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Die Kirsche auf dem Eis

Dr. Rüdisühli am Mittwoch den 14. März 2018

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Herr Doktor, Djibril Sow von YB freute sich am Sonntag über sein erstes Tor in der Super League. Dass es sogar ein besonders schönes Tor war, sei “die Kirsche auf dem Eis”.

Bei aller berechtigten Freude: Hat der junge Mann hier nicht ein schiefes Sprachbild verwendet? UAwg, P.G., B.

Lieber Peter, kein Zweifel: Das Tor ist das Salz in der Suppe, die wir mit dem Bade ausschütten, wenn der hängende Stossstürmer kein echter Zehner ist. Aber wir wollen alle fünf gerade sein lassen, denn vor dem Tor sind alle gleich, und wer zuletzt trifft, macht das Flutlicht aus.

Ein Djibril Sow würde sich allerdings nie in Sprachbildern verdribbeln. Vielmehr hat dieser begnadete Ballkünstler zwei Redensarten aus zwei verschiedenen Sprachen elegant miteinander verknüpft.

Zum einen meinte er die im Deutschen gebräuchliche “Kirsche auf der Torte”, also das Tüpfelchen auf dem i, auch bekannt als “Kirsche auf dem Sahnehäubchen”. Und wo befindet sich dieses Sahnehäubchen? Natürlich zuoberst auf dem Eisbecher, der englisch “Sundae” heisst.

Deshalb gibt es ja das berühmte Zitat des unvergessenen Action-Helden Paul Walker: “You know, all that really matters is that the people you love are happy and healthy. Everything else is just sprinkles on the sundae.” Wer diese Lebensweisheit verinnerlicht, mit dem ist stets gut Kirschen essen. Herzlich, Ihr Dr. Rüdsiühli

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29 Kommentare zu “Die Kirsche auf dem Eis”

  1. Geni Meier 2 sagt:

    Ich freue mich über diesen gastro-linguistischen Beitrag. Und auf die kirschenarme Spargelzeit.

  2. dres sagt:

    Der Gibril die Kirsche auf dem Eis und der Beat die Kugel auf dem Schnee. So passt es doch wie für alle. Gut, vorläufig erst fast alle.

  3. Val der Ama sagt:

    Einspruch, ich habe diesen Walker aber sowas von total vergessen.

  4. Frau Dr. v. Mueller-Fridau sagt:

    Präzise Analyse, aber etwas muss ich dennoch anmerken: nach jedem

    Zum einen

    Muss zwingend ein „zum andern“ folgen.

  5. Durtschinho sagt:

    Frau Dr., jetzt bin ich wie etwas verwirrt, wenn ich bedenke, dass das auf Englisch auch «icing on the cake» heissen kann – einmal ist die Kirsche obenauf, einmal ist es die Glasur. Und Sow hat ja mal in Gladbach gespielt, und dort ist dann das Eis halt das Sundae, es geht alles auf, und was für ein wundervolles Tor das war!

  6. xirah sagt:

    Mit Verlaub, Herr Dr. Rüdisühli, aber ich glaube, der Sprachdribbler meinte “icing on the cake”, aber das ist ja YB-Wurst, was Saucisson. Und jetzt geben Sie mich bitte die Kirsche!

    Ä Guätä!

  7. Khathran sagt:

    Ganz grosses Gastro-Tennis, Herr Dokter. Das schleckt keine Geiss weg.

  8. Frau Dr. v. Mueller-Fridau sagt:

    Ich werde mich jetzt hier nicht aufs linguistische Glatteis führen lassen, schon gar nicht im englischen Idiom, und verlasse diese Felder, wenn Sie gestatten. Auf ein andermal wieder.

  9. Frau Götti sagt:

    Uff, sie ist weg!

  10. dres sagt:

    Frau Dr. v. Mueller-Fridau, nicht so schnell! Was meinen Sie zu Eis am Stiel? Wäre das eher Ihr Feld?

  11. Phrasenschwein sagt:

    Ich glaube hier werde ich satt.

    Weil YB nimmt ja Spiel für Spiel, da noch nichts gewonnen ist.

  12. Rrr sagt:

    Icing, Frau Xirah?? Gelb wegen Randsport!

  13. Phrasenschwein sagt:

    Icing, Frau Xirah?? Gelb wegen Randsport!

