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Brüssel an der Lecht

Natischer am Dienstag den 25. November 2008

Anreise
Der Kluge reist – wen wunderts – im Zuge: Via Paris erreichen Sie die belgische Hauptstadt mittels TGV und Thalys in 5¾ Std. ab der Schweizer Grenze. Sie können auch einen Flieger nehmen, der zwar weit weniger lang hat, aber bei dem Sie schampar aufpassen müssen, dass Sie ihn nicht verpassen, wenn Sie zB etwas zu lang im Apero an der Bye-Bye-Bar … aber das ist eine andere Geschichte. *hüstel*

Unterkunft
Im Zentrum Brüssels hat jede internationale Hotelkette eine Dependance. Der Reisegruppe um Herrn Natischer hat diese Niederlassung ordentliche Dienste erwiesen. Ganz in der Nähe lag dann dieses sympathische Etablissement, in dem täglich von 13-24 Uhr Happy-Hour ist und in welchem einige von Herrn Natischers absoluten Lieblingsbieren für gerade mal 2 € gereicht werden.

Stadion
Per Metro gelangen Sie dann mit Umsteigen in De Broukère nach Saint-Guidon. Beim Umsteigen sollten Sie zwingend den kleinen Umweg in den unterirdischen Verkaufsladen auf sich nehmen und sich ein Überbrückungsbier gönnen. Am Ziel angekommen laufen Sie einfach den anderen violett gekleideten Leuten quer durchs Wohnquartier hinterher. Wenn die Dichte an Beizen und Verkaufsständen plötzlich heftig ansteigt, haben Sie das Constant-Vanden-Stock-Stadion erreicht. Tickets bekommen Sie je nach Gegner gut noch vor Ort; € 27 für das, was wir im Wankdorf Sektor B Balkon nennen würden. Sollen es bessere Plätze sein, wenden Sie sich im voraus an den örtlichen RSC.

Verpflegung
Der Belgier isst vorm Match nicht etwa eine YB- oder sonst eine Wurst, sondern u.a. Schnecken. OK, werden Sie sagen, so Dinger an feinem Kräuterbutter aus dem Häuschen rauspulen, das mach ich schon auch mal ab und zu, und wenn man nicht draufbeisst und sofort viel Brot dazu abbeisst, überwiegt eh das daraus gewordene Chnobli-Brot, und dann geht das schon in Ordnung. Nein, liebe Leser, es geht nicht in Ordnung! Der Belgier isst die Schnecken nämlich an einer Weisswein(?)sauce aus einem Plastiktellerli, ohne Haus und ohne Brot. Ebiz wie eine Suppe. Klicken Sie hier wirklich nur drauf, wenn Ihr Magen ein Freund von Ihnen ist und Ihre letzte Mahlzeit zu den Guten gehörte. Meine Begleiter haben die Portion imfall ribisundstibis fertiggegessen und meinen Vorschlag, die Tiere einfach im nächsten Wald freizulassen um sich ein neues Häuschen zu suchen, ausgeschlagen.

Sonstiges
Konsumieren Sie nun noch eine rein gar nichts aussagende 30-sekündige Sequenz der Partie RSC Anderlecht vs. Sporting Lokeren, die, nachdem Lokeren nach 60 Minuten 3:0 führte, noch sehr spannend wurde und in der wir beinah noch den Ausgleich erlebt hätten. Fotos mit Schals an ungewöhnlichen Orten werden btw nicht ganz so sehr geschätzt, wenn der Gegner des Heimteams ganz ähnliche Farben trägt.

Bier
Wir Bierliebhaber sind in Belgien verdammt nah am Himmel! Besuchen Sie Brasserien bis a Bach abe und trinken Sie sich quer durchs sensationelle Angebot an Belgischen Bieren. Wagen Sie sich umbedingt auch mal an Gueuze und Trappistenbiere. In einem Bierladen hatte ich mehrere Gutteren des vielleicht besten Biers der Welt in der Hand – aber es war leider unverkäuflich.

Falls auch Sie Ihre Erlebnisse vom Catering beim Fussball mit unseren Lesern teilen möchten, wenden Sie sich bitte jederzeit an unsern zuständigen Redaktör.

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47 Kommentare zu “Brüssel an der Lecht”

  1. Rrr sagt:

    Fantastisch, Herr Natischer!

    Auf die Gefahr hin, meinen Ruf hier nachhaltig zu schädigen, muss ich gestehen, dass ich die Schnecken auf dem Bild recht lecker finde. Aber vielleicht habe ich einfach nur Hunger.

  2. häck sagt:

    Sehr schöne, Herr Natischer.

