Hitzesommer – wie lange noch?

Heiss, heisser, Sommer 2018: Die Rekordtemperaturen machen ganz schön durstig. (Foto: iStock)

Die letzten Wochen waren zu warm und zu trocken. Und egal, ob nun Endlosbadischwärmer oder Hitzejammerer, alle wollen derzeit wissen, wie lange es noch so heiss bleibt.

Wenn wir einen Modellvergleich für die kommenden zehn Tage machen (Beispiel Zürich, andere Orte via Menü) sehen wir, dass wir noch mal eine Woche Hitze erleben werden, bevor es überhaupt eine erste Chance für Abkühlung gibt:

Betrachten wir die vorhergesagten Regensummen über die Zehntagesperiode, bleiben die Chancen für Schauer und Gewitter erst mal gering, erst ab dem 9. August zeigen einzelne Modelle stärkere Signale.

Früher gab es keine aussagekräftigen längerfristigen Vorhersagen. Doch inzwischen wird das Europäische Zentrum für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) mit seiner 46-Tage-Vorhersage immer besser. Hier geht es natürlich nicht darum zu wissen, ob man in einem Monat nachmittags um 17 Uhr grillieren kann. Es soll die Antwort gegeben werden, ob es im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt eher zu nass/trocken oder kalt/warm ist.

Hier finden Sie Hintergründe zur Methode der Langfristvorhersage.

Das Ende der grossen Hitze

Die 46-Tage-Vorhersage wird jeweils am Montag und Donnerstag neu berechnet, letzte Nacht kam eine neue Berechnung, die ihre Vorgänger bestätigt hat. Demnach soll die grosse Hitze (dunkelrote Farben) Mitte August vorbei sein, gefolgt von einer sommerlichen Phase, bis die Temperaturabweichungen im September nahe null sein sollen – die Karte zeigt Europa:

Beim Niederschlag soll sich das Regendefizit bis Mitte September weiter verschärfen, mit immer dunkleren Braunfarben für die Schweiz für ein zunehmendes Defizit, während der Mittelmeerraum und neu auch weite Teile Skandinaviens mit den grünen Farben einen Regenüberschuss über den Zeitraum erwarten dürfen:

Das wäre besonders für die Gebiete Richtung Norden ziemlich schlimm, da es dort noch viel trockener ist als in der Schweiz, wo es zwischendurch immerhin ein paar Gewitter gab. In ein paar Wochen wissen wir mehr.