Hinter Mauern

Verstörende Bilder aus einem mexikanischen Schlachthof, wo Tiere wie Tiere behandelt werden.

Achtung: Die folgenden Bilder zeigen teilweise explizite Gewalt gegenüber Tieren.
Einige Aufnahmen sind darum mit einem «Zensurschieber» versehen.

«Bratwurst essen im Zoo, so sind die Menschen!» Knapper als der deutsche Blogger Kosmar kann man unser widersprüchliches Verhalten gegenüber Tieren kaum beschreiben. Und er hat recht: Die meisten Menschen mögen zwar Tiere, bevorzugen aber trotzdem eine Ernährung, für die man diese töten muss. Geschätzte 60 Milliarden Nutztiere schlachten wir jedes Jahr, damit sie verwurstet und tranchiert auf unseren Tellern landen. Die meisten dieser Rinder, Hühner, Kälber und Schweine verbringen ihr kurzes Leben unter elenden Bedingungen. So elend, dass manche von ihnen zu Grunde gehen, noch ehe Bolzenschussgerät oder Elektrobad ihr Dasein beenden.

In diesen Tierfabriken fotografiert Aitor Garmendia. Dort, wo der Mensch im Sekundentakt Tiere tötet, wo Schweine zusammengepfercht in Bottichen verenden und Hühner in Trichter gestopft werden, ist er im Einsatz und kämpft mit seinen Reportagen gegen das Verdrängen und Vergessen.

«Wenn Schlachthöfe Glaswände hätten, wären alle Menschen Vegetarier», lautet das bekannte Zitat von Ex-Beatle Paul McCartney. Das wird nie passieren, zu heftig wären die Reaktionen, zu massiv die finanziellen Konsequenzen. Und so reisst Garmendia für sein Projekt «Tras los Muros» halt bildlich die Wände nieder, zeigt was hinter den Mauern der Schlachthöfe passiert.

 

 

 

 

Die  Brutalität und Gewalt der Bilder irritiert in gleichem Masse wie sein fotografisches Können beeindruckt. Und beim Betrachten drängen sich unweigerlich Fragen auf: Warum lassen wir das zu? Warum finden wir den Hasen, der seine bereits verarbeiteten Artgenossen mit grossen Augen anschaut, niedlich und kurz darauf nur noch schmackhaft? Wie kann unser Mitgefühl so plötzlich verschwinden? Wann wird der Speck wichtiger als das Schwein?

Man mag einwenden, dass diese Bilder in Mexiko entstanden sind und bei uns andere Verhältnisse herrschen, die Gesetze strenger sind. Doch solange wir weiterhin im gleichen Masse Fleisch konsumieren wollen, so lange werden Tiere unter Verhältnissen leben und sterben, die empörend sind.

64 Kommentare zu «Hinter Mauern»

  • Jacqueline Falk sagt:

    Das Bewusstsein muss verändert werden. Was gibt den Menschen die Befugnis sich über Tiere zu stellen? Solange mit Zynismus argumentiert wird und wir Hunde und Katzen als Haustiere halten und Kühe, Rinder, Schafe, Pferde, etc. als Nutztiere betrachten, kann und wird sich nichts ändern….

  • Heidi Schneider sagt:

    warum sind die Menschen so herzlos ? Ich werde auch aufhören Fleisch zu essen.Wen man ein Haustier hat weiss man wie lieb die Tiere sind ,sie verstehen auch sehr viel. Nach solchen Bilder können so viele Menschen gar nicht mehr gut schlafe. Ohne Fleisch kann man gut leben.

  • Jessas Neiau sagt:

    Es ist ein Märchen, dass mit solchen Bildern konfrontierte Menschen automatisch zu Veganern mutieren. Ich habe noch von keinem veganen Mitarbeiter eines Schlachthofs gehört. Warum gehen nicht die Veganer dort arbeiten und lindern durch ihre auraumgebene Anwesenheit das Leid der Tiere? Stattdessen wird den Fleischfressern ein geschmackloser Frass aus Algen und Sojasprossen gepredigt. Ich schlage vor, dass Veganer endlich überhaupt aufhören zu essen und nur noch von Luft und Licht leben. Vorher dürfen sie noch solche Artikel lesen, denn nur für sie werden sie geschrieben und fotografiert. Die Fleischfresser dagegen werden eher Veganer fressen als auf Fleisch verzichten.

