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Fussballer sind Tiere (6)

Harvest am Mittwoch den 15. März 2017

Herzlich willkommen zur sechsten Folge unserer beliebten Serie „Fussballer sind Tiere“.

Fussballer werden oft wütend und ticken dann aus. Gründe für diese Wut sind entweder Frustration (über eigenes Versagen oder Fremdverschulden) oder Provokation. Als Beispiele dienen hier Taulant Xhaka, der frustriert ist über seine Auswechslung (also Fremdverschulden, nämlich des Trainers):

Und Cristiano Ronaldo, der sich vom Sevilla Spieler provoziert fühlt:

Beide Situationen lösen bei den Spielern Wut aus. Dabei reduziert sich die Aktivität in einem Teil des Gehirns direkt hinter der Stirn, dem sogenanten Frontalhirn, das auch für logisches-mitfühlendes Denken zuständig ist.

Dieser spezielle Teil des Frontalhirns der anteriore cinguläre Cortex (kurz ACC) ist eine Art Konfliktmanager und dafür zuständig, Probleme zu melden und zu lösen. Gleichzeitig kontrolliert und reguliert er unsere Reaktionen – eine verminderte Aktivität bedeutet also höhere Bereitschaft zu impulsivem Verhalten.
Gleichzeitig erhöht sich die Aktivität der Amygdala (dem Aggressions- und Alarm-Areal des Gehirns), die auch wegen ihrer Form Mandelkern genannt wird. Die Amygdala hat unter anderem die Funktion, Bedrohungen schnell zu erkennen und Abwehrreaktionen einzuleiten.

Diese Reaktionen können wir nur bedingt steuern und sie sind auch bei unseren Verwandten erkennbar. Vergleichen Sie die Reaktionen der Fussballer mit der eines frustrierten Kapuzineraffen, der statt einer Traube nur ein Stück Gurke erhält:

Mehr zum interessanten Experiment mit den Kapuzineraffen finden Sie hier.

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10 Kommentare zu “Fussballer sind Tiere (6)”

  1. 12er sagt:

    Guten Morgan!

    Ich mag den Affen. Toller Beitrag.

  2. Harvest sagt:

    Welchen, Herr 12er?

  3. 12er sagt:

    Den biologischen Affen natürlich.

    Den im roten Shirt brauchts nicht am Morgen. Eigentlich brauchts den gar nicht. MM.

    Amygdala (dem Aggressions- und Alarm-Areal des Gehirns), die auch wegen ihrer Form Mandelkern genannt wird. Die Amygdala hat unter anderem die Funktion, Bedrohungen schnell zu erkennen und Abwehrreaktionen einzuleiten.

    So ein Teil sollte jeder YB Verteidiger haben. Ich muss das Wuschu melden.

  4. Durtschinho sagt:

    Interessanter Beitrag, Herr Harvest. Ich finde, allen, die das hier nicht gut finden, gehört SOWAS von eins paniert!

  5. Frau Götti sagt:

    Gurke statt Traube, das ist schon Grube.
    Biologen sind Stuhl, Affen und Herr Harvest oléolé.

  6. dres sagt:

    HERR BRIGER HAT MICH GESTERN ABEND AUSGELACHT!!!!!!!! TAMI TAMI TAMI!!!!
    Guten Morgen. Diesem Ronaldo fehlts ein wenig an Humor. Hopp Thun.

  7. Rrr sagt:

    Ah, jetzt begreife ich, was Murat Yakin mit “Gurkenliga” meinte.

  8. spitzgagu sagt:

    Gurke geht nur mit Hendricks, da hat der Affe schon recht. Aber Trauben, kann man die wirklich roh und unvergoren zu sich nehmen? Ich weiss ja nicht.

    Könnte intensives Kopfballtraining die Funktion gewisser Hirnfunktionen bei Tschütteler vermatschen? Oder gibt es eine genetische Prädisposition zum Fussballer? Träfe Zweiteres zu, hätte ich eine Antwort auf mein klägliches Scheitern beim Versuch, Profifussballer zu werden. Ersteres böte zumindest ansatzweise Erklärungen für meine immer mal wieder akute Tippfehleritis.

  9. Alleswisser sagt:

    vielen Dank für diesen hervorragenden Beitrag.

  10. Herr Lich sagt:

    Der Kapuzineraffe ist zwar nicht der grösste Affe der drei, hat aber eindeutig die beste Wurftechnik.