Logo

Wichtiges Wasserlassen

Rrr am Samstag den 13. Januar 2018

Wer nicht uriniert, der verliert.

Argentinien brachte es 1990 bis ins WM-Final – dank Elfmeterkiller Sergio Goycochea. Der Goalie war der Held der Penaltyschiessen gegen Jugoslawien und Italien (Viertel- und Halbfinal).

Sein Trick: Vor den Penaltyschiessen urinierte Goychoea, umringt von seinen Mitspielern, auf den Rasen. Gegen Jugoslawien habe er starken Harndrang verspürt, berichtete Goychoea viele Jahre später. Weil er nicht rasch in die Garderobe durfte, bildeten die Spieler künstliche WC-Wände um ihn. Weil das Glück brachte, wiederholten sie das Ganze im Halbfinal.

Anders lief es im Final. Da gabs zwar auch einen Penalty, aber schon während des Spiels. Ein spontanes Urinieren war nicht möglich. Deutschland siegte 1:0, dank dem Penalty-Tor von Andy Brehme.

Die Geschichte wurde diese Woche aufgewärmt, weil sich Argentinien mal wieder an die sonderbaren Methoden des Trainers Carlos Bilardo erinnerte. “Wir waren wie eine Sekte, und Bilardo war der Guru”, erinnerte sich Ricardo Giusti. Schon 1986 sei man zu einer Jungfrau in den Pampas gepilgert, um sich Beistand bei der WM-Mission zu sichern.

Mitspieler José Luis Brown erzählte dann noch die Geschichte vom Telefon. In der Kabine habe stets ein Telefon gestanden, das einmal klingeln musste, bevor das Team hinaus auf den Rasen durfte. Wer da anrief, wusste niemand ausser Bilardo. Dieser habe dann immer hastig den Hörer abgenommen, “hola” gesagt und wieder aufgelegt.

Hola.

(Foto: FIFA)

« Zur Übersicht

Ein Kommentar zu “Wichtiges Wasserlassen”

  1. Alleswisser sagt:

    hervorragender Beitrag, welcher selbst mir neues Goalie-PWissen vermittelt.

    Und jetzt wieder retour zu den Zwischenschwüngen vür dem Brüggli-S.