Warum 50 nicht das neue 30 ist

Ja, die US-Schauspielerin Halle Berry ist 50. Auch wenn sie dafür gelobt wird, wie 30 auszusehen. Bild: Instagram/Halle Berry

Der gesellschaftliche Trend, Frauen zu loben, wenn sie jünger scheinen, als sie tatsächlich sind, hat eine lange Tradition: Schon vor 20 Jahren sprach man Schauspielerinnen wie Iris Berben, Andie MacDowell oder Emma Thompson eine gewisse «Knackigkeit» trotz reifem Alter zu. Heute werden immer noch die gleichen, klischierten Schlagzeilen benutzt, um «Hollywood-Oldies» wie Sharon Stone, Christie Brinkley oder Kim Cattrall für ihren geglückten Sprung in den sogenannten Jungbrunnen zu feiern.

Im amerikanischen Filmgeschäft werden Frauen bekanntlich in den Kategorien Geliebte oder (Gross-)Mütter besetzt. Und der Druck, möglichst jung und attraktiv zu erscheinen, ist riesig. Während «tolle Kerle» wie George Clooney und Alec Baldwin im sehr reifen Alter (nochmals) mehrfach Vater werden – und für diesen Umstand bewundert werden –, zerreissen sich die gleichen Menschen das Maul, wenn eine 45-jährige Frau einen jüngeren Liebhaber hat oder es wagt, in diesem Alter noch Mutter zu werden.

Wir brauchen eine dickere und nicht eine straffere Haut

Vor kurzem feierte Halle Berry ihren 50. Geburtstag, und die Fotos, die sie auf ihrem Instagram-Account gepostet hat, sind echt toll. Sie würde glatt noch als 30-jährig durchgehen. Aber ich bin sicher: Berry möchte nicht auf die letzten 20 Jahre Lebenserfahrung verzichten. Nur eben: Sehen darf man diese nicht. Denn Schönheit ist heute so altersgebunden wie noch nie.

Die Botschaft ist klar: 50 zu sein ist echt öde. Und wenn du es bist, dann versuche – auf Teufel komm raus –, wenigstens nicht so auszusehen. In einer Welt, in der eine möglichst glatte Haut wichtiger scheint als das, was sich hinter ihr verbirgt, boomen Botox, Hyaluron und Co. Ob solche Stoffe allerdings unser Selbstvertrauen boosten können, so wie sie es mit unseren Wangen tun, ist fraglich. Aber genau das ist es doch, was wir Ü-50-Jährigen in der heutigen, von Jugendwahn geprägten Gesellschaft brauchen: nicht eine straffere, sondern eine dickere Haut.

Auch ich bin vor Eitelkeit nicht gefeit und gebe die Hoffnung nicht auf, dass eines Tages meine Augenfältchen durch den Gebrauch einer Anti-Falten-Creme verschwinden. Aber ich weiss inzwischen auch, dass mein Glück nicht davon abhängt.

Es geht um die Persönlichkeit

Ich habe mich insgeheim gefreut, als ich anlässlich von Madonnas Geburtstag nirgends die Überschrift gelesen habe: «60 ist das neue 40.» Denn seien wir ehrlich: Selbst beim besten Willen kann man nicht behaupten, die «Queen of Pop» sähe 20 Jahre jünger aus, als sie ist. Und das ist auch gut so. Ja, Madonna ist eine exzentrische Person, und ich glaube nicht, dass mit ihr gut Kirschen essen ist. Aber sie hat es geschafft, für ihre Einzigartigkeit berühmt zu sein. Dies über Jahrzehnte.

Und darum geht es doch: um die eigene, facettenreiche Persönlichkeit. (Auch wenn diese nicht so ausgeprägt sein muss wie jene von Madonna.) Um das, was uns ausmacht, wenn wir eines Tages nicht mehr sind. Und nicht darum, ob unser Körper der Schwerkraft zum Opfer gefallen ist.

53 Kommentare zu «Warum 50 nicht das neue 30 ist»

  • trutschenverein sagt:

    manche leute sehen aber viel jünger aus und 50 jährige sind die 90er hip hop und rave generation. leute sind nicht alle gleich mit dem gleichen alter.

