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Effektives Fantum (2)

Harvest am Mittwoch den 22. Juni 2016

Mit der ersten Frage des effektiven Fantums haben wir uns bereits befasst. Wir lassen Sie aber nicht im Regen stehen und helfen Ihnen auch, die weiteren Fragen zu beantworten.

Als Erinnerung noch einmal die fünf Fragen:
– Wie viele Menschen profitieren davon und in welchem Mass?
– Ist dies das Wirksamste, das Sie tun können?
– Ist dies ein vernachlässigter Bereich?
– Was wäre andernfalls geschehen?
– Wie gut sind die Erfolgsaussichten und wie viel wäre ein Erfolg wert?

Wir steigen direkt bei der zweiten Frage ein.

Ist dies das Wirksamste, das Sie tun können?

fczNun, die Wirkung eines einzelnen Fans hängt natürlich davon ab, wie viele Fans der Club schon hat. In Thun, zum Beispiel, wären Sie als Fan schon sehr wirksam, Sie würden (falls Sie mit der ganzen Familie antraben oder sogar noch Freunde motivieren können) die Fanzahl vervielfachen. Da können Sie als gewöhnlicher Fan schon sehr viel bewegen.
Doch wir dürfen nicht vergessen, dass es viele andere Möglichkeiten gibt, seinem Club zu helfen, wir dürfen das effektive Fantum nicht auf den fahnenschwingenden Schreihals beschränken. Nehmen wir die beiden Zürcher Clubs, seit Jahren spielen sie in einem Leichtathletikstadion und die Bevölkerung wehrt sich dagegen, ihnen eine vernünftige Heimat zu schenken. Da bewegen Sie viel mehr, wenn Sie abstimmen gehen oder sogar Abstimmungskampf betreiben.
Sie können aber auch viel verändern, wenn Sie als talentierter Torwart oder gar Feldspieler bei Ihrem Verein anheuern. Allerdings, und das ist auf keine Weise beleidigend gemeint, sind die meisten von Ihnen kaum talentiert genug und/oder schon zu alt für diese Option. Vielleicht sind Sie aber ein echter Fussballexperte und können junge Talente besonders gut erkennen oder Sie sind unschlagbar im Marketingbereich, auch so können Sie Ihren Club vorwärtsbringen. Fragen Sie doch mal an, vielleicht haben sie nach genau Ihnen gesucht.
Zu guter Letzt bleibt natürlich die Möglichkeit Geld in den Club zu buttern. Haben Sie geerbt? Oder verdienen Sie unanständig viel? In diesem Falle könnte das der Weg sein, den Sie als effektiver Fan gehen sollten.


Ist dies ein vernachlässigter Bereich?

Vernachlässigt kann in diesem Fall verschiedenes bedeuten. Zum einen kann ein Club vernachlässigt werden von der Bevölkerung, was sich darin zeigt, dass niemand die Spiele besucht (GC, Thun, …), dies ist die offensichtlichste Vernachlässigung. Es kann aber auch sein, dass Ihr Club von Geldgebern (aktuellstes Beispiel: Biel) oder fähigen Funktionären (Luzern) sträflich vernachlässigt wird oder dass die Vernachlässigung daher rührt, dass ein Randsportclub die volle Aufmerksamkeit und den vollen Erfolg geniesst (YB).
Es hängt also stark davon ab, wie Sie Ihren Club effektiv unterstützen, da jeder Verein unter anderen, sehr spezifischen Vernachlässigungen leidet.

Zum Schluss noch zwei Bemerkungen:
– Das absolut Wirksamste, dass Sie tun können (und das sogar für die ganze Fussballgemeinde), ist, das FIFA-Präsidium zu übernehmen, da wäre wirklich allen geholfen.
– Der einzige Schweizer Club, der keine Vernachlässigungen erfährt (und deshalb auch nicht unterstützt gehört) ist der FC Basel.

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20 Kommentare zu “Effektives Fantum (2)”

  1. Durtschinho sagt:

    Meinem Anliegen, auch die VISIBILITÄT in diese Betrachtung einfliessen zu lassen, sind Sie ERNEUT nicht nachgekommen.

    Sie, Herr Harvest, haben sich wohl gedacht: «Ach, der alte Durtschinho wird es bis zur zweiten Folge schon wieder vergessen haben, dass er diesen Parameter auch berücksichtigt haben wollte!»

    Soviel zum «Servicegedanken» auf der Redaktion; und soviel zum Umgang mit älteren Mitmenschen!

    Vielen «Dank»!

  2. Harvest sagt:

    Lieber Herr Durtschinho. Ich danke Ihnen herzlich für die konstruktive Kritik, die ich sehr ernst nehme. Ich werde intern prüfen inwiefern mir hier ein Fehler unterlaufen ist und Sie nach den ausführlichen Untersuchungen über deren Ausgang informieren.
    Ich hoffe, Sie als Leser nicht zu verlieren und sende Ihnen als kleine Anerkennung ein Busserl.