    Sende Ihnen dann mal meinen Mancitybericht.

  3. zuffi sagt:

    Lokeren oléolé! Die waren damals wenigstens anständig genug um gegen die berühmten Young Boys rauszufliegen.

  4. Natischer sagt:

    Obige Schnecken waren definitiv das Ekligste, was je vor mir in einem Teller lag. *tschüüder*

  5. Natischer sagt:

    Ah, das Matchprogramm hätt ich noch zu hause. Spontan-Quiz?

    Was ist aussergewöhnlich an Anderlechter Matchprogrammen?
    Kleiner Tipp: Es handelt sich gewissermassen um einen physischen Unterschied zu handelsüblichen Matchprogrammen.

  6. Pipistrella sagt:

    Hochlöblicher Bericht, Herr Tierliebhabernatischer…

    Trappisten oléolé!!

  7. Natischer sagt:

    Ich bin bekennender Filetarier, Frau Pipistrella. Den Rest des Tieres kann man meinetwegen jeweils weiterleben lassen.

  8. Pipistrella sagt:

    Es lebt sich ja auch klar besser ohne Filet, wer braucht das schon…

    Gabs zu den Schnecken noch was hochprozentiges zum Desinfizieren dazu?

    Sieht ja wirklich gruusig aus…

  9. dino zoff feat. metzgete sagt:

    Natischer
    2008-11-25 13:35:27

    Ich bin bekennender Filetarier, Frau Pipistrella. Den Rest des Tieres kann man meinetwegen jeweils weiterleben lassen.

    BANAUSE!

  10. Fleischermeister sagt:

    Wusste gar nicht, dass die YB-Wurst aus Filet gemacht wird?
    Sie essen die doch auch ab und an, Herr Natischer, oder?

  11. Natischer sagt:

    Nein, Hochprozentiges ist vom Töifel, Frau Pipistrella.

    Stimmt, Herr Fleischermeister, Rohschinken, Salami und YB-Würste muss man dem Schwein auch rausmetzgen, aber jeglichen Rest brauch ich wirklich nicht.

  12. Fleischermeister sagt:

    Gut, nun bin ich bei Ihnen!

  13. Käsereimeister sagt:

    Zuerst das Fondue, dann die Filets..

    Was soll das Getue um diese Wurst? Sind da wenigstens YB-ler drin?

  14. Tom Bombadil sagt:

    Trappisten oléolé!!

    Wördestmöglichst!

  15. Natischer sagt:

    Was soll das Getue um diese Wurst?

    Herr SchiedsRrrichter, bitte schreiten Sie ein!

  16. Natischer sagt:

    Natischer
    2008-11-25 13:31:52

    Ah, das Matchprogramm hätt ich noch zu hause. Spontan-Quiz?

    Was ist aussergewöhnlich an Anderlechter Matchprogrammen?
    Kleiner Tipp: Es handelt sich gewissermassen um einen physischen Unterschied zu handelsüblichen Matchprogrammen.

    => OK, ich werfs einfach ins Altpapier …

  17. Johann Bieri sagt:

    Was ist aussergewöhnlich an Anderlechter Matchprogrammen?

    Es ist mehrsprachig und gebunden? Es ist eine CD dabei? Ein Gutschein für Bier?

  18. Natischer sagt:

    Die Zweisprachigkeit darf man in Brüssel voraussetzen, hätti xeit.

    Nein, weder CD noch Bier, aber schon mal Danke fürs Räzeln, Herr Bieri!

    A propos Bier: Solches darf in Belgischen Stadien auch nur dort verkauft und konsumiert werden, wo man nicht aufs Spielfeld sehen kann. Scheiss Idee!

  19. Khathran sagt:

    Hmmm, also das Matchprogramm ist ja da auf dem Schneckenbild, ist es nicht?

  20. Johann Bieri sagt:

    Es geht jeweils um etwas ganz Anderes als um das Spiel?

  21. soffiatore sagt:

    nun denn, wenn schon gerätselt wird …
    es ist gelocht, für diejenigen, die es zu Hause in einem Ordner ablegen wollen?

  22. Noz sagt:

    Das ist einfach: auf dem Matchprogramm steht eine Schüssel Schnecken.

  23. Natischer sagt:

    Träffer im Sääli!

    Herzlichen Glückwunsch, Herr soffiatore! Das Heft ist zwar nicht gelocht, aber es hat so Metalldinger dran, damit mans zuhause einordnen kann und es dazu nicht lochen muss weil so ginge ja Text flöten.

    Bitte schicken Sie mir Ihre postalischen Koordinaten an natischer ät geämix punkt zeha, Herr soffiatore, dann erhalten Sie das Werk noch diese Woche.