    • jean-pierre neidhart sagt:

      Immerhin fressen Vegetarier keine Tierleichen und machen sich nicht der Tierquaelerei schuldig. Eigentlich sollten die Tierleichenfresser jedes Jahr ein paar Wochen in einer Schlachtfabrik arbeiten gehen.

    • Catherine sagt:

      Ja, wieder einmal sieht man, dass der gute „Jessas Neiau“ nicht in der Lage ist, einen Text zu lesen und zu verstehen. Aber lassen wir das, denn er kann auch nicht verstehen, dass es den Menschen besser gehen würde, wenn sie zumindest den Fleischkonsum um 80% drosseln würden, wenn sie damit schon nicht aufhören wollen. Es braucht aber auch etwas Intelligenz, welche nicht überall vorhanden ist.

  • Martin Hartmann sagt:

    Ich möchte alle Schweizer Fleischesser bitten mal in unsere Schlachthöfe zu schauen. Vielleicht bei uns etwas sauberer, aber nicht minder brutal. Töten ist immer brutal, auch bei Tieren, auch bei uns.

    • angelina brigante sagt:

      nein, ein langes quälen von tieren muss nicht sein….! die ganze prozedur geht zu lang, die tiere haben todesangst und geraten in panik, das ist nicht akzeptabel. am besten ist es, den fleischkonsum zu reduzieren oder zu verzichten

  • Sandra sagt:

    Früher wurde sehr viel weniger Fleisch gegessen! Der übermässige Fleischkonsum bringt das ökologische Gleichgewicht aus den Fugen. Meine Grosseltern sind jetzt 90 und ich bin auf ihrem Bauernhof aufgewachsen. Fleisch gab es da längst nicht jeden Tag und Braten oder ein Kotelett nur am Sonntag. Ansonsten höchstens mal etwas Speckwürfel in die Rösti oder ein Stück Wurst zum Brot. Aber alles in Massen und längst nicht bei jeder Mahlzeit.
    Denn wer Tiere hält und selber Fleisch erzeugt, weiss wie aufwändig und teuer die Fleischproduktion wirklich ist.
    Die traditionelle Schweizer Küche ist ausserdem sehr Fleischarm. Apfelwähe, Omelette, Rösti, Fotzelschnitte, Milchreis etc.
    Denkt mal darüber nach! Es ist Zeit, dass jeder seinen Fleischkonsum einschränkt. Der Umwelt und den Tieren zu liebe!

  • Kurt sagt:

    Man muss noch hinhalten, dass viele Religionen, insbesondere die Abrahamsreligionen, Tiere als Gottgegeben sehen und die man auch getrost verwenden kann. Da sie ja keine „Seele“ hätten. Könnt ja gerne mal mit solchen Menschen reden. Die werden aber immerhin zugeben, dass man diese „Geschenke Gottes“ dementsprechend ehrenvoll behandeln soll. Gleiches gilt wenn man mit Veganern darüber diskutieren will, auch da ist es meist fruchtlos, da dass Tier für sie ebenbürtig ist und das Schlachten sei Mord. Am Ende wird nicht die Moral, oder was auch immer, entscheiden, aber die Ökonomie. Siehe Plan Wahlen im 2ten Weltkrieg und der Fakt, dass dazumal die Tierhaltung drastisch reduziert wurde, da extrem ineffizient.

  • Sebastian Fels sagt:

    Der Mensch gehört zur Kategorie Raubtier, was bedeutet, dass er für sein gesundes Ernähren auch Fleisch braucht. Schlachthöfe sind natürlich nie schön anzuschauen, aber für die Menschen notwendig.

    Einfache Überlegung:
    Alle essen kein Fleisch mehr. Wohin mit all den Tieren, welche sich massenhaft vermehren? Außerdem essen sie dann auch das Obst und Gemüse, welches der Mensch auch gerne essen möchte. Dann essen auch Tiere Tiere. Es ist einfach NATUR.

    Ich setze mich lieber gegen Verschwendung von Ressoursen ein, dem Wegwerfen von Nahrungsmittel. Ich finde das nachhaltiger.

    • Andreas sagt:

      >“…was bedeutet, dass er für sein gesundes Ernähren auch Fleisch braucht. “
      Falsch, eine vegetarische Ernährung die allen gesundheitlichen Ansprüchen genügt, ist in einem Erstweltland problemlos möglich. Fleisch ist nicht notwendig.