  • florely sagt:

    es ist fast nicht moeglich innert kurzer zeit soviel antwortern angekommen sind – danke fuer die unterhaltung mit meistens schweizer namen ueberrascht.
    mit meinen 97 jahren habe ich kein problem zum glueck !

  • Otto sagt:

    Ich bin heute mit ü-50 mutiger, im Beruf besser, frecher, weiser – noch nicht 100 prozentig 😉 – konsequenter, usw. als mit 20. Das Gute am näher kommenden Tod: Mach, was jetzt wichtig ist, denn sonst ist das Leben vorbei; aufschieben geht nicht mehr. In diesem Sinne, liebe ü-50er: Wir haben es bis jetzt geschafft, haben viel gutes und auch anderes erlebt. Die Lösung ist aus meiner Sicht: Konzentration auf das Wesentliche, und das ist individuell.

  • Helene sansonnetti sagt:

    Hallo, Alle
    Ich bin über 50, Französin und fühle mich besser als mit 20…Nicht unbedingt hübsch zu sein hilft mit dem Alter, man hat nicht viel zu verlieren… Dazu muss man ehrlich sagen dass die Frauen in Süd Europa nicht so fixiert auf dem Alter sind…als in D; CH, und am schlimmsten ist es in Skandinavien wo ich im Moment lebe und arbeite…und wo du fast nur als Mutter existieren kannst…
    Was ist das für eine Manie in Deutschland bei jedem Artikel zu unterstreichen wie alt die Frau Berben oder die Frau Gedeck sind ? Who cares?
    Also das ist nicht ein Problem von Journalisten, das ist ein Problem in der Gesellschaft und wie Frau Dr. Maria Furtwängler einmal geschrieben hat, sind die Frauen Schuld daran…

    • Marusca sagt:

      @Hs: Sie sprechen mir aus der Seele mit allem was Sie schreiben, vor allem aber, dass man auch im biblischen Alter von – man fasst es kaum – 50 Jahren (in meinem Fall sogar von 65) – physisch wie psychisch topfit sein kann. Und dies bestimmt nicht vom permanenten Herumgeschmiere mit vermeintlichen Zaubersalben, dem Spritzen von zweifelhaften Giften oder der Konsultation irgendeines Schnippel-, Zieh- und Steckdoktors.. Zur Erhaltung von Ausstrahlung und Attraktivität, egal in welchem Alter, gehören nämlich noch wesentlich andere Dinge.

      • Michael sagt:

        Herrlich Beweis, wo her diese Manie der Frauen kommt, jünger aussehen zu wollen. sie schaffen sich den Druck komplett selber ! Da wird 50 als biblisch alt bezeichnet, obwohl man da locker noch ein Drittel seines lebens vor sich hat.
        Geschrieben von einer 65ig jährigen, die natürlich physisch topfit ist. Ob sie wirklich auch psychisch topfit ist, müssten allerdings andere als sie selbst beurteilen. Wie sie es geschafft hat bleibt im dunklen. War sie von Beruf Ehefrau und hat die Millionen ihres Ehemannes zum Erhalt des Körpers aufwenden können ? Egal, erzeugt es doch vermutlich bei gleichaltrigen Frauen, die nicht so sind, ein ungutes Gefühl. Ziel erreicht. Wann lernen die Frauen endlich mal, ihr Alter zu akzeptieren und ohne Botox etc. auszukommen ?

  • Louis Odermatt sagt:

    Frau Aeschbach machen Sie doch mal eine Kreativpause. Man muss doch nicht dauernd was rumschreiben. Der heutige Blog ist praktisch frei von irgend welchen nachdenkenswerten Punkten. Zeilenfüllstoff. Die Flachheit und die Anleihen an psychologische Allgemeinplätze ist fast schon peinlich.

  • Jessas Neiau sagt:

    Ja ja, im Alter entdeckt sogar die Verfasserin eines „Beauty-Blogs“ plötzlich, dass es (angeblich) um eine „eigene, facettenreiche Persönlichkeit“ geht. Solche Erkenntnisse sind selten und müssen natürlich dringend unters Volk gebracht werden. Was hat man dfrüher von den Betschwestern gesagt?

