Quer durch China

Vom Einsiedler bis zur Live-Streamerin: Eine Reise durch ein Land, das sich schneller entwickelt als seine eigene Bevölkerung.

Wo Shenzhen einst zu wachsen begann, feiern Bewohner des Stadtteils Hukou, dass hier einer der höchsten Türme der Welt gebaut wird. Shenzhen, 2017, China.

Eine Reise durch  China, von Norden nach Süden, auf der Suche nach der chinesischen Seele. Ruben Terlou kommt mit seiner gewinnenden Art und seinem fliessenden Chinesisch sehr nah an die Menschen ran und erhält so Zugang zu sehr besonderen Situationen und Persönlichkeiten. Seine Bilder erzählen Geschichten von chinesischen Bauern, Arbeitern, Künstlern und Idealisten und geben Einblick in die jahrtausendealte Kultur und die gegenwärtige chinesischen Gesellschaft.

Mit seinen Fotografien durchdringt Terlou das Klischeebild von China. Er nähert sich den Chinesen auf eine persönliche Art und ist neugierig, zu erfahren, wie sie denken, fühlen und erleben.

Im Grasland der Inneren Mongolei, einem autonomen Gebiet im Norden des Landes, versuchen ein Tierarzt (l.) und Viehzüchter, ein verletztes Pferd zu beruhigen und zu behandeln. Es ist mit einem Bein in Stacheldraht geraten.

Wang Zhi ist ein Live-Streamer und Imitator eines berühmten chinesischen Transvestiten und Fernsehstars. Peking, 2017, China.

Eine Kohlemine in der Steppenlandschaft der nördlichen Provinz Innere Mongolei. Trotz Chinas globaler Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit und grüner Energie ist das Land immer noch der grösste Kohleproduzent und -verbraucher der Welt. Hulunbuir, China, 2017.

Ein Einsiedler meditiert vor seinem Höhlenhaus im Zhongnan-Gebirge in der Nähe von Xi’an. Seit über zweitausend Jahren sind taoistische Einsiedler auf der Suche nach Erleuchtung und Unsterblichkeit in diese Berge gereist. Shaanxi, 2017, China.

Die «Lanzhou New Area» ist eine neue Metropole. Für den Bau wurden Hunderte von Bergen abgetragen und dem Erdboden gleichgemacht. Gansu, 2016, China.

Hu Guangzhou ist Zimmermann und lebt sein Leben in Abgeschiedenheit in einem abgelegenen Dorf im Osten Chinas. Seit er seine Familie verloren hat, baut er an einer Pagode, die bis in den Himmel ragen soll, damit er Kontakt zu seinen Lieben wiederherstellen kann.

Eines Tages soll die Pagode bis in den Himmel ragen.

Eine Live-Streamerin in Peking: Live-Steaming biete ihr eine Bühne, wo sie sich selbst sein kann und wo sie ihr Selbstwertgefühl steigern kann. Die virtuelle Welt kann manchen Menschen in China mehr Freiheit bieten als das wirkliche Leben.

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Die Ausstellung «Ruben Terlou – Quer durch China» ist noch bis am 16. September im Noorderlicht, Haus der Fotografie in Groningen zu sehen.

6 Kommentare zu «Quer durch China»

  • Röfu B. sagt:

    Warum hat das Bild mit dem Pferd keine Legende? Worum geht’s da?

  • Rieke Oechslin sagt:

    Tierquälerei mit Bild einer lebendigen Skalpellierung (1. Bild) sollte verboten sein. Der TA bringt dieses Schockbild unkommentiert. Schlecht.

  • Ralf Schrader sagt:

    Ich kenne nur einen Staat, der VR China heisst. Ein Land namens China ist mir nicht bekannt. Ist das Land China genau so ausgedehnt, wie die Volksrepublik Territorium hat, also zählt man z.B. Tibet oder Hongkong zu China? Wo finde ich Angaben zu Grenzen und zur Bevölkerung von China?

  • Sophie Nicolle sagt:

    Das erste Bild hat mir wehgetan. Wie kann man ein nobles, freies Pferd, so zur Sklaverei zwingen ?

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