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Serie zur Serie A (6). Die Neuen: Palermo

Dr. Eichenberger am Donnerstag den 9. September 2004

Ein frischer Südwind weht ab dem 12. September durch die Serie A. Neben Messina steigt mit Palermo ein zweiter Klub aus Sizilien in die höchste Klasse auf. Die beiden Vereine bilden mit den Apuliern aus Lecce, den Sarden aus Cagliari und den Kalabresen aus Reggio Calabria ein lange Zeit vermisstes Gegengewicht zu den dominierenden Clubs aus dem reichen Norden. Palermo verschwand 1973 aus der Serie A und galt seither als stabiler B-Klub mit gelegentlichen Abstechern in die Serie C. Letztmals sorgte 1979 der Einzug in den italienischen Cubfinal für Emotionen, der gegen Juve verloren ging. Gefeierter Spieler der Aufsteigermannschaft war Stürmer Luca Toni (2001 von Brescia nach Palermo gewechselt), der im ersten Jahr auf Sizilien 30 Tore schoss – und jetzt, mit 27, auch in der Nati für Furore sorgt. Nach dem ungefährdeten Aufsteig der Rosa-Schwarzen hat der Präsident Maurizio Zamparini tüchtig in seinen Geldbeutel gereckt und für 18 Mio € über 20 neue Spieler gekauft, darunter den 22jährigen brasilianischen Verteidiger Adriano Pereira da Silva von Gremio und den 23jährigen argentinischen Mittelfeldspieler Mariano Nicolas Gonzales von Racing Avellaneda. Trainiert wird Palermo weiter von Franceso Guidolin, einem Serie A erfahrender Trainer. Er ahnt schon, was in dieser Saison auf den Aufsteiger zukommt: «Es wird hart werden wie eine Bergetappe, wir müssen in die Pedale treten.» Der Aufstieg hat Palermo in Entzückung versetzt: der Verein hat über 30 000 Saisonabonnemente vekauft. Prognose: Sicherer Mittelfeldplatz.

So sieht ein glücklicher Fussballpräsident in Sizilien aus: Maurizio Zamparini, Presidente del Palermo

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Ein Kommentar zu “Serie zur Serie A (6). Die Neuen: Palermo”

  1. Piero sagt:

    Grazie, grazie, grazie. Wunderbare Serie. Weiter so!