    • Aeschbach sagt:

      Jesses Jessas! Der Vergleich mit den Betschwestern gefällt mir, auch wenn ich ihn nicht ganz verstehe. Allerdings sollten Sie auch verstehen, dass dieser Blog, den es über drei Jahre gibt, kein Beauty-Blog ist, sondern die Themen Gesundheit, Ernährung, und Fragen rund um den Körper anspricht. Und ja, manchmal geht es auch um Schönheit. Innere und Äussere notabene. Aber vielleicht müssen Sie diesen neuen Fakten erst mal mit Ihre Betbruder besprechen? Viel Spass dabei;-)

  • Martin sagt:

    Seit tausenden von Jahren möchte der Mensch das Altern hinter sich lassen. Viele Personen würden ein Millionenvermögen ausgeben, um die Alterung aufzuhalten. Was vielmehr am Jugendwahn nervt: nicht nur das Äussere kommt unter Druck, nein man spricht den „50plus“ auch zunehmend die geistigen Fähigkeiten ab. Ab 50 findet man fast keinen Job mehr, obwohl wir immer länger arbeiten sollen. Dieses Denken ist krank.

  • Claude Fontana sagt:

    Den Mensch wegen seiner Menschlichkeit zu lieben ist ja eben die Kunst. So auszusehen wie man möchte, kann man mit Geld jederzeit erreichen. vorausgesetzt, man hat einen guten Plastischen Chirurgen. Aber das beste Aussehen, macht aus einer heuchlerischen, Intriganten Person halt immer noch keine liebenswerte Person, zumindest nicht für mich. Wenn jemand aber versucht, mir gegenüber ehrlich zu sein, entsteht daraus Respekt, und daraus kann wiederum mehr werden. Schönes äusseres spornt nur Lust an. Die vergeht. Das andere wächst.

  • Sissi sagt:

    „Warum 50 nicht das neue 30 ist“
    Die spinnen, die Journalisten.

  • Sandra sagt:

    Die Autorin thematisiert das Älterwerden von uns Frauen, die damit verbundenen Kränkungen, die Ungerechtigkeiten gegenüber den Männern, unser verlorener Kampf Jugendlichkeit und Attraktivität zu erhalten ja immer wieder. Nach dem Analyseteil kommen in der Regel Statements im Sinne von „die Persönlichkeit zählt“, „andere Werte werden wichtiger“, „die Freiheit nicht gefallen zu müssen ist ein Segen“… Sie sollen uns Mut machen und andere Perspektiven aufzeigen. Nur irgendwie beschleicht mich das Gefühl, als liesse das Thena die Autorin weniger kalt als manche ihrer Leserin. Als glaube sie selber nicht daran, was sie postuliert. Ich weiss nicht, ob frau souverän mit dem Thema umgehen kann, hätte aber nichts gegen ein richtig cooles Vorbild.

    • Silvia Aeschbach sagt:

      Die Autorin hat sich sehr wohl sehr intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Und hat unter anderem die Bücher «Älterwerden für Anfängerinnen»
      und «Älterwerden für Anfänger» (beides Wörterseh-Verlag) geschrieben. Beides übrigens Besteseller. Vielleicht finden Sie bei den
      porträtierten Frauen und Männer in diesen Bücherm ein paar coole Vorbilder!

  • Baumann sagt:

    Mich hat es seit etwa neun Monate wieder auf den freien Markt geworfen nach 32 Ehejahren. Ich muss sagen es hat sich nichts veraendert. Ich habe geglaubt mit meinen 61 Jahren ist das alles vorbei, von wegen. Es wird immer noch gleich gefliertet. Ja was soll das ganze Thema ueberhaupt, die Maenner werden auch aelter und ich will ja auch nicht mit Babys rumflirten sondern wieder einen ebenbuertigen Parnter haben, wo halt intelektuel auf der gleichen Hoehe ist.
    Ich muss mich ja nicht verleugnen.
    Ok, es tut schon gut wenn ein juengerer Mann mit einem rumflirtet, aber dann hat es sich auch schon.
    Jeder Lebensabschnitt hat seine Seiten

  • Nadine sagt:

    Da Männer lebenslang Zeugungsfähig sind, hat es die Natur so eingerichtet, dass sie länger attraktiv bleiben als Frauen.
    Simpel, aber halt eines dieser strukturellen Probleme.