      >“Dann essen auch Tiere Tiere. Es ist einfach NATUR.“
      Es gibt auch Vergewaltigungen im Tierreich, sogar speziesübergreifend. Man könnte sagen, es ist einfach NATUR. Dennoch empfinden wir es intuitiv als falsch und schlecht. Ethik hört nicht bei der Ernährung auf.

      >“Ich setze mich lieber gegen Verschwendung von Ressoursen ein, dem Wegwerfen von Nahrungsmittel.“
      Dann müssten Sie konsequent gegen Viehzucht und Fleischverzehr sein. Mit der gleichen Fläche und Ressourcen kann man landwirtschaftlich bedeutend mehr Menschen ernähren.

    • Sandra sagt:

      Deine Aussage ist leider falsch. Biologisch gesehen ist der Mensch kein Raubtiert, sondern gehört zur Kategorie der Omnivore mit starker Tendenz zum Fruchtesser.
      Daher kommt der Menschliche Körper, anders wie zum Beispiel eine Katze, sehr gut ohne Fleisch klar. Es gibt sogar zahllose Studien die zeigen, dass Menschen die weniger oder gar kein Fleisch essen deutlich gesünder sind

  • Franz Eggenschwiler sagt:

    Bringt doch bitte endlich mal eine ungeschönte Reportage über die Fleischproduktion in der Schweiz! Herkunft des Futters aus fernen Ländern mit den Konsequenzen für die Grundversorgung der dort lebenden Menschen, Transporte des Mastfutters, Mästung in grausig engen Verschlägen mit Impfungen und Chemiebeigabe im Fressen und verendenden Schlachttieren, bewegende Transporte des Viehs in den Schlachthof, Tötungsbucht mit farbigen Bildern, Ausbeinen, Metzgen, Abpacken und Präsentation der „Ware“ in den Verkaufsregalen bis zur fröhlichen Grillparty im Garten oder dem Tamediafeinschmeckerfresstipp im neusten Trendygourmettempel. Integriert auch gleich die Geflügel- und Fischproduktion. Macht es, von hier, CH!

  • Rolf Rothacher sagt:

    Eines ist absolut sicher: alle diese Tiere durften atmen, trinken, essen, sich an ihrem (wenn auch) kurze Leben erfreuen, spielen, sich behaupten und sich wichtig machen EINZIG, weil sie später im Schlachthof landeten.
    Wenn der Mensch aufhört, Fleisch zu essen, dürfen Milliarden von Tieren nicht mehr leben. Sie werden ganz einfach nie geboren.
    Dass wir uns für tiergerechtere Haltung/Schlachtung einsetzen, ist in Ordnung. Wer aber Leben verhindern will, weil er der Meinung ist, dieses Leben sei nicht lebenswert, weil es im Schlachthof endet, der begibt sich auf einen gedanklich sehr gefährlichen Pfad. Denn wer entscheidet, was lebenswert ist?

    • Carmen Siegrist sagt:

      Herr Rothacher: Schlachttiere haben in den allermeisten Fällen zuvor kein gutes Leben. Zusammengepfercht, verletzt usw. das ist die Realität.
      Es gibt tatsächlich eine Unterscheidung was lebenswert ist und was nur Leiden und Schmerz und Verachtung erzeugt. Das Verhalten von Menschen „Nutztieren“ gegenüber ist oft grauenhaft. Dafür gibt es gar keine Entschuldigung. Sie erweisen sich mit Ihrem Beitrag in dieser Sache als naiv, oder Sie leugnen Tatsachen.

    • Andreas sagt:

      Eines ist absolut sicher: alle diese Menschen durften atmen, trinken, essen, sich an ihrem (wenn auch) kurze Leben erfreuen, spielen, sich behaupten und sich wichtig machen EINZIG, weil sie später im Schlachthof landeten.
      Wenn der Mensch aufhört, Menschenfleisch zu essen, dürfen Milliarden von Menschen nicht mehr leben. Sie werden ganz einfach nie geboren.
      Dass wir uns für menschengerechte Haltung/Schlachtung einsetzen, ist in Ordnung. Wer aber Leben verhindern will, weil er der Meinung ist, dieses Leben sei nicht lebenswert, weil es im Schlachthof endet, der begibt sich auf einen gedanklich sehr gefährlichen Pfad. Denn wer entscheidet, was lebenswert ist?

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Ist es Dummheit oder Brachial-Ignoranz eines aufgeplusterten Zweibeiners ohne Federkleid? Hätten Sie Lust, ein Leben lang in der eigenen Scheisse irgendwo in einem dunklen Loch dahinzuvegetieren, um dann mit brutaler Gewalt abgeschlachtet zu werden nach einem häufig mehrstündigen bis mehrwöchigen Leidensweg in den Schlachthof?

