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Traumberuf (2)

Harvest am Mittwoch den 22. Februar 2017

Haben wir nicht alle davon geträumt beruflich Sport zu schauen? Die Berner Zeitung ermöglicht Ihnen nun diesen Traum. Das Runde Leder lässt Sie aber nicht im Regen stehen und lehrt Sie die wichtigsten Fertigkeiten. Heute: Das Interview.

Ein Interview mit einem Fussballer unterscheidet sich eigentlich kaum von einem Gespräch mit Ihrem/r Kumpel/in am Stammtisch. Lassen Sie einfach die hässlichen Worte weg. Beachten Sie zudem folgende Tipps:

  • Die Leser interessieren sich hauptsächlich für die Gefühlswelt der Fussballer. Fragen Sie deshalb bei jedem Interview zuerst, wie sich der Fussballer fühlt. Lassen Sie sich nicht mit lächerlichen Allgemeinplätzen abspeisen. “Ich bin einfach glücklich, dass wir gewonnen haben”. Blödsinn! Haken Sie nach.
  • Vermeiden Sie taktische Fragen. Die Leser wollen den Menschen kennenlernen. Fragen Sie, welche Gefühle hochkommen bei diesem speziellen Spiel (es ist immer ein spezielles Spiel!).
  • Nie falsch ist die Frage nach der Zukunft. Glauben Sie keinem Fussballer, dass er beim Club bleiben will. Bleiben Sie dran, stellen Sie die Frage etwas um. Vergessen Sie dabei nie zu ergründen, wie sich der Interviewte fühlt in dieser Angelegenheit.
  • Eine Mannschaft ist wie eine Familie. Die Spieler sehen sich täglich und sind grossem Druck ausgesetzt. Wie ist die Stimmung in der Mannschaft? Und vor allem, wie fühlt sich der Spieler dabei?
  • Jedes Interview muss diese Frage enthalten: “Wie fühlen Sie sich, wenn die Medien immer wieder die gleiche Frage stellen?”

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25 Kommentare zu “Traumberuf (2)”

  1. Herr Maldini (C) sagt:

    Angenommen, die Person gegenüber ist nicht aus dem Fussball (es gibt ja noch andere Sportarten, hört man)? Was müsste ich da machen?

  2. Harvest sagt:

    Das ist ein Fussballblog, Herr Maldini, leben Sie Ihre perversen Neigungen anderswo aus.

  3. Herr Maldini (C) sagt:

    Aber bei der BZ könnte es doch passieren, dass man mit übelst Randsport zu tun hat, könnte es nicht? Das Inserat handelt ja bereits zu 2/3 davon. Sie führen die Leserschaft in die Irre!!

  4. Harvest sagt:

    Fragen Sie im Randsportblog Ihres Vertrauens, Sie Grüsel.

    *flüster*
    Unter uns, für Interviews mit anderen Sportlern gelten diese Richtlinien natürlich auch. Oder glauben Sie, dass sich ein primitiver Eishockeyfan nicht für das Gefühlsleben seines Idols interessiert?

  5. Herr Maldini (C) sagt:

    Keine Ahnung, mit Eishockey kenne ich mich nun wirklich nicht aus.

  6. Lars Sohn sagt:

    Soweit ich weiss haben nur Fussballer, Skispringer und OL-Läuferinnen echte Gefühle. Und deren Fans natürlich auch. Alle anderen entwickeln höchstens Altersmilde, aber das dauert.

  7. dres sagt:

    Kann man auch Wortspiele machen bei Interviews? Dürfte man bspw. den Jürgen fragen, ob er mit seiner bekloppten Taktik ernsthaft an den Erfolg glaubt beim Brexitler?
    Mein Problem ist, dass mich Fussballer und deren Umfeld schlicht nicht interessieren. Die sollen mir die Fragen stellen, nicht umbekehrt. Soll ich das der BZ sagen? Weil die wollen mich unbedingt.

