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Grandiose Gewinne

Herr Shearer am Donnerstag den 29. März 2018

Wie jeden Donnerstag: aktuelle Anlagetipps vom Runden Leder!

Get rich or die trying. Auch heute zeigen wir Ihnen wieder anhand zweier Beispiele, wie Sie mühelos an den grossen Reibach kommen. Fangen wir mit kleineren Brötchen an. Die geschickt platzierte Sportwette ist immer wieder ein gutes Rezept, um aus einen kleinen Betrag einen grossen zu machen, sonst fragen Sie mal jemanden, der vor der Saison 2015/16 Geld auf Leicester als Meister gesetzt hatte. Mit ein bisschen Insiderwissen ist es natürlich noch einfacher, richtig abzuräumen. Das hat gerade der Grossvater von Lewis Cook bewiesen. Er setzte vor gut vier Jahren 500 Pfund darauf, dass sein Enkel, der damals noch für das Reserveteam von Leeds spielte, einmal für die Three Lions aufgeboten würde. Vorgestern im Testspiel gegen Italien (1:1) war dann Zahltag: in der 71. Minute verliess Jesse Lingard das Feld und machte Cook Platz, der damit auch zum ersten Nationalspieler von Bournemouth wurde. Gewinn für den Grossvati: 17’000 Pfund. Herzliche Gratulation! Das war übrigens der zweithöchste Auszahlungsbetrag für eine Wette dieser Art; der höchste damit erzielte Gewinn waren 125’000 Pfund, welche 2013 an den Grossvater von Harry Wilson überwiesen wurden. Bereits als sein Enkel erst eineinhalb Jahre alt war, erkannte er dessen Talent und setzte darauf, dass er für Wales auflaufen würde. Den Wetteinsatz erhielt er 2’500-fach zurück.

Ein fünf- oder sechsstelliger Betrag ist sicher nett, aber im Milliardengeschäft Fussball nur Köbizeugs. Unser zweite Tipp ist bei erfolgreichem Ausgehen deutlich lukrativer, allerdings auch mit einem gewissen juristischen Risiko behaftet, weil möglicherweise nicht ganz vollständig legal. Sie kennen ja alle die netten Mails aus Schwellenländern, in denen man Ihnen reiche Beteiligung an namenlosen Konten verspricht. Das Prinzip  funktioniert auch im schönsten Sport der Welt, wie Lazio Rom beweist. Wie hätte man auch Verdacht schöpfen sollen? Immerhin trug das Mail, mit dem man Lazio zur Nachzahlung von zwei Millionen Euro für den Transfer von Stefan de Vrij aufforderte, das Emblem von Feyenoord Rotterdam und sah absolut echt aus. Also sprach nichts dagegen, das Geld auf das angegebene Konto zu überweisen. Stutzig wurde man erst, als man erfuhr, dass der Betrag gar nie beim holländischen Klub angekommen sei. Immerhin konnte der Geldfluss  ausfindig gemacht werden, er führte zu einem Konto bei einer holländischen Bank. Die Juristen von Lazio versuchen jetzt natürlich, den Betrag wieder zurückzuholen und die Trickser der Justiz zuzuführen. Sie sehen – möglicherweise muss die Methode noch etwas verfeinert werden. Wir empfehlen für solche Geschäfte wie immer die Nutzung eines diskreten Kontos in Panama oder einem anderen einschlägigen Land mit investitionsfreundlichem Klima. Viel Glück!

Fotos: skysport / daily star

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20 Kommentare zu “Grandiose Gewinne”

  1. Herr Maldini (C) sagt:

    Etwas viel Text, Herr Shearer, aber ich hielt durch und blieb bis zum Schluss dran. Sensationeller Beitrag!

  2. dres sagt:

    Zusammenfassung des langen Textes: Lazio ist doof. Hai appena rallegrato la mia giornata, Herr Shearer.

  3. Max Power sagt:

    Und trotzdem verlochen immer noch tausende Geordies Woche für Woche ihr hart verdientes von der Sozialhilfe erhaltenes Geld auf einen Sieg der Magpies….. w*****s.

  4. Durtschinho sagt:

    Herr dres, ich finde übrigens das gestern von Ihnen skizzierte Vorgehen – mit Umsicht zuwarten, die Lage immer wieder situativ zeitnah analysieren, gegebenenfalls entschieden die notwendigen Schritte einleiten – super. Genau so machen wir es!