    • Reisender sagt:

      „alle diese Tiere durften atmen, trinken, essen, sich an ihrem (wenn auch) kurze Leben erfreuen, spielen, sich behaupten und sich wichtig machen“ – diese Worte muss man mehrmals lesen um sie zu verstehen. Wir sprechen nicht von Stieren, welche für Stierkämpfe in Spanien etc. gezüchtet werden und das beste Leben haben bis zum letzten Tag. Wir sprechen von „Zuchtanstalten“, zusammengepfercht auf Spaltenböden oder Gittern, kein Sonnenstrahl … Na ja, wenn Sie sich das nicht vorstellen können, dann träumen sie weiter wie „gut“ es diesen Lebewesen geht! In der Schweiz haben wir sicher einen guten Standard, aber sobald man über die Grenze geht – von Mexiko nicht zu sprechen! Ich habe Zoos in Lateinamerika gesehen, gute und schlechte Beispiele, in einer „Zuchtanstalt“ war ich nie.

    • Danielle sagt:

      Ich frage mich, lieber Herr Rothacher, ob Sie wirklich so naiv sind oder ob Sie den – Entschuldigung – Stuss, den Sie da schreiben, echt glauben – nämlich, dass diese Tiere ein lebenswertes Leben hatten, dass sie sich an ihrem Leben erfreuen durften, essen, trinken, atmen… mir bleibt ehrlich gesagt der Atem eher weg, wenn ich das lese. Und Sie glauben auch, dass ein ungeborenes Wesen ‚bereut‘, dass es nicht ‚leben‘ durfte? Echt jetzt? Ich habe wirklich Mühe, Ihren Gedankengängen zu folgen.

  • Andres sagt:

    Der Mensch ist und bleibt ein Raubtier. Er hat sich einfach zu oberst Stelle der Ernährungskette geschafft. Aber die Tiere untereinander auf der Jagt sind nicht weniger Brutal im Töten. Die töten aber nur zur Ernärung!
    Ich behaubte, der Mensch wie er heute ist, wäre nicht so, wenn er nie angefangen hätte Fleisch oder Fisch zu essen. Solche Themen diskutiren aber auch nur Leute, die noch nie wirklich Hungerleiden mussten.
    Der Mensch meint zwar, er habe das höchst entwickelte Hirn, aber ist doch das dümmste Lebewesen auf Erden. Welch ander Spezie ist sonst so selbstzerstörerisch?

  • Toni sagt:

    Wo Tiere wie Tiere behandelt werden. Made my day.

  • Reisender sagt:

    Die Bilder sind schrecklich. Schon lange sage ich dass jede*r, der Fleisch ist, mindestens einmal selber ein Tier geschlachtet haben sollte. Dann würde der Fleischkonsum einbrechen. Aber wenn ich an die vielen Menschen denke, welche in Kriegen, Konflikten und Naturkatstrophen alles verlieren, dann berührt mich das mindestens ebenso. Der Mensch ist eine Fehlkonstruktion!

    • Pangasius sagt:

      Und jeder, der ein Auto fährt muss vorher eines zusammengebaut haben…….
      Ich denke es reicht, wenn einem bewusst ist, dass für das Essen Tiere sterben. Mir wäre es aber wichtig, die Schlachtung so human wie möglich zu gestalten.

      • Pierre Richard sagt:

        Was ist so schrecklich am zusammenbauen eines Autos, dass jeder der es macht, danach nie wieder fährt? Man muss kein Lebewesen für ein Auto töten.

    • Gerhard Engler sagt:

      @Reisender: Ich finde diese Bilder völlig normal. Beim Metzger sieht man ja auch tote Tiere rumliegen.

    • Kurt sagt:

      Was genau bringt diese Übung? Dann haben sie ein mühselig getötetes Tier und eine Menge an Fleisch, dass weggeworfen werden muss, da die meisten nicht wissen wie man ein Tier richtig schlachtet. Und ja, es würden trotzdem viele machen.

  • Mich sagt:

    Wer Tiere isst, muss damit klarkommen, dass sie leiden. Der Intelligente Mensch kann jedoch den Unterschied zwischen Mensch und Tier machen. Wer Tiere als Menschen gleichwertige Wesen betrachtet, verrät die Menschheit und verhält sich überheblich gegenüber anderen Lebewesen (Früchte, Gemüse, …) Nur weil wir uns mit einem Tier besser identifizieren können, heisst es nicht, dass ein Rüebli nicht leidet.

