Kopenhagen um 1890

Über hundertjährige Photochromdrucke aus der dänischen Hauptstadt.

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Schiffe in der Hafenstrasse (Havnegade) in Kopenhagen. (Library of Congress)

Der Photochromdruck wurde in den 1880er-Jahren vom Zürcher Lithografen Hans Jakob Schmid (1856–1924) entwickelt. Obwohl die Hersteller jahrzehntelang den Eindruck vermitteln wollten, beim Photochromdruck handle es sich um eine Art der Farbfotografie, ist es in Wirklichkeit ein Flachdruckverfahren. Dabei wird das Negativ einer Schwarzweissfotografie auf einen mit einer Asphaltmischung überzogenen Lithostein belichtet. Für jede zu druckende Farbe wird dabei eine Asphaltkopie hergestellt und entwickelt. Nach weiteren komplexen Bearbeitungsschritten wird der Stein mit der jeweiligen Farbe eingefärbt und das Motiv übereinander in den verschiedenen Farbtönen auf Papier oder Karton gedruckt. Der Photochromdruck ist bis heute eines der qualitativ besten Druckverfahren geblieben, das Verfahren ist heute jedoch sehr kostenaufwendig und wird nur noch selten und für spezielle Drucke verwendet.

Das Thorwaldsen-Museum, das der Kunst des dänischen Bildhauers des Klassizismus Bertel Thorvaldsen (1770–1844) gewidmet ist, wurde 1848 fertig gebaut. Es befindet sich auf der kleinen Insel Slotsholmen im Zentrum von Kopenhagen, unweit des Schlosses Christiansborg. (Library of Congress)

Der am 15. August 1843 eröffnete Tivoli-Park in der Innenstadt von Kopenhagen ist einer der ältesten existierenden Vergnügungsparks weltweit. (Library of Congress)

Die evangelisch-lutherische Erlöserkirche (dänisch: Vor Frelsers Kirke) ist eine Barockkirche. Sie ist besonders für den korkenzieherförmigen Turm und ihr Glockenspiel bekannt. (Library of Congress)

Das Eingangstor zum Tivoli-Park. (Library of Congress)

Das barocke Jagdschloss Eremitage wurde 1736 für Christian VI. gebaut, der hier königliche Bankette stattfinden liess. (Library of Congress)

Seit 1748 liegt das Königliche Theater an der guten Stube der Stadt, dem Platz Kongens Nytorv. Es besteht aus den vier Abteilungen Schauspiel, Oper, Ballett und Konzert. (Library of Congress)

Der Højbro Plads mit dem Storch-Springbrunnen im Vordergrund. (Library of Congress)

Die Wechselhalle ist eines der ältesten Gebäude Kopenhagens. Die alte Börse wurde während der Herrschaft König Christian IV. (1577–1648) erbaut. (Library of Congress)

6 Kommentare zu «Kopenhagen um 1890»

  • Jeannette Rusca sagt:

    Wenn ich die Oper sehe wird mir warm ums Herz . So ein schöner Platz, so wenige Leute und vorallem keine Fahrzeuge welche die Innenstadt verstopfen und die Harmonie zerstört.
    Die Farben tun den Rest ein zeitgenössisches Bild.

  • Therese Liechti-Petersen sagt:

    Danke für die eindrücklichen Bilder, genau aus der Zeit um 1890, wo mein Grossvater aus Dänemark ausgewandert ist. – Zum dazugehörigen Artikel im Bund vom 28. August 2017: Dieser ist spannend und anregend zu lesen und macht Lust auf eine Reise nach Falsled/Fünen. Die Angaben zur Anreise hingegen sind irreführend für Fremde: Vermutlich wurden zwei verschiedene Anreiserouten vermischt: Einerseits jene per Auto von Flensburg/ Deutschland her mit Fähre Fynshav-Bøjden; anderseits mit Mietauto ab Kopenhagen/Kastrup via Storebælts-Brücke auf die Insel Fünen, und dort von Nyborg oder Odense nach Fåborg und Falsled..
    T. Liechti-Petersen

  • Thomas Müller sagt:

    „Das barocke Jagdschloss Eremitage wurde 1736 für Christian VI. gebaut.“ Der Mann hat ganz bestimmt keinen Handschlag getan. Geschuftet haben andere, er hat nur die Steuerkasse verwalten lassen.
    … und keine Autos. Schon deshalb, schön anzusehen.

  • Rodolphe W. Schelbert sagt:

    Die Qualität der Blder und deren Aussagekraaft über das frühere Leben in Kopenhagen ist fasziniered. Ich habe die Bilderfolge mit Hochgnuss betrachtet.

  • Nick sagt:

    Schöne Bilder. Danke!

Kommentar

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