    Wenn ihr unter Druck seid, dann nehmt ein Icing. Da könnt ihr dann kurz verschnaufen.

    #ichhabehunger

  14. Rudelbildende xirah sagt:

    Gopf, HeRrr Schiedsrichter, dieser Durtschinho hat vor mir gerandsportet und kriegt keine Gelbe?
    Geht ab und murmelt was von blindem Schiri.

  15. Newfield sagt:

    Uff, sie ist weg!

    Hugo äh hihi, Frau Götti. But anyway:

    Free Frau xirah, weil klar gibt es Icing im Fussball, da wird bei Bedarf sogar gedoppelt …

    … and Apéro!

  16. spitzgagu sagt:

    Zeigt Ihr Bild nun ein No-Touch- resp. Automatic I., Hybrid- I. oder doch eher ein Touch-I,, Herr Newfield?

  17. Und Fussiverband @ Frau xirah sagt:

    Das Finalspiel des Helvetia Schweizer Cups 2018 zwischen dem FC Zürich und dem BSC Young Boys wird um 14.00 Uhr angepfiffen (Sonntag, 27. Mai 2018).

  18. Durtschinho sagt:

    Mei, mei, Frau Xirah – Kartenfordern?

    Sie haben sich auf rutschiges Terrain begeben!

  19. Newfield sagt:

    Zeigt Ihr Bild nun ein No-Touch- resp. Automatic I., Hybrid- I. oder doch eher ein Touch-I,, Herr Newfield?

    Hm, meine Quelle sagt, dass es nicht mehr ganz frisch ist und West Hams Mittelfeldspieler Alex Song zeigt, nach einem Sonntagsspiel gegen ManUtd, womit wir wieder … aber ich schweife ab. Auch vom Apéro, and cheers!

  20. passiver attacker** sagt:

    apéro? ich hab jetzt gleich kriesengipfel. tami.

  21. spitzgagu sagt:

    Das Eis schmilzt eh! Apéro an der Sonne!

  22. Rrr sagt:

    Mei, mei, Frau Xirah – Kartenfordern?

    Der Fussiverband straft sofort, hättixeit.

  23. xirah sagt:

    Meine Herren, ich bin sehr hässig mit Ihnen (ausser mit Herr Newfield), aber dieser Verband schlägt doch em Pudel das Korn übern Zaun.

    Stützapero. aber subito.

  24. Rrr sagt:

    Na na, Frau xirah, jetzt lassen Sie mal die Kirsche im Dorf.

  25. Je sagt:

    Meine’ E’fah’ung nach fangen die Konfen um 9 an, daue’n dann, bis gegen halb zwölf die stimmb’üchigen Engelschö’e ve’stummen, um ‘echtzeitig in ein kleines Apé’o übe’zugehen, wäh’enddessen die geladenen Gäste fotog’aphisch vo’ dem Ki’cheneingang festgehalten we’den. Danach folgt das g’osse Konfessen, und es liegt an Ihnen, Mitfeie’nde in genügende’ Anzahl davon zu übe’zeugen, dass dann do’t de’ Cupfinal auf G’ossbildschi’m gezeigt wi’d, wäh’end sie die Ki’schen vom Coupe essen.

  26. Bäne II sagt:

    Lieber Herr Je. Ihre oft gelungenen Kommentare in Ehren, wann endlich gehen Sie zur Legastenikerin? Auch ein Running-Gag hat ein Ablaufdatum.
    Ok. Das geht mich nichts an. Einverstanden. YOUNG!!!

  27. maude sagt:

    BOYS!!!

  28. zuffi sagt:

    A propos Sprachbilder:
    Ich habe jetzt circa 4 1/2 Minuten lang versucht, folgenden Satz aus der Thuner Medienabteilung zu verstehen: «Wir wollen heller leuchten, als durch den Schein einer roten Laterne.»

    Ich geh jetzt mit dem GC-Materialwart in die Garage und versuche es in einer Stunde noch einmal.

  29. Je sagt:

    Ve‘eh‘te‘ He‘‘ Bäne II
    Es b‘äuchte zu’ Heilung wohl einen kleine‘en Schock, wie, sagen wi‘ mal, einen Titel fü‘ die be‘ühmten Be’ne’ Young Boys.