  3. Val der Ama sagt:

    Das tut mir jetzt alles Leid, Herr Durschtinho. Hier, für Sie:

  4. Harvest sagt:

    Lieber Herr Durtschinho. Eine weitreichende Untersuchung der internen Prozesse hat gezeigt, dass mir kein Fehler unterlaufen ist. Ihr (berechtigter) Hinweis bei der letzten Folge wurde berücksichtigt, allerdings erwies er sich bei dieser Folge als nicht zielführend. Ich hoffe, Ihnen das nächste Mal mit der Visibilität dienen zu können.

  5. Durtschinho sagt:

    Meine Herren!

    Ich entschuldige mich hiermit in aller Form dafür, dass ich (möglicherweise) etwas forsch kommentiert habe, und ich übernehme selbstverständlich die VOLLE VERANTWORTUNG dafür!

    Wie ich erfreut feststelle, ja, feststellen darf, funktionieren die Mechanismen der internen Qualitätssicherung auf der Redaktion – ich hätte NIEMALS etwas anderes erwartet! Besten Dank für das schöne Bussi, und wieso bin ich eigentlich so generös und überhaupt gut drauf, es wird wohl einfach das SChÖNE LIED sein, ich MUSS einfach wippen, wenn das läuft, besonders schön finde ich die Mickey-Stimme, da will ich gleich FUSSI SCHAUEN!!!

  6. Harvest sagt:

    *intern*

    Wir müssen Herrn Durtschinho im Auge behalten, ich glaube, der hat getrunken. Zudem wird er aufmüpfig, wir sollten die Revolution im Keim ersticken.

  7. Blog Bronco sagt:

    *intern*

    Einkassieren und ruhigstellen?

  8. Harvest sagt:

    *intern*

    Gemäss internen Richtlinien müssen wir dafür das OK des Chefs einholen, wir wollen ja korrekt bleiben. Sie hören von uns, Herr Bronco.

  9. Durtschinho sagt:

    Da wird Blog Bronco aber staunen, wenn ich meinen grossen Bruder hole!

  10. Harvest sagt:

    INTERN, Herr Durtschinho, das war INTERN!

  11. Rrr sagt:

    Apropos Visibilität: Das EURO-Tableau hat Schlagseite.

  12. imi sagt:

    Wir müssen Herrn Durtschinho im Auge behalten, ich glaube, der hat getrunken. Zudem wird er aufmüpfig, wir sollten die Revolution im Keim ersticken.

    Guten Morgen. Wenn ich Sie wäre, Herr Harvest, dann würde ich Herrn Durtschinho sofort als Pressesprecher engagieren. Dann ist er institutionell und organisatorisch an das RL gebunden und so juristisch abgestimmte Statements kann er ja gut, wie man heute morgen sieht.

  13. Harvest sagt:

    *intern*

    Ich hätte da einen Vorschlag, wir könnten Herrn Durtschinho als Pressesprecher engagieren. Dann ist er institutionell und organisatorisch an das RL gebunden und so juristisch abgestimmte Statements kann er ja gut, wie man heute morgen sieht.

  14. Lars Sohn sagt:

    *intern*

    Herr Durstinho hat immer noch einen Knebelvertrag als Leser bis 2027. Können wir diesen einfach so, ich meine, ohne dass sich daraus juristische Probleme ergiessen, in einen Anstellungsvertrag umwandeln?

  15. Val der Ama sagt:

    *intern*

    Nach Abklärung mit Rechtsdient (intern): Ja, kein Problem, Herr Sohn. Einfach entlassen und zu noch schlechteren Arbeitsbedingungen wieder anstellen. Wie immer eigentlich.

  16. imi sagt:

    Vielleicht hat Herr Durtschinho aber einen guten Berater (bspw. den Bruder von Shaqiri) und dann wird es schwierig für Sie, liebe Redaktion.

  17. Durtschinho sagt:

    Ich habe imfall die Nummer vom Kassensturz.

  18. dres sagt:

    Ein hervorragender Beitrag, Herr Harvest!
    Beim Querlesen habe ich eigentlich nur ‘Thun’ gesehen – so kann der Tag beginnen.

  19. imi sagt:

    Fantum ist eigentlich ein sehr schönes Wort. Eine Mischung zwischen Elefant und Phantom. Das trifft eigentlich auch auf einige Fans ganz gut. Und nach dem Spiel gibt es dann ein “Fantum Trost” für den Verlierer.

  20. Briger sagt:

    Das Euro-Tableau hat Schlagseite.

    Haha, Wales und Kroatien verderben der Uefa die Party. Janu, ich finds toll, gibts mal neue Viertel- und Halbfinalisten als sonst.