    Geniesse was du isst, so zeigst du den grössten Respekt vor dem Leben.

    • Patrick sagt:

      Das ist aber schon noch ein Unterschied. Man kann nicht genau sagen, ob Pflanzen auch schmerzen verspühren. Aber es geht auch primär um die Angst. Tiere haben nachweislich ähnliche Angst wie Menschen. Wenn Sie nun diesen noch lebendigen Hasen sehen, welche seine toten Artgenossen sehen muss, das ist schrecklich. Schauen Sie bitte auch in die Augen der Tiere. Wieso sind andere Geschöpfe nicht gleichwertig? Der Mensch ist in der Tat überheblich. Gerade intelligente Wesen, sollten sich bewusst sein, was der überdimensionierte Fleischkonsum für Leid verursacht. Ich bin auch kein Vegetarier, doch esse ich maximal noch 1 bis 2 Fleisch die Woche. Mit dem Respekt gebe ich Ihnen allerdings absolut recht.

    • Andreas Frey sagt:

      Ja natürlich, ein Rüebli schreit vor Schmerz, wenn du es beissest. Und ein Hund hat nicht mehr Schmerzen, wenn er von einem anderen gebissen wird, als ein Gottesanbeter, der von seiner Partnerin aufgefressen wird.
      Nein! Es ist absurd, Säugetiere, die fast wie wir empfinden, mit Pflanzen oder gar Einzellern zu vergleichen, die keine Schmerzen und kein Bewusstsein in unserem Sinne haben. Auch wenn Schweine nicht die gleichen Rechte wie wir haben, gibt es keinen Grund, dass sie unnötig leiden. Andererseits würden Schweine gar nicht gezüchtet werden, wenn wir sie nicht essen würden. Gerade weil wir sie gerne verspeisen, müssen wir für sie sorgen und ihnen ein schönes Leben und einen schmerzfreien Tod ermöglichen.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      „Der Intelligente Mensch kann jedoch den Unterschied zwischen Mensch und Tier machen. “

      Der intelligente Mensch zeichnet sich dadurch aus, dass er diesen Unterschied NICHT macht aus dem einfachen Grund, weil der Mensch ebenfalls ein Säugetier ist.
      Nur der ignorante selbstverliebte Mensch macht diesen Unterschied. Kein Mensch braucht im übrigen Tierprodukte, um sich gesund zu ernähren. Der komplette Verzicht auf Tierprodukte ist sogar die gesündeste Ernährungsform überhaupt. Darum bin ich Veganer. Ich bin ja nicht blöd und fresse mir Zivilisationskrankheiten an und finanziere damit erst noch das monströseste Massenverbrechen an Wehrlosen und Unschuldigen, welches dieser Planet je gesehen hat. Dem Fleischkonsum geht immer ein Mord aus niederen Motiven voraus.

  • Villiger Erwin sagt:

    Die Diskrepanz zwischen dem schön zubereiteten Fleisch und dem was vorher passiert,ist hier schonungslos offen gelegt. Weniger Fleisch essen, tötet zumindest weniger Tiere und vor allem auch Säugetiere, die die gleichen Nervenganglien haben wie wir.
    Das Grundproblem aber bleibt: Was oder wer auch immer den Weltraum in Gang gesetzt oder erschaffen hat, für diese Kraft ist Leiden kein Thema. Von der Pflanze an aufwärts wird fast nur getötet. Sämtliches Leben will erhalten und unversehrt bleiben, vom Gras über das Gemüse, den Tieren bis zu uns. Organisiert ist es aber indem ausgerissen, geschnitten, gebissen, zerquetscht, weggenommen etc. werden muss. Wir stehen am oberen Ende dieses Töten müssens, haben aber Bewusstsein. Wir können dort, wo Leiden offensichtlich wird zum Teil gegensteuern.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      „Wir stehen am oberen Ende dieses Töten müssens, haben aber Bewusstsein. “

      Nein, der Mensch ist kein Raubtier, er ernährt sich zu seinem eigenen gesundheitlichen Vorteil ausschliesslich von Pflanzen. Durch die Entwicklung von Werkzeugen unter anderem hocheffiziente Waffen kann er sich in der Natur wie ein Berserker aufführen, dies ist jedoch keineswegs der ihm zugewiesene Platz in der Nahrungskette.

