler:

  2. Frau Götti sagt:

    Sehr sehr schöne, Herr Shearer.

    *pfnuter*

    Ticker der Süddeutschen gestern::

    90′
    Das Fußballwunder ist nicht mehr möglich, denn die Münchner glauben nicht mehr dran. Drei Minuten wird es nochmal oben drauf geben.

  3. dres sagt:

    Wunderbarer Bericht. Gibt es allenfalls noch ein Interview mit einem der Spieler in diesem lustigen Englisch als Zugabe?

  4. Rrr sagt:

    Herr Shearer Reportergott vom anderen Naan olé olé!

    Gibt es allenfalls noch ein Interview mit einem der Spieler in diesem lustigen Englisch als Zugabe?

    Auf RL pay ist das längst aufgeschaltet, Herr dres.

  5. Durtschinho sagt:

    Vielen Dank für die packende Reportage, Herr Shearer. Ich bin ja nach wie vor der Ansicht, dass Wuschu bei Real Kashmir vorsprechen sollte.

    Zurück in den Süden – der Song sitzt schon mal:

  6. dres sagt:

    Auf RL pay ist das längst aufgeschaltet, Herr dres.

    Oh, danke, Herr Rrr. Das ist der Sender wie in den Hotels wo man blutte Fussballer schauen kann und dann am nächsten Morgen mit Kreditkarte abrechnet?

  7. Herr Maldini (C) sagt:

    Herr Shearer Reportergott vom anderen Naan olé olé!

    An die Spesen denkt wieder niemand. Und ich habe Hunger.

  8. Rrr sagt:

    An die Spesen denkt wieder niemand.

    Doch doch! Die Reise finanziere ich, indem ich Herrn der Ama das Kindergeld gestrichen und Ihren Lohn für vier Monate halbiert habe.

  9. Max Power sagt:

    Meine Erfahrungen mit Indien sind doch sehr bescheiden. Ich habe diesen Film gesehen:

    Keira Knightley, noch immer eine meiner Lieblingsschauspielerinnen. Mimik, das beherrscht sie einwandfrei. (Dies hat zwar nichts mit Indien zu tun).
    Sonst kenne ich nur noch chicken tikka masalaund diese Dokumentation: Nicht schön aber durchaus sehr informativ. Ab Minute 16:00 geht es auch um Indien.

  10. Rrr sagt:

    Mimik, das beherrscht sie einwandfrei. (Dies hat zwar nichts mit Indien zu tun).

    Kommentar des Monats!

  11. Harvest sagt:

    Mimik, das beherrscht sie einwandfrei.

    Sie meinen den einen Ausdruck, Herr Power? Was Mimik angeht ist sie sozusagen der Jack Nicholson der Schauspielerinnen.

  12. Shearer sagt:

    Ich fürchte, Sie werden Herrn Maldini den Lohn zwei weitere Monate kürzen müssen. Ich hatte noch Rikscha-Spesen über 90 Rupien.

  13. Max Power sagt:

    Kommentar des Monats!

    So wie Sie auf meiner Schreibschwäche herumhacken sind wohl Sie der Drahtzieher hinter den Angriffen auf unsere Wasser- und Elektrizitätswerke.

  14. Rrr sagt:

    Da kriegen Sie einmal einen Preis, und dann ist es auch wieder nicht recht.

    Herr Briger, können Sie mir mal die Gebrauchsanweisung für diesen Power mailen? Ich komme da irgendwie nicht nach.

  15. Max Power sagt:

    die Gebrauchsanweisung für diesen Power

    It’s as simple as that, Mr. Rrr
    in other words simple af.

  16. Rrr sagt:

    Ah! Jetzt ist es klar! Merci!!

  17. Briger sagt:

    Ah, Herr Power ist mir zuvor gekommen.

  18. zuffi sagt:

    Die Schiebungsvorwürfe scheinen mir etwas dürftig, Herr Natischer. Aber nichtsdestotrotz wünsche ich dem baslerischen Indienverein , dass alle Verdachtsmomente bestätigt werden nur das Beste!

  19. Herr Lich sagt:

    Herr Shearer in den Nilgiris? Wir wissen auch, warum. Einer Zusammenarbeit mit YB steht also nichts im Wege.

    (Zu Herrn Neuer hat Herr Alleswisser gesten ja schon den passenden Kommentar abgegeben.)