    • Dilek sagt:

      Ich finde ältere attraktive Männer haben einen absoluten Seltenheitswert. Verlust schöner Haare, Halsfalten, Tränensäcke, sowie Rotwein und Zigi als Teintkiller sind halt weit verbreitet unter den Herren. Aber das Patriarchale Denken sitzt tief, auch bei den Frauen.

      • Irma Neri sagt:

        Super, Dilek, auf den Punkt gebracht!

      • Michael sagt:

        Voll deneben geschossen. Gerade die Falten und das von Rotwein und Zigaretten gegerbte männliche Gesicht macht sie so attraktiv ! Keith Richards, Mick Jagger, Sean Connery mal als öffentliche Beispiele. Wer allerdings bei einem Mann mit 60 das Outfit eines 20ig jährigen sucht, findet sie natürlich wenig attraktiv. Aber das ist ein privates Problem.

      • Rapunzel sagt:

        Und wenn wir ganz ehrlich sind, ganz ehrlich, ist der verlässlichste Jungbrunnen für Männer immer noch ein prall gefülltes Bankkonto. Da kann der Bauch gern auch kugelgross, das Haar unsichtbar, können Hals und Gesicht plisseeartig gefaltet sein – solange Frauen diese Art von Attraktivität bevorzugen, ändert sich in Bezug auf das Bewerten des Äusseren der Frau rein gar nichts. Auch wir, wir tragen mit unserer Wahl dazu bei, bewertet zu werden – Geld gegen Jugend, oder etwa nicht?

  • Tofa Tula sagt:

    Ein Faesschen ist allemal besser als ein Sixpack. Zumindest bei Bier ist das so. Lernt man mit dem aelterwerden.

  • Rüstiger Rentner sagt:

    Ich, als Rentner, sag es mal so: 50 ist das Alter der Jugend, und die Jugend des Alters. Das schleckt keine Geiss weg!

  • Monique Saulnier sagt:

    „Aber genau das ist es doch, was wir Ü-50-Jährigen in der heutigen, von Jugendwahn geprägten Gesellschaft brauchen: nicht eine straffere, sondern eine dickere Haut“.
    Nein! Wir brauchen eine ehrlichere Haut. Und wenn (wirklich passiert!) ein junger Mann (20) mir, einer Ü-60-jährigen, so nebenbei sagt, ich erinnere ihn der Persönlichkeit wegen an Keith Richards und ich hätte sexy Falten, dann freut mich das mehr, als wenn mir jemand sagt ich sehe 20 Jahre jünger aus.

  • Robert Hasler sagt:

    Ich komme einfach nicht dahinter, was dieser Artikel eigentlich sagen will. Ein Selbstgespräch mit unklarem Thema und unklarer Absicht.

    Das muss dieses strukturelle Problem sein, das wir haben…

  • Simone Eichenberger sagt:

    Ich finde den Artikel gut.
    Es gibt Dinge, die man als Mann nicht versteht und es gibt Dinge, die man als Frau nicht versteht.
    Das Patriarchat sitzt tief- in Männern und Frauen. Einander mit offenem Herz zuhören, verbindet und bringt allen etwas.
    Spüren Sie die Verletzung, die in diesem Artikel transportiert wird? Ich schon.
    Solche Artikel und Gespräche bringen die Menschen näher zu einander und um das geht es ja schlussendlich.

  • D.W. sagt:

    ….es sei noch kurz erwähnt, dass Halle Barry ihren 52 Geburtstag gefeiert hat….

  • Sandra sagt:

    Immer dieses Madonna bashing! Sind sie ihr einmal begegnet? Kennen sie sie persönlich? Eben!

  • Malena sagt:

    1/2
    „Und darum geht es doch: um die eigene, facettenreiche Persönlichkeit. Um das, was uns ausmacht, wenn wir eines Tages nicht mehr sind.“
    Warum?
    Wenn wir nicht mehr sind, müssen wir uns zumindest nicht mehr darum sorgen, um was es geht.
    Wenn wir selbstbezogen sind (und immer selbstbezogener werden als Gesellschaft) kommt es aus meines Sicht gar nicht so sehr drauf an, ob sich die Selbstbezogenheit auf das Aussehen oder die Persönlichkeit fokussiert.