    • Irene feldman sagt:

      Dieses töten hat viel weniger mit Nahrung zu tun. Es ist eine Massenschlachtung in welchen diese Tiere null Respekt, Dankbarkeit und Demut entgegengebracht wird. Wie in kriegen-null Bewusstsein und Gefühle und konsequenzen. 2019 der Mensch ist schon ein Roboter, den mechanischen braucht es nicht mehr.

  • Markus Gerber sagt:

    Die Welt wird an die Wand gefahren und die schwächsten bezahlen den Preis für den immer tiefsten Preis. Transporte müssen massiv verteuert und das Wachstum der Weltbevölkerung gestoppt werden. Da dies nicht passieren wird, sehe ich Schwarz.

  • Denise Ölscher sagt:

    Sekundär tierische Produkte sind keine Alternative. Welche Kuh gibt Milch ohne jedes Jahr ein Kalb zu haben? Die Hälfte der Kälber sind männlich, was passiert damit? Sie werden gegessen… bei den Eiern das Gleiche…

    • Karl Peterhans sagt:

      Im BESTEN Fall werden sie gegessen, leider ist es bereits häufig die Regel, dass sie getötet und weggeworfen (bzw. bei den Kücken geschredert) werden, weil es sich anscheinend nicht lohnt, die hochgezüchteten Milchkühe / Legehennen zu Fleisch zu verarbeiten… Alternative dazu wäre z.B. das Zweinutzungshuhn.

  • Marc Baumann sagt:

    Ich verzichte seit Jahren auf Fleisch, obwohl es mir schmeckt.
    Es geht nicht darum, dass Fleischkonsum Tiere tötet, sondern wie genau das geschieht. Ohne jeden Respekt, aus niederen Beweggründen, aus Unwissenheit. Mitarbeiter eines Schlachthofes sind nicht böse oder gewissenlos. Sondern tun was befohlen wird, denken nicht nach, stumpfen ab. Das banale Böse.

    Wie aber kommt man nur auf die Idee, ein Tier als Produkt zu sehen? Wo ist der Ursprung dieser Denkweise? Antwort: Fehlende Differenzierung, Religion, Kategorisierung, Unwissenheit und Ignoranz.

    Man zeigt mit dem Finger auf Vegetarier oder Veganer, und ist nicht bereit, Zugeständnisse zu machen. Weil, Gruppendruck.

    Wäre es wirklich so schlimm, nur einmal in der Woche Fleisch zu essen? Oder mal einen Monat zu verzichten?

    • Daniel Maier sagt:

      Nun ja, was würden die Menschen im Mittelalter oder der Steinzeit übers Fleischessen denken. Und die Veganer heutzutage essen lieber B12 Pillen. Ist das nicht auch irgendwie abartig?

      • Céline Weber sagt:

        Nun ja, wissen Sie, wie das B12 ins Fleisch gelangt? Den Begriff „abartig“ verbinde ich eher mit Tierfabriken und Schlachthöfen als mit Veganern und Vegetariern.

        • Hanspeter Niederer sagt:

          Meine Worte. Ich deutsche noch aus, was Sie angetönt haben. Dem Tierfutter wird Kobalt beigemischt, das der zentrale unverzichtbare Teil des Vitamins B12 ist. Ohne zahlreiche andere Tierfutter-Supplemente hätten die Tiere in der Massentierhaltung Mangelerscheinungen.
          Abartig und moralisch verwerflich ist, ein Tier zu quälen und zu ermorden, um aus seinen Körperteilen Vitamin B12 zu beziehen anstatt dieses Vitamin B12 mit einer kleinen Pille zu sich zu nehmen.

  • Rolf Mächler sagt:

    Eigentlich sollten die Tiere vorgängig ein faires Kriegsgerichtsverfahren bekommen, wo sie dann aber in jedem Fall zum Tode verurteilt werden. Danach wird das Urteil sofort vollstreckt. Stilgerecht. Männer in SS-Uniformen erschiessen die Tiere im Hinterhof. Danach werden sie verarbeitet. Wenigstens hatten sie ein Gerichtsverfahren. Sonst ist es Mord.

  • Phil sagt:

    Macht tatsächlich nicht gerade Lust auf Spearribs. Eigentlich sollten alle Schlachthöfe Glaswände haben. Wenn Fleisch schon so lächerlich billig zu haben ist, sollten wir uns wenigstens bewusst sein, wer den Kopf dafür hinhält.

