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Gut gemacht, Ruud!

Dr. Eichenberger am Mittwoch den 27. Oktober 2004

Früher, als wir noch brave Schulbuben waren, fanden wir gelegentlich Ausreden, wie wir uns eine Auszeit vom verhassten Unterricht erschwindeln konnten. Wir manipulierten geschickt den Fiebermesser oder spielten glaubhaft eine plötzliche Magenverstimmung vor. Was aber macht ein Profifussballer, wenn er sich eine Auszeit von der ewigen Aufdemgrünenrasenherumrennerei nehmen will? Ganz einfach: er provoziert eine Spielsperre. Dieses Vorhaben wäre Ruud van Nistelrooy, dem holländischen Topstürmer bei Manchester United, beinahe misslungen. Sein rüder Angriff auf das Schienbein von Arsenal-Spieler Ashley Cole (unser Bild) wurde nämlich vom Schiedsrichter glatt übersehen. Zum Glück für ihn gibt es auf der Insel den Fernsehbeweis. Dank diesem sahen sich die Herren des englischen Verband doch noch genötigt, den Holländer für drei Spiele zu sperren. Viel Spass auf der Tribüne, Ruud!

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