    • Malena sagt:

      2/2
      Aber vielleicht geht es ja gar nicht so sehr um uns selbst. Vielleicht geht es mehr darum:
      – möglichst wenig zur Verschmutzung der Erde und Erwärmung des Klimas beizutragen
      – möglichst viel neues Wissen, moralische Erkenntnisse oder neue Technologie zu generieren oder zu verbreiten, und damit andern Menschen zu helfen, weniger selbsttäuschende, egoistische und ausbeuterische Leben zu führen
      – der Realität ins Auge zu blicken, wie sie ist, anstatt „Wahrheiten“ zu konstruieren, um sich darin wohlzufühlen
      Oder eben nicht, vielleicht geht’s doch nur um die Aufmerksamkeit anderer, glatte Haut, die Anzahl Freunde, das neuste Handy oder die Befolgung von Gottes Gesetzen, wer weiss das schon… 🙂

  • Bruno Müller sagt:

    Dieses Einteilen und Kategorisieren, das Vergleichen mit andern, das Bestreben, einzigartig und berühmt zu sein…. gähn.

  • Dunja sagt:

    Gut geschrieben!!

  • Ador Kunz sagt:

    Ist doch egal, Frauen zerren von den spezifischen Vorteilen, so lange sie können. Die einhergehende Selbstüberschätzung, ergibt sich mit den Jahren.
    Wer wirklich ehrlich ist, gibt zu, nur Geld ist sexy in der Gesellschaft.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Ich bin unehrlich – selbstverständlich nur nach Ihrer Lesart. Geld kann jenseits des Existenzminimums keinen wesentlichen Beitrag ans Lebensglück leisten. Ausser man setzt es für Bedürftige ein. An ein aufgeblähtes Ego allerdings schon. Nur macht ein aufgeblähtes Ego eben unglücklich und einsam.

  • Sportpapi sagt:

    „Während «tolle Kerle» wie George Clooney und Alec Baldwin im sehr reifen Alter (nochmals) mehrfach Vater werden – und für diesen Umstand bewundert werden –, zerreissen sich die gleichen Menschen das Maul, wenn eine 45-jährige Frau einen jüngeren Liebhaber hat oder es wagt, in diesem Alter noch Mutter zu werden.“
    Ist das so? Und wer diskutiert denn solche Fragen? Sind das nicht die Personen, von denen auch dieser Blog in erster Linie lebt?
    Wobei es wirklich nicht klug ist, in diesem Alter noch Mutter zu werden.

    • Amélie Müller sagt:

      Ich finde es auch nicht klug, mit 50 Jahren Vater oder Mutter zu werden. Da gehe ich mit Ihnen einig.

      Zum Thema: 50 ist das neue 30 bedeutet ja nicht, dass man mit 50 aussehen soll wie 30-jährige, sondern dass man sich in einer Lebensphase befindet, die Spass macht, unbeschwert ist, Raum hat für Neues, Mutiges, Spannendes, Egoismus, Genuss. Das ist wohl eine Frage der Lebensplanung. Wer früh Kinder hatte, dem geht das bestimmt so. Mit 30 war man voll in der Familienphase und die eigenen Bedürfnisse kamen stetig zu kurz. Mit 50 hingegen sind die Kinder (teil)flügge und man kann sich neu erfinden und entfalten.

    • Karin Keller sagt:

      Warum?

      • Juliette sagt:

        Das würde mich auch interessieren.

      • Eric sagt:

        Warum ? Fragen sie mal einen Frauenarzt/ärztin

      • Harry sagt:

        Es ist auch nicht geschickt in diesem Alter noch Vater zu werden! Aber die Natur wird einen besonderen Grund gehabt haben warum es bei Frauen auch nicht natürlich ist…

      • Daniel Wigger sagt:

        Weil die meisten Frauen dann bereits in der Menopause sind und nur Schwanger werden dank Hormontherapien. Gebähren meistens per Kaiserschnitt, welcher ebenfalls Nachteile haben kann. Der grösste Nachteil ist jedoch, dass das Mami 65 ist, wenn man 20 ist.