  • Such Marcel sagt:

    Ball flach halten bitte ! Genau solche Bilder könnte ich Euch von der Firma Bell in Oensingen zeigen………. Kaninchen Zulieferer aus Ungarn ?? Auch bei Coop oder Migros erhältlich, weil Ihr nicht 45 Fr für eins Bezahlen wollt ! Der Konsument bestimmt den Preis !!

  • Tom Maier sagt:

    Der einzige Unterschied zur Schweiz ist, dass die Wände und die Böden neuer sind.

  • Susan sagt:

    Ich finde diese Bilder jetzt nicht wirklich schockierend. Jedem, der Fleisch isst, sollte bewusst sein, wo das Fleisch herkommt und dass man dazu Tiere töten und ausnehmen muss. Ich werde weiter Fleisch essen.

    • Oliver Keller sagt:

      Sie sollten ihre Tiere selber aufziehen und dann töten müssen, inklusive aufzehren von der Klaue bis zur Schnauze, dann reden wir wieder darüber.

    • Patrick sagt:

      Susan, ach wenn Sie die Bilder nicht wirklich schlimm finden, möchte ich Sie als Menschen niemals kennenlernen. Gefühl und Herzlos finde ich solche Menschen wie Sie. Ich bin auch kein Vegetarier, aber genau aus dem Grund solcher Tierfabriken, wird mein Fleischkosum selten und bewusst. Tiere verspühren die glriche Angst wie Menschen was unschwer sn den Bildern zu erkennen ist.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Abstossend abgebrüht. Was ich wirklich antworten möchte auf einen solchen Kommentar lasse ich bleiben, da es zensuriert würde zwecks politisch korrektem Schutz von empathielosen Zeitgenossen und Zeitgenossinnen.

      • Paul Bundi sagt:

        …politisch korrekter Schutz von empathielosen Zeitgenossen und Zeitgenossinnen…wie treffend formuliert, Herr Niederer.

    • Carmen Siegrist sagt:

      Für unsere Vorfahren war ein Poulet ein Festessen. Seit dem Massenzüchtung wird Billigfleisch konsumiert. Früher hat der Metzger die Tiere auf dem Hof selbst geschlachtet, oder die Bauern brachten ihre Tiere in die Dorfmetzgerei. Glück, d.h. Schwein haben kam davon, wer ein Schwein hatte, hatte Glück um den Winter zu überleben. Heute gehts nicht mehr ums Überleben, wir haben Alternativen auch im Winter. Die Tiere müssen schnell zur Schlachtung bereit sein, können sich kaum bewegen, sehen kein Licht, sind verletzt usw.
      Und diese geschundenen Leichen geniessen Sie dann! Prost Nägeli – Zu viel Fleisch macht dumpf.

  • Lause bun sagt:

    Ja mir kommt immer mehr das Ko…. ab dem Fleisch au meinem Teller

  • Martin Pauli sagt:

    Interessante Bilder. Noch interessanter finde ich die Auswahl der „Zensurbalken“: Offensichtlich ist es bei einem Pferd ein Problem, was weiter oben bei einem halben Dutzend Schweine keines ist. Es gibt also auch bei den Tieren eine Abstufung der Wahrnehmung.

  • Rob Mueller sagt:

    Ich frage mich wie viele von diesen Klimaaktivisten , die jeden Freitag die Schule schwänzen, nicht zu McDonalds und all die weiteren Hühner und Rinderburger Buden gehen werden? Fleisch essen ist durch die Massentierhaltung und Globalisierung zum Alltagsprodukt / immer verfügbar und billig geworden.
    Gerade die Klimaaktivisten sollten sich dafür einsetzten , dass Fleisch teurer bzw. mehr vegetarische Produkte auf den Teller kommen.
    Auch das abholzen der Bäume und das ständige Bauen hat damit zu tun.
    In Deutschland geht die Schweineproduktion zuruück , wird aber durch den Chinesischen Markt wieder kompensiert.krank.Schlussendlich muss jeder für sich selber entscheiden was richtig ist.ich habe schon gewechselt, der Umwelt und den Tieren Willen den auch sie haben RESPEKT verdient.

    • Oliver Keller sagt:

      Was wollen sie uns nun genau sagen? Dass sie nichts zu sagen haben? Bravo, das ist ihnen hervorragend gelungen.

