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Bonusneid und Malusleid

Rrr am Sonntag den 9. Juli 2017

Endlich wissenschaftlich nachgewiesen: Der Basel-Bonus. 

Ein Forscherteam der RL University untersuchte alle 180 Spiele der letzten Super-League-Saison. “Wir registrierten alle Karten, die von den Referees gezückt wurden, und gewichteten sie nach Schwere: Gelb, gelbrot, rot. Dazu kamen weiche Kriterien, zum Beispiel, wie schleimig die Schiedsrichter von Klub-Offiziellen und Zuschauern behandelt wurden. Dabei stützten wir uns auf die offiziellen Schiedsrichterrapporte.

Aus dem Zahlenmaterial erstellten wir mit Hilfe des Softwareprogramms “Excel” eine Tabelle. Faustregel: Je öfter eine Mannschaft von Übergriffen der Schiedsrichter verschont wurde, desto tiefer ihre Punktebelastung. Das Resultat ist eindeutig. 

“Der Verdacht hat sich also erhärtet”, fasst der Studienleiter Herr Rrr zusammen. “Bei Basler Spielern zücken die Referees viel seltener eine Karte als bei allen anderen Spielern. Warum das ausgerechnet beim finanzstarken und einflussreichen Liga-Krösus so ist, wissen wir nicht.”

Überdurchschnittlich gut weg kommen auch Thun und Luzern. Hier spielt vermutlich der Mitleidsfaktor die entscheidende Rolle. Danach folgt das Mittelfeld mit den ganz normalen Punktzahlen, wie sie eigentlich alle Teams ausweisen sollten – denn auf die Länge der Saison gleicht sich alles aus, das weiss jeder Fachmann. 

Am Ende der Tabelle: Die Berner Young Boys. Keine andere Mannschaft wird so oft von individuellen Bestrafungen heimgesucht wie YB. “Wir Experten sprechen vom sogenannten  YB-Malus”, sagt Herr Rrr.

Nichtsdestotrotz warnt der Studienleiter vor billiger Polemik. “Wir müssen die Zahlen zuerst vertieft analysieren und die Erkenntnisse konkretisieren. Aber wahrscheinlich wäre es schon gut, wenn auch die  Young Boys mal den einen oder anderen Schiedsrichter kaufen. “

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10 Kommentare zu “Bonusneid und Malusleid”

  1. passiver attacker** sagt:

    das isch e mol e roi!

    weiss man schon wie es dem kevin geht?

  2. Problemfan sagt:

    Ich mag die Diskussion um den Baselbonus. So lange diese besteht wird YB die Ursache der Titelresistenz nie bei sich selbst suchen.

  3. Rrr sagt:

    Sie zweifeln an der Wissenschaft, Herr Problemfan?

  4. Briger sagt:

    So lange 10 Baseler den Schiri bei jeder Aktion ungestraft einrudeln und lautstark bemotzen dürfen, bleibt die Diskussion um den Baselbonus bestehen.

  5. Baresi sagt:

    YB ist der Taulant Xhaka der RSL-Mannschaften, eine kleine Überraschung darf man sagen

  6. Problemfan sagt:

    Nein Herr Rrrr, ich zweifle nicht an der Wissenschaft. Zumindest so lange nicht wie sie nachvollziehbare Methoden verwendet.
    Aber ich zweifle dass der Grund für 30 Jahre Erfolglosigkeit im einem “Baselbonus” zu suchen ist. Bei YB stinkt der Fisch schon lange vom Kopf her. So lange der Verein mit den Rihs-Brüdern Sponsoren hat denen diese Gschmeggle aus der Chefetage nicht auffällt wird sich aber nichts verändern.
    Der echte Bonus der Basler wurde seit der Ära Edelmann in deren Vereinsführung erarbeitet. Wer daran zweifelt kann sich gerne mit den Juniorenverantwortlichen anderer Stadtvereine über die Gepflogenheiten bei der Nachwuchswerbung bei YB unterhalten. Da zählt ein gesponsorter Matchball mehr als das Talent im Kontakt mit ihm.

  7. Natischer sagt:

    Carlos Varela, Herr Baresi.

  8. Baresi sagt:

    Sie möchten jemanden mit mehr YB-Bezug, Herr Natischer? In dem Fall ist es Reni Steffen.

  9. Natischer sagt:

    Nicht unbedingt YB-Bezug, Herr Baresi, aber der Typ sollte doch wenigstens 0.1 Sympathie-Punkte aufweisen können.

  10. Bruno sagt:

    Viele Schiris gehören zu der Kategorie Modefans, die sich ganz einfach immer wieder einmal darüber freuen wollen, wenn ein Klub aus der Schweiz einen “Grossen” aus einer wichtigen Liga in der Champions League schlägt. Und das trauen sie momentan dem Baseler am meisten zu. So simpel. Et puis voilà quoi.