  5. dres sagt:

    Abgemacht, Herr Durtschinho, wir sind sozusagen ein Führungsdreamteam. Strelli, Raphi, Lexi & Co Badehose dagegen. Zum Glück haben die uns!

  6. Aarhus GF sagt:

    puhh, Sie muten der leserschaft so früh am morgen einiges zu, herr shearer. aber okay, es lohnt sich.

  7. spitzgagu sagt:

    Ich investiere seit Jahren in Anlagen mit 4 bis 6 Prozent Rendite, eine gute Performance. Öfter auch in solche, die 12 bis 16 Prozent versprechen. Der Erfolg ist hält auch hier meist bis am nächsten Mittag an. Als äusserst nachhaltig erwiesen sich im Übermut getätigte Anlagen mit 40 und mehr Prozent.

  8. gavagai sagt:

    Zusammenfassung des langen Textes: Lazio ist doof.

    Warum immer so manichäisch, Herr dres? Sie sollten lernen, die Grautöne auch zu sehen. Gerade beim aktuellen Saisonverlauf ihrer Schweizer Mannschaften könnte das helfen.

  9. Aarhus GF sagt:

    sind Ihre “äusserst nachhaltigen” anlagen nicht manchmal ein wenig volatil? ich habe mir diesen begriff mal gemerkt und finde ihn einfach super. und jetzt, wo Sie so von investieren reden und so, kann ich ihn endlich sachgerecht verwenden.

  10. spitzgagu sagt:

    Also ich bin dann schon etwas volatil, so nach intensiven Investementereignissen, Herr Aarhus.

  11. dres sagt:

    Entschuldigen Sie bitte, Herr Gavagai, wenn ich Ihre Gefühle bezüglich Lazio verletzt haben sollte. Aber ich mag die Römer beide eher nicht wirklich extrem gut. Mit dem bisherigen Saisonverlauf bin ich hierzulande dagegen schon fast nahe am göttlichen Lichtreich: Der eine steigt auf, der andere entflieht noch dieses Wochenende der Finsternis.

  12. spitzgagu sagt:

    Und das Risiko, dass das Konstrukt zusammenbricht, ist latent vorhanden. Aber dagegen gibt es Vorsorgepläne in Brausetablettenform oder schlicht als Plastikbecken.

  13. Lars: L sagt:

    als Plastikbecken.

    Das wäre dann eine sog. Auffanggesellschaft.

  14. Shearer sagt:

    Ja, es ist etwas textlastig. Wenn man aber unsere Ratschläge sorgfältig befolgt, dann kann man sich für den Rest des Lebens die RL-Beiträge vom Butler vorlesen lassen.

  15. Van Gaal sagt:

    “Der Manichäismus war eine stark vom Gedankengut der Gnosis beeinflusste Offenbarungsreligion der Spätantike und des frühen Mittelalters. Er verlangte von seinen Anhängern Askese und ein Bemühen um die Reinheit, die als Voraussetzung für die angestrebte Erlösung galt.”

    jetzt hab ich wirklich mal was gelernt. Vielen Dank, Herr Gavagai

  16. spitzgagu sagt:

    Das wäre dann eine sog. Auffanggesellschaft.

    Wie immer in solchen Fällen zu Lasten der Allgemeinheit sprich der örtlichen Abwasserreinigungsanlage.

  17. Briger sagt:

    Herr dres bringt bezüglich Lazio nur auf den Punkt, was doch jeder heimlich über Lazio, Juve und Milan denkt. MkM.

  18. Rrr sagt:

    Und über alle anderen Mannschaften ausser YB.

  19. Frau Götti sagt:

    Manichäismus

    Herr Van Gaal! Ich kann im Fall auch Manichäismus! Eine weitere Fertigkeit von mir neben Latein und so, die ich auf dieser Welt nicht in bare Münze umtauschen kann.
    Dafür dürfen Sie mich jederzeit über die Wertigkeit von Licht bei dieser Religion usw. befragen und ich halte Ihnen gerne einen kleinen Vortrag.

  20. gavagai sagt:

    Erst jetzt wieder an Nachledern wegen BIP und langem Apero.
    @Herren dres und Briger: es geht mir hier beilebe nicht um Lazio!