  8. Je sagt:

    Wo’rspiel sind imme’ gut, He’m d’es! Benutzen Sie auch mit Vo’teil die F’emdwö’te’ falsch.

  9. Je sagt:

    Wo’tspiele, ich meinte Wo’tspiele.

  10. dres sagt:

    Hell Je, Hell Je! Hell Looney kommt zu uns spielen!!!

  11. Rrr sagt:

    Was ging in Ihnen vor, als Sie den Beitrag verfassten, Herr Harvest? Was ist das für ein Gefühl, wenn man fürs Runde Leder schreibt? Und vor allem: Ist es eine Herzensangelegenheit, oder machen Sie es wegen dem Geld?

  12. Harvest sagt:

    Ich bin nur einer von vielen, Herr Rrr. Wichtig ist der Blog und dass die Leser zufrieden sind. Geld spielt keine Rolle, ich würde auch nicht wegen eines besseren Angebots wechseln, schliesslich fühle ich mich wohl hier und die Leser sind die besten der ganzen Schweiz, wenn nicht sogar der ganzen Welt. Ich bin froh, wenn ich dem Runden Leder helfen kann.

  13. Mamablog sagt:

    Wir zahlen Ihnen 10 Prozent mehr Lohn für 30 Prozent weniger Arbeit, Herr Harvest. Deal?

  14. Harvest sagt:

    Geld ist mir nicht wichtig, Frau Mamablog. Das Umfeld muss stimmen. Treffen wir uns heute Mittag im Bellevue und besprechen das.

  15. Val der Ama sagt:

    Und wie bezahlt dieser Mamablog? Mit Muttermilch? Aptamil? Darvida oder Gemüsestängeli?

  16. Harvest sagt:

    Ich werde Sie am Nachmittag informieren, Herr der Ama, vielleicht findet sich für Sie auch was. Aber sagen Sies nicht dem Chef.

  17. Rrr sagt:

    So, ich bin zurück von der Besprechung mit “Elf Freunde”. Die suchen dort einen gut aussehenden Real-Madrid-Spezialisten. Ich muss es mir aber noch kurz überlegen.

    Bei Ihnen alles ok, meine Herren?

  18. spitzgagu sagt:

    Gefühle bei Fussballspielern? Who cares? Können die solches überhaupt artikulieren? Und wenn sie’s tun, dann kriegen sie doch wohl den Fussipussyaward, oder? Oh, da habe ich gerade ein Geschäftsmodell des RL aufgedeckt. Clever, meine HeRrren.

  19. Harvest sagt:

    Sie sind ein gefühlsloser Stock, Herr spitzgagu. MM.

  20. Durtschinho sagt:

    Oh, eine namhafte Publikation bedrängt mich quasi andauernd, weil die jemanden für das Ressort «Konsumentenschutz» und «Musikvideos» suchen. Aber ich denke, dass ich dem Runden Leder nicht untreu werde.

    Moment, Telefon klingelt schon wieder.

  21. Rrr sagt:

    Also die Bilben konnten ihre Gefühle sehr gut artikulieren, damals in Bern. Sogar nonverbal.

  22. spitzgagu sagt:

    Das war jetzt fies, Herr Harvest. Sie dürfen doch nicht einfach Stöcke beleidigen.

  23. Harvest sagt:

    Herr Briger, nun hat sich auch Herr spitzgagu noch für die Pussy beworben.

  24. spitzgagu sagt:

    Aha, weil ich mich für wehrlose Randgruppen einsetze? Ich freue mich schon auf meinen Wahlsieg – obwohl, ist Freude ein gefühl? Bin gespannt, ob ich dann was empfinde. Im Moment ist es vorallem Durst.

  25. gavagai sagt:

    Gespräch mit Ihrem/r Kumpel/in am Stammtisch

    Vergessen Sie dabei nie zu ergründen, wie sich der Interviewte fühlt in dieser Angelegenheit.

    Verstehe ich ihre These richtig, Herr Harvest: Kumpel reden am Stammtisch über ihre Gefühle.