Logo

Bluthunde in Zürich

Herr Pelocorto am Donnerstag den 4. Juni 2015

Der FIFA-Skandal eskaliert. Liegt auch bei der Abstimmung über das FIFA-Stadion in Zürich ein Betrug vor?

Getreu ihrem Motto Fidelity, Bravery, Integrity lässt das FBI nicht locker, wenn es Delikten auf die Schliche kommt. Die gesichteten FIFA-Unterlagen aus den letzten 15 Jahren sowie die ersten Informationen der inhaftierten Funktionäre haben das Interesse des FBI nicht nur auf die Vergabeverfahren für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 gelenkt, sondern auch auf das sogenannte FIFA-Stadion in Zürich. Sie erinnern sich vielleicht, dass die FIFA seinerzeit der Stadt Zürich mit 20 Mio. Franken unter Arme greifen wollte für das neue Stadion auf dem Hardturm.

Seltsamerweise kam alles anders. Bei der Volksabstimmung am Sonntag, 22. September 2013 wurde der Objektkredit hauchdünn abgelehnt (53’058 Nein, 51’311 Ja). Das Zufallsmehr von nur gerade 1’747 Stimmen hat die amerikanische Behörde mehr als misstrauisch gemacht. Es gebe klare Hinweise, dass an Stimmzetteln Manipulationen in Form von handschriftlichen Eintragungen vorgenommen worden seien. Angeblich verlangt jetzt das FBI von der Stadt Zürich die Herausgabe aller Stimmzettel sowie eine Adressliste mit einer personengenauen Zuordnung der Stimmzettel. Anschliessend müssen die Stimmbürger in Washington unter Eid aussagen, ob der Stimmzettel a) von ihnen eigenhändig ausgefüllt worden sei und ob b) das «Ja» beziehungsweise das «Nein» ihre damalige Haltung widerspiegle.

Die Redaktion des Runden Leders begrüsst diese jüngste Entwicklung ausdrücklich und geht davon aus, dass mit der Unterstützung durch die amerikanischen Behörden auch einige der krassesten Fehlentscheide im Schweizer Fussball endlich korrekt aufgearbeitet und korrigiert werden.

« Zur Übersicht

16 Kommentare zu “Bluthunde in Zürich”

  1. Shearer sagt:

    Hoffentlich sieht der Blöd am Abend-Praktikant das nicht…

  2. Watson, 10vor10, 20Minuten sagt:

    Wir haben es zuerst gesehen!!!

  3. Rrr sagt:

    Was ist mit Personen, die seit dem Urnengang in die Urne gingen, also verstarben?

  4. Baresi sagt:

    krassesten Fehlentscheide im Schweizer Fussball endlich korrekt aufgearbeitet und korrigiert werden.

    Also auch das Wiederholungsspiel wegen Schnee in La Chaux-de-Fonds damals gegen Xamax?

  5. nadisna sagt:

    Ein hübsches Stadion haben Sie da in Zürich.
    Na ja, etwas blass vielleicht..

  6. Rrr sagt:

    Es hat letzte Nacht geschneit in Zürich, Frau nadisna.

  7. Wirrkopf Walter sagt:

    Ach so, ich dachte das Weisse in Zürich sei Koks.

  8. Putin sagt:

    wurde der Objektkredit hauchdünn abgelehnt (53’058 Nein, 51’311 Ja).

    HAHAHAHAHAHAHA!!!!

  9. dres sagt:

    Guten Morgen. Das ist ja wieder eine lustige Runde hier. Aber es wäre schön, wenn über Zürich auch mal etwas Positives geschrieben würde. So schlimm ist er gar nicht, der Zürcher.

  10. John ayne sagt:

    “einige der krassesten Fehlentscheide im Schweizer Fussball endlich korrekt aufgearbeitet und korrigiert werden.” Ach kul dann reisst endlich diese Schandtempel des Kapitalismus und Hedonismus ab. Diese Ikonen der Selbstaufgabe. Ach ja und den Fanatikern und Ihren Berichterstattern und dem ganzen Zirkus darf man dann eine Therapie zahlen, damit sie endlich begeifen wie gesellschaftsschädigend der kommerzielle Fussball ist. Statt Brot und Spiele endlich Verantwortung, Ehre und Mitgefühl. Attitüden die keiner von euch Fussballenthusiasten besitzt.

  11. Baresi sagt:

    Kevin heisst jetzt John?

  12. Harvest sagt:

    Sie haben recht, Herr ayne, hier gibt es solche, die würden für einen Meistertitel der jungen Buben über Leichen gehen.

  13. Max Power sagt:

    Guten Morgen allerseits. Ich würde gerne ein solches Stadion in Zürich besuchen. Habe letztens mit Herrn Briger Stadien in Deutschland angeschaut in einem Buch. Dort gabs ein paar wunderbare Stadien. Viel bessere als dieses lausige neue Wankdorf.

  14. Max Power sagt:

    Ah Herr Harvest, wie gehts? Schön Sie hier zu sehen.

  15. Khathran sagt:

    Moinsen.

    * hicks *

  16. imi sagt:

    Guten Morgen. Ich wäre für ein Sepp Blatter FIFA Präsident Memorial Stadium in Zürich. Das wäre doch eine versöhnliche Geste.

    Völlig OT und ja, man sollte keine B**** Leserkommentare anschauen, aber folgende Wortmeldung zur Billag-Abstimmung hätte ich gerne in meinem Medienökonomie und VWL-Studium besprochen:

    Da wir ein Staat sind, ohne Monopole, braucht es unbedingt auch Privatsender. Damit auch eine gerechtfertigte Umverteilung der Gebühren.
    Aber nicht schon wieder höere Gebüren um den Franken noch mehr zu stärken.Die sollen lernen ihre Produkte qualitativ und günstiger zu verkaufen. Darum ein Nein bis zur gerechten Umverteilung. Wir müssen auch einsparen.oder mehr leisten.

    Gibt es hier Experten unter uns, die folgendes erlären können?
    – Wie können höhere Gebühren (oder höere Gebüren) den Franken stärken? Vermutlich meint er Gerold Bührer.
    – Wie kann ein Medienkonzern oder ein Unternehmen generell Produkte qualitativ verkaufen?
    – Und wie sieht eine gerechete Umverteilung auf die Privatsender aus. Wollen jetzt marktliberale Privatsender von staatlichen Umverteilungen profitieren?
    – Was müssen wir einsparen bzw. mehr leisten? Also wir Zuseher? Chips einsparen und dafür auf dem Ergometer strampeln beim “Musikantenstadl” schauen?

    Hummel, hummel