Das majestätische Bühnenbild der Berge

Peter Mathis fotografierte die Alpen in einer berührenden Intensität.

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Im Nebelmeer versunkene Berge: «Mit meiner Landschaftsfotografie möchte ich das Geheimnisvolle, das Erhabene der Berge einfangen.» sagt Peter Mathis. Bild: Peter Mathis

Der 56-jährige Vorarlberger Peter Mathis klettert schon seit seinen Teenagerjahren in den Alpen. Zu Beginn seiner fotografischen Karriere dokumentierte er vor allem seine Klettertouren. Doch je länger, je mehr wurde daraus ästhetische Fotografie, bei der auch die Lichtführung und Komposition immer wichtiger wurden.

Theatralische Bilder: Mathis fängt die vielfältigen geologischen Landschaftsformen der Alpen in intensiven Schwarz-Weissbilder ein. Bild: Peter Mathis

Auf Bergspitzen, die wie UFOs in unbekannte Welten abtauchen: «Das Grösste für mich ist, am Nachmittag mit Biwakausrüstung auf einen Berg zu steigen, am höchsten Punkt zu biwakieren und ganz allein den Übergang vom Tag zur Nacht zu erleben.» Bild: Peter Mathis

Die Schweizer Kulisse schaffte es auf die Frontseite seines Buches: Auf dem Cover des Bildbandes «Alpen» ist das Distlighorn in den Berner Alpen zu sehen. Bild: Peter Mathis

Oben sein: «Mit den Bergen verbinde ich oben zu sein. Schon auf dem Weg zum Joch oder zum Gipfel treibt mich immer das ‹Oben sein und auf der anderen Seite hinunterschauen› an», sagt Peter Mathis. Bild: Peter Mathis

Selbst die höchsten Berge und gemütlichsten Hütten scheinen in weisse Watte gehüllt: Die Wetterbedingungen spielen eine zentrale Rolle, um die eindrücklichen Bilder festzuhalten. Bild: Peter Mathis

Wer hier fotografiert, muss sich festhalten können: Seit rund 40 Jahren klettert der Vorarlberger in den Alpen. Bild: Peter Mathis

Majestätisches Bühnenbild: Der Fotograf inszeniert die Alpen so, dass sie in ihrer vollen Grösse auf den Betrachter wirken können. Bild: Peter Mathis

Diese Zacken erklimmt man nicht in einem Sonntagsspaziergang: Obwohl es auf viele Gipfel Bahnen und Strassen gibt, findet Mathis immer wieder einsame und unberührte Orte. Bild: Peter Mathis

Er fotografiert in Sturm und Wind: Peter Mathis begann Anfang der 90er-Jahre, mit einer grösseren Kamera Landschaften zu fotografieren. Nach zwei Jahrzehnten Sportfotografie im Outdoorbereich startete er dann vor rund zehn Jahren wieder mit dem Fotografieren der Alpen. Bild: Peter Mathis

Kleine schwarze Punkte im Schnee: «Auf meinen Bildern ist der Mensch nur Statist», sagte Mathis dem «Spiegel online». Bild Peter Mathis

Mitten in unberührtem Gebiet: Peter Mathis möchte trotz der «Übererschlossenheit», wie er sagt, Orte zeigen, die nicht von Touristen überrannt werden. Bild Peter Mathis

In den über 30 Jahren professioneller Fotografie auf fast allen Kontinenten sah Mathis viel Spannendes und Gegensätzliches durch die Linse. An einem Tag fotografierte er beispielsweise Freerider an steilen Bergflanken im Tiefschnee, und wenige Tage später war er im Kloster Monastier de la Verne, um die Welt der Nonnen zu porträtieren. Diese Gegensätzlichkeiten faszinieren ihn nach wie vor. «Doch am intensivsten empfinde ich die Erlebnisse bei meiner Landschaftsfotografie in den Bergen, wenn ich ganz allein am Berg bin und mich auf das von mir Gesuchte konzentriere», sagt er über seine Fotoshootings.

 

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Auf dem Umschlag des Bildbands ALPEN ist das Distlighorn der Berner Alpen zu sehen. Der Bildband von Peter Mathis kann hier bestellt werden.

Ab dem 7. Dezember 2017 kann man seine Bilder in der Kunstausstellung in St. Moritz bestaunen.

2 Kommentare zu «Das majestätische Bühnenbild der Berge»

  • Rolf Ganahl sagt:

    Fuer aktive od ehemalige Bergsteiger waere es sicher interessant zu erfahren wo diese Bilder aufgenommen wurden. Direkt habe ich nur Sciora (von Badile?) erkannt.

  • andreas witschi photopuralist sagt:

    Peter Mathis alles richtig gemacht. Man sieht es im Resultat: Er liebt die Berge und weiss sich darin zu bewegen und darob zu freuen. Die Bilder transportieren das Majestätische, Erhabene, Mystische und Mächtige der Berge. Mir gefällt die bildkompositorische Einhüllung mit dem was natürlicherweise in diesen luftigen Höhen vorhanden ist und die Berge ständig umgibt und umwebt: Der Atem in Form von Wolken. Wunderbare Bildersammlung und Ode an die Berge. Und die Schwarz-Weiss-Bildersprache betont die grafische Sensation einer Bergwand, eines Grates, der Spitzen. (Kleine geografische Korrektur noch für das Distlighorn: Es liegt eine Bergkette südlich der Berner Grenze ganz im Wallis, gehört also nicht mehr zu den Berner Alpen). Immer Gut Licht!

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