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Als Gelbschwarz durch die Gassen floss

Rrr am Donnerstag den 5. März 2015

In unserer Zeitmaschine reisen wir heute ins Jahr 2015.

Das können sich die Jungen heutzutage wohl gar nicht mehr vorstellen: Die Berner Young Boys spielten seinerzeit in der Europa League. Am 26. Februar 2015 kam es zum Sechzelfinalrückspiel gegen Everton auf der Insel.

Unser kürzlich pensionierte Chefredaktor Herr Power reiste als junger Student mit nach Liverpool. Als wir ihn neulich im Pflegeheim trafen, liess er uns an seinen Erinnerungen teilhaben.

power“Von allen Seiten wurden damals die YB-Fans gelobt. Gerade die Evertonians hatten ihre Freude am durchgehenden Support der mitgereisten Fans im Stadion. Schon am Morgen sah man überall im Zentrum von Liverpool gelb-schwarze Halstücher glänzen. Praktisch in jedem Pub war vom Vormittag an Berndeutsch die vorherrschende Sprache und gelb-schwarz die Pracht. Kurz nach dem Mittag verzogen sich sämtliche Wolken und das wunderbare Blau des Himmels und die liebe Sonne kamen zum Vorschein.

Je höher die Temperaturen stiegen, desto mehr leckere Ales wurden von den Kellern der Public Ale Houses in Pint Gläser hochgepumpt. Die Stimmung war sensationell und alle freuten sich auf den Marsch zum Stadion und das anschliessende Spiel im ehrwürdigen Goodison Park.

Gegen sechzehn Uhr versammelten sich sämtliche Fans der berühmten Berner Young Boys im Stadtzentrum und machten sich danach auf den Frühabendspaziergang zum Stadion. Autos, Fussgänger und Busse mussten alle warten weil eine gelb-schwarze Welle durch die Gassen floss. Geschlossen liefen sämtlich Berner schön brav der Polizeieskorte hinterher.

Kurze Zeit später, etwas ausserhalb des Zentrums, nach einer leichten Steigung, löste sich die Gruppe urplötzlich wie ein aufgescheuchter Bienenschwarm auf und alle rannten zur Seite. Was war geschehen? Gab es Krawalle? Griffen Everton Hooligans an? Niemand wusste was geschehen würde, bis sich alle in Reih und Glied nebeneinander stellten.

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Zum Glück sind die Vorgärten der Engländer durch Mauern geschützt, sonst hätten die Familien der Amas von Liverpool wieder ein Donnerwetter losgelassen und die YB Fans ihren Ruf schon vor dem Spiel ruiniert. Zum Glück bemerkte dies niemand und so konnte ein denkwürdiger Abend in die Annalen eingehen. Selbst im Everton Pub vor dem Spiel störte sich niemand an gelb-schwarzen Fahnen.”

Everton-Pub

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8 Kommentare zu “Als Gelbschwarz durch die Gassen floss”

  1. Briger sagt:

    Ha Ha, sehr schön, Herr Power.

  2. Newfield sagt:

    Jetzt aber interessant, weil das erinnert mich irgendwie an den heutigen Grande Grädel:

    Und je nach Resultat und Befinden liessen sich die Farbtöne austauschen, heller nach Basel, dunkler nach Thun, Eitergelb mit Rabentiefschwarz kombinieren nach einer weiteren vermaledeiten Runde im Cup.

    Eigentlich wollte Grädel, wo es gerade um Farbenlehre und dergleichen geht, auch noch seinen Senf zu diesem derzeit gerade gehypten Kino-Blockbuster absondern. Graustufen auf Film? Eigentlich ja, wie gesagt, ganz gerne. Aber was sind schon hollywoodsche Sado-Maso-Spielereien gegen die volle Härte einer ganz normalen YB-Saison?

  3. Rrr sagt:

    Ist Grädel auch auf dem Föteli, Herr Power?

  4. Hängespitze sagt:

    Nil satis, bisi optimum, quod erat demonstrandum.

  5. Durtschinho sagt:

    Was für eine infame “Reportage”! Selbstverständlich machen YB-Fans so etwas nicht, und das ist aus dem Photoshop, ich kann es deutlich sehen, die Schatten stimmen ü-b-e-r-h-a-u-p-t nicht!!!

  6. Briger sagt:

    Welcher sind Sie, Herr Durtschinho?

  7. Durtschinho sagt:

    Zusammenfassend kann man sagen, dass YB schon eine gewisse Strahlkraft hat.

    Welcher sind Sie, Herr Durtschinho?

    äh… Ich würde es ja zugeben, so denn die Bilder nicht allesamt geshoppt wären!

  8. Val der Ama sagt:

    Widerlich, dass diese so genannten Fussballfans Ihrer Verblendung nicht ohne Wasserlassen nachgehen können.