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Cristiano bei den Italienern

Rrr am Mittwoch den 11. Juli 2018

Exklusiv: Herr Rrr, der Real-Madrid-Beauftragte des Runden Leders, schreibt einen vertraulichen Brief an seinen Redaktionskollegen Herr Maldini, Abteilungsleiter Juventus unseres Fachblogs.

“Lieber Maldini, zunächst einmal möchte ich Ihnen ganz herzlich zum Erwerb des Spielers Cristiano Ronaldo gratulieren. Ich weiss, 112 Millionen Euro sind für einen einfachen Arbeiterverein kein Pappenstiel, dafür muss Fiat eine ganze Menge Cinquecenti verkaufen. Aber ich kann Ihnen versichern: Der Spieler Cristiano Ronaldo ist jeden Cent wert. Er wird Sie und alle anderen Tifosi sehr, sehr glücklich machen mit vielen Toren, tollen Tricks, grossartigen Einlagen und auch viel Rambazamba abseits des grünen Rasens.

Vorausgesetzt natürlich, dass Sie wissen, wie man mit dem Spieler Cristiano Ronaldo umgeht. Sie wissen das sicher. Ich sage es nur zur Sicherheit.

Ich weiss nicht, wer bis jetzt bei Ihnen Freistösse und Penaltys ausgeführt hat. Egal, ab sofort ist es Cristiano Ronaldo. Mir ist auch nicht bekannt, was für ein Spielsystem dieses Juventus bisher praktizierte. However, von jetzt an geht es darum, dass sich ein jeder Mensch in diesem Verein, vom Cheftrainer bis zur Teilzeit-Putzkraft, stets uneigennützig und 100-prozentig in den Dienst des Spielers Cristiano Ronaldo stellt.

Dann möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Cristiano Ronaldo unter der Woche gerne zu seinem Freund nach Marokko fliegt, regelmässig Manicure und Pedicure besucht, am Tag vor einem Pflichtspiel zwingend den persönlichen Friseur empfängt und daneben derart viele Werbeverpflichtungen hat, dass er unmöglich jedes Mannschaftstraining besuchen kann. Des weiteren müssen Sie sich bewusst sein, dass Cristiano Ronaldo fünfmal jährlich eine Gehaltserhöhung verlangt, die Sie im jedes Mal gewähren müssen, und dreimal wöchentlich kryptische Andeutungen macht, dass er den Verein bald verlassen könnte, was Sie nur dann ernst nehmen müssen, wenn Sie in der Zeitung lesen, dass der Fiskus an Cristianos Türe geklopft hat. Dann wird es brenzlig. Sollte es so weit kommen, verkaufen Sie ihn einfach für 180 Millionen an den Chinesen, der zahlt das auch in drei Jahren, wenn Cristiano schon 40 ist. Ehrlich!

Lieber Maldini, ich wünsche Ihnen alles Gute mit diesem Spieler und danke fürs Kleingedruckte im Vertrag, wonach Real im Gegenzug drei Spieler freier Wahl aus dem Juve-Kader auswählen darf. Wir nehmen Dybala, Matuidi und Cinquecento. Alles Gute und beste Grüsse, Ihr Rrr

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8 Kommentare zu “Cristiano bei den Italienern”

  1. dres sagt:

    *würg*
    So genau wollte ich das nicht wissen. Könnten Sie Ihre Grüslereien nicht wirklich vertraulich halten? Wobei: Juve wünsche ich das alles.

  2. Rrr sagt:

    Warum lesen Sie vertrauliche Briefe, die nicht an Sie adressiert sind, Herr dres?

  3. Herr Maldini (C) sagt:

    Ich bin etwas gerührt und aber auch etwas überfordert, Chef. ABER CINQUECENTO BLEIBT IN ITALIEN!

  4. dres sagt:

    Warum lesen Sie

    Gwunder, Herr Rrr, nichts als Gwunder. Ist doch menschlich. Ich wette, dass Sie das Tagebuch Ihres Göttibuben lesen. Oder in den Schreibtischschubladen Ihrer Redaktionssklaven herumschnüffeln (nicht nur auf der Suche nach einer weissen Linie).

  5. Baresi sagt:

    Tickets für in Turin gebucht. Nein, nicht Fussball.

  6. flYBoy sagt:

    So, erster Morgen hier im Ferienresort, Liegestuhl am Meer, wenig Leute und guter Wlan-Empfang. Und was macht man da als Erstes? Richtig, nachledern. Und schon ist der Tag versaut mit diesem CR7-gelabber! Ich gehe jetzt schwimmen!

  7. Châteaunimportequoi sagt:

    “Tricks” ist doch etwas übertrieben, da der Mann doch nur den rechten Uebersteiger beherrscht. Den kann er aber gut