      • Rob Mueller sagt:

        Keller, falls sie es nicht verstanden haben , hier nochmals eindeutig.Jeder , kann mit seinem Verhalten dazu beitragen ,durch Verzicht , oder zumindest deutlich reduziertem Verzehr von tierischen Produken , so dass man solche Bilder in Zukunft nicht mehr sehen muss.gecheckt?

  • robert huber sagt:

    einfach nur zum sich übergeben!
    zeit, dass man auf fleisch verzichtet.
    tierische milchprodukte genügen.
    irgendwie kommt man sich vor wie
    in einem horrorfilm von kanibalen!
    schande denen, die viel fleisch
    fressen!

    • Andreas Brunner sagt:

      Lieber Robert, warum beschränkst Du Dein Mitgefühl nur auf Säugetiere?
      Du hast offenbar keine Ahnung wie viele Milliarden von Lebewesen für die Produktion von fleischfreien Lebensmitteln ihr Leben lassen.
      Hast Du schon mal auf einen Acker geschaut wenn er für die Saat präpariert wird?
      Die Brutalität der heutigen Bodenbearbeitung und Ernteprozesse im ganzen Produktionsprozess ist genauso unfassbar wie die Bilder eines Schlachthofs. Wer genau hinschaut dem bleibt gar nichts anderes übrig als ab und an ein schlechtes Gewissen zu haben, damit müssen wir leben, egal ob als Fleischesser oder Veganer.

      • Simone Stocker sagt:

        Ja, dem kann ich voll zu stimmen. Die Erde wird brutalst ausgebeutet, die Luft, der Boden, das Wasser, nicht nur grosse Säugetiere leiden darunter, alle Lebewesen leiden – auch der Verursacher, der Mensch selber. Veganismus ist ein Symptom, ein Ausdruck der Schieflage, in der die Industrialisierung steckt. Er löst das Problem jedoch nicht, sondern verlagert es nur. Ich sehe eine mögliche Perspektive in kleinzelligen, regionalen Gemeinschaften, Produktionen, Organisationen etc. Kommt evt wieder, wenn das System zusammen gebrochen ist (oder, wenn wir noch rechtzeitig die Kurve kriegen, was leider unwahrscheinlich ist… )

        • martin sutter sagt:

          Veganismus (und weniger Menschen) würde das Problem schon stark mindern. Die Fleischproduktion ist viel aufwändiger und produziert viel CO2 und Fäkalien, die entsorgt werden müssen. Zudem werden grosse Mengen von Energie, Platz und Wasser gebraucht. Dazu kommt das Leiden der Tiere etc. Natürlich sterben z.B. viele Insekten bei der Produktion von pflanzlichen Lebensmittel, aber ich glaube nicht, dass man diese mit Säugetieren vergleichen kann.

        • Hanspeter Niederer sagt:

          „Veganismus ist ein Symptom, ein Ausdruck der Schieflage, in der die Industrialisierung steckt. Er löst das Problem jedoch nicht, sondern verlagert es nur. “

          Inwiefern verlagert der Veganismus das Probelm?
          Veganismus löst das Problem der Tierausbeutung und Massentierhaltung zu 100%. Hören sie einfach auf, sich Ihre Welt schönzureden, in der Tierausbeutung offenbar akzeptabel und ein (unnötiger) Teil der eigenen Ernährung ist.

      • Nicole Suter sagt:

        Was fressen dann wohl die Tiere, bevor sie von uns gefressen werden? Wer nicht „nur“ (Säuge-)tiere, sondern auch Pflanzen, Insekten, den Boden, die Natur schützen will, sollte erst recht vegan leben, denn für Tierprodukte wird noch viel mehr Agrarfläche gebraucht, als wenn wir die angebauten Pflanzen direkt essen würden…

  • Mauro sagt:

    Sobald die meisten Menschen solche Bilder sehen sind sie schockiert und angeekelt weil sie dachten, dass Fleisch auf Bäumen wächst.
    Diese Situation ist nicht nur in Mexiko Realität, sondern überall auf der Welt und ja, sogar in der Schweiz!

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Kurz darauf nehmen die Leute ihren gutgeölten Verdrängungsmechanismus in Betrieb und steuern beim nächsten Besuch des Einkaufscenters wie ferngesteuert die Fleischabteilung an und greifen wie immer schon beherzt zu.
      Und das alljährlich milliardenfache gottlose Massaker unter den „Nutztieren“ nimmt seinen Lauf.
      In der Schweiz werden pro Arbeitstag 200’000 Tiere ermordet.
      Von Zivilisation weit und breit keine Spur.

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