  24. Herr Lich sagt:

    Ein physischer Unterschied? Ist es aus Plastigg, aber dann wäre ja die Drohung mit dem Altpapier irreführend.

    Sehr schöner Bericht, Herr Natischer, aber: Gibt es denn dort keine Fritten? Nach meiner Erfahrung ist Belchien mindestens so sehr Fritten- wie Bierland. Die Frites sind meist lecker und passen erst noch besser zu Bier als diese Gastropoden.

  25. soffiatore sagt:

    sehr schön! so eins wollte ich schon lange…! messi tuusig.

  26. Frans sagt:

    Die Fritten sind meist lecker

    Inderdaad, Herr Lich. Insbesondere mit Mayo.

  27. Natischer sagt:

    Jep, Fritten immer und überall – ausser im Stadion. Und indertat sehr oléolé mit Majo!

  28. Khathran sagt:

    Mayo ja, aber nicht aus der Tube, meine Herren!

  29. Shearer sagt:

    Ah, Herr Khüchenmheister: Messi für den Foolforfoodlink kürzlich. Das Röselichölirezept ist also ziemlich oléolé.

  30. Khathran sagt:

    Ja, gern geschehen, Herr Schärer (C), ist einer netter Blog aus einer tollen Stadt im Norden Deutschlands, wo ein guter Fussballclub spielen tut.

    Falls Sie ein geneigter Archiblogleser wären, würden Sie ihn allerdings schon lange kennen.

  31. Natischer sagt:

    In Beiträgen mit Belgischem Bier ist das Erwähnen von trümmligstmöglichen Röselichöli unter hoher Strafe untersagt, oller Herr Shearer, tämi! Was soll jetzt Westvleteren von uns denken??!?

    Auch die Moules mundeten imfall überaus gaumenfreundlich. Ich hatte welche an einer Dijon-Senf-Sauce. Dazu gabs Witbier.

  32. Shearer sagt:

    Französischer Name des Röselichölis übrigens: Choux de Bruxelles. Ich danke Ihnen für die Kenntnisnahme.

    Moules hätte ich auch sehr gerne, allerdings musste ich vor einigen Jahren feststellen, dass dies meine einzige Lebensmittelallergie ist. Also essen kann ich die schon, aber leider nicht lange behalten…

  33. Schneckenkalauer sagt:

    Und bald ist einem mehr schlecht als lecht.

  34. Natischer sagt:

    DAS MACHTS IMFALL ÜBERHAUPT GAR NICHT BESSER, HERR SHEARER!

    Weil Französisch kommt in Bruxelles imfall gar nicht gut. Die Stadt scheint in Hand der Flanders; Sie bestellen gschider direkt in Englisch wenn Sie überhaupt bedient werden wollen.

  35. Noz sagt:

    Ich bekenne mich ebenfalls zum Rosenkohl. Rosenkohl olé olé.

  36. Natischer sagt:

    Rosenkohl ist das Sächseläuten unter den Gemüsen. *zeter*

    Ich muss mal gegensteuern:

  37. Khathran sagt:

    Alles eine Frage der Zubereitung, Herr Natischer. Entblättert issts sich leichter, wie Herr Schärer (C) schon richtig bemerkte.

  38. Natischer sagt:

    Ah, Herr Khathran, für Sie hab ich auch noch was zum Thema:

  39. imi sagt:

    hihi herr natischer. da fällt die wahl aber nicht leicht…

  40. Natischer sagt:

    Mit andern Worten, Herr Pelocorto, ein von ein paar Spinnern hochgelobter Chabis, mit dem sie das ganze Land amerdieren.

    Können wir jetzt bitte zum Bier zurückkehren? Merci.

  41. Khathran sagt:

    Sehr schöne, Herr Natischer. Das Red-Eye-Reduction-Tool kennen sie da wahrscheinlich noch nicht, nehme ich an

    da fällt die wahl aber nicht leicht

    Das würde ich jetzt sooo nicht behaupten, Herr imi.

  42. häck sagt:

    Und Kohlrabi ist der Blocher unter den Gemüsen?

    Bier? Hmmm. Also, ein Bild aus Manchester:

    Hydes Manchester

  43. Natischer sagt:

    Ich nuhmte ufallfäll eine der Bretzeln im Hintergrund, weil das passt eh am besten zum Bier.

  44. Noz sagt:

    ein von ein paar Spinnern hochgelobter Chabis, mit dem sie das ganze Land amerdieren

    Nein, das ist Fa*****t.

  45. Natischer sagt:

    Fasnacht ist sehr nahe bei Bier, Herr Noz. Ich lass das gelten.