      • Biologe sagt:

        Mittlerweile weiss man, dass es auch nicht ideal ist, wenn Männer ü40 Vater werden. Da Spermien ständig durch Zellteilungen neu produziert werden schleiche sich mit zunehmendem Alter immer mehr ‚Kopierfehler‘ ein, bei Frauen hingegen nicht – daher hat ein altes ei etwa 15 mutation, das spermium eines ein 40-jährigen etwa 65. Viele Probleme die man früher aufs hohe Alter der Mutter schob, sind eigentlich wegem Alter des Vaters (der Partner von älteren Müttern ist meistens ebenfalls ü40). Beispiele dafür sind Autismus, ADHD, Psychose, Bipolare Störung, Down Syndrom (hier spielt jedoch auch das Alter der Mutter eine wichtige Rolle), Substanzenmissbrauch/abhängigkeit, geringere Intelligenz. Quelle: http://time.com/10539/more-bad-news-for-older-dads-increased-risk-of-kids-with-mental-illness/

    • Steve sagt:

      Wieso soll man in diesem Alter nicht Mutter werden? Sehe nicht ein, weshalb nicht. Wenn Clooney etc es koennen, koennen es Frauen auch. Altern beginnt im Kopf.

      • Silvia sagt:

        Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es macht keinen Spass, wenn die Schulkameraden fragen ob die Mutter/der Vater keine Zeit gehabt hätten zu kommen, dass die Grosseltern da sind !!!

    • Christine sagt:

      Karin und Juliette: Wisst Ihr das wirklich nicht? Als Frau etwas bedenklich. 1. Das Risiko für ein behindertes Kind ist grösser. 2. Wenn das Kind in die Schule geht, wird es gefragt, ob dies die Grossmutter oder der Grossvater ist… 3. Sind die Eltern nicht wirklich jugendlich eingestellt und behalten diese Einstellung im Alter, ist davon abzuraten. 4. Mit dem Alter steigt das Risiko diverser Krankheiten. 5. Will man dies alles dem Kind zumuten? – Ich habe das in nächster Familienumgebung erlebt… Leitragend war das Kind.

    • Martin Eggenberger sagt:

      Je älter eine Frau ist beim Kinder kriegen, desto grösser sind die Risiken, dass in der Schwangerschaft etwas nicht gut läuft. Risiken, die das Kind schädigen können oder sogar Mutter und Kind. Aus ärztlichem Standpunkt sind sogar alle Schwangerschaften ab 30 schon „Risikoschwangerschaften“. Ab 40 dann aber definitiv. Wobei ich nicht weiss, wie hoch denn das Risiko auf gesundheitliche Probleme in Prozenten wirklich ist.

    • linguaccia sagt:

      Das ist in keinem Alter klug..

  • Paul Meier sagt:

    Gehe voll einig mit diesem Kommentar….. das Leben soll doch lebenswert sein, und das kann es nur sein, wenn man sich gibt wie man ist und das beste draus macht. Jede Altersstufe hat seinen Reiz – wenn man im Jetzt lebt und nicht immer dem gestern nachtrauert! Tempi passati sind genau das – tempi passati. Kein Botox, keine Creme kann etwas daran ändern. Mein Vater hatte immer das Motto „Falten sind gehabte Freuden“. Danach lebe auch ich – möchte nicht ohne Falten (und gehabte Freuden….) mal gehen müssen… Enjoy life!

    • Maru sagt:

      Es lebe die Kunst, sich das Leben schönzureden, bis man selber glaubt, dass es so ist, Herr Meier. Immerhin brauchte Ihr Vater damals ein Motto, um seine Falten zu rechtfertigen. Und Sie tun das heute genauso. Fazit: Falten waren und sind eben doch ein Thema – für beide Herrschaften.

  • Roberto sagt:

    Warum kommt man nicht endlich zur Erkenntnis, dass Aussehen (und wie lange es anhält), sowie Basischarakter (was uns ausmacht) – genetisches Glück/ Pech sind. Also dem Zufall entsprechen. Dazu kommen später noch die sozialen Umstände. Wo man hineingeboren, als in diese, unsere Welt hineingeworfen wurde. Auch das habe ich „gestohlen“: So in etwa beim sog. Existenzialismus. (Egal Camus ‚Le Pest‘, Sartre ‚Les Mots‘, o.a. – (die stritten sich ja auch – über Details). – Man macht – was man kann …
    p.s.: Sartre wurde im Alter auch bettlägerig, und litt unter Inkontinenz. (für Partnerin Simone de Beauvoir kein Problem – umgekehrt wohl ebenso).

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