Als die Frauen die Saffa-Insel schufen

Erinnerungen an die «Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit» vor 60 Jahren.

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Drei Frauen grillieren Cervelats am «Meitli-Tag» der «Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit» (Saffa) auf der Landiwiese in Zürich. (Aufgenommen im September 1958, Hermann Schmidli/Keystone/Photopress-Archiv)

Die Zürcher Landiwiese, auf der aktuell das Zürcher Theater Spektakel stattfindet, war von Juli bis September 1958 Schauplatz der zweiten «Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit», genannt Saffa. Unter dem Motto «Die Schweizer Frau, ihr Leben, ihre Arbeit» wurde vom Bund schweizerischer Frauenorganisationen in verschiedenen Pavillons das dazumal populäre «Dreiphasenmodell» illustriert. Es begann mit Berufsausbildung und Erwerbstätigkeit bis zur Heirat, gefolgt vom Dasein als Hausfrau und von der Berufswiederaufnahme nach dem Auszug der Kinder. Die Veranstaltung trieb jedoch auch die Diskussion um die Gleichberechtigung voran.
Bis zum 9. September werden im Zürcher Museum für Gestaltung unter dem Titel «Saffa 58» Fotos, Filmausschnitte und Planzeichnungen des Werkes, das vor 60 Jahren die Landschaft am Zürichsee nachhaltig veränderte, ausgestellt.

Ansicht des von der Saffa-Chefarchitektin Annemarie Hubacher-Constam entworfenen Wohnturms mit Besucherinnen und Besuchern auf der Landiwiese. (Aufgenommen im Juli 2018, Jules Vogt/Keystone/Photopress-Archiv)

Drei Frauen geniessen am Pressetag der Saffa 58 die Aussicht vom Wohnturm auf den See und das Ausstellungsgelände. (Aufgenommen im Juli 2018, Hermann Schmidli/Keystone/Photopress-Archiv)

Aussicht vom Wohnturm auf die Saffa-Insel. (Aufgenommen im Juli 2018, Keystone)

 

Eröffnungstag der Saffa 58: OK-Präsidentin Erika Rikli, links, und Chefarchitektin Annemarie Hubacher-Constam, mit Sonnenbrille, rechts, stellen sich der Presse. (Aufgenommen am 17. Juli 1958, Hans-Ueli Blöchliger/Keystone)

Besucher(innen) verweilen an einer Bar mit Sonnenschirm. (Aufgenommen im Juli 1958, Hans-Ueli Blöchliger/Keystone)

Solche runden Pavillons waren Teil der «Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit». (Aufgenommen im Juli 1958, Hans-Ueli Blöchliger/Keystone)

Interessiert schauen sich Besucherinnen die Ausstellungsinhalte der Saffa 58 an. (Aufgenommen im Juli 1958, Hans-Ueli Blöchliger/Keystone)

Männer kurbeln die Lokomotive des Ausstellungszuges an. (Aufgenommen im Juli 1958, Hans-Ueli Blöchliger/Keystone)

Die Gondelbahn der Saffa fährt über den Hafen Enge. (Aufgenommen am 29. August 1958, Hermann Schmidli/Keystone/Photopress-Archiv)

Besucherinnen sitzen in einer Gondel auf der Landiwiese in Zürich. (Aufgenommen im Juli 1958, Hans-Ueli Blöchliger/Keystone)

Das von der Architektin Heidi Wenger entworfene Ferienhaus Trigon stösst auf reges Besucherinteresse. (Aufgenommen im Juli 1958, Jules Vogt/Keystone/Photopress-Archiv)

Zwei Frauen des Frauenhilfsdienstes (FHD) in der «Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit». (Aufgenommen im Juli 1958, Hans-Ueli Blöchliger/Keystone)

Fünf Hostessen posieren vor dem Wandbild mit dem Titel «Die Frau im Dienste des Volkes» von Regina de Vries. (Aufgenommen 1958, Keystone)

Bis zum 9.September findet im Zürcher Museum für Gestaltung die Ausstellung «Saffa 58» statt. Sie zeigt Fotos, Filmausschnitte und Planzeichnungen des Werkes, das vor 60 Jahren die Landschaft am Zürichsee nachhaltig veränderte.

Adresse: Museum für Gestaltung Zürich, Ausstellungsstrasse 60, 8031 Zürich.

Öffnungszeiten: Dienstag–Sonntag 10–17 Uhr, Mittwoch 10–20 Uhr.
Eintritt: Erwachsene 10 Fr./8 Fr.* (ermässigt), unter 16 Jahren kostenlos, Gruppen (ab 10 Personen) 8 Fr.

2 Kommentare zu «Als die Frauen die Saffa-Insel schufen»

  • Martin sagt:

    Erstaunlich, wie modern dies alles auch aus heutiger Sicht wirkt. Es strahlt etwas vom Aufbruch aus, der auch die Zeit danach prägt und er von grossen Teilen der Bevölkerung mitgetragen wurde, weil sie auch etwas davon hatten.
    Leider etwas, was der heutigen Zeit meiner Meinung nach abgeht.

  • Beni sagt:

    Tolle Erinnerungen! Durfte als 10jähriger mit Mutti und Vati an SAFFA. Hab das erste Mal mit einem Schnitzmesser und Hammer(oh wie gefährlich) unter kundiger Anleitung eine Holzschüssel gefertigt. Hat mich nachhaltig geprägt: selber etwas mit den Händen machen! Später hat mich mein Onkel von der SAFFA-Insel aus ins Fischer Handwerk eingefügt. Schöne Erinnerungen!!

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