Tutti al mare!

Claude Nori feiert die Sommer­ferien in Italien. Und das Glück einer Jugend, die auch seine eigene war.

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Rimini, 1995

Die Kamera, so sagt er es selber, sei ein «wunderbares Mittel der Verführung». Dank ihr sei er einfacher zu seinen Rendez-vous gekommen; zu jenen «fotografischen Flirts», die dann eines seiner grossen Themen geworden seien. Schliesslich brachte der Apparat Claude Nori aber auch etwas zurück: den Sommer in Italien.

Rimini, 1993

Rimini, 1995

Also jenes Ferienglück, das er als Jugendlicher ausgekostet hatte. Strand, Sonne, Salz. Battisti, Conte, Modu­gno aus der Jukebox. Und die Schönheit der Mädchen. «Ich bin gewiss darum Fotograf geworden, um meine ­Jugend verlängern zu können», gesteht Nori in seinem neuen Band «Italian Holidays».

Catania, Sizilien, 1998

Tatsächlich reiste der 1949 gebo­rene Franzose, jetzt in Begleitung seiner Kamera, in den Achtziger- und Neunzigerjahren regelmässig an die italienischen Adria- und Mittelmeerstrände. Es war stets eine Art Rückkehr, und in seinen Bildern steckt er nun wirklich, der ganze Zauber der Jugend. Genau wie jener des Sommers, dessen Rituale für Nori das «Extrakt italienischer Lebensart» sind. Zugleich fühlt man aber auch schon den Hauch einer Wehmut, weil der Tag auf jeden Fall kommt, an dem nicht nur der Sommer, sondern auch die Jugend zu Ende geht. Dem Fotografieren zum Trotz.

Neapel, 1982

Neapel, 1982

Alì Terme, Sizilien, 1983

Neapel, 1982

Rimini, 1983

Rimini, 1995

Aci Castello, Sizilien, 1999

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Claude Nori
Italian Holidays
Sturm & Drang, Zürich 2018.
Englisch
176 Seiten
55 Franken

1 Kommentar zu «Tutti al mare!»

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