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Hakan de Verhuizer

Dr. Rüdisühli am Samstag den 28. Juni 2008

AKTUELL: YB unterliegt im Test gegen Thun nur knapp mit 1:2 (Frimpong schoss das Ehrentor)


Herr G. v.d. R. aus B. schickt uns folgende Frage:

Herr Dokter, warum haben die Leute von Holland auffällig oft ein ‘van’ oder seltener ein ‘de’ vor ihren Namen gesetzt?
Adelt dies das Individuum oder hilft es dem Holländer sich leichter zu orientieren in dieser unübersichtlichen Welt?

Guten Tag Meneer van de R. aus B.,
Dasischeso: Bis 1811 hatten nur die wenigsten Holländer einen Nachnamen. In 1811, als Holland ein Königreich war mit Kaiser Napoleon Bonapartes Bruder Lodewijk Napoleon als König der Niederlanden, wurde mittels kaiserliches Dekret bestimmt das jeder Holländer innerhalb eines Jahres einen Nachnamen wählen muss für das Bevölkerungsregister das damals frisch eingeführt wurde. Die meisten Holländer taten dies brav, jedoch nicht alle, und viele Holländer wechselten auch ständig den Nachnamen nach Lust und Laune. In 1825 wurde es den damaligen König Willem I alles ein wenig zu wild, und er bestimmte das nur die Behörden einen Nachnamen ändern konnten, und dies nur in sehr speziellen Fälle wie bei Nachnamen wie z.B. de Chancentod, de Elfmeterversager, de Kolereleier oder de Kotzbrocken usw.
Aber zurück zur Nachnamenauswahl der Holländer. “De” ist einfach zu erklären, das ist das holländische Wörtchen für “der” oder “die”. Bauer Frank in Friesland gab sich also in 1811 z.B. den Nachnamen De Boer, der Bauer, weil das war er halt. Ein Fischer namens Frits nennte sich z.B. Frits de Visser, Fritz der Fischer, und Windmolenbesitzer Freek nennte sich zum Beispiel Freek de Molenaar, und sein Bruder Wesley, Stoffhändler vom Beruf, nennte sich z.B. Wesley Schneyder, oder auch Wesley Snijder, oder auch Wesley de Schneyder, je nach Lust und Laune und Gramatikkenntnisse. Einfach sind auch die Nachnamen mit “van” wie z.B. Ruud van Nistelrooij. Seine Vorahnen wohnten früher halt in Nistelrooij, ein Ort in Holland, sie waren also von Nistelrooij, wie Sie halt meneer G. von Bern sind. In der Schweiz gibt es ja auch Namen wie Michael von Grüningen usw. Beispiele für Nachnamen à la Hollandaise für in der Schweiz sesshafte Persönlichkeiten wären z.B.: Marco de Verstreller, Mladen de Kroaat, Khathran de Overwinnaar (Sieger), Betico de Opportunist, Rrronaldo met de vele Vrouwen oder auch Hakan van Istanbul, oder je nach dem Hakan de Verhuizer, in Deutsch: Hakan der Zügler. Ich hoffe Ihnen hiermit genügend informiert zu haben. Für das Leder und Dr. Rüdisühli zeichnet Jim van der Bob Nummer Drei van Terneuzen.

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12 Kommentare zu “Hakan de Verhuizer”

  1. van nieuwveldt sagt:

    de Hammer, meneer Jim van der Bob Nummer Drei van Terneuzen, bedankt!

    wie kamen sie übrigens zum JimBobIII? klar, die ersten beiden gabs schon, aber warum JimBob? ein junger bluesman? ein alter punk?

  2. Khathran de Overwinnaar van Riad sagt:

    Hihi, ganz grosses Namensgebungstennis, Herr JimBobIII! Hup.

    *überleg*

    Wo genau liegt Vaart? Und was macht de Jong, wenn er alt ist?

  3. nie sagt:

    Grandiosestmöglicher Beitrag, Herr Dr. Rüdisühli.

  4. Van der Shaar sagt:

    Endlich wird auch der bildungshungrige A-Leser wieder mit wertvollen Beiträgen beliefert. Besten Dank Herr Jim van der Bob Nummer Drei van Terneuzen.

    ____________________
    FC Thun? Nie gehört.

  5. nie sagt:

    … oder halt Herr JimBobIII.

  6. JBIII sagt:

    Ein “Vaart” ist in Holland ein anderes Wort für Kanaal oder Wasserweg, meneer Khathran. Die Vorahnen von meneer Van der Vaart haben offensichtlich rundum 1811 an so einem Kanaal gewohnt.

    Nicht alle Nachnamen sind so einfach zu erklären übrigens. Bij Jan Vennegoor of Hesselink hört es auch bei mir auf, aber ich habe einer meinen alten Professoren in Amsterdam immerhin ein Mail geschickt zum rausfinden was da dran ist.

  7. Rrr sagt:

    Sehr schön, die Herren JimBobIII und PelocortoIV! Endlich stopft jemand den Leuten ihren Bildungshunger.

    Guten Morgen allerseits – und hier noch was für Kampagnengott Khathran:

  8. JBIII sagt:

    Olé, noch zwei Stunden und dann fahre ich zum ersten Mal in 19 Jahren mit einem legalen Fahrausweis nach Bern! So geil!

    Meneer Nieuwveldt, ich bin damals, vor vielen vielen Jahren, rein zufällig im Runden Leder gelandet. Wahrscheinlich hatte ich im Google “Blonde Spielerfrauen” eingegeben und landete so im Bloghimmel. Was ich da damals gelesen habe weiss ich nicht mehr, wahrscheinlich war es eine Lobenshymne auf dieser Rrronny (der war damals noch ein recht geachteter Spieler, hahaha) oder einen metrosexuellen Beitrag über Brustenthaarung bei Topfüssballer von Herrn Noz oder so, auf jeden Fall hat es mir gefallen und ich wurde geprickelt etwas (wahrscheinlich sehr dummes) rein zu schreiben, und dafür brauchte ich halt einen Namen. Als provokativ eingestellter Holländer wählte ich eine fussballferne Kombination zweier Übelkeiten aus den US-Südstaaten, mein eigentliches Fachgebiet, von Füssball habe ich ja eigentlich keine Ahnung: Der Redneckvornamen schlechthin im Süden ist JimBob, und das zweite Übel dort ist das wenn Daddy und Granddady auch schon JimBob hiessen, man halt einfach eine Lateinische Nummer zufügt zum Vornahmen, also ausgesprochen wirds denn Jim Bob the Third. Meine Bandgenossen, üble Typen allesamt, nennen mich konsequent JimBobdrü, um mich fertig zu machen.
    Meine Hauptkonkubine nennt mich übrigens liebevoll Horsefly, aber das ist eine ganz andere Geschichte aus den Südstaaten, die ich mal ein anderes Mal erzählen werde wenn es etwas später ist und ich nicht noch die Deutsche Nationalhymne auf Bass üben muss.

  9. Rrr sagt:

    Meine Bandgenossen, üble Typen allesamt, nennen mich konsequent JimBobdrü, um mich fertig zu machen.

    Lassen Sie sich von diesen Typen nicht dissen, Herr JimBobIII, die spielen ja zum Teil nur in der Challenge League.

  10. JBIII sagt:

    Oh, danke meneer Pelocorto, Bildungsbürger vom Feinsten!
    Wären doch alle nur so wie Sie, dann gebte es sicher keinen Krieg und Hunger auf diesen Welt!

  11. JBIII sagt:

    Eventuell bis später im Kairo, liebe Leserschaft. Muss reisen gehen.

  12. newfield sagt:

    bedankt, mister JimBob the third.

    Eventuell bis später im Kairo, liebe Leserschaft.

    wort! muss noch meinen polkaanzug suchen.