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Begehrte Brands

Herr Shearer am Donnerstag den 8. Juni 2017

Juhui, das alljährliche Ranking der beliebtesten Marken ist da!

Die Firma Brandfinance untersucht regelmässig ganze Branchen auf ihre Wertigkeit. Sicher haben Sie schon einmal von dieser Hitparade gelesen, wo es darin um den monetären Wert von Markennamen geht. Das ist auch von denen. Und jetzt haben die sich den Fussball etwas näher angeschaut, weil da kann man ja auch dick Kohle einfahren. Touristen zahlen gerne astronomische Preise, um zum Beispiel in “Theatre Of Dreams” genannten Arenen mit 50’000 anderen Touristen zusammen 22 Männern beim Ballnachjagen zuzugucken. Danach kaufen sie dann noch den Fanshop leer und wenn sie zurück daheim sind, überweisen sie Pay-TV-Kanälen horrende Summen, um ihre Lieblinge auch noch jedes Wochenende in der Glotze zu schauen. All das zusammen sorgt dafür, dass aus Fussballvereinen globale Marken werden. Ganz dick freuen dürfen sich darob und also über den Wert ihres “Brands” die Besitzer von Manchester United (1’733’000’000 Dollar! AAA+!) oder Real Madrid (1’419’000’000 Dollar! AAA+!). Und auch die Bayern aus München natürlich, zwar nur AAA und ohne Plus, welche Sie hier gerade bei der Eröffnung ihrer China-Niederlassung sehen.

Interessant, aber nicht unbedingt überraschend: 45,7 Prozent des Wertes der  Top 50 entfallen auf Teams aus England und Wales, darauf folgen Spanien, Deutschland, Italien und Frankreich. Der Rest macht dann noch 0,3 Prozent aus. Ihre Lieblingsmannschaft spielt in der Schweizer Liga und hat ergo keine Chance, im Konzert der Superreichen und Superwertvollen mitzuspielen? Sie liebäugeln damit, sich eine Zweitmannschaft zuzulegen? Dann gibt Ihnen der vollständige Report umfassende Hilfestellung bei der Auswahl. Unser Geheimtipp ist übrigens Newcastle United. Der sympathische Klub, welcher nach einem Betriebsunfall die letzte Saison Ferien von der Premier League hatte und glatt wieder aufgestiegen ist, ist der Klub mit dem grössten Wertzuwachs.

Auf alle Fälle empfehlen wir Ihnen, sich den ganzen Bericht farbig auszudrucken und in den tollen Tabellen und Diagrammen zu schwelgen.

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16 Kommentare zu “Begehrte Brands”

  1. Problemfan sagt:

    Emmmm, bei Real ist das AAA+ der Markenwert und nicht das Kreditrating?
    Weil das Zweite… naja…

  2. dres sagt:

    Meinen begehrtesten Brand habe ich beim Bier (siehe vorigen Beitrag).

  3. spitzgagu sagt:

    Reparaturbier olé, Herr dres!

  4. dres sagt:

    Jetzt nach dem dritten Apéro kommt mir plötzlich eine wahnsinnig intelligente Frage an unsere Diagramm-Fetischisten in den Sinn: Gibt es irgendwo auf der Welt eine Liga, in welcher der Drittplatzierte – wie bei uns der Italiener – ein negatives Torverhältnis hat? Bzw. alle bis auf den Sechsten wo beschissen wurde negativ sind bis zum Letzten? Hopp an die Arbeit. Die Antwort ist vermutlich nein, aber ich will eine farbige Tabelle.

  5. Briger sagt:

    Wie viel zahlen Sie?

  6. dres sagt:

    Wie viel hat der Alte bezahlt? Wie viel der Neue?

  7. Briger sagt:

    Der Neue bezahlt nicht schlecht, weil die Spesen für Rothrist fallen jetzt weg.

  8. dres sagt:

    Dann bezahle ich den Altentarif. Einmal weniger WC putzen pro Woche.

  9. Val der Ama sagt:

    Es ist nicht nur Rothrist. Ich konnte dank der Umstellung von Jahrgangschampagner auf sensationelles Bier und dem Verzicht auf “Gesundheitsmassagen” ungefähr 80% des Redaktionsbüros einsparen.

  10. Max Power sagt:

    ungefähr 80% des Redaktionsbüros einsparen.

    Ist das jetzt nicht ein Bisschen eng? Oder ist Herr Briger deswegen wider öfters an der BTO?

  11. Val der Ama sagt:

    Ächz, -budgets heisst es. Stuhl Autokorrektur.

  12. Briger sagt:

    Das ist eine imfame Unterstellung, Herr Power. Ich bin nie in der BTO. Ausser im Sommer dann zwischen Mitte Juli und Mitte August im Exil.

  13. Briger sagt:

    Und nein, Herr dres, ich mache es nicht.

  14. Sgt.Pepper sagt:

    BTO ?
    Ähh…

  15. Bäne II sagt:

    Eine Zweitmannschaft? Nein danke.
    Ausserdem ist mein Toner gerade leer.

  16. nadisna sagt:

    Was sol ich mit einer Zweitmannschft – ohne speziellen Bezug.

    Man sieht sowieso nur mit dem Herzen gut Fussball, wie Herr Saint-Exupéry richtig feststellte.