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Serie zur Serie A (4). Die Neuen: Livorno

Dr. Eichenberger am Sonntag den 5. September 2004

Livorno ist nicht gerade jener Name, der den Freunden des gepflegten Fussballs auf der Zunge vergeht. Schon eher ein Begriff ist das wenige Kilometer nördlich gelegene Pisa, dessen Mannschaft zu Zeiten, als Maradona bei Napoli mit dem Ball jonglierte, in der Serie A spielte. Der schiefe Turm zu Pisa wurde inzwischen mit viel Bauaufwand stabilisiert, nicht aber Pisa’s Fussballer: der Verein dümpelt in den Niederungen der C1 herum. Item, die Hafenstadt Livorno kann tourismusmässig mit Pisa zwar nicht mithalten, Livorno Calcio aber machte in den letzten Jahren eine fulminante Karriere, die an das Wunder von Castel di Sangro erinnert: die Squadra schaffte 2002 den Aufsteig von der C1 in die Serie B und jetzt, nach einem guten Jahr in der Serie B, den Sprung in die Serie A. Dabei behaupten die Statistiken, Livorno habe 1949 bereits einmal in der höchsten Liga gespielt. Am Aufstieg massgeblich beteiligt waren die Stümer Igor Protti (38) und Christiano Lucarelli (trägt die Nr. 99). Protti, trotz seines Vornahmens ein gebürtiger Riminianer, spielte bei Bari, Lazio und Napoli in der Serie A und schiesst seine Tore seit 1999 für Livorno. Der gebürtige Livorneser Lucarelli wurde letzte Saison von Torino an Livorno ausgeliehen und will seine Karriere in seiner Heimatstadt beenden. Die Bemühungen der Toskaner um ihren geliebten Sohn sind nachvollziehbar: Lucarelli und Protti waren letzte Saison zusammen für 53 Tore verantwortlich. Soviel brachten bei YB nicht einmal Chapuisat und der Brasilianer, dessen Name mir gerade entfallen ist, zustande. Prognose: Abstiegsgefahr.

Portugiesische Zustände: Livorno-Fans feiern den Aufstieg in die Serie A.

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