Logo

Revolutionäre Taktik

Dr. Rüdisühli am Montag den 11. Juni 2018

RL exklusiv: Der Platzwart spielt in Seoanes Taktiküberlegungen die zentrale Rolle.

Der bekannte amerikanische Sportpolitologe John J. Johnson* hat zusammen mit dem neuen YB-Trainer Gerry Seoane eine revolutionäre Taktik entwickelt, die YB im Stade de Suisse unbesiegbar machen soll.

Herr Johnson, Sie behaupten, die taktische Ausrichtung von YB in der kommenden Saison entwickelt zu haben?
John J. Johnson: Das behaupte ich nicht nur – wir haben hunderte Stunden lang geforscht. Das Resultat ist beeindruckend. Ich kann ich mit Bestimmtheit sagen: In Heimspielen YB wird unschlagbar sein.

Also so wie bereits diese Saison?
YB wird ungleich dominanter sein. Die Gegner werden keine Chance haben. Und das hat einen guten Grund.

Nämlich?
Es liegt an der revolutionären Taktik, die mein Team zusammen mit dem neuen YB-Trainer entwickelt hat. Seoane ist nun nicht mehr nur “ein Sprachtalent”, sondern auch ein versierter Kenner der US-amerikanischen Politik.

YB setzt künftig auf einen amerikanischen Goalgetter?
Das meine ich nicht. Gerry Seoanes System orientiert sich an in den USA praktizierten Verschiebungen der Wahlkreisgrenzen, mit denen im Mehrheitswahlsystem die eigenen Erfolgschancen massiv erhöht werden können, dem sogenannten Gerrymandering. Derzeit wird dies von Trumps Republikanern erfolgreich angewendet.

Ähm ja. Und wie soll dieses Gerrymandering YB helfen?
Es werden in Heimspielen schlicht die Spielfeldmarkierungen angepasst. Im Angriff hat Gerrys Team so viel mehr Platz. Und weil das gegnerische Goal vergrössert wird, ist jeder Schuss ein Tor für die Berner. Und durch die Verlegung des Penaltypunkts sind auch Ausfälle von Guillaume Hoarau zu verkraften. Auf der anderen Spielfeldseite fällt YB das Verteidigen auf dem sich verengenden Grün dagegen wahnsinnig leicht. Penaltys gegen YB werden kaum gepfiffen werden – und wenn doch, wären diese völlig ungefährlich. Mein Forschungsteam hat dazu eine ebenso aufwendige aufschlussreiche Visualisierung gemacht.

Und wie soll das beim Seitenwechsel funktionieren?
Der YB-Platzwart übt bereits das Auslöschen und Neueinzeichnen der Linie und der Umbau der Tore. Den Greenkeepern kommt eine zentrale Bedeutung zu. Jeder Handgriff muss sitzen.Beim Ummarkieren in der Pause muss es schnell gehen. Chris (Spycher, Anm. d. Red.) Hauptaufgabe ist denn auch, das Greenkeeperteam geschickt zu verstärken. Gerry will, dass alle Positionen doppelt besetzt sind.

* John J. Johnson studierte an der Yale University in New Haven (Connecticut) und der Duquesne University in Pittsburgh, 2000 an der Sorbonne in Paris, 2001 am Girton College in Cambridge und von 2008 bis 2009 an der New York University (NYU). Er war dabei stets Studienkollege von Giuseppe Conte.

« Zur Übersicht

15 Kommentare zu “Revolutionäre Taktik”

  1. Lars Sohn sagt:

    Verlegung des Penaltypunkts

    Eine in Bern lieb gewonnene Tradition, in der Tat!

  2. spitzgagu sagt:

    Wurde letzten Sanstag in Münsingen getestet. Kam mir jedenfalls so vor.

  3. dres sagt:

    Und beim Gegner haben alle elf Spieler ab der 1. Spielminute Rot? Ja, dann vielleicht, aber nur vielleicht, wird YB gegen uns weniger hoch verlieren als üblich. Guten Morgen.

  4. Briger sagt:

    Das mit dem Xamax-Abo war keine gute Idee, Herr spitzgagu. Das hat der FC Solothurn halt mitbekommen und sich prompt keine Mühe mehr gegeben.

  5. Frau Götti sagt:

    Die beste Taktik ist ohne Zweifel, z.B.eine Niederlage über eine Kommunikationsagentur zu kommunizieren. Das findet dieser. Johnny sicher auch.

  6. spitzgagu sagt:

    Ach was, Herr Briger, der FCS weiss um meine welsche Liebe und stört sich nicht daran. Ich vermute eher, es hängt damit zusammen, dass am Samstag nach 45 Minuten das Fussballspielen einseitig vom FCS eingestellt wurde. Aber meine Erinnerung ist zugegebenermassen etwas lückenhaft. Sonnenstich oder so.

  7. Problemfan sagt:

    Wenn im Wankdorf von der Plastik auf LED umgestellt wird geht das mit dem Neumarkieren ganz schnell.

  8. Rrr sagt:

    Er war dabei stets Studienkollege von Giuseppe Conte.

    Das ist für mich eigentlich die Schlüsselinformation. Besten Dank hierfür, Herr Dokter.

  9. Natischer sagt:

    Ich verstehe glaubs den Gag nicht, aber vielleicht müsste ich mal wieder eine Zeitung lesen.

    Wer ist dieser Conte und bei welchem Verein spielt er?

  10. Klugscheisser sagt:

    Er spielt bei Avanti Popolo, Herr Natischer.

  11. Rrr sagt:

    vielleicht müsste ich mal wieder eine Zeitung lesen.

    Ist der Walliser Bote im Streik?

  12. dres sagt:

    Zeitung? Der RL-Newsletter alle paar Stunden reicht völlig um mehr als alles zu wissen.

  13. sitting dino sagt:

    über eine Kommunikationsagentur

    Seite nicht gefunden

    aha, so wird’s auf jeden fall klappen. was? alles.

  14. zuffi sagt:

    Braucht es bald Forza Giuseppe?