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Endstation Achtelfinal?

Herr Pelocorto am Samstag den 18. Dezember 2010

Gegen die Katalanen also. Ausgerechnet. Die gestrige Auslosung der Champions-League-Achtelfinals hat die Paarung FC Barcelona v Arsenal FC hervorgebracht. Herr Newfield hat dieses Spiel gestern mit den Worten Man kann nicht von einem Freilos sprechen. Aber von einer schönen Affiche umschrieben. Unser Trainer, Arsène Wenger meinte: difficult but possible. Mir kamen nur Herrn Natischers Kraftausdrücke in den Sinn.

Kurz: Ich sehe schwarz für Arsenal. Nicht mit dieser Verteidigung und eigentlich auch nicht mit diesem Trainer.

Arsenals Probleme beginnen hinten in der Mitte. Wo früher solide Innenverteidiger zuverlässig ihre Arbeit verrichteten, machen mich heute die Neuerwerbungen Koscielny und Squillaci nervös. Wissen sie, was passiert? Stehen sie nahe genug beim Gegner? Ist ihnen klar, was ihre Teamkollegen beabsichtigen? Oft genug lautet die Antwort dreimal nein. Vermaelen machte seine Sache etwas besser, aber seit dem Freundschaftsspiel anfangs September gegen die Türkei ist der Belgier verletzt. Frühestens im Januar wird er wieder spielen. Auch Djourou ist immer wieder verletzt, nichts Ernstes, aber weil es einmal dort zwickt und dann wieder da zieht, kam er diese Saison in 17 Spieltagen nur viermal zum Einsatz. Djourou erinnert mich langsam an Senderos …

Kein Wunder, kassieren die Gunners Tore am Laufmeter. Kaum ein Spiel endet zu Null; bis jetzt mussten unsere Goalies in der Premier League 19 Mal den Ball aus dem Netz holen. Das ist einfach viel zu oft.

Offense sells tickets; defense wins championships, in dieser Phrase steckt ein Körnchen Wahrheit, auch wenn sie aus dem American Football kommt. Wenger muss den Goalies und Innenverteidigern unbedingt mehr Vertrauen schenken, um sie zu stärken. Unsere Stürmer und Mittelfeldspieler können regelmässig einen solchen Schwachsinn zusammenspielen, dass ich freiwillig zu Sven Epiney oder Frank A. Meyer umschalten würde, aber Wenger stellt unsere Mindertalentierten immer wieder auf. Aber wehe, ein Verteidiger begeht auch nur den geringsten Fehler. Dann muss er die nächsten Spiele zur Strafe auf der Bank absitzen. Nicht gerade das, was Spieler aufbaut.

Mit dieser Verteidigung tritt Arsenal also am 16. Februar 2011 gegen das aussergalaktische Barcelona an und wird sich zuhause überraschend einen soliden Vorsprung von etwa 2 bis 3 Toren herausspielen und keinen Gegentreffer zulassen, damit man zwei Wochen später trotz der 3:1-Niederlage im Camp Nou weiterkommt.

Wintertraining im Highbury-Stadion

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12 Kommentare zu “Endstation Achtelfinal?”

  1. ludi sagt:

    na ja, im gegensatz zu den früheren haudegen, ist koscielny (und auch djourou, sofern er denn mal spielt) wenigstens im stande, einen sauberen angriff einzuleiten.
    das problem, vor allem gegen ManU, ist der fehlende zug zum tor. nasri und arshavin sind grosse fussballer, tolle techniker und ersterer ist sogar in einer traumhaften form. aber der ball wird 20 meter vor dem tor viel zu oft vertändelt, der rhythmus wurde viel zu oft unterbrochen. dadurch hatten die ferguson-boys immer genug zeit, ihren 10-mann-abwehrriegel zu formieren.
    mit etwas mehr schwung, etwas mehr überraschungseffekt und einem wieder-genesenen fabregas, werden die gunners gegen barcelona nicht chancenlos sein.

    ah ja, guten morgen.

  2. imi sagt:

    Ein wenig erinnern mich die Wort zu Arsenal an YB. Irgendwie.

  3. bärnfän sagt:

    difficult but possible

    Sicher steckt da ein wenig Wahrheit dahinter, aber auch seine hellseherischen Fähigkeiten sind nicht zu unterschätzen.
    Hat er doch diese Achtelfinalpaarung schon Tags zuvor prognostiziert:

    “I know who we will get.”

  4. JimBobIII sagt:

    Ein sehr schönes Bild, meneer Pelocorto! Danke.

  5. Rrr sagt:

    OT: Heute Schal-Special im “Blick”!

    Scan-1

  6. JimBobIII sagt:

    Hihi, meneer Rrr.

  7. Je sagt:

    Der Goalie hat es offenbar auch gewusst…
    *duckundweg*

  8. Pelocorto sagt:

    Domenech trainiert neu die französischen Abfahrer …

  9. tinel grantig sagt:

    heute reissen die beiträge irgendwie nicht so richtig, scheint mir.

  10. JimBobIII sagt:

    An den löblichen Beiträge liegt es natürlich nicht, meneer Grantig, sonder an der Tatsache dass 97% der Leserschaft findet (repr. Umfrage) das wir gerade ein Wintermärchen erleben, wo es sich gehört nach draussen zu gehen und zu geniessen, und nebenbei auch noch schnell ein Paar Weihnachtseinkäufe zu tätigen.
    Meine Meinung dazu: Fu**in’ Wintermärchen my ass, ich gehöre zur 3 % der Neinsager.

    Ach so, jetzt flüstert mir der TätschmeisteRrr dass das gar nicht stimmt, und Winterpause, Zwischensaison, Familie, Badewanne, Samstag und Swinger Schuld sind am Desinteresse der Leserschaft.
    Was weiss ich schon.

  11. Val der Ama sagt:

    Weihnachtsbierverkauf bei mir heute, guten Abend.

  12. tinel grantig sagt:

    ich gehöre zur 3 % der Neinsager
    randgruppen olé